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	<title>Deutsches Medizin-Netz &#187; Krankheiten</title>
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		<title>Mitralklappeninsuffizienz</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 23:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mitralklappeninsuffizienz]]></category>
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Krankheitsbild
Von Mitralklappeninsuffizienz, oder k&#252;rzer von Mitralinsuffizienz spricht man, wenn die Mitralklappe (Herzklappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer) „undicht“ wird, d. h. das Zur&#252;ckstr&#246;men von Blut in den Vorhof beim Zusammenziehen des Herzmuskels nicht mehr ...]]></description>
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<h4>Krankheitsbild</h4>
<p>Von Mitralklappeninsuffizienz, oder k&#252;rzer von Mitralinsuffizienz spricht man, wenn die Mitralklappe (Herzklappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer) „undicht“ wird, d. h. das Zur&#252;ckstr&#246;men von Blut in den Vorhof beim Zusammenziehen des Herzmuskels nicht mehr vollst&#228;ndig verhindern kann.<br />
Erst die fortgeschrittene Mitralinsuffizienz macht Beschwerden: Belastungsabh&#228;ngige Atemnot, n&#228;chtlicher Husten, Verminderung der Leistungsf&#228;higkeit, unregelm&#228;&#223;iger Herzrhythmus oder Herzschmerzen.</p>
<p>Die Mitralinsuffizienz tritt vorwiegend bei &#228;lteren Menschen auf; vor allem als Komplikation des <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/rheumatisches-fieber-streptokokkenrheumatismus-akuter-gelenkrheumatismus/' title='Rheumatisches Fieber (Streptokokkenrheumatismus, akuter Gelenkrheumatismus)'>rheumatischen Fiebers</a> kann sie aber auch junge Erwachsene betreffen. Im fortgeschrittenen Stadium ist sie nur durch eine Operation &#8211; notfalls mit Ersatz der Klappe &#8211; zu behandeln.</p>
<h4>Diagnose</h4>
<p>Das Abh&#246;ren des Herzens durch den Arzt liefert oft die Verdachtsdiagnose. Insbesondere durch eine Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens), sowie durch die Elektrokardiographie (EKG = Ableitung der Herzstr&#246;me), ein R&#246;ntgenbild des Brustkorbs und eventuell durch eine Herzkatheteruntersuchung wird die Diagnose gesichert und das Ausma&#223; des Klappenfehlers erfasst. Gleichzeitig gilt es, eventuell vorhandene zus&#228;tzliche Herzerkrankungen (z. B. eine <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/angina-pectoris-und-koronare-herzkrankheit-khk/' title='Angina pectoris und Koronare Herzkrankheit (KHK)'>koronare Herzkrankheit</a> oder eine <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/herzinsuffizienz-herzversagen/' title='Herzinsuffizienz (Herzversagen)'>Herzinsuffizienz</a>) zu entdecken.<span id="more-381"></span></p>
<h4>Krankheitsverlauf</h4>
<p>Der Krankheitsverlauf h&#228;ngt davon ab, wie stark die Insuffizienz („Undichtigkeit“) der Mitralklappe ist. Eine geringf&#252;gige Mitralinsuffizienz bleibt f&#252;r den Betroffenen oft lebenslang unbedeutend. Das Ausma&#223; des Klappenfehlers kann aber auch &#252;ber Jahre zunehmen, und so zu einer erheblichen Einschr&#228;nkung der Lebensqualit&#228;t f&#252;hren. Als Komplikation der Mitralinsuffizienz kann es zur Entstehung von Thromben (Blutgerinnseln) an der Klappe oder im Vorhof kommen, die mit dem Blut in den K&#246;rper gesp&#252;lt werden k&#246;nnen. Dies kann den Verschluss des betroffenen Blutgef&#228;&#223;es zur Folge haben (Embolie), was wiederum die Durchblutung des betroffenen Organs (z. B. Gehirn, Arm oder Bein) gef&#228;hrdet. Auch Bakterien k&#246;nnen sich an der Klappe festsetzen und zu einer Endokarditis (Entz&#252;ndung der Herzinnenschicht) f&#252;hren.</p>
<h4>Therapie</h4>
<p>Die medikament&#246;se Behandlung der Mitralinsuffizienz beschr&#228;nkt sich auf die Therapie der <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/herzinsuffizienz-herzversagen/' title='Herzinsuffizienz (Herzversagen)'>Herzinsuffizienz</a>. Allerdings kann man die Ursache der Beschwerden mit Medikamenten nicht beheben. Daher ist oft bei deutlichen Beschwerden oder zunehmender Herzschw&#228;che eine Operation mit Ersatz der Mitralklappe n&#246;tig. Als Klappenersatz kommen k&#252;nstliche Klappen (Metall, Kunststoff) oder Klappen aus Schweineherzen in Frage.<br />
Zur Vorbeugung der genannten Komplikationen (Thromben und Endokarditis) sind in der Regel gerinnungshemmende Mittel (z. B. Marcumar ®) sowie bei potentiell gef&#228;hrdenden Situationen (z. B. Zahnarztbesuch) die vorbeugende Einnahme von Antibiotika n&#246;tig.</p>
<h4>Ursache</h4>
<p>Als Mitralklappe bezeichnet man die Herzklappe zwischen linkem Vorhof und linker Kammer. Wenn sich die Vorh&#246;fe zusammenziehen, wird sie vom Blut aufgedr&#252;ckt und erm&#246;glicht das Einstr&#246;men von Blut in die Kammer. Wenn sich kurz darauf der Muskel der Kammern zusammenzieht, wird die Mitralklappe vom ansteigenden Blutdruck wieder zugedr&#252;ckt und verhindert so ein Zur&#252;ckstr&#246;men von Blut in den Vorhof; das Blut str&#246;mt aus der Kammer in die Aorta (Hauptschlagader).<br />
Jede der vier Klappen des Herzens kann „undicht“ werden, d. h. die F&#228;higkeit verlieren, vollst&#228;ndig zu schlie&#223;en. Man nennt dies Klappeninsuffizienz; im Falle der Mitralklappe Mitral(klappen)insuffizienz.<br />
Als Folge der Mitralinsuffizienz gelangt ein Teil des gepumpten Blutes nicht in den K&#246;rper, sondern wird zwischen Vorhof und Kammer hin und her gepumpt. Dies bedeutet eine zus&#228;tzliche Belastung f&#252;r das Herz und f&#252;hrt &#252;ber Jahre oft zu einer <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/herzinsuffizienz-herzversagen/' title='Herzinsuffizienz (Herzversagen)'>Herzinsuffizienz</a>.<br />
Die h&#228;ufigste Ursache der Mitralinsuffizienz ist eine Sch&#228;digung der Klappe durch eine bakterielle oder rheumatische Endokarditis (Entz&#252;ndung der Herzinnenschicht). Andere Ursachen sind der Herzinfarkt, altersbedingte Verkalkung und (selten) ein Mitralklappenprolaps. In einem oft langj&#228;hrigen Prozess kommt es zu einer zunehmenden Sch&#228;digung und narbigem Umbau der Klappe, die die Undichtigkeit &#8211; eventl. mit einer Verengung (=<a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/mitralklappenstenose/' title='Mitralklappenstenose'>Mitralstenose</a>) kombiniert &#8211; verursacht.</p>
<h4>Vorbeugung</h4>
<p>Eine h&#228;ufige Ursache der Mitralinsuffizienz ist die Sch&#228;digung der Klappe im Rahmen des <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/rheumatisches-fieber-streptokokkenrheumatismus-akuter-gelenkrheumatismus/' title='Rheumatisches Fieber (Streptokokkenrheumatismus, akuter Gelenkrheumatismus)'>rheumatischen Fiebers</a>. Daher ist es wichtig, diese Erkrankung fr&#252;hzeitig zu erkennen und zu therapieren, und ggf. R&#252;ckf&#228;llen durch konsequente vorbeugende Antibiotikagabe vorzubeugen.<br />
F&#252;r alle Herzklappenfehler gilt, dass der Betroffene unter genauer &#228;rztlicher Kontrolle stehen muss, um die Indikation zur Operation rechtzeitig stellen zu k&#246;nnen. Eine auf dem Boden eines Klappenfehlers entstandene Schw&#228;chung des Herzmuskel ist n&#228;mlich kaum r&#252;ckg&#228;ngig zu machen; au&#223;erdem erh&#246;ht die Herzschw&#228;che das Operationsrisiko erheblich.</p>
<p><strong>Der Herzzyklus</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-382" title="herzzyklus" src="/wp-content/uploads/2009/03/herzzyklus.gif" alt="herzzyklus" width="402" height="167" /></p>
<p>Mit freundlicher Genehmigung des Verlages Haus&amp;Gro&#223;.</p>

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		<title>Angina pectoris und Koronare Herzkrankheit (KHK)</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 23:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Angina Pectoris]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Koronare]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheitsbild]]></category>
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corona (lat.)=Krone, Kranz (gemeint sind die Herzkranzgef&#228;&#223;e); angere (lat.)=verengen; pectus (lat.)=Brustkorb; somit kann Angina pectoris mit „Brustenge“ &#252;bersetzt werden.
Krankheitsbild
Als koronare Herzkrankheit (KHK) bezeichnet man die Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff aufgrund einer Verengung der Herzkranzgef&#228;&#223;e ...]]></description>
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<p>corona (lat.)=Krone, Kranz (gemeint sind die Herzkranzgef&#228;&#223;e); angere (lat.)=verengen; pectus (lat.)=Brustkorb; somit kann Angina pectoris mit „Brustenge“ &#252;bersetzt werden.</p>
<h4>Krankheitsbild</h4>
<p>Als koronare Herzkrankheit (KHK) bezeichnet man die Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff aufgrund einer Verengung der Herzkranzgef&#228;&#223;e (Koronararterien). Der Erkrankung liegt fast immer eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) zugrunde.</p>
<p>Die Angina pectoris ist das h&#228;ufigste Beschwerdebild, das durch die KHK verursacht wird. Bei Mehrbelastung des Herzens (k&#246;rperliche Arbeit, Stress, &#252;ppige Mahlzeit, Fieber) kommt es zu Schmerzen, Enge- oder Druckgef&#252;hl im Brustkorb. Die Schmerzen sind in der Regel von kurzer Dauer (5-30 min) und k&#246;nnen in den linken Arm oder den Hals ausstrahlen. Die Beschwerden k&#246;nnen von Angst oder Atemnot begleitet sein.</p>
<p>Viele Betroffene leben jahrelang mit den wiederkehrenden Beschwerden einer Angina pectoris. Dennoch muss jede neu, bzw. in Ruhe auftretende oder sich verschlechternde Angina unbedingt sofort abgekl&#228;rt werden, da ein Herzinfarkt unmittelbar drohen kann oder bereits vorliegt. Durch spezielle Untersuchungen im Krankenhaus muss der Herzinfarkt, der eine ganz andere Therapie erfordert, rasch ausgeschlossen werden. Auch andere, teilweise schwere Erkrankungen, k&#246;nnen in ihren Symptomen einer Angina pectoris sehr &#228;hneln (z. B. Herzinfarkt).</p>
<p>Unter einer KHK leiden 10 % aller Deutschen; es gibt eine famili&#228;re H&#228;ufung. M&#228;nner sind etwa dreimal h&#228;ufiger als Frauen betroffen. Neben der Angina pectoris, unter der jeder zweite KHK-Patient leidet, kann die KHK auch Herzrhythmusst&#246;rungen und Herzmuskelschw&#228;che (Herzinsuffizienz) verursachen. In 25% der F&#228;lle bleibt die KHK „stumm“. Ohne jegliche Vorzeichen kann es dann zu einem Herzinfarkt kommen.</p>
<h4>Diagnose</h4>
<p>Die Diagnosestellung einer koronaren Herzkrankheit erfolgt mit einem Belastungs-EKG: W&#228;hrend k&#246;rperlicher Belastung (Fahrradfahren, Laufband) werden die Herzstr&#246;me abgeleitet. Eine Minderversorgung von Teilen des Herzmuskels kann der Arzt an Ver&#228;nderungen der Herzstr&#246;me erkennen. Die Untersuchung mit einem Herzkatheter liefert genaue Information dar&#252;ber, welches Herzkranzgef&#228;&#223; wie stark eingeengt ist, gleichzeitig kann eine vorhandene Herzschw&#228;che eingesch&#228;tzt werden.</p>
<p>Die Diagnostik einer KHK umfasst auch die Suche nach ihren Risikofaktoren (siehe Vorbeugung). Hierzu z&#228;hlt u. a. eine 24 Stunden-Blutdruckmessung und verschiedene Blutuntersuchungen.</p>
<p>Spezielle nuklearmedizinische Methoden (Messung von Herzfunktionen unter Einsatz radioaktiver Substanzen) werden bislang nur an gr&#246;&#223;eren Zentren bei speziellen Fragestellungen oder unklaren Befunden durchgef&#252;hrt.</p>
<h4>Krankheitsverlauf</h4>
<p>Wird eine KHK nicht behandelt, geht der Betroffene ein hohes Risiko ein, einen Herzinfarkt zu erleiden. Die Prognose h&#228;ngt vor allem von der Anzahl der betroffenen Gef&#228;&#223;e und dem Umfang der jeweiligen Engstelle ab. Bei geeigneter medikament&#246;ser Therapie und konsequenter Reduktion der Risikofaktoren, notfalls durch eine rechtzeitige Operation, kann die Prognose deutlich verbessert werden.</p>
<h4>Therapie</h4>
<p>Die Therapie der KHK fu&#223;t auf drei S&#228;ulen: medikament&#246;se Behandlung, operative Verfahren und Ausschaltung von Risikofaktoren. Ziel ist in jedem Fall die Beschwerdefreiheit des Patienten. Solange Angina pectoris-Anf&#228;lle auftreten, ist die Infarktgefahr nicht gebannt.</p>
<ul>
<li>Medikament&#246;se Behandlung: Nitrate (z.B. Nitrolingual®, ISMO®, Isoket®), Calciumkanalblocker (z. B. Isoptin®, Dilzem®) und Betablocker (Beloc®, u. v. a.) erweitern die Herzkranzgef&#228;&#223;e und/oder verringern den Sauerstoffbedarf des Herzens. Sie werden einzeln oder in Kombination eingesetzt. Zus&#228;tzlich gibt man niedrig dosiert Acetylsalicyls&#228;ure, um die Entstehung von Blutgerinnseln an den Gef&#228;&#223;engstellen zu verhindern.</li>
<li>Operative Verfahren: Es ist m&#246;glich, mit einem Herzkatheter in die Herzkranzgef&#228;&#223;e vorzudringen, um dort die Engstelle(n) mittels eines Ballons an der Katheterspitze auszudehnen. Eine solche „Ballondilatation“ hat eine relativ geringe Komplikationsrate und eine zun&#228;chst hohe Erfolgsrate. Leider verengen sich bis zu 40% der so aufgedehnten Gef&#228;&#223;e binnen 6 Monaten wieder. Im Rahmen einer (viel aufwendigeren) Bypass-Operation werden Gef&#228;&#223;st&#252;cke (meist aus einer Beinvene) an die Herzkranzgef&#228;&#223;e gen&#228;ht, um die Engstellen zu umgehen. Je nach Operationsverfahren muss mit einem Verschluss von etwa 10% bis 50% der Byp&#228;sse innerhalb von 10 Jahren gerechnet werden.</li>
<li>Ausschaltung von Risikofaktoren: Dies ist eine gemeinsame Aufgabe von Arzt und Patient.</li>
</ul>
<h4>Ursache</h4>
<p>Der KHK liegt eine Arteriosklerose (“Arterienverkalkung”) der Herzkranzgef&#228;&#223;e zugrunde. Die Arteriosklerose entsteht vermutlich aufgrund eines fehlerhaften Zusammenspiels verschiedener Komponenten der Gef&#228;&#223;w&#228;nde und des Blutes. Risikofaktoren hierf&#252;r sind neben genetischer Veranlagung insbesondere Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Zigarettenrauchen und bestimmte Fettstoffwechselst&#246;rungen. Durch das verengte Gef&#228;&#223; erreicht ohne k&#246;rperliche Anstrengung noch gen&#252;gend Blut den Herzmuskel. Bei Belastung k&#246;nnen die verkalkten Gef&#228;&#223;e jedoch dem erh&#246;hten Sauerstoffbedarf des Herzens nicht mehr gerecht werden; es kommt zur Unterversorgung des Herzmuskels. Ein v&#246;lliger Verschluss der Engstelle f&#252;hrt zum Absterben des Herzmuskels und somit zum Herzinfarkt.</p>
<h4>Vorbeugung</h4>
<p>In umfangreichen Studien wurden Risikofaktoren nachgewiesen, die die Wahrscheinlichkeit einer Arteriosklerose, und damit einer KHK, um ein mehrfaches erh&#246;hen. Beim Vorhandensein mehrerer Faktoren addieren sich die Einzelrisiken:</p>
<p>Risikofaktoren 1. Ordnung sind:</p>
<ul>
<li>Rauchen</li>
<li>Fettstoffwechselst&#246;rungen (v. a. Erh&#246;hung des LDL-Cholesterins und Verminderung des HDL-Cholesterins)</li>
<li>Bluthochdruck</li>
<li>Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)</li>
</ul>
<p>Die Krankheit k&#246;nnen beg&#252;nstigen:</p>
<ul>
<li>fettreiche Ern&#228;hrung</li>
<li>&#220;bergewicht</li>
<li>Bewegungsmangel</li>
<li>Stress</li>
</ul>
<p>Alle genannten Faktoren k&#246;nnen durch eine geeignete Lebensf&#252;hrung oder medikament&#246;se Behandlung durch den behandelnden Arzt g&#252;nstig beeinflusst werden. Der einzelne kann also durchaus sein Risiko, an der KHK und ihren Folgen zu erkranken, vermindern und auch nach Diagnosestellung den Verlauf g&#252;nstig beeinflussen. Beispielsweise sinkt das Herzinfarktrisiko von dem Tag an, an dem das Zigarettenrauchen eingestellt wird, stetig!</p>

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		<title>Ulcus molle (Weicher Schanker, &#8220;Dritte Geschlechtskrankheit&#8221;)</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 23:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Ulcus Molle]]></category>
		<category><![CDATA[Ursache]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbeugung]]></category>

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Krankheitsbild
Das Ulcus molle geh&#246;rt neben der Syphilis, der Gonorrhoe und dem Lymphogranuloma inguinale zu den vier Geschlechtskrankheiten im Sinne des deutschen Gesetzes. Es wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Haemophilus ducreyi ausgel&#246;st, das praktisch ...]]></description>
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<h4>Krankheitsbild</h4>
<p>Das Ulcus molle geh&#246;rt neben der Syphilis, der Gonorrhoe und dem Lymphogranuloma inguinale zu den vier Geschlechtskrankheiten im Sinne des deutschen Gesetzes. Es wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Haemophilus ducreyi ausgel&#246;st, das praktisch nur beim Geschlechtsverkehr &#252;bertragen werden kann.<br />
Das Ulcus molle &#228;u&#223;ert sich wenige Tage nach der Ansteckung durch in der Regel sehr schmerzhafte kleine Hautgeschw&#252;re an den Geschlechtsorganen. Besonderes bei Frauen kann die Infektion aber auch v&#246;llig symptomlos verlaufen. Im Gegensatz zu tropischen L&#228;ndern ist die Erkrankung in Mitteleuropa relativ selten.</p>
<h4>Diagnose</h4>
<p>Bei entsprechenden Beschwerden nach ungesch&#252;tztem Geschlechtsverkehr sollte man zur Abkl&#228;rung unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine sicherer Nachweis der Bakterien ist oft schwierig; eine Behandlung muss gegebenenfalls „auf Verdacht“ vorgenommen werden.<br />
Der Arzt ist verpflichtet, die Diagnose dieser Geschlechtskrankheit den Gesundheitsbeh&#246;rden anonym, also ohne Namensnennung, zu melden, damit m&#246;gliche H&#228;ufungen in einer Region fr&#252;hzeitig erkannt werden k&#246;nnen.</p>
<h4>Krankheitsverlauf</h4>
<p>Ohne Behandlung k&#246;nnen sich die Bakterien entlang der Lymphgef&#228;&#223;e in die Lymphknoten der Leisten ausbreiten. Es kommt dann zu einer schmerzhaften Schwellung der Lymphknoten mit Hautr&#246;tung. Die geschwollenen Lymphknoten k&#246;nnen zur Haut hin eitrig aufbrechen.</p>
<h4>Therapie</h4>
<p>Die Behandlung des weichen Schankers erfolgt mit Antibiotika (z. B. Tetrazyklin). Damit werden die Erreger binnen weniger Tage abget&#246;tet. Wichtig ist sexuelle Enthaltsamkeit bis zur definitiven Ausheilung der Infektion, die bei einer Nachuntersuchung durch den Arzt gesichert werden muss, damit andere nicht angesteckt werden. Alle Menschen, die man m&#246;glicherweise angesteckt hat, sollten informiert werden.<br />
Wer am Ulcus molle erkrankt, kann sich gleichzeitig eine andere Geschlechtskrankheit (z. B. <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/syphilis-lues-harter-schanker/' title='Syphilis (Lues, Harter Schanker)'>Syphilis</a>, <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/gonorrhoe-tripper/' title='Gonorrhoe (Tripper)'>Gonorrhoe</a>) zugezogen haben. Entsprechende Untersuchungen (inklusive HIV-Test) sind deshalb ratsam.</p>
<h4>Ursache</h4>
<p>Das Ulcus molle wird durch das Bakterium Haemophilus ducreyi ausgel&#246;st. Dieser Keim ist sehr empfindlich gegen&#252;ber K&#228;lte und Austrocknung, weshalb eine &#220;bertragung praktisch ausschlie&#223;lich beim Geschlechtsverkehr m&#246;glich ist. Normalerweise breitet sich der Keim allenfalls bis zu den Leistenlymphknoten aus; hier kann er meistens vom Immunsystem aufgehalten werden.</p>
<h4>Vorbeugung</h4>
<p>Wie f&#252;r alle Geschlechtskrankheiten gilt auch f&#252;r den weichen Schanker: Kondome sch&#252;tzen! Eine Ansteckung ist ausschlie&#223;lich beim Geschlechtsverkehr m&#246;glich; die &#220;bertragung des Erregers wird durch das Benutzen von Kondomen sicher verhindert. Wer sich mit einer Geschlechtskrankheit ansteckt, sollte das auch im Zeitalter der Antibiotika sehr ernst nehmen.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Gallensteine (Cholelithiasis)</title>
		<link>http://www.medizin-netz.de/krankheiten/gallensteine-cholelithiasis/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 23:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Cholelithiasis]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Gallensteine]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheitsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheitsverlauf]]></category>

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Krankheitsbild
Galle ist ein Sekret der Leber, das durch den Gallengang in den Zw&#246;lffingerdarm abgeleitet wird. Die Gallenblase zweigt als Speicherorgan der Galle vom Gallengang ab. Gallensteine entstehen, wenn Stoffe wie Cholesterin und Calcium, die normalerweise ...]]></description>
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<h4>Krankheitsbild</h4>
<p>Galle ist ein Sekret der Leber, das durch den Gallengang in den Zw&#246;lffingerdarm abgeleitet wird. Die Gallenblase zweigt als Speicherorgan der Galle vom Gallengang ab. Gallensteine entstehen, wenn Stoffe wie Cholesterin und Calcium, die normalerweise in der Galle gel&#246;st sind, auskristallisieren und in der Gallenblase oder dem Gallengang Konkremente (Steine) in der Gr&#246;&#223;enordnung von wenigen mm bis etwa 1 cm bilden.</p>
<p>Das Vorhandensein eines oder mehrerer Gallensteine ist ein sehr h&#228;ufiger Befund: Etwa jeder f&#252;nfte Deutsche ist Gallensteintr&#228;ger, wobei Frauen dreimal h&#228;ufiger als M&#228;nner betroffen sind und es eine famili&#228;re H&#228;ufung gibt. Die Mehrheit der Gallensteintr&#228;ger ist beschwerdefrei und bleibt dies auch. Gallensteine k&#246;nnen aber auch in seltenen F&#228;llen schwere Komplikationen nach sich ziehen.</p>
<p><a href="http://www.imedo.de/service"><img class="aligncenter size-full wp-image-2211" title="infocenter-anzeige" src="http://www.medizin-netz.de/wp-content/uploads/2006/08/infocenter-anzeige.gif" alt="infocenter-anzeige" width="468" height="60" /></a></p>
<h4>Diagnose</h4>
<p>Etwa 75% der Gallensteintr&#228;ger sind v&#246;llig beschwerdefrei. Bei ihnen wird die Diagnose zuf&#228;llig gestellt, i. d. R. mit Ultraschall. Im Ultraschall kann der Arzt die Gallenblase und eventl. darin vorhandene Steine gut erkennen.</p>
<p>Bei einem Patienten mit Beschwerden, d. h. einer Gallenkolik (s. Krankheitsverlauf), wird neben einer Ultraschalluntersuchung auch das Blut untersucht, um die Schwere der Erkrankung beurteilen zu k&#246;nnen: Die Konzentration von Bilirubin (ein Blutabbauprodukt, das mit der Galle ausgeschieden wird) wird bestimmt, sowie weitere Werte, die eine m&#246;gliche Beteiligung der Galleng&#228;nge und der Leber beurteilen lassen (Alkalische Phosphatase, Gamma-Glutamyl-Transferase, Leberenzyme). Durch weitere Laboruntersuchungen werden Erkrankungen, die &#228;hnliche Beschwerden machen k&#246;nnen, insbesondere die Entz&#252;ndung der Bauchspeicheldr&#252;se (Pankreatitis, oft auch eine Folge eines Gallensteins), ausgeschlossen.</p>
<p>Die ERC (endoskopische retrograde Cholangiographie=r&#246;ntgenologische Darstellung der Galleng&#228;nge im Rahmen einer Magen-Zw&#246;lffingerdarm-Spiegelung) erm&#246;glicht vor allem eine genaue Untersuchung des Gallengangs. Im Rahmen der Untersuchung kann mit diesem Verfahren auch gleich ein Gallengangsstein entfernt werden.</p>
<h4>Krankheitsverlauf</h4>
<p>Man muss die Gallensteintr&#228;ger (75% der F&#228;lle), die bei zuf&#228;llig diagnostizierten Gallensteinen keine Beschwerden haben, von den Gallensteinkranken (25% der F&#228;lle) unterscheiden. Das typische Beschwerdebild, das durch Gallensteine verursacht ist, ist die Gallenkolik. Sie wird durch eine meist vor&#252;bergehende Verlegung des Gallenganges oder der M&#252;ndungsstelle des Gallengangs in den Zw&#246;lffingerdarm verursacht. Die Wandmuskulatur verkrampft sich &#252;ber dem Hindernis, was zu Schmerzen im rechten und mittleren Oberbauch, begleitet von &#220;belkeit und Erbrechen, f&#252;hrt.</p>
<p>Wenn der Gallenstein den Abfluss der Galle blockiert, kommt es zu einer Gelbf&#228;rbung von Haut und Augenwei&#223;, sowie zu einer deutlichen Dunkelf&#228;rbung des Urins (Ikterus=Gelbsucht), weil das gelbe Bilirubin nicht mehr mit der Galle ausgeschieden werden kann. Blockiert der Stein auch den Abfluss des Sekretes der Bauchspeicheldr&#252;se, kann sich diese entz&#252;nden (akute Pankreatitis). Bakterien k&#246;nnen sich im Bereich des Steines ansiedeln und zu einer Entz&#252;ndung des Gallenganges (Cholangitis) oder der Gallenblase (Cholezystitis) f&#252;hren. Sehr selten kann der Stein auch zu einer Perforation (Durchbruch) der Gallenblase f&#252;hren. Die Galle tritt dann in die Bauchh&#246;hle ein, es kommt zur Bauchfellentz&#252;ndung („gallige“ Peritonitis).</p>
<h4>Therapie</h4>
<p>Ein asymptomatischer Gallenstein wird nicht behandelt; die Risiken einer Operation stehen in keinem Verh&#228;ltnis zum m&#246;glichen Nutzen. Symptomatischen Gallensteintr&#228;gern wird &#8211; m&#246;glichst in einem beschwerdefreien Intervall &#8211; die Gallenblase operativ entfernt (Cholezystektomie). Dies kann durch einen Hautschnitt am rechten Rippenbogenrand erfolgen, oder &#8211; heute die Regel &#8211; <a href='http://www.medizin-netz.de/diagnostik/koloskopie-spiegelung-des-dickdarms/' title='Koloskopie (Spiegelung des Dickdarms)'>laparoskopisch</a>, d. h. mit speziellen Instrumenten durch vier je 1-2 cm lange Schnitte (am Bauchnabel, am linken und rechten Unterbauch, sowie am linken Oberbauch, sog. „Schl&#252;sselloch-Operation“). Vorteile dieser OP-Technik sind vor allem die geringeren postoperativen Schmerzen und der k&#252;rzere station&#228;re Aufenthalt. Durch die operative Entfernung der Gallenblase ist das Problem in aller Regel behoben, da fast alle Steine in der Gallenblase, und nicht im Gallengang entstehen.</p>
<p>Die Akuttherapie der Gallenkolik ist zur Zeit im Wandel. Es ist m&#246;glich, unter Gabe von Schmerzmitteln und krampfl&#246;senden Medikamenten, bei bakteriellen Entz&#252;ndungen zus&#228;tzlich mit Antibiotika, abzuwarten, bis der Stein den Gallengang passiert hat. Insbesondere bei Verdacht auf eine Beteiligung der Bauchspeicheldr&#252;se wird heute zunehmend mit Hilfe der ERC (s.o.) der Stein aufgesucht und aus dem Gallengang herausgezogen. Galle und Bauchspeichel k&#246;nnen dann wieder ungehindert abflie&#223;en, die Beschwerden klingen ab.</p>
<p>Unter bestimmten Voraussetzungen (unverkalkte Cholesterinsteine, keine Komplikationen) kann man durch Medikamente (Ursodeoxychols&#228;ure, Chenodeoxychols&#228;ure) oder elektromechanische Steinzertr&#252;mmerung von au&#223;en (Extrakorporale Sto&#223;wellenlithotripsie ESWL) die Steine aufl&#246;sen, ohne operieren zu m&#252;ssen.</p>
<h4>Ursache</h4>
<p>Risikofaktoren f&#252;r die Entstehung von Gallensteinen sind &#220;bergewicht, cholesterinreiche Ern&#228;hrung, Diabetes mellitus, sowie bestimmte Darmerkrankungen (Morbus Crohn). Aufgrund eines Missverh&#228;ltnisses zwischen Cholesterin und Gallens&#228;uren in der Galle, verminderter Bewegung der Gallenblase oder geringem S&#228;uregehalt der Galle kristallisieren Cholesterin, Calcium, sowie das Blutabbauprodukt Bilirubin aus und bilden die Steine.<br />
Vorbeugung</p>
<p>Eine ausgewogene, fett- und cholesterinarme, ballaststoffreiche Ern&#228;hrung und ggf. Gewichtsreduktion kann das Risiko der Entstehung von Gallensteinen vermindern.</p>

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		<title>Wundrose (Erysipel)</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 23:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Bakterien]]></category>
		<category><![CDATA[Entzündung]]></category>
		<category><![CDATA[Erysipel]]></category>
		<category><![CDATA[Wundrose]]></category>

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Krankheitsbild
Das Erysipel ist eine besondere bakterielle Entz&#252;ndung der Haut. Dabei breiten sich die Bakterien nach einer (oft unscheinbaren) Hautverletzung in den Lymphgef&#228;&#223;en der Haut aus. Zumeist von Fieber, Schmerzen und einem deutlichen Krankheitsgef&#252;hl begleitet, kommt ...]]></description>
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<h4>Krankheitsbild</h4>
<p>Das Erysipel ist eine besondere bakterielle Entz&#252;ndung der Haut. Dabei breiten sich die Bakterien nach einer (oft unscheinbaren) Hautverletzung in den Lymphgef&#228;&#223;en der Haut aus. Zumeist von Fieber, Schmerzen und einem deutlichen Krankheitsgef&#252;hl begleitet, kommt es zu einer fl&#228;chenhaften R&#246;tung und Schwellung des erkrankten Hautbereichs, die sich binnen Stunden oder weniger Tage ausbreitet.<br />
Das Erysipel ist eine relativ h&#228;ufige Erkrankung. Besonders gef&#228;hrdet sind Menschen mit geschw&#228;chtem Immunsystem (alte Menschen, Diabetiker). Die Erkrankung kann aber in jedem Alter auftreten.<br />
Unbehandelt kann das Erysipel lebensgef&#228;hrlich sein. Bei geeigneter Therapie heilt sie jedoch in aller Regel folgenlos aus.</p>
<p><a href="http://www.imedo.de/infocenter/konzentration" target="_self"><img class="aligncenter size-full wp-image-2238" title="Infocenter Konzentration" src="http://www.medizin-netz.de/wp-content/uploads/2009/01/infocenter-konzentration.jpg" alt="Jetzt Konzentrationsschw&#228;che entgegenwirken" width="468" height="60" /></a></p>
<h4>Diagnose</h4>
<p>Der Arzt kann die Diagnose meistens schon durch die Untersuchung des Patienten stellen. Im Zweifelsfall kl&#228;rt eine bakteriologische Untersuchung aus einem Wundabstrich, um welchen Keim es sich handelt. Bei der sog. Blutkultur untersucht man, ob in einer Blutprobe des Betroffenen Bakterien nachzuweisen sind. Dies w&#252;rde auf eine Sepsis („Blutvergiftung“) als Komplikation des Erysipels hinweisen.<br />
Tritt ein Erysipel wiederholt auf, sollte man nach m&#246;glichen Ursachen eines geschw&#228;chten Immunsystems suchen und insbesondere einen Diabetes mellitus ausschlie&#223;en.</p>
<h4>Krankheitsverlauf</h4>
<p>Bei guter Abwehrlage kann sich ein Erysipel auch ohne Behandlung zur&#252;ckbilden. Das Risiko, dass sich die Bakterien &#252;ber sehr gro&#223;e Hautfl&#228;chen ausbreiten und der K&#246;rper des Betroffenen durch ihre Giftstoffe und die starke Abwehrreaktion des K&#246;rpers zu stark belastet wird, ist gro&#223;. Als Komplikation k&#246;nnen sich Blutgef&#228;&#223;e im Bereich des Erysipels entz&#252;nden (sog. Thrombophlebitis). Insbesondere beim Erysipel im Kopfbereich kann eine solche Venenentz&#252;ndung gef&#228;hrliche neurologische Komplikationen zur Folge haben. Schlie&#223;lich ist es m&#246;glich, dass sich die Erreger mit dem Blut im ganzen K&#246;rper ausbreiten, und zur lebensgef&#228;hrlichen Sepsis (Blutvergiftung) oder zu einer Entz&#252;ndung der Herzinnenschicht (Endokarditis) f&#252;hren.<br />
Bei angemessener Behandlung bildet sich das Erysipel aber binnen weniger Tage zur&#252;ck. In der Regel heilt sie folgenlos aus. Nur selten kann die Entz&#252;ndung der Lymphgef&#228;&#223;e bleibende Schwellungen im betroffenen Bereich (sog. Lymph&#246;dem) hinterlassen.</p>
<h4>Therapie</h4>
<p>Stellt der Arzt ein Erysipel fest, so wird er den Betroffenen in aller Regel zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus einweisen. Dort muss der Patient zun&#228;chst Bettruhe einhalten, das betroffene K&#246;rperteil (Bein oder Arm) wird ggf. in einer Schiene ruhig gestellt und hoch gelagert. Gleichzeitig wird ein Antibiotikum (z. B. Penicillin) f&#252;r mindestens eine Woche &#252;ber die Vene verabreicht. Die Ursache der Hautverletzung, die das Eindringen der Bakterien erm&#246;glicht hat, muss gefunden und wenn n&#246;tig (z. B. Schnittwunde, offene Beine bei Durchblutungsst&#246;rungen oder Krampfadern, Fu&#223;pilz) in geeigneter Weise behandelt werden.</p>
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<h4>Ursache</h4>
<p>Der h&#228;ufigste Erreger des Erysipels geh&#246;rt zu der Gruppe der A-Streptokokken; seltener verursachen andere Bakterien (z. B. Staphylokokken) ein &#228;hnliches Krankheitsbild. Diese Bakterien befinden sich auf der Haut und Schleimhaut vieler Menschen, ohne dass sie Beschwerden verursachen, da sie die Hautbarriere nicht &#252;berwinden k&#246;nnen. Selbst bei einer Verletzung dieser Barriere sind die allgegenw&#228;rtigen Streptokokken f&#252;r das Immunsystem in der Regel kein gro&#223;es Problem. Nur verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig selten gelingt es daher den Keimen, sich in dem feinen Geflecht der Lymphgef&#228;&#223;e zu vermehren und auszubreiten. Eine Schw&#228;chung der Abwehrkr&#228;fte an der Haut, wie dies z. B. f&#252;r Diabetiker sehr typisch ist, kann das Risiko der Krankheitsentstehung erh&#246;hen.<br />
Im Volksmund wird die fl&#228;chenhafte, sich nach einer Verletzung an Hand oder Fu&#223; zum K&#246;rper hin ausbreitende Hautr&#246;tung gelegentlich als „Blutvergiftung“ bezeichnet. Diese Bezeichnung ist jedoch falsch, denn die Bakterien sitzen in den Lymphgef&#228;&#223;en der Haut. Als Komplikation der Erkrankung k&#246;nnen sie aber durchaus in die Blutbahn gelangen, wo sie dann eine Sepsis (echte „Blutvergiftung“) verursachen k&#246;nnen.</p>
<h4>Vorbeugung</h4>
<p>Gesunde Menschen m&#252;ssen keine besonderen Vorsichtsma&#223;nahmen ergreifen, um der Entstehung eines Erysipels vorzubeugen, denn ihr Immunsystem ist hierzu stark genug. Menschen, die unter Gef&#252;hlsst&#246;rungen der Beine oder H&#228;nde leiden (z. B. Diabetiker, Menschen mit Durchblutungsst&#246;rungen oder bestimmten Autoimmunerkrankungen, Alkoholiker), sollten ihre Haut entsprechend sch&#252;tzen (z. B. durch spezielle Schuhe) und regelm&#228;&#223;ig genau untersuchen. So k&#246;nnen m&#246;gliche Verletzungen, die sich entz&#252;ndet haben, aber keine Schmerzen verursachen, fr&#252;hzeitig erkannt werden.</p>

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		<title>Magenkrebs (Magenkarzinom)</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 23:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Darmkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Karzinom]]></category>
		<category><![CDATA[Magenkarzinom]]></category>
		<category><![CDATA[Magenkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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Karzinom (von Karzinos, gr.) Krebs.
Krankheitsbild
Das Magenkarzinom ist nach dem Darmkrebs der zweith&#228;ufigste b&#246;sartige Tumor des Magen-Darm-Traktes und liegt bei M&#228;nnern und Frauen unter den f&#252;nf h&#228;ufigsten Tumorerkrankungen &#252;berhaupt. Die Erkrankung geht von entarteten Schleimhautzellen des ...]]></description>
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<p>Karzinom (von Karzinos, gr.) Krebs.</p>
<h4>Krankheitsbild</h4>
<p>Das Magenkarzinom ist nach dem Darmkrebs der zweith&#228;ufigste b&#246;sartige Tumor des Magen-Darm-Traktes und liegt bei M&#228;nnern und Frauen unter den f&#252;nf h&#228;ufigsten Tumorerkrankungen &#252;berhaupt. Die Erkrankung geht von entarteten Schleimhautzellen des Mageninnern aus.<br />
Die Symptome des Magenkarzinoms sind lange Zeit gering oder fehlen ganz. M&#246;glich sind Gewichtsverlust, Schmerzen oder ein Druckgef&#252;hl im Oberbauch, &#220;belkeit, Abgeschlagenheit. Diese Beschwerden k&#246;nnen nat&#252;rlich bei vielen anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes vorkommen.<br />
Das Magenkarzinom kann die Passage von Speisen durch den Magen einengen oder v&#246;llig verschlie&#223;en, in benachbarte Organe einwachsen und Metastasen (Tochtergeschw&#252;lste) in vielen Organen des K&#246;rpers verursachen. Ohne Behandlung ist das Magenkarzinom eine t&#246;dliche Erkrankung. Durch fr&#252;here Diagnosenstellung und Behandlung ist das Magenkarzinom heute aber eine in ihrem Verlauf zumeist positiv beeinflussbare, bei fr&#252;hzeitiger Entdeckung auch heilbare Erkrankung.<br />
Am Magenkarzinom erkranken in Deutschland j&#228;hrlich etwa 15.000 Menschen. Die H&#228;ufigkeit der Erkrankung hat in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen. Magenkrebs kommt ab dem 50. Lebensjahr geh&#228;uft vor; M&#228;nner sind etwa doppelt so h&#228;ufig wie Frauen betroffen. Vermutlich aufgrund der anderen Ern&#228;hrung ist die Erkrankung in manchen L&#228;ndern (Finnland, Japan, China) um ein Vielfaches h&#228;ufiger.</p>
<h4>Diagnose</h4>
<p>Die wichtigste Untersuchung beim Verdacht auf ein Magenkarzinom ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Bei dieser Untersuchung kann der Arzt den Magen von innen betrachten und Gewebeproben zur mikroskopischen Untersuchung entnehmen. Die sichere Diagnose ist nur durch eine solche Gewebeprobe m&#246;glich; andere Erkrankungen mit &#228;hnlichen Symptomen (z. B. Magengeschw&#252;r, Reizmagen) k&#246;nnen abgegrenzt werden.<br />
Weitere Untersuchungen dienen der Beurteilung der Ausdehnung eines m&#246;glichen Tumors, der Suche nach Metastasen und der Erfassung weiterer Erkrankungen des Betroffenen. Hierzu k&#246;nnen verschiedene Untersuchungen (z. B. R&#246;ntgenuntersuchungen, Ultraschall, Computertomographie) n&#246;tig sein.</p>
<h4>Krankheitsverlauf</h4>
<p>Unbehandelt wird das Magenkarzinom in aller Regel an Gr&#246;&#223;e zunehmen und fr&#252;her oder sp&#228;ter durch lokale Komplikationen (Verlegung des Speiseweges) oder durch Metastasen in Leber, Lunge, Knochen oder Gehirn erhebliche Beschwerden bereiten und zum Tode f&#252;hren. Beim fr&#252;hzeitig erkannten und behandelten Tumor jedoch liegt die sogenannte 5-Jahres-&#220;berlebensrate (der &#252;bliche Wert zur Beurteilung der Prognose einer b&#246;sartigen Erkrankung) hingegen bei 70-100%; oft ist eine Heilung m&#246;glich.</p>
<h4>Therapie</h4>
<p>Da der ausgesprochen schlechten Prognose ohne Behandlung einer guten Heilungschance bei rechtzeitiger Therapie gegen&#252;bersteht, sollte eine Operation mit dem Ziel, den Tumor vollst&#228;ndig zu entfernen, angestrebt werden. Hierbei wird in der Regel der gesamte Magen oder ein Teil davon entfernt; aus Sicherheitsgr&#252;nden zus&#228;tzlich auch Lymphknoten und anderes Gewebe im Bereich des Magens und oft auch die an den Magen angrenzende Milz. Das Ende der Speiser&#246;hre wird mit dem D&#252;nndarm verbunden, was eine weitgehend normale Ern&#228;hrung nach der Operation erm&#246;glicht.<br />
Wenn der Tumor zu gro&#223; ist, um vollst&#228;ndig entfernt werden zu k&#246;nnen, oder wenn eine Operation aus anderen Gr&#252;nden nicht m&#246;glich ist (z. B. bei sehr alten Patienten, zus&#228;tzliche schwere Erkrankungen), kann im Rahmen einer Magenspiegelung ein R&#246;hrchen (sog. Stent) eingef&#252;hrt werden, das den Speiseweg offen h&#228;lt und so Beschwerden lindern kann.<br />
Begleitend oder alternativ zur Operation kann eine Chemotherapie sinnvoll sein.</p>
<h4>Ursache</h4>
<p>Die Ursache jeden b&#246;sartigen Tumors ist das unkontrollierte Wachstum entarteter Zellen. Im Einzelfall ist nicht vorherzusagen, wer an einem Magenkarzinom erkranken wird; man kennt aber Risikofaktoren, die mit einer erh&#246;hten Wahrscheinlichkeit der Erkrankung einhergehen. Beim Magenkarzinom spielt die Ern&#228;hrung eine wichtige Rolle: Nitratreiche Ern&#228;hrung (v. a. gesalzene und gep&#246;kelte Speisen) erh&#246;ht das Risiko, weil das Nitrat im Magen in die krebserregenden Nitrosamine umgewandelt wird. Umgekehrt kann eine Vitamin C-reiche Ern&#228;hrung das Erkrankungsrisiko wom&#246;glich senken. Es gibt au&#223;erdem eine Reihe von Magenerkrankungen, die das Krebsrisiko erh&#246;hen: bestimmte Arten der Gastritis (Magenschleimhautentz&#252;ndung), Magengeschw&#252;re, manche Magenoperationen, seltene angeborene Magenerkrankungen. Auch das Rauchen erh&#246;ht das Magenkrebsrisiko.</p>
<h4>Vorbeugung</h4>
<p>Eine sichere Vorbeugung eines Magenkarzinoms ist nicht m&#246;glich. Durch eine gesunde Ern&#228;hrung (wenig Gep&#246;keltes, viel Obst und Gem&#252;se), durch Nichtrauchen, und ggf. durch eine regelm&#228;&#223;ige Kontrolle vorhandener Magenerkrankungen l&#228;sst sich das Risiko jedoch senken.<br />
Wichtig ist die sichere Abkl&#228;rung vom Magenbeschwerden durch den Arzt, wenn sich die Beschwerden nach sp&#228;testens zwei Wochen nicht bessern. Mit Hilfe einer Magenspiegelung, die heutzutage eine harmlose Routineuntersuchung darstellt, kann man behandlungsbed&#252;rftige Erkrankungen ausschlie&#223;en bzw. fr&#252;h entdecken, ob eine Behandlung notwendig wird.</p>

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		<item>
		<title>Lymphogranuloma inguinale („Vierte Geschlechtskrankheit“)</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 23:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Bakterien]]></category>
		<category><![CDATA[Gonorrhoe]]></category>
		<category><![CDATA[Lymphogranuloma Inguinale]]></category>
		<category><![CDATA[Syphilis]]></category>
		<category><![CDATA[Ulcus Molle]]></category>
		<category><![CDATA[Vierte Geschlechtskrankheit]]></category>

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		<description><![CDATA[

Krankheitsbild
Das Lymphogranuloma inguinale geh&#246;rt neben der Syphilis, der Gonorrhoe und dem Ulcus molle zu den vier Geschlechtskrankheiten im Sinne des deutschen Gesetzes. Es wird durch das Bakterium Chlamydia trachomatis verursacht.
Das Lymphogranuloma inguinale ist in Mitteleuropa ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<h4>Krankheitsbild</h4>
<p>Das Lymphogranuloma inguinale geh&#246;rt neben der <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/syphilis-lues-harter-schanker/' title='Syphilis (Lues, Harter Schanker)'>Syphilis</a>, der <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/gonorrhoe-tripper/' title='Gonorrhoe (Tripper)'>Gonorrhoe </a>und dem <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/ulcus-molle-weicher-schanker-dritte-geschlechtskrankheit/' title='Ulcus molle (Weicher Schanker, &#8220;Dritte Geschlechtskrankheit&#8221;)'>Ulcus molle</a> zu den vier Geschlechtskrankheiten im Sinne des deutschen Gesetzes. Es wird durch das Bakterium Chlamydia trachomatis verursacht.<br />
Das Lymphogranuloma inguinale ist in Mitteleuropa im Gegensatz zu Afrika, Mittel- und S&#252;damerika selten.<br />
Die Infektion mit den Krankheitserregern wird oft nicht bemerkt; es tritt meistens lediglich ein kleines Hautgeschw&#252;r oder -bl&#228;schen an der Eintrittsstelle der Bakterien auf, das nach einigen Tagen von selbst wieder verschwindet.</p>
<h4>Diagnose</h4>
<p>Jegliche ungew&#246;hnliche Hautver&#228;nderungen, die nach ungesch&#252;tztem Geschlechtsverkehr auftreten, sollten den Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit lenken; ein Arztbesuch ist unbedingt n&#246;tig. Der Arzt nimmt einen Abstrich und l&#228;sst ihn auf Chlamydien und andere m&#246;gliche Erreger von Geschlechtskrankheiten untersuchen.</p>
<h4>Krankheitsverlauf</h4>
<p>Bei rechtzeitiger Behandlung heilt die Infektion folgenlos aus. Unbehandelt kommt es zu schmerzhaften knotigen Schwellungen und zur Hautr&#246;tung in der Leiste, an den Geschlechtsorganen und am Damm. Diese Lymphknotenschwellungen k&#246;nnen vereitern und zur Haut hin aufbrechen. Die lokalen Krankheitszeichen sind von einem allgemeinen Krankheitsgef&#252;hl und Fieber begleitet.</p>
<h4>Therapie</h4>
<p>Das Lymphogranuloma inguinale kann heute mit Antibiotika (z. B. Tetrazyklin) behandelt werden, wenn die Therapie rechtzeitig begonnen wird. Schwere knotige Ver&#228;nderungen bilden sich jedoch nicht immer zur&#252;ck; auch ist bleibende Unfruchtbarkeit m&#246;glich.</p>
<h4>Ursache</h4>
<p>Das Lymphogranuloma inguinale wird durch das Bakterium Chlamydia trachomatis ausgel&#246;st. Dieser Keim ist sehr empfindlich gegen&#252;ber K&#228;lte und Austrocknung und kann sich nur innerhalb anderer Zellen vermehren, weshalb eine &#220;bertragung praktisch ausschlie&#223;lich beim Geschlechtsverkehr m&#246;glich ist. Die Ausbreitung und Vermehrung der Bakterien und die Abwehrmechanismen des Immunsystems gegen die infizierten k&#246;rpereigenen Zellen f&#252;hren zu der schweren Gewebesch&#228;digung.</p>
<h4>Vorbeugung</h4>
<p>Eine Ansteckung mit den verursachenden Erregern des Lymphogranuloma inguinale ist ausschlie&#223;lich beim Geschlechtsverkehr m&#246;glich; die &#220;bertragung des Erregers wird durch das Benutzen von Kondomen sicher verhindert. Sie sind daher ein sehr zuverl&#228;ssiger Schutz.<br />
Wer sich mit einer Geschlechtskrankheit ansteckt, sollte das auch im Zeitalter der Antibiotika sehr ernst nehmen.</p>

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		<title>Mitralklappenprolaps</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 23:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Herzkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Klappe]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheitsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheitsverlauf]]></category>
		<category><![CDATA[Mitralklappenprolaps]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhof]]></category>

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Krankheitsbild
Als Mitralklappe bezeichnet man die Klappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Kammer des Herzens. Wenn sich der Muskel der Herzkammer kontrahiert (zusammenzieht), verschlie&#223;t die Klappe die Kammer zum Vorhof hin und verhindert so ...]]></description>
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<h4>Krankheitsbild</h4>
<p>Als Mitralklappe bezeichnet man die Klappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Kammer des Herzens. Wenn sich der Muskel der Herzkammer kontrahiert (zusammenzieht), verschlie&#223;t die Klappe die Kammer zum Vorhof hin und verhindert so das Zur&#252;ckstr&#246;men von Blut. Wenn sich die Mitralklappe bei der Kontraktion des Herzens in den Vorhof zur&#252;ckw&#246;lbt, spricht man vom Mitralklappenprolaps.<br />
Einen Mitralklappenprolaps kann man bei ca. 10% der Bev&#246;lkerung nachweisen. Auch junge Erwachsene k&#246;nnen betroffen sein. In den meisten F&#228;llen hat der Betroffene keinerlei Beschwerden und der Befund hat keinen Krankheitswert. Bei einem Teil der Betroffenen kann es jedoch zu Herzrhythmusst&#246;rungen, Schwindel, Herzklopfen oder -schmerzen, sowie zu Angstgef&#252;hlen kommen.</p>
<h4>Diagnose</h4>
<p>Oft l&#228;sst sich beim Abh&#246;ren des Herzens durch den Arzt ein typisches Ger&#228;usch h&#246;ren. Die wichtigste Untersuchung zur Sicherung der Diagnose ist das Echokardiogramm (Ultraschalluntersuchung des Herzens). Mit diesem Verfahren kann die sich vorw&#246;lbende Herzklappe betrachtet werden; gleichzeitig k&#246;nnen andere Herzfehler als Ursache der Symptome ausgeschlossen werden. Ein Elektrokardiogramm (EKG, Ableitung der Herzstr&#246;me) erg&#228;nzt die Diagnostik.</p>
<h4>Krankheitsverlauf</h4>
<p>Die Mehrzahl der Betroffenen hat keinerlei Beschwerden und ist voll belastbar, und in den meisten F&#228;llen &#228;ndert sich daran auch nichts. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen k&#246;nnen die o. g. Symptome auftreten, die jedoch in der Regel ebenfalls harmlos sind. Nur in wenigen F&#228;llen hat der Mitralklappenprolaps wirklich Krankheitswert:</p>
<ul>
<li> <em>Wenn kleine Blutgerinnsel (Thromben) auf der Klappe entstehen, die sich abl&#246;sen und als Embolien &#252;ber die Arterien ins Gehirn gelangen k&#246;nnen. Die Folge sind zumeist kurzzeitige neurologische Ausf&#228;lle wie eine Sprachst&#246;rung, L&#228;hmung oder Sehst&#246;rung.</em></li>
<li><em>Wenn sich Bakterien auf der Mitralklappe festsetzen und zu einer Endokarditis (Entz&#252;ndung der Herzinnenschicht) f&#252;hren.</em></li>
<li><em>Wenn die Klappe ihre Funktion nicht mehr erf&#252;llen kann und es zur <a href='http://www.medizin-netz.de/krankheiten/mitralklappeninsuffizienz/' title='Mitralklappeninsuffizienz'>Mitralinsuffizienz</a> („Undichtigkeit“ der Mitralklappe) kommt.</em></li>
</ul>
<h4>Therapie</h4>
<p>Der beschwerdefreie Mitralklappenprolaps bedarf keiner Behandlung. Beim Auftreten von Herzrhythmusst&#246;rungen kann die Gabe eines Beta-Blockers sinnvoll sein. Wenn durch kleine Embolien neurologische Symptome aufgetreten sind, wird mit Acetylsalicyls&#228;ure der Bildung von Blutgerinnseln auf der Mitralklappe entgegengewirkt. Wenn die Gefahr einer Endokarditis besteht, kann eine vorbeugende Gabe von Antibiotika n&#246;tig sein (z. B. beim Zahnarztbesuch).</p>
<h4>Ursache</h4>
<p>In den meisten F&#228;llen entsteht der Mitralklappenprolaps durch einen geringf&#252;gigen Umbau der Mitralklappe im Erwachsenenalter. Die Klappe vergr&#246;&#223;ert sich ein wenig und w&#246;lbt sich in den Vorhof hinein. Die Ursache dieser Ver&#228;nderung ist unbekannt. Seltener ist die Erkrankung eine Folge eines Herzinfarktes oder einer angeborenen Bindegewebserkrankung (z. B. Marfan-Syndrom).</p>
<h4>Vorbeugung</h4>
<p>Da der Ausl&#246;ser des Mitralklappenprolapses nicht bekannt ist, gibt es keine Empfehlungen zur Vermeidung seiner Entstehung.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-385" title="ventilebene" src="/wp-content/uploads/2009/03/ventilebene.gif" alt="ventilebene" width="413" height="220" /></p>
<p>Mit freundlicher Genehmigung des Verlages Haus&amp;Gro&#223;.</p>

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		<title>H&#228;morrhoiden</title>
		<link>http://www.medizin-netz.de/krankheiten/haemorrhoiden/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 23:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[After]]></category>
		<category><![CDATA[Beschwerden]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Enddarm]]></category>
		<category><![CDATA[Hämorrhoiden]]></category>

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Haimorrhoidos (gr.) Blutfluss
Krankheitsbild
H&#228;morrhoiden entstehen, wenn sich das Gef&#228;&#223;geflecht am &#220;bergang zwischen After und Enddarm vergr&#246;&#223;ert und in das Innere des Analkanals hineinragt. Typischerweise entstehen 1 bis 3 H&#228;morrhoiden gleichzeitig.
H&#228;morrhoiden sind sehr h&#228;ufig. Sie lassen sich ...]]></description>
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<p>Haimorrhoidos (gr.) Blutfluss</p>
<h4>Krankheitsbild</h4>
<p><a href="http://www.medizin-netz.de/krankheiten/haemorrhoiden/"title="H&#228;morrhoiden" >H&#228;morrhoiden</a> entstehen, wenn sich das Gef&#228;&#223;geflecht am &#220;bergang zwischen After und Enddarm vergr&#246;&#223;ert und in das Innere des Analkanals hineinragt. Typischerweise entstehen 1 bis 3 H&#228;morrhoiden gleichzeitig.<br />
H&#228;morrhoiden sind sehr h&#228;ufig. Sie lassen sich bei mehr als der H&#228;lfte aller Erwachsenen in Deutschland nachweisen. Allerdings verursachen sie nur bei einem Teil der Betroffenen Beschwerden. Typische Beschwerden sind Brennen, Jucken und N&#228;ssen am After sowie Blutungen beim Stuhlgang. Sp&#228;ter kommen zunehmend starke Schmerzen hinzu. Die genannten Symptome k&#246;nnen bei einer Reihe von Erkrankungen des Enddarms und Afters auftreten (z. B. Infektionen, eingewachsene Haare, auch b&#246;sartige Erkrankungen), wenngleich H&#228;morrhoiden die h&#228;ufigste Erkrankung des Afters sind. Es ist daher unerl&#228;sslich, dass jeder, der mehr als 2 Wochen unter eines oder mehrerer der genannten Symptome leidet, unbedingt einen Arzt aufsucht!</p>
<h4>Diagnose</h4>
<p>Die Austastung des Enddarms durch den Arzt f&#252;hrt oft schon zur Diagnose. Zur Sicherheit wird noch eine Spiegelung des Enddarms (Rektoskopie) und des Dickdarms (Koloskopie) durchgef&#252;hrt, um andere Darmerkrankungen auszuschlie&#223;en.</p>
<h4>Krankheitsverlauf</h4>
<p>Ob H&#228;morrhoiden Beschwerden bereiten, und wie sehr sich diese verschlimmern, ist von Fall zu Fall verschieden. H&#228;morrhoiden k&#246;nnen sich derart vergr&#246;&#223;ern, dass sie beim Stuhlgang aus dem After hervortreten; im Einzelfall bleiben sie st&#228;ndig drau&#223;en. Am h&#228;ufigsten aber haben sie zeitweise auftretende Beschwerden zur Folge, die auch immer wieder f&#252;r einige Zeit verschwinden.</p>
<h4>Therapie</h4>
<p>Bei kleinen H&#228;morrhoiden k&#246;nnen allgemeine Ma&#223;nahmen die Vergr&#246;&#223;erung der H&#228;morrhoiden verz&#246;gern oder zu einer R&#252;ckbildung f&#252;hren. Wichtig Ma&#223;nahmen sind Gewichtsreduktion und ballaststoffreiche Kost, auch Sitzb&#228;der (Kamille) k&#246;nnen helfen.<br />
Bei st&#228;ndigen Beschwerden k&#246;nnen die H&#228;morrhoiden operativ entfernt werden. Dies kann im Rahmen der Enddarmspiegelung durch Abbinden oder Unterspritzen der Knoten erreicht werden; bei gro&#223;en H&#228;morrhoiden m&#252;ssen diese in einem etwas aufwendigeren Eingriff herausgeschnitten werden.<br />
Die zahlreichen Salben und Z&#228;pfchen, die gegen H&#228;morrhoiden auf dem Markt sind, sollten vor allem dann, wenn sie Kortison enthalten, auf keinen Fall als Dauertherapie eingesetzt werden, sondern lediglich als vor&#252;bergehende Hilfe.</p>
<h4>Ursache</h4>
<p>Am &#220;bergang zwischen After und Enddarm sitzt ein Geflecht von Blutgef&#228;&#223;en in der Schleimhaut. Dieses Gef&#228;&#223;geflecht fungiert als Schwellk&#246;rper und unterst&#252;tzt den Schliessmuskel bei der Abdichtung des Darms zum After hin. Mit zunehmendem Alter k&#246;nnen sich die Blutgef&#228;&#223;e ausweiten; das Geflecht w&#246;lbt sich dann unter der Schleimhaut ins Innere des Analkanals vor. Es kommt zu wiederholten Reizungen, wenn der Darminhalt diesen Engpass passiert; auf diese Weise entstehen die genannten Beschwerden.<br />
Beg&#252;nstigt wird der Prozess durch sitzende T&#228;tigkeiten, Verstopfung und &#220;bergewicht. Auch im Rahmen der Schwangerschaft kommen H&#228;morrhoiden geh&#228;uft vor.</p>
<h4>Vorbeugung</h4>
<p>Entsprechend ihren Ursachen gibt es einige Ma&#223;nahmen, mit denen der Einzelne die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von H&#228;morrhoiden vermindern kann:</p>
<ul>
<li> <em>Gewichtsreduktion</em></li>
<li><em>ballaststoffreiche Kost</em></li>
<li><em>k&#246;rperliche Bet&#228;tigung, Sport</em></li>
</ul>
<p>Und hier finden Sie weitere Angebote zur Behandlung von <a title="H&#228;morrhoiden" href="https://www.aliva.de/angebote/magen-darm/haemorrhoiden-id-13-uid-0-cid-172.html" target="_self">H&#228;morrhoiden</a></p>

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		<title>Windpocken (Varizellen)</title>
		<link>http://www.medizin-netz.de/krankheiten/windpocken-varizellen/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 23:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Infekt]]></category>
		<category><![CDATA[Infektionserkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Varizellen]]></category>
		<category><![CDATA[Windpocken]]></category>

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Krankheitsbild
Bei den Windpocken handelt es sich um eine virale Infektionserkrankung, die vor allem Kinder im Vorschulalter betrifft. Die Erkrankung &#228;u&#223;ert sich durch einen bl&#228;schenf&#246;rmigen, oft juckenden Hautausschlag vorwiegend an Kopf und Rumpf. Meistens sind auch ...]]></description>
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<h4>Krankheitsbild</h4>
<p>Bei den <a href="http://www.imedo.de/group/topics/show/1004-wie-erfolgt-die-windpocken-ansteckung ">Windpocken</a> handelt es sich um eine virale Infektionserkrankung, die vor allem Kinder im Vorschulalter betrifft. Die Erkrankung &#228;u&#223;ert sich durch einen bl&#228;schenf&#246;rmigen, oft juckenden Hautausschlag vorwiegend an Kopf und Rumpf. Meistens sind auch die Mundschleimh&#228;ute betroffen.</p>
<p>Windpocken kommen weltweit als Kinderkrankheit vor; die meisten Menschen erkranken irgendwann daran. Die Erkrankung ist in aller Regel v&#246;llig harmlos und heilt meistens ohne jegliche Folgesch&#228;den aus.</p>
<h4>Diagnose</h4>
<p>Die Diagnose ist aufgrund des typischen Hautausschlags in der Regel leicht zu stellen. Die meisten anderen „Kinderkrankheiten“ (z. B. Masern, R&#246;teln, Scharlach) verursachen zwar rote Flecken auf der Haut, aber keine Bl&#228;schen. Infektionen mit Herpes-Viren und allergische Hautreaktionen k&#246;nnen gelegentlich den Windpocken &#228;hneln. Im Zweifelsfall ist ein Nachweis spezifischer Antik&#246;rper im Blut des Patienten m&#246;glich.</p>
<h4>Krankheitsverlauf</h4>
<p>Der bl&#228;schenf&#246;rmige Hautausschlag bei Windpocken tritt ohne besondere Vorzeichen auf. Oft ist er von starkem Juckreiz, sowie von Fieber begleitet. Nach einigen Tagen trocknen die Bl&#228;schen unter Krustenbildung ein. Da nicht alle Bl&#228;schen gleichzeitig entstehen, findet man au&#223;erdem kleine Hautflecken und -kn&#246;tchen, aus denen innerhalb kurzer Zeit noch Bl&#228;schen hervorgehen, sowie nach einigen Tagen auch bereits verkrustende Bl&#228;schen. Die Krusten bleiben noch etwa 1 bis 2 Wochen bestehen. Danach ist die Erkrankung in aller Regel ausgestanden.<br />
Nur &#228;u&#223;erst selten kommt es im Rahmen der Windpocken zu einer Beteiligung anderer Organe in Form von Entz&#252;ndungen des Mittelohrs, der Lungen, Nieren oder des Gehirns. Auch diese Komplikationen heilen in den meisten F&#228;llen folgenlos aus. Werden die Bl&#228;schen aufgekratzt, kann es zu eitrigen Hautentz&#252;ndungen durch Bakterien kommen. Dann k&#246;nnen kleine Narben zur&#252;ckbleiben.</p>
<h4>Therapie</h4>
<p>Eine spezifische Therapie der Windpocken ist nicht n&#246;tig. Um die Infektion mit Bakterien zu verhindern, sollte man versuchen, das Aufkratzen der Bl&#228;schen zu verhindern. Nur bei schweren Verl&#228;ufen mit o. g. Komplikationen ist die Gabe von Medikamenten wie Aciclovir und Zoster-Immunglobulin (= Antik&#246;rper gegen das Virus) n&#246;tig.</p>
<h4>Ursache</h4>
<p>Der Ausl&#246;ser der Windpocken ist das Varizella-Zoster-Virus. Es gelangt per Tr&#246;pfcheninfektion &#252;ber den Nasenrachenraum in den K&#246;rper und von dort mit dem Blut in die Haut, wo es nach 2 bis 3 Wochen Inkubationszeit den Hautausschlag ausl&#246;st. Das Virus ist hochinfekti&#246;s; es ist praktisch unm&#246;glich, die Infektion eines Kindes zu vermeiden, zumal infizierte Kinder bereits ansteckend sein k&#246;nnen, bevor sie den Hautausschlag bekommen (daher der Name „Wind“-Pocken!). Trotz erfolgreicher Bek&#228;mpfung des Virus durch das Immunsystem gelingt es dem Virus bei den meisten Menschen, sich in Zellen des Nervensystems in der N&#228;he des R&#252;ckenmarks zu verstecken. Von hier aus kann es sich viele Jahre sp&#228;ter (wenn das Immunsystem die Erkrankung als Kind „vergessen“ hat) erneut ausbreiten. Das Virus verursacht dann beim Erwachsenen eine andere Erkrankung, den Herpes Zoster.</p>
<h4>Vorbeugung</h4>
<p>Der gesunde Organismus bildet im Verlauf der Erkrankung Antik&#246;rper, die eine erneute Erkrankung zuverl&#228;ssig verhindern. Nur selten kommt es im Erwachsenenalter zu einem zweiten Ausbruch des Virus im K&#246;rper in Form eines Herpes Zoster. Zur Schutzimpfung gegen das Varizella-Zoster-Virus steht ein Impfstoff zur Verf&#252;gung. Da die Erkrankung relativ harmlos ist, wird eine Impfung nur bei Kindern empfohlen, bei denen eine Ansteckung aufgrund einer Immunschw&#228;che (z. B. Leuk&#228;mie, HIV-Infektion) vermieden werden muss.</p>

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