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	<title>Deutsches Medizin-Netz &#187; Therapien</title>
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		<title>Herz: Erkrankungen und Behandlung</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 23:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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Die koronare Herzkrankheit
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen weltweit an erster Stelle der Todesursachen &#8211; allen voran die Erkrankung der Herzkranzgef&#228;&#223;e. Je mehr Sie &#252;ber Herzerkrankungen wissen, desto besser k&#246;nnen Sie sich selbst vor ihnen sch&#252;tzen.
In der Statistik der ...]]></description>
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<p><strong>Die koronare Herzkrankheit</strong></p>
<p>Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen weltweit an erster Stelle der Todesursachen &#8211; allen voran die Erkrankung der Herzkranzgef&#228;&#223;e. Je mehr Sie &#252;ber Herzerkrankungen wissen, desto besser k&#246;nnen Sie sich selbst vor ihnen sch&#252;tzen.</p>
<p>In der Statistik der Ursachen, an denen die Menschen in der Bundesrepublik sterben, stehen die Herz-Kreislauf-Krankheiten vor allen anderen mit weitem Abstand an erster Stelle.</p>
<h4>Die koronare Herzkrankheit</h4>
<p>Die Bezeichnung ist abgeleitet von den Koronarien, den Herzkranzgef&#228;&#223;en, die den Herzmuskel wie einen Kranz umfassen und ihn mit Blut, Sauerstoff und anderen N&#228;hrstoffen versorgen. H&#228;ufig findet man in Beschreibungen der koronaren Herzkrankheit nur noch als Abk&#252;rzung die drei Buchstaben KHK.Ver&#228;nderungen an den Herzkranzgef&#228;&#223;en beruhen in der Mehrzahl der F&#228;lle auf einer Arteriosklerose. Dabei handelt es sich um einen Umbauprozess der Blutgef&#228;&#223;innenw&#228;nde, verbunden mit Ablagerungen von Fettsubstanzen, die mit der Zeit unter Einwirkung verschiedener Risikofaktoren immer st&#228;rker werden und allm&#228;hlich den Durchfluss des Blutes und damit die Sauerstoffversorgung behindern. Wenn der Durchmesser der Koronarien, der nur wenige Millimeter betr&#228;gt, bis zu siebzig Prozent eingeengt ist, beginnt das Herz bei Belastung unter Sauerstoffnot zu leiden. Auf diese Notlage reagiert das Herz mit Schmerzen. Es signalisiert schmerzhaft, dass ihm Sauerstoff zur Versorgung der Zellen des Herzmuskels fehlt. Je nachdem, wie ausgepr&#228;gt die Verengung der Herzkranzgef&#228;&#223;e schon ist, kommt es anfallsweise bei k&#246;rperlicher Anstrengung, jedoch auch schon bei geringerer T&#228;tigkeit und sogar bei v&#246;lliger Ruhe oder bei seelisch-emotionaler Belastung zu Herzschmerzen, also zur sogenannten Angina pectoris, der Brustenge. Dieser Schmerz kann sehr heftig sein und in Schulter, Arm, R&#252;cken und Kiefer ausstrahlen. Es entsteht das Gef&#252;hl, von einem eisernen Ring umklammert zu sein. Der Patient leidet gleichzeitig an Atembeklemmung. Bei schwerer Angina pectoris in Ruhe kommt es zus&#228;tzlich h&#228;ufig zu Angstgef&#252;hl, Unruhe und Schwei&#223;ausbruch.</p>
<p>Dazu muss man wissen und sich merken: Andern sich Art und Dauer dieser Schmerzen nicht und wirken auch die Nitroglycerin-Pr&#228;parate, die Anginapectoris-Kranke meist f&#252;r diese Notf&#228;lle bei sich haben, nicht innerhalb weniger Minuten, besteht dringender Verdacht auf einen Herzinfarkt. Es sollte jetzt so schnell wie m&#246;glich &#228;rztliche Hilfe geholt werden.</p>
<h4>Die Risikofaktoren</h4>
<p>Es gibt eine Reihe von Faktoren, von denen man wei&#223;, dass sie bei der Entstehung der KHK eine wichtige, vielleicht sogar die entscheidende Rolle spielen. Das sind die sogenannten Risikofaktoren, die zu einem kleineren Teil im Erbgut festgelegt sind wie beispielsweise ein famili&#228;r bedingter extrem hoher Cholesteringehalt im Blut oder die Neigung, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln. Sehr viel h&#228;ufiger aber sind sie das Resultat krankmachenden Verhaltens, denken wir dabei an Rauchen, &#220;bergewicht, Bewegungsarmut, falsche Ern&#228;hrung, nicht behandelten hohen Blutdruck und anderes.</p>
<ul>
<li><strong>Hohes Cholesterin</strong><br />
Die Fette im Blut, auch Lipide genannt, dienen dem Organismus als Baustoffe und Energielieferant. Zum kleineren Teil stellt der K&#246;rper diese Fette selbst her, zum gr&#246;&#223;eren Teil aber nimmt sie der Mensch mit der Nahrung zu sich. Im Blutstrom werden die Fette transportiert und entweder beim Energiestoffwechsel verbrannt oder, wenn nicht sofort ben&#246;tigt, gespeichert. Ist das Blut aber mit Fettstoffen &#252;berladen, beg&#252;nstigt das die Ablagerung der Fettpartikel an den W&#228;nden der Blutgef&#228;&#223;e.</p>
<p>Heute wei&#223; man: Fettreiche Mahlzeiten und zu viele Kohlenhydrate erh&#246;hen den Blutfettspiegel &#8211; Kohlenhydrate deshalb, weil der K&#246;rper zum Beispiel Zucker, Mehl, Brot und Teigwaren in Neutralfette umwandeln kann. Die gro&#223;en Konferenzen f&#252;hrender Wissenschaftler in den USA und in Europa haben &#220;bereinstimmung erzielt bei der Festlegung der Grenzwerte, ab denen eine Fettstoffwechselst&#246;rung behandelt werden sollte. Beim Cholesterin sind das 200 Milligramm je 100 Milliliter Blut, bei den Triglyzeriden 180 Milligramm je 100 Milliliter. Das Cholesterin ist nun noch einmal aufgeteilt in die beiden Fraktionen HDL (High density lipoprotein) und LDL (Low density lipoprotein), die im optimalen Falle in einem Verh&#228;ltnis von 50 HDL zu 100 bis maximal 160 LDL das Gesamtcholesterin bilden. Das HDL gilt als das „gute” Cholesterin, weil es der Arteriosklerose entgegenwirkt und m&#246;glicherweise sogar die Ablagerungen an den Gef&#228;&#223;w&#228;nden abbauen kann; das LDL ist dagegen das „b&#246;se” Cholesterin, weil es die Ablagerungen mit ausl&#246;st. G&#252;nstig ist ein m&#246;glichst hohes HDL- und ein m&#246;glichst niedriges LDL-Cholesterin. Bei einem gesunden Menschen darf der LDL-Anteil im Cholesterin 160 Milligramm je 100 Milliliter Blut betragen, bei Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit noch 130 Milligramm, bei nachgewiesener koronarer Herzkrankheit nur mehr 110 Milligramm.</li>
<li><strong>Zigarettenrauchen</strong><br />
Neben den Blutfetten ist das Zigarettenrauchen ein gleichwertig folgenschwerer Risikofaktor, und zwar um so schwerer, je st&#228;rker geraucht und je intensiver der Tabakrauch inhaliert wird. Wer dagegen das Rauchen aufgibt, hat schon nach wenigen Monaten ein deutlich geringeres Risiko f&#252;r eine koronare Herzkrankheit. Nach ein paar Jahren der Nikotinabstinenz gleicht es bereits dem eines Nichtrauchers. Aufh&#246;ren lohnt sich also zu jeder Zeit.</li>
<li><strong>Bluthochdruck</strong><br />
Der problematischste Risikofaktor ist der Bluthochdruck &#8211; man sp&#252;rt nicht, wenn er vorliegt, und folglich glaubt man keinen Anlass zu haben, ihn kontrollieren und behandeln zu lassen. Am Bluthochdruck allein leidet kaum jemand, doch an seinen Folgen stirbt jeder Dritte. Meistens am Schlaganfall, Herzinfarkt oder an dem nicht weniger gef&#252;rchteten Nierenversagen. Ab dem zwanzigsten Lebensjahr sollte jeder sich einmal im Jahr den Blutdruck messen lassen. Bei Frauen kann es unter der Einnahme der Anti-Baby-Pille zu Blutdrucksteigerungen kommen.</p>
<p>Mittlerer Grenzwert des Blutdrucks ist f&#252;r alle Altersgruppen 140:90. Die fr&#252;her &#252;bliche Faustregel, wonach eine Basis von 100 plus Lebensalter noch ein akzeptabler Blutdruck sei, bei einem Siebzigj&#228;hrigen also 170:90, ist heute nicht mehr haltbar. Bei der Langzeit-Blutdruckmessung &#252;ber 24 Stunden gilt folgende Empfehlung: Liegt der Druck f&#252;r eine Zeitspanne von sechs Stunden &#252;ber 140:90, so sollte eine Behandlung begonnen werden.</li>
<li><strong>Diabetes</strong><br />
Insbesondere der Diabetes des Typs I, also der sogenannte juvenile (jugendliche) Diabetes, ist ein Risikofaktor f&#252;r die koronare Herzkrankheit. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Blutzuckerspiegel n&#252;chtern nicht &#252;ber 100 Milligramm/Prozent liegt, zwei Stunden nach einer Mahlzeit jedenfalls wieder unter 120 Milligramm/Prozent. Diabetische Frauen und M&#228;nner haben in aller Regel auch einen erh&#246;hten Blutdruck, so dass ihr Risikoprofil f&#252;r die koronare Herzkrankheit von vornherein zweifach belastet ist. Schon die Normalisierung des K&#246;rpergewichts und eine konsequent eingehaltene Diabetes-Di&#228;t k&#246;nnen das Risiko erheblich reduzieren.</li>
<li><strong>Krankmachender Stress</strong><br />
Der Dys-Stress &#8211; darunter versteht man ein anhaltendes &#252;berma&#223; an belastendem, krankmachendem Stress &#8211; gilt als Risikofaktor f&#252;r die koronare Herzkrankheit. Angst vor dem Zahnarzt, Pr&#252;fungsangst oder der “Flattermann” vor einer Mathematikarbeit bedeuten Dys-Stress. Der Gegensatz dazu ist der Eu-Stress, der von Gl&#252;cksgef&#252;hlen und Freude ausgeht und dem Herzen guttut.</li>
<li><strong>Andere Risikofaktoren</strong><br />
Es gibt auch Risikofaktoren zweiten Grades, die allein vielleicht nicht so gravierend f&#252;r die koronare Herzkrankheit sind, gleichwohl aber im Zusammenwirken mit anderen das Risiko vielfach erh&#246;hen k&#246;nnen. Dazu geh&#246;ren Bewegungsmangel und &#220;bergewicht, die beide negativen Einfluss beispielsweise auf Cholesterin und Blutdruck haben, sowie die Gicht als Folge eines &#252;berh&#246;hten Harns&#228;urespiegels.</li>
</ul>
<h4>Therapie der koronaren Herzkrankheit</h4>
<p>Die koronare Herzkrankheit muss behandelt werden, sie kommt sonst nicht zum Stillstand und heilt auch nicht von selber aus. Je nach Schweregrad sind verschiedene Therapiekonzepte m&#246;glich, beziehungsweise erforderlich. Eine Anderung der Lebensweise mit dem Ziel, die Risikofaktoren weitgehend auszuschalten, steht dabei im Vordergrund und ist das A und O am Anfang jeder Behandlung.</p>
<h4>Die Medikamente</h4>
<p>Die Medikamente gegen die koronare Herzkrankheit haben das Ziel, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu verhindern, die Arbeit des Herzens zu &#246;konomisieren, das hei&#223;t, den Sauerstoffbedarf so einzuschr&#228;nken, dass das Herz auch mit einem geringeren Sauerstoffangebot auskommen kann. Im Vordergrund stehen Nitrate, Betarezeptorenblocker, ACE-Hemmer und auch noch die Kalzium-Antagonisten. Die Nebenwirkungen dieser Medikamente gelten heute angesichts ihrer Wirksamkeit als relativ ungef&#228;hrlich. Vorbeugend gegen die koronare Herzkrankheit und &#8211; bei eventuell durchgemachtem Herzinfarkt &#8211; gegen einen zweiten Infarkt werden heute sogenannte Lipidsenker bei erh&#246;htem Cholesterin eingesetzt und auf sehr breiter Basis, auch als Schlaganfall-Prophylaxe, die Acetylsalicyls&#228;ure oder neuerdings verst&#228;rkt angebotene vergleichbare Substanzen mit anderem und teilweise auch geringerem Nebenwirkungs-Potential. Sie halten gewisserma&#223;en das Blut in Fluss und verhindern die Verklumpung der Blutpl&#228;ttchen, also die Thrombozytenaggregation.</p>
<h4>Der Bypass</h4>
<p>Auch die Chirurgie kann bei der koronaren Herzkrankheit wirkungsvoll eingesetzt werden. Im Mittelpunkt steht dabei der aortakoronare Bypass, also eine Umleitungsblutbahn von der Aorta zu den Koronargef&#228;&#223;en, die unter Umgehung der Engstellen in den Herzkranzgef&#228;&#223;en den Blutdurchfluss sicherstellt. Den ersten Bypass operierte im Mai 1967 der aus Argentinien stammende Herzspezialist Rene G. Favaloro in der Cleveland-Clinic von Ohio. Patientin war eine 51 Jahre alte Frau. Bei einer Bypass-Operation wird eine an der Oberfl&#228;che des Beines liegende Vene herausoperiert und zwischen Aorta und Herzkranzgef&#228;&#223; eingesetzt. Man spricht dann vom Venen-Bypass. Unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine lassen sich heute w&#228;hrend eines mehrst&#252;ndigen Eingriffs bis zu sechs Byp&#228;sse legen. Eine andere M&#246;glichkeit, den Blutfluss zum Herzen und die Versorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff zu verbessern, ist der Mammaria- interna- Bypass. Dabei wird die etwa in der H&#246;he des Herzens liegende“ Arteria mammaria interna” vom Chirurgen so weit freipr&#228;pariert, dass sie mit einem Ende jenseits der Engstelle in die betroffene Herzkranzarterie eingebaut werden kann.</p>
<p>Seit kurzer Zeit kann ein einzelner Bypass auch mit den minimal-invasiven Methoden der Chirurgie angelegt werden, und zwar durch einen nur wenige Zentimeter breiten Schnitt im Brustkorb hindurch, am schlagenden Herzen, ohne Herz-Lungen-Maschine und f&#252;r den Patienten au&#223;erordentlich schonend.</p>
<h4>Interventionelle Methoden</h4>
<p>Die Ballondilatation, am 16. September 1977 von dem Deutschen Andreas Gr&#252;ntzig im Kantonsspital in Z&#252;rich bei einem 39 Jahre alten Versicherungsagenten erstmals angewandt, ist inzwischen ein fest etabliertes Therapieverfahren. Dabei wird ein d&#252;nner Katheter, genau wie bei der Untersuchung des Herzens mit Hilfe eines Katheters, bis zu den Engstellen in den Herzkranzgef&#228;&#223;en vorgeschoben und dann ein an der Katheterspitze installierter Ballon aufgeblasen. Unter dem Druck des Ballons werden die Engstellen aufgedehnt, und so kommt es wieder zu besserer Durchblutung und Sauerstoffversorgung in den hinter den Engstellen liegenden Bezirken des Herzmuskels.<br />
Eine der neueren interventionellen Methoden ist der Einbau eines Stents (Gef&#228;&#223;st&#252;tze) in eine Koronararterie. Das ist ein winziges rundes Ger&#252;str&#246;hrchen aus Edelmetall, das dazu dient, eine Arterie offenzuhalten, und das ebenfalls mit Hilfe eines Katheters an die Engstelle geschoben wird. Bei ausgedehnter Arteriosklerose und sogar auch bei einem frischen Herzinfarkt wird heute in den gro&#223;en Herzzentren ein Stent eingebaut &#8211; mit gro&#223;em Erfolg. Die Rate der sogenannten Re-Stenosen, also der erneuten Verschl&#252;sse von Koronararterien, liegt nach Ballondilatation bei 35 Prozent, nach Stentimplantation bei 25 Prozent. Handelt es sich um schon sehr hart gewordene Verengungen von Herzkranzgef&#228;&#223;en, kann ein Rotablator eingesetzt werden, der &#8211; ebenfalls &#252;ber einen Katheter eingef&#252;hrt &#8211; mit 150000 Umdrehungen in der Minute die Ablagerungen ausfr&#228;st und die Arterie wieder durchg&#228;ngig macht. Auch geb&#252;ndeltes Laserlicht ist geeignet, hochgradig eingeengte Gef&#228;&#223;e wieder zu &#246;ffnen, beziehungsweise aufzuweiten.</p>
<h4>Experimentelle Verfahren</h4>
<p>Die Kardiologie ist eine experimentierfreudige Disziplin, und sie befasst sich, was angesichts der Millionen Herzkranker auch notwendig erscheint, laufend mit neuen Therapieverfahren. Die „transmyokardiale Laserrevaskularisation” ist ein solches, noch im Stadium des Experiments befindliches Verfahren, das derzeit nur in wenigen Kliniken an ausgew&#228;hlten Patienten angewandt wird, bei denen Bypass, Ballondilatation oder andere Therapien nicht m&#246;glich sind. Dabei werden mit dem Laserstrahl winzige Kan&#228;le in den Herzmuskel eingeschossen, die eine vergleichbare Funktion wie kleine, neugebildete Blutgef&#228;&#223;e (Kollaterale) haben sollen. Hierdurch soll die Durchblutung des Herzens und damit seine Leistungskraft verbessert werden.</p>
<p>Ein anderes dieser experimentellen Verfahren ist die therapeutische Arteriogenese. Bestimmte gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren werden in das Herz eingebracht und sollen dort eine Gef&#228;&#223;sprossung bewirken, also die Bildung neuer Blutgef&#228;&#223;e als Basis einer verbesserten Durchblutung. Der erwartete Nutzen dieser experimentellen Verfahren f&#252;r den Patienten ist bis heute nicht gesichert.</p>
<p>Brosch&#252;re aus der TK-Schriftenreihe zur gesundheitsbewussten Lebensf&#252;hrung. 1. Auflage 1999. Herausgeber: Techniker Krankenkasse, Hauptverwaltung: 22291 Hamburg. Fax: 040 &#8211; 69 09 &#8211; 22 58, Internet: <a href="http://www.tk-online.de/" target="_blank">http://www.tk-online.de</a>. Bereich Marketing und Vertrieb; Fachbereich Werbung und Redaktion. Text: Max Conradt. Redaktion: Roderich Vollmer-Rupprecht, Britta Surholt-Rauer.<br />
Mit freundlicher Genehmigung der Techniker Krankenkasse.</p>
<p>Lesen Sie auch die Artikel zu:</p>
<ul>
<li> Das <a href='http://www.medizin-netz.de/umfassende-berichte/herz-funktionen-erkrankungen-behandlung-und-vorsorge/' title='Herz: Funktionen, Erkrankungen, Behandlung und Vorsorge'>Herz</a>:Funktionen, Erkrankungen, Behandlung und Vorsorge</li>
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<li><a href='http://www.medizin-netz.de/umfassende-berichte/arterielle-verschlusskrankheit-avk-obliterierende-artheriopathie-der-unteren-extremitaeten/' title='Arterielle Verschlusskrankheit (AVK, obliterierende Artheriopathie) der unteren Extremit&#228;ten'>Die arterielle Verschlusskrankheit (AVK, obliterierende Artheriopathie) der unteren Extremit&#228;ten</a></li>
<li><a href='http://www.medizin-netz.de/therapien/arterielle-verschlusskrankheit-der-unteren-extremitaeten-technik-des-gefaessersatzes-bypass/' title='Arterielle Verschlusskrankheit der unteren Extremit&#228;ten: Technik des Gef&#228;&#223;ersatzes (Bypass)'>Die arterielle Verschlusskrankheit (AVK, obliterierende Artheriopathie) der unteren Extremit&#228;ten: Technik des Gef&#228;&#223;ersatzes (Bypass)</a></li>
<li><a href='http://www.medizin-netz.de/therapien/arterielle-verschlusskrankheit-der-unteren-extremitaeten-tea-thrombendarteriektomie/' title='Arterielle Verschlusskrankheit der unteren Extremit&#228;ten: TEA (Thrombendarteriektomie)'>Die arterielle Verschlusskrankheit (AVK, obliterierende Artheriopathie) der unteren Extremit&#228;ten: TEA (Thrombendarteriektomie)</a></li>
<li><a href='http://www.medizin-netz.de/umfassende-berichte/risikofaktoren/' title='Risikofaktoren'>Risikofaktoren</a></li>
</ul>

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		<item>
		<title>Achillessehne: Verletzungen und Erkrankungen</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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Einleitung
Der Name der Achillessehne geht auf den Helden der griechischen Antike Achill zur&#252;ck. Er war der Sohn der unsterblichen Meeresg&#246;ttin Thetis und des sterblichen Peleus. Um ihren Sohn auch unsterblich zu machen, tauchte ihn seine ...]]></description>
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<h4>Einleitung</h4>
<p>Der Name der Achillessehne geht auf den Helden der griechischen Antike Achill zur&#252;ck. Er war der Sohn der unsterblichen Meeresg&#246;ttin Thetis und des sterblichen Peleus. Um ihren Sohn auch unsterblich zu machen, tauchte ihn seine Mutter als Kind in das Wasser des Unterweltflusses Styx. Durch den Kontakt mit dem Flusswasser wurde Achilles unverwundbar und sp&#228;ter einer der gr&#246;&#223;ten Helden von Troja. Die einzige verletzliche K&#246;rperstelle war die Ferse. Dort hatte ihn seine Mutter beim Eintauchen in den Fluss seinerzeit festgehalten. Achilles wurde der Sage nach durch einen Pfeil des Paris in seine Ferse get&#246;tet.</p>
<p>H&#228;ufigste Verletzung der Achillessehne ist der Riss, auch Ruptur genannt. Daneben wird in diesem Artikel auch auf die Achillodynie, eine schmerzhafte Entz&#252;ndung eingegangen.</p>
<p><a href="http://www.imedo.de/service"><a href="http://www.imedo.de/service"><img class="aligncenter size-full wp-image-2211" title="infocenter-anzeige" src="http://www.medizin-netz.de/wp-content/uploads/2006/08/infocenter-anzeige.gif" alt="infocenter-anzeige" width="468" height="60" /></a><br />
</a></p>
<h4>I. Riss der Achillessehne</h4>
<h4>Klinik</h4>
<p>Beim Auftreten eines pl&#246;tzlichen starken Schmerzes in der Wade, meistens unmittelbar oberhalb der Ferse, muss an einen Achillessehnenriss gedacht werden. Oft h&#246;rt man auch ein lautes krachendes Ger&#228;usch. &#196;u&#223;erlich tritt eine Schwellung an der R&#252;ckseite des Sprunggelenkes oder im unteren Anteil der Wade auf. Die Schwellung kann mit einer Blutergussverf&#228;rbung oder lediglich punktf&#246;rmigen Einblutungen in die Haut verbunden sein.</p>
<h4>&#196;rztliche Untersuchung</h4>
<p>Nach der Erhebung der Unfallvorgeschichte und dem Betrachten der &#228;u&#223;eren Verletzungszeichen wird der Arzt die Wade abtasten. Es findet sich ein Druckschmerz, in vielen F&#228;llen kann auch eine L&#252;cke oder Delle getastet werden.<br />
Richtungsweisend f&#252;r die Diagnosestellung ist jedoch die Pr&#252;fung des Zehenspitzenstandes. Durch die Achillessehne wird normalerweise die Ferse nach oben gezogen und dadurch der Fu&#223; zur Fu&#223;sohle hin gebeugt. Dieser Bewegungsablauf entspricht genau dem Bewegungsmuster beim Zehenspitzenstand oder Zehenspitzengang. Somit kann in den meisten F&#228;llen die Erstdiagnose „Achillessehnenruptur“ durch reine klinische Untersuchung und Funktionspr&#252;fung ohne Zuhilfenahme von bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, R&#246;ntgen und Kernspin gestellt werden. Bildgebende Verfahren dienen der „Feindiagnostik“.<br />
Eine R&#246;ntgenuntersuchung dient dazu, kn&#246;cherne Ausrisse der Sehne am Fersenbein zu diagnostizieren oder auszuschlie&#223;en.<br />
Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann die genaue Stelle des Risses dargestellt werden. Erforderlich ist ein spezieller Weichteilschallkopf.</p>
<p>Abbildung 1: Achillessehnenriss im Sonogramm</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-492" title="achill1" src="/wp-content/uploads/2009/03/achill1.gif" alt="achill1" width="390" height="133" /></p>
<p>Bei Teilrissen kann noch ein Zehenspitzenstand m&#246;glich sein, er ist dann jedoch im Vergleich zur gesunden Seite deutlich kraftgemindert. Kernspin ist nur in Zweifelsf&#228;llen indiziert.</p>
<p>Abbildung 2: Achillesehnenriss im Kernspin</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-493" title="achill2" src="/wp-content/uploads/2009/03/achill2.gif" alt="achill2" width="224" height="249" /></p>
<p>F&#252;r die Unterst&#252;tzung durch das Kernspinbild m&#246;chte ich dem R&#246;ntgeninstitut Werne (Praxis Dr. med. Ingo L&#252;th ) danken.</p>
<p>Abb.3: Wadenkneiftest nach Thompson (Skizze J. Breinig)<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-494" title="achill3" src="/wp-content/uploads/2009/03/achill3.gif" alt="achill3" width="106" height="150" /></p>
<p>Sehr gut geeignet zur klinischen Untersuchung ist auch der Wadenkneiftest nach Thompson. Hierbei kniet sich der Patient auf einen Stuhl, der Untersucher kneift ihn beidseits in die Wade. Auf der gesunden Seite bewegt sich die Ferse zum Unterschenkel hin und die Fu&#223;sohle deckenw&#228;rts, auf der verletzten Seite mit einem Riss der Achillessehne h&#228;ngt der Fu&#223; weiter regungslos nach unten.</p>
<h4>Anatomie</h4>
<p>Die Achillessehne ist durchschnittlich 10-12 cm lang. Sie ist die gemeinsame Endsehne des dreik&#246;pfigen Wadenmuskels, der lateinisch triceps surae genannt wird. Dieser Muskel besteht aus dem Schollenmuskel (M. soleus) und dem zweik&#246;pfigen M. gastrocnemius dessen Form auch die durch die Haut sichtbare Form der Wade entscheidend bestimmt. Die Achillessehne selbst ist von einer Sehnenscheide (Peritendineum externum) umh&#252;llt. Sie besteht aus mehreren Sehnenb&#252;ndeln.<br />
Jedes Einzelne dieser B&#252;ndel ist wieder von einer inneren H&#252;lle &#252;berzogen (Peritendineum internum). Die einzelnen B&#252;ndel bestehen aus Kollagenfasern. Ansatzpunkt der Achillesehne ist der Entenschnabelfortsatz des Fersenbeines. Beim Zusammenziehen des Muskels wird das Fersenbein nach oben gezogen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-495" title="achill4" src="/wp-content/uploads/2009/03/achill4.gif" alt="achill4" width="311" height="220" /></p>
<h4>Verletzungsformen und ihre Entstehung</h4>
<p>H&#228;ufigste Verletzungsstelle liegt zwischen zwei und sechs Zentimetern oberhalb des Fersenbeines. Daneben gibt es zwei weitere Verletzungsformen: Es kann zu einem kn&#246;chernen Ausriss der Achillesehne am Fersenbein kommen oder der Riss entsteht im &#220;bergangsbereich Wadenmuskulatur &#8211; Sehne. Diese Form wird h&#228;ufiger &#252;bersehen und eine Kernspinuntersuchung, die sonst meistens nicht erforderlich ist, kann hier hilfreich sein.</p>
<h4>Entstehung der Achillessehnenruptur</h4>
<p>Obwohl die Achillessehne mechanisch sehr belastbar ist (bis zu 400 KP) kommt es beim Auftreten &#252;berh&#246;hter Zugkraft zum Zerreissen. Typische Ereignisse im Sport sind das Anlaufen zu einem Sprint, der Absprung und das Aufkommen nach einem Sprung. Trotz der ungesch&#252;tzten Lage der Achillessehne sollen direkte Tritte oder Schl&#228;ge auf die Sehne, wie sie bei den Kontaktsportarten Fu&#223;ball, Basketball, Handball und Hockey vorkommen, nur in etwa 10% der F&#228;lle Ursache der Ruptur sein.<br />
Weitere h&#228;ufige Zerreissungsmechanismen sind der Sturz nach vorne mit eingeklemmtem Fu&#223;, wenn er zu einer &#220;berdehnung der Wadenmuskulatur f&#252;hrt und das Treten in ein Bodenloch.</p>
<p>Neben den rein mechanischen Erkl&#228;rungen f&#252;r das Zerrei&#223;en der Sehne gibt es auch zahlreiche biologische Aspekte: Rein physiologisch nimmt mit zunehmendem Alter die Durchblutung im Sehnengewebe ab, die Fasern selbst degenerieren. Beg&#252;nstigende Faktoren hierf&#252;r sind Zuckerkrankheit, allgemeine Durchblutungsst&#246;rungen des ganzen K&#246;rpers und die Einnahme bestimmter Medikamente wie Kortison und Zytostatika. Auch vorrausgegangene Entz&#252;ndungen, bestimmte Infektionskrankheiten und bestimmte chronische Erkrankungen des Bindegewebes (Rheuma, Gicht, Autoimmunkrankheiten) f&#246;rdern das Auftreten einer Achillessehnenruptur.<br />
Beiderseitige Risse sind fast immer mit solchen Dauererkrankungen verbunden.<br />
Auch die rein mechanischen Eigenschaften der Sehnenfasern werden durch niedrige Temperaturen in der Sehne (Aufw&#228;rmen!) und bei niedrigen pH Werten (Milchs&#228;ureerm&#252;dung) verschlechtert.<br />
Als typischer Kandidat f&#252;r einen Riss der Achillessehne gilt der m&#228;nnliche Gelegenheitssportler Anfang vierzig. M&#228;nner sollen etwa f&#252;nfmal so h&#228;ufig betroffen sein wie Frauen. Insgesamt ist durch den Anstieg der Freizeitsportaktivit&#228;t auch im mittleren und h&#246;heren Alter ein Anstieg der Achillessehnenrisse zu beobachten. Ein Altersgipfel der Ruptur findet sich zwischen 40 und 45 Jahren.<br />
Statistisch sind linksseitige Achillessehnenrisse h&#228;ufiger als rechtsseitige, weil das linke Bein h&#228;ufig als Sprungbein fungiert.</p>
<h4>Therapie</h4>
<p>Beim Achillesehnenriss kommen operative und nicht operative Verfahren zur Anwendung.</p>
<h4>Operation</h4>
<p>Bei der Operation werden die beiden Sehnenenden aneinandergebracht und mechanisch stabil vern&#228;ht. F&#252;r die Dauer der Ausheilung (etwa 6 Wochen) ist eine Gipsruhigstellung erforderlich. Der Patient wird hierbei in Bauchlage auf dem Operationstisch gelagert, das Sprunggelenk muss beweglich bleiben um die Sehnenst&#252;mpfe aneinander zu n&#228;hern. Um bessere &#220;bersicht zu haben, wird die Operation in Blutsperre durchgef&#252;hrt, d. h. es wird vorher eine Blutdruckmanschette am Oberschenkel angelegt und aufgepumpt. Es kommen verschiedene Operationsverfahren zur Anwendung. Verwandt wird in der Regel ein nicht aufl&#246;sbarer Faden f&#252;r die Sehne und ein aufl&#246;sbarer (resorbierbarer) Faden f&#252;r die Sehnenscheide. Manche Operateure verwenden zus&#228;tzlich noch einen Gewebekleber.</p>
<p><strong>Gen&#228;hte Achillessehne</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-497" title="achilles4" src="/wp-content/uploads/2009/03/achilles4.jpg" alt="achilles4" width="522" height="347" /></p>
<p><strong>In Bauchlage wird am Ende der Operation ein Gips angelegt</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-498" title="achilles5" src="/wp-content/uploads/2009/03/achilles5.jpg" alt="achilles5" width="522" height="351" /></p>
<h4>Komplikationen</h4>
<p>Eine Schwellung im Kn&#246;chel- und Fu&#223;wurzelbereich ist h&#228;ufig und stellt keine Komplikation dar.<br />
M&#246;gliche Komplikationen sind Wundinfektionen, schmerzhafte Narbenbildung, Nervenverletzung von Hautnerven im Operationsgebiet, bleibende Bewegungseinschr&#228;nkungen und erneute Rissbildung (Rezidiv).</p>
<h4>Nachbehandlung</h4>
<p>Unmittelbar nach der OP wird ein Liegegips angelegt. Der Patient kann mit Gehst&#252;tzen und schwebendem operierten Bein gehen. Die Hautf&#228;den k&#246;nnen nach 8-10 Tagen entfernt werden. Nach vollst&#228;ndigem Abschwellen kann ein Gehgips oder ein Kunststoffgehverband angelegt werden. Mit ihm ist Vollbelastung ohne St&#252;tzen m&#246;glich.<br />
F&#252;r die Dauer der Ruhigstellung muss jedoch eine Thromboseprophylaxe durch t&#228;gliche Heparinspritzen unter die Haut erfolgen. Nach Abnahme des Gipsverbandes sollten abgestufte Dehnungs&#252;bungen der Wadenmuskulatur erfolgen. Auch eine vor&#252;bergehende Fersenerh&#246;hung ist in manchen F&#228;llen zu empfehlen.</p>
<p>Bei Leistungssportlern wird statt des Gehgipses ein Spezialschuh verwandt mit dem ab der dritten Woche bestimmte Kraft&#252;bungen und Radfahren m&#246;glich sind. F&#252;r Sportler aller Leistungsstufen ist Lauftraining nach ca. 12 Wochen auf ebenem Gel&#228;nde, allgemeine Sportf&#228;higkeit nach etwa 16 Wochen gegeben.</p>
<h4>Konservative Therapie (Behandlung ohne Operation)</h4>
<p>Eine konservative Behandlung f&#252;hrt h&#228;ufig zu einer bleibenden Kraftminderung beim Zehenspitzenstand. Sie sollte dann angewandt werden, wenn aufgrund einer Dauererkrankung (schwerer Diabetes, Rheuma o. &#228;.) mit Wundheilungst&#246;rungen gerechnet werden muss.</p>
<p>Beim Gesunden muss zun&#228;chst der Abstand zwischen den Sehnenst&#252;mpfen mit Hilfe der Sonographie eingesch&#228;tzt werden Nur bei geringem Abstand ist eine konservative Behandlung m&#246;glich. W&#228;hrend der gesamten Behandlungsdauer muss dieser Abstand kontrolliert werden. Falls sich der Abstand vergr&#246;&#223;ert, sollte auf ein operatives Verfahren gewechselt werden.<br />
Nach den Ergebnissen einiger Studien sind durch konservativer Therapie auch bei Gesunden vergleichbare funktionelle Ergebnisse wie durch eine Operation erzielt worden. Diese Ergebnisse sind jedoch nicht allgemein anerkannt.</p>
<h4>II. Weitere Achillessehnenerkrankungen</h4>
<h4>Prellung und Quetschung</h4>
<p>Direkte Tritte oder Schl&#228;ge auf die Sehne oder das Einklemmen des Sprunggelenkes unter Lasten f&#252;hren h&#228;ufiger zu Bluterg&#252;ssen im Achillessehnen- und unteren Wadenbereich ohne Zerreissen der Sehne.</p>
<h4>Achillodynie</h4>
<p>Dieser Begriff heisst &#252;bersetzt eigentlich nur „Schmerzen im Achillesehnenbereich“. Zahlreiche Teilursachen k&#246;nnen zu diesen Beschwerden beitragen. Hierzu geh&#246;ren eine Schleimbeutelentz&#252;ndung des Schleimbeutels (Bursa) zwischen Achillessehne und Fersenbein, eine kn&#246;cherne Ausziehung am Fersenbein (Fersensporn), Verkalkungen in der Achillessehne, zu geringe Fettpolster am Fersenbein, Durchblutungst&#246;rungen im unteren Wadenbereich, Reizzust&#228;nde des Sehnenansatzes am Fersenbein, Beschwerden durch Achsenfehlstellung des Fu&#223;es (Knickfu&#223;) usw.</p>
<p>Gemeinsam ist diesen Beschwerden die konservative Behandlung durch entz&#252;ndungshemmende Salben und Medikamente, Eis, Infiltration mit Lokalan&#228;sthetika und Kortison, Strombehandlung und Schonung. Operationen sind nur nach sorgf&#228;ltiger Abw&#228;gung und konsequenter Aussch&#246;pfung der konservativen M&#246;glichkeiten &#252;ber mehrere Monate angezeigt. In Frage kommen neben der Schleimbeutelentfernung die Ausschneidung von verdicktem Sehnengleitgewebe und von abgestorbenen Sehnenanteilen. Zur pr&#228;operativen Diagnostik ist hier die Kernspinuntersuchung geeignet.</p>
<p>Dr. med. Joachim Breinig</p>

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		<title>Hyperbare Sauerstofftherapie (Hyperbare Oxygenation, HBO-Therapie, Sauerstoff&#252;berdrucktherapie)</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 23:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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Was bedeutet hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)?
W&#228;hrend einer hyperbaren Sauerstofftherapie wird bei einem Druck, der &#252;ber dem normalen atmosph&#228;rischen Druck liegt, reiner Sauerstoff in einer therapeutischen Druckkammer geatmet. Die &#252;blichen Gesamtdr&#252;cke betragen dabei zwischen 2,0 und 3,0 ...]]></description>
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<h4>Was bedeutet hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)?</h4>
<p>W&#228;hrend einer hyperbaren Sauerstofftherapie wird bei einem Druck, der &#252;ber dem normalen atmosph&#228;rischen Druck liegt, reiner Sauerstoff in einer therapeutischen Druckkammer geatmet. Die &#252;blichen Gesamtdr&#252;cke betragen dabei zwischen 2,0 und 3,0 bar (normaler atmosph&#228;rischer Druck 1,0 bar).</p>
<h4>HBO &#8211; ein neues Verfahren?</h4>
<p>Druckkammerbehandlungen bei Tauchunf&#228;llen sind bereits seit der Jahrhundertwende bekannt. Druckkammern gab es jedoch schon fr&#252;her. In den vierziger und f&#252;nfziger Jahren wurde das Verfahren der Sauerstoffatmung unter &#220;berdruck, insbesondere an der Universit&#228;t Amsterdam, intensiv erforscht. Seit den sechziger Jahren wird die HBO zunehmend eingesetzt. In den U.S.A. hat sie fr&#252;hzeitig weite Verbreitung gefunden, w&#228;hrend in der Bundesrepublik Deutschland erst seit wenigen Jahren ein fl&#228;chendeckendes Netz von Therapieeinrichtungen besteht.</p>
<h4>Was passiert w&#228;hrend einer HBO-Therapie?</h4>
<p>Ziel dieser Therapie ist eine Erh&#246;hung des Sauerstoffgehaltes im Blut. Hierzu dient der Druck als Hilfsmittel, das abgesehen von einigen Erkrankungen keine eigene therapeutische Bedeutung besitzt. Atmet der Mensch unter einem erh&#246;hten Umgebungsdruck reinen Sauerstoff, l&#246;st sich dieser gem&#228;&#223; physikalischer Gesetze (Henry-Gesetz, Dalton-Gesetz) vermehrt in der Blutfl&#252;ssigkeit. Bei &#252;blichen therapeutischen Dr&#252;cken wird die Sauerstoffl&#246;slichkeit um etwa den Faktor 20 erh&#246;ht. Hierdurch werden die folgenden Therapieeffekte erzielt:</p>
<ul>
<li> Sauerstoff dringt um ein Vielfaches (etwa viermal) tiefer ins Gewebe ein und erreicht damit K&#246;rperzellen, deren Versorgung &#8211; z. B. bei Verletzungen oder Durchblutungsst&#246;rungen &#8211; bedroht ist.</li>
<li>Zellen, die bei der Heilung von Wunden f&#252;r den Aufbau von neuem Gewebe verantwortlich sind, ben&#246;tigen f&#252;r ihre Funktion eine Mindestmenge Sauerstoff. Steht diese nicht zur Verf&#252;gung, weil die Blutzufuhr in gro&#223;en oder kleinen Gef&#228;&#223;en vermindert ist, kommt es zu Wundheilungsst&#246;rungen. Letztere treten z. B. als sogenannte „offene Beine“ h&#228;ufig bei Zuckerkranken auf. Eine Verbesserung der Sauerstoffversorgung w&#228;hrend der HBO-Therapie kann diese Heilungszellen aktivieren und den Wundverschluss f&#246;rdern.</li>
<li>Die im Wundheilungsprozess notwendige Neubildung kleiner Blutgef&#228;&#223;e (Kapillaren) wird &#8211; vor allem bei Wundheilungsproblemen nach einer Strahlentherapie &#8211; durch die HBO-Therapie angeregt.</li>
<li>Die HBO-Therapie wirkt auf mehreren Wegen gegen Krankheitskeime. Bestimmte Keime (sogenannte Anaerobier) k&#246;nnen in einer sauerstoffreichen Umgebung nicht &#252;berleben und werden daher w&#228;hrend der HBO direkt abget&#246;tet. Ein Teil der k&#246;rpereigenen Abwehrzellen &#8211; sogenannte Fresszellen &#8211; ben&#246;tigen zur Keimabt&#246;tung gro&#223;e Mengen Sauerstoff. Bei einem Sauerstoffmangel ist ihre Funktion beeintr&#228;chtigt und die Abwehrleistung daher vermindert. Als Folge k&#246;nnen sich Wunden infizieren. Die HBO-Therapie kann die Leistung dieser Zellen und damit auch die Abwehrfunktion verbessern.</li>
<li>Schwellungszust&#228;nde im Gewebe (&#214;deme) k&#246;nnen durch eine HBO-Therapie vermindert werden.</li>
<li>Bei Rauchgasvergiftungen wird die Elimination von Kohlenmonoxid aus dem K&#246;rper durch die HBO-Therapie beschleunigt.</li>
<li>Bei Tauchunf&#228;llen und Gasembolien werden Gasblasen im Gewebe oder in der Blutbahn sowohl durch den &#220;berdruck als auch durch die Sauerstoffanreicherung verkleinert und schneller eliminiert.</li>
</ul>
<h4>Welche Erkrankungen werden heutzutage mit der hyperbaren Sauerstofftherapie behandelt?</h4>
<p>Von den internationalen Fachgesellschaften werden die folgenden Erkrankungen zur Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff empfohlen:</p>
<p>Notf&#228;lle:</p>
<ul>
<li> Tauchunfall</li>
<li>Gasembolie</li>
<li>Rauchgas- und Kohlenmonoxidvergiftung</li>
<li>schwere Infektionen der Weichgewebe (z. B. Gasbrand)</li>
</ul>
<p>Akute Erkrankungen:</p>
<ul>
<li>Haut- und Muskelverpflanzungen mit gef&#228;hrdetem Einwachsen</li>
<li>schwere Verbrennungen (mehr als 20% der K&#246;rperoberfl&#228;che oder an H&#228;nden, F&#252;&#223;en, Gesicht)</li>
<li>lebensbedrohlicher Blutverlust ohne die M&#246;glichkeit der Gabe von Blutkonserven</li>
<li>schwere Weichteilverletzungen</li>
<li>offene Knochenbr&#252;che h&#246;heren Grades</li>
<li>Eiterherde im Hirngewebe (Hirnabszesse)</li>
<li>akute Innenohrerkrankungen: z.B. H&#246;rsturz, Knall-/L&#228;rmschaden mit oder ohne Tinnitus</li>
</ul>
<p>Chronische Erkrankungen:</p>
<ul>
<li> schlecht heilende Wunden, z. B. bei Zuckerkrankheit oder Durchblutungsst&#246;rungen</li>
<li>Nebenwirkungen einer Strahlentherapie mit Wunden oder Organsch&#228;den (z. B. an Haut, Knochen, Blase, Enddarm); teilweise auch zur Vorbeugung</li>
<li>Entz&#252;ndungen des Knochengewebes</li>
</ul>
<p>Im Rahmen wissenschaftlicher Studien wurden bei folgenden Erkrankungen vielversprechende Resultate erzielt, das Potential der HBO-Therapie ist jedoch Gegenstand weiterer Forschungsbem&#252;hungen:</p>
<ul>
<li> Schlaganfall</li>
<li>Durchblutungsst&#246;rungen der Netzhaut des Auges</li>
<li>Migr&#228;ne und sogenannter Cluster-Kopfschmerz</li>
<li>Sportverletzungen</li>
<li>Knocheninfarkte (aseptische Knochennekrosen)</li>
</ul>
<h4>Wie l&#228;uft eine hyperbare Sauerstofftherapie ab?</h4>
<p>Jede HBO-Therapie gliedert sich in drei Phasen. Zun&#228;chst wird langsam &#8211; bei den &#252;blichen Therapieschemata &#252;ber 10 Minuten &#8211; der Umgebungsdruck erh&#246;ht. In dieser Phase bemerkt der Patient ein Druckgef&#252;hl auf den Ohren, das dem Gef&#252;hl bei einer Flugzeuglandung entspricht. Durch Kau- oder Schluckbewegungen (oder andere Man&#246;ver) wird ein Druckausgleich hergestellt und der Druck verschwindet. An den Druckaufbau schlie&#223;t sich die eigentliche Sauerstofftherapie an, die in der Regel in 30min&#252;tigen Abschnitten, die von kurzen Luftpausen unterbrochen werden, durchgef&#252;hrt wird. Sauerstoff wird dabei &#252;ber spezielle Masken geatmet, seltener werden Mini-Sauerstoffzelte eingesetzt. In der Druckkammer selber verbleibt w&#228;hrend der gesamten Behandlung Luft. Unter weiterer Sauerstoffatmung wird danach der Druck &#252;ber ca. 15 Minuten wieder zum Normaldruck reduziert. Bei den meisten Erkrankungen dauert die einzelne Behandlung 95 bis 135 Minuten. Eine einmal t&#228;gliche Therapie an f&#252;nf bis sechs Wochentagen ist die Regel, bei Notfallbehandlungen werden unter Umst&#228;nden jedoch mehrmals t&#228;glich HBO-Behandlungen durchgef&#252;hrt. Die Gesamtzahl der notwendigen Behandlungen variiert je nach behandeltem Krankheitsbild. Bei akuten Innenohrerkrankungen werden beispielsweise 10 bis 15 HBO-Sitzungen durchgef&#252;hrt und bei Wundheilungsproblemen, Knocheninfektionen oder Strahlennebenwirkungen betr&#228;gt die Gesamtbehandlungszahl 30 bis 60 Sitzungen.</p>
<h4>Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es und wie ist eine therapeutische Druckkammer aufgebaut?</h4>
<p>Moderne Druckkammern verf&#252;gen &#252;ber 10 bis 14 komfortable Sitzpl&#228;tze (s. Abb. 1).</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-543" title="hboabb1" src="/wp-content/uploads/2009/03/hboabb1.jpg" alt="hboabb1" width="400" height="279" /></p>
<p>Abb.1: Sitzanordnung mit gro&#223;em Komfort in einer modernen Therapiedruckkammer.</p>
<p>Die Kammerl&#228;nge betr&#228;gt ca. 6 bis 7 Meter bei einer Stehh&#246;he von mehr als 2 Meter. &#220;ber eine spezielle Vorkammer kann sich jederzeit Hilfspersonal innerhalb von 30 Sekunden einschleusen. Auch das Verlassen der Kammer mit einzelnen Patienten ist dar&#252;ber jederzeit m&#246;glich. &#220;ber ein Video&#252;berwachungssystem und eine Gegensprechanlage kann zu jedem Zeitpunkt der Behandlung Kontakt zwischen Druckkammerpersonal und Patienten aufrecht erhalten werden.<br />
Hinsichtlich der medizinischen &#220;berwachung sollte an mehreren Pl&#228;tzen eine Kontrolle des Sauerstoffgehaltes im Blut durch auf die Haut aufgeklebte Sonden m&#246;glich sein. Auch die Ausstattung f&#252;r die &#220;berwachung des EKGs und Blutdrucks geh&#246;rt zum Standard. Druckkammern f&#252;r die Behandlung von Notfallpatienten k&#246;nnen wie eine Intensivstation mit einer Vielzahl weiterer &#220;berwachungsm&#246;glichkeiten ausgestattet werden.<br />
Brandschutz spielt sowohl bei der Konstruktion als auch im t&#228;glich Betrieb von Druckkammern eine gro&#223;e Rolle. Alle Kammern werden hinsichtlich der g&#252;ltigen Verordnungen diesbez&#252;glich &#252;berpr&#252;ft. Die Patienten werden angehalten, keine feuergef&#228;hrlichen Gegenst&#228;nde in die Druckkammer mitzunehmen.</p>
<h4>Welche Nebenwirkungen gibt es?</h4>
<p>Bei Beachtung der von den Fachgesellschaften vorgegebenen Sicherheitsregeln gilt die HBO-Therapie als sicheres Verfahren. Bezogen auf die H&#228;ufigkeit der Anwendung sind schwerwiegende Nebenwirkungen sehr selten.</p>
<ul>
<li> Nebenwirkungen durch den &#220;berdruck: Sollte der o.g. Druckausgleich nicht in ausreichendem Ma&#223;e hergestellt werden k&#246;nnen, kann ein starker Druck im Ohrbereich entstehen, der schmerzhaft werden kann. Druckausgleichprobleme treten in der Regel bei Erk&#228;ltungen, Heuschnupfen oder behinderter Nasenatmung auf. Bei derartigen Problemen ist das Druckkammerpersonal sofort zu informieren. Die Behandlung kann f&#252;r den betroffenen Patienten abgebrochen und in der Regel nach einer Pause von wenigen Tagen weitergef&#252;hrt werden. Wird der Druckaufbau trotz Problemen fortgesetzt, k&#246;nnen Sch&#228;den im Mittelohr nicht ausgeschlossen werden. Ahnliche Schwierigkeiten treten gelegentlich im Bereich der Nasennebenh&#246;hlen auf. Der Patient bemerkt dann ziehende Schmerzen im Stirn- und/oder Oberkieferbereich. Meistens sind diese Beschwerden harmlos und gehen nach Gabe von abschwellenden Nasentropfen zur&#252;ck.</li>
<li>Sauerstoffunvertr&#228;glichkeiten: Die &#252;blichen HBO-Behandlungen sind so angelegt, dass Sauerstoffunvertr&#228;glichkeiten &#228;u&#223;erst selten vorkommen. Letztere k&#246;nnen sich mit Unwohlsein, &#220;belkeit, Kribbeln an Fingern und im Gesicht, Sehst&#246;rungen, H&#246;rst&#246;rungen oder Verkrampfungen der gesamten K&#246;rpermuskulatur mit kurzdauernder Bewusstlosigkeit &#228;u&#223;ern. Die Kr&#228;mpfe werden gro&#223;en Studien zufolge mit einem Risiko von 1:10.000 bis 1:20.000 Behandlungen beobachtet und sind nach derzeitigen Erkenntnissen harmlos.</li>
<li>Andere Komplikationen: Lungenkomplikationen wurden bisher nur als extrem seltene Einzelf&#228;lle beschrieben. Trotzdem muss die Therapie bei Patienten mit st&#228;rker eingeschr&#228;nkter Lungenfunktion sehr kritisch abgewogen werden. Patienten, die zu Platzangst tendieren, bekommen gelegentlich Beklemmungsgef&#252;hle in der Druckkammer. Therapieabbr&#252;che deswegen sind jedoch selten. Bei Bedarf kann ein Beruhigungsmittel &#8211; vorzugsweise auf pflanzlicher Basis &#8211; gegeben werden.</li>
</ul>
<h4>Welche Voruntersuchungen werden vor der Therapie durchgef&#252;hrt?</h4>
<p>Jeder Patient wird vor einer HBO-Therapie eingehend untersucht. Hierher geh&#246;rt selbstverst&#228;ndlich auch die Besprechung der Krankheitsvorgeschichte im Hinblick auf die Therapie. Zus&#228;tzlich werden bei jedem Patienten folgende Untersuchungen durchgef&#252;hrt:</p>
<ul>
<li> Beurteilung des Mittelohrs und des Druckausgleichs mittels Ohrspiegelung oder Ohrmiskroskopie, gegebenenfalls zus&#228;tzliche Schalldruckmessung (Tympanometrie)</li>
<li>k&#246;rperliche Untersuchung von Lunge und Herz</li>
<li>&#220;berpr&#252;fung der Lungenfunktion</li>
<li>EKG in Ruhe</li>
<li>R&#246;ntgenbild des Brustkorbes (nicht &#228;lter als zwei Jahre)</li>
</ul>
<p>Dieses Programm kann bei entsprechenden Vorerkrankungen oder Befunden erweitert werden.</p>
<h4>Erreichen andere Sauerstofftherapien &#228;hnliche Effekte wie die HBO-Therapie?</h4>
<p>Entscheidend f&#252;r die erhebliche Erh&#246;hung der Sauerstoffl&#246;slichkeit w&#228;hrend der HBO-Therapie ist das Hilfsmittel &#220;berdruck. Eine Sauerstoffatmung bei Normaldruck kann zwar die L&#246;slichkeit erh&#246;hen, jedoch nicht in Bereichen, in denen die oben genannten Wirkungen erzielt werden. Alternative Sauerstofftherapieformen ohne den Einsatz von &#220;berdruck k&#246;nnen daher eine HBO-Therapie nicht ersetzen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-544" title="hboabb2" src="/wp-content/uploads/2009/03/hboabb2.jpg" alt="hboabb2" width="250" height="158" /></p>
<p>Abb. 2: Moderne Therapiedruckkammer von au&#223;en<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-545" title="hboabb3" src="/wp-content/uploads/2009/03/hboabb3.jpg" alt="hboabb3" width="250" height="165" /></p>
<p>Abb. 3: Computergesteuerter Steuerungs- und &#220;berwachungsstand einer Therapiedruckkammer</p>
<h4>Wie finde ich das n&#228;chstgelegene Druckkammerzentrum?</h4>
<p>In der Bundesrepublik Deutschland hat sich innerhalb der vergangenen Jahre ein nahezu fl&#228;chendeckendes Netz von zur Zeit ca. 90 Druckkammerzentren mit &#252;ber 1.000 Behandlungspl&#228;tzen entwickelt. Der Verband Deutscher Druckkammerzentren (VDD) e.V. gibt Auskunft &#252;ber das n&#228;chstgelegene Zentrum (Adresse s.u.).</p>
<h4>Wichtige Adressen</h4>
<p>Verband Deutscher Druckkammerzentren (VDD ) e.V.<br />
Gesch&#228;ftsstelle<br />
Cuno Niggl Str. 3<br />
83278 Traunstein</p>
<p>Gesellschaft f&#252;r Tauch- und &#220;berdruckmedizin (GT&#220;M e.V.): Gesch&#228;ftsstelle, Frau Dunja Hausmann, BG-Unfallklinik, Prof.-K&#252;ntscher-Str. 8, 82418 Murnau, Tel: 08841-48-2167, Web: <a href="http://www.gtuem.org/" target="_blank">www.gtuem.org</a></p>
<h4>Literatur</h4>
<p>Interessante Patienteninformation: Dr. M. Almeling, Dr. W. Welslau: HBO &#8211; Die Hyperbare Oxygenation. Archimedes-Verlag, 7. Auflage, Strande 1998, ISBN 3-9804778-8-6.</p>
<p>Das Wichtigste &#252;ber Grundlagen, Einsatzbereiche und Forschungsschwerpunkte: Dr. M. Almeling, Dr. W. Welslau (Hrsg.): Grundlagen der hyperbaren Sauerstofftherapie. Archimedes-Verlag, 2. Auflage, Strande 1998, 230 S., ca. 50 Abb. &#8211; 16,5 x 24 cm. &#8211; Paperback/Pappband, ISBN 3-9805716-1-0, 29,80 DM (29,80 SFr)</p>
<p>Wissenschaftliches Standardwerk: E.P. Kindwall, MD: Hyperbaric Medicine Practice. Best Publishing Company, Flagstaff, AZ, U.S.A. 1995, ISBN 0-941332-29-2.</p>
<p><strong>Wichtige Adressen:</strong><br />
<a title="Verband Deutscher Druckkammerzentren" href="http://www.vdd-hbo.de" target="_blank"> Verband Deutscher Druckkammerzentren (VDD) e.V.</a><br />
Gesch&#228;ftsstelle<br />
Cuno Niggl Str. 3<br />
83278 Traunstein<br />
<a title="Verband Deutsche Druckkammerzentren" href="http://www.vdd-hbo.de" target="_blank">www.vdd-hbo.de </a></p>
<p><strong>Dr. med. Christian Plafki<strong></p>
<p>Lesen Sie auch den Artikel zu &#8220;Hyperbare Sauerstofftherapie bei sp&#228;ten <a href='http://www.medizin-netz.de/therapien/hyperbare-sauerstofftherapie-hbo-bei-spaeten-strahlentherapienebenwirkungen/' title='Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) bei sp&#228;ten Strahlentherapienebenwirkungen'>Strahlentherapienebenwirkungen</a>&#8220;!</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Der tauchsport&#228;rztliche Gesundheitscheck</title>
		<link>http://www.medizin-netz.de/therapien/der-tauchsportaerztliche-gesundheitscheck/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 23:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Umfassende Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitscheck]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Tauchsport]]></category>
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Tauchen &#8211; ein Trendsport
Der Tauchsport boomt international. F&#252;r die Bundesrepublik Deutschland wird nach Sch&#228;tzungen aus Fachkreisen mittlerweile von ca. 1.000.000 Sporttauchern ausgegangen. Die inl&#228;ndischen Gew&#228;sser bieten dabei im Vergleich zum Indischen Ozean, Roten Meer oder ...]]></description>
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<h4>Tauchen &#8211; ein Trendsport</h4>
<p>Der Tauchsport boomt international. F&#252;r die Bundesrepublik Deutschland wird nach Sch&#228;tzungen aus Fachkreisen mittlerweile von ca. 1.000.000 Sporttauchern ausgegangen. Die inl&#228;ndischen Gew&#228;sser bieten dabei im Vergleich zum Indischen Ozean, Roten Meer oder der Karibik nur eingeschr&#228;nkte Tauchm&#246;glichkeiten, so dass heutzutage die &#252;berwiegende Anzahl der Sporttaucher bevorzugt im Urlaub taucht.</p>
<h4>Wie sicher ist der Tauchsport?</h4>
<p>Unf&#228;lle im Tauchsport kommen seltener vor als in anderen Sportarten. Das Tauchen gilt daher als sichere Sportart. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass Tauchunf&#228;lle oft schwerwiegende Folgen haben k&#246;nnen. Schwere Folgesch&#228;den, wie zum Beispiel bleibende Querschnittsl&#228;hmungen, oder gar Todesf&#228;lle kommen vor. Wesentliche Voraussetzungen f&#252;r die Sicherheit im Tauchsport bilden deshalb zum einen eine gute Tauchausbildung sowie zum anderen die gesundheitliche Eignung.</p>
<h4>Wann sollte der tauchsport&#228;rztliche Gesundheitscheck erfolgen?</h4>
<p>Sollten gesundheitliche Gr&#252;nde ein sicheres Tauchen gef&#228;hrden, kann ein Unfall im schlimmsten Fall bereits beim ersten Tauchgang mit einem Atemger&#228;t eintreten. Dies gilt im &#220;brigen selbst f&#252;r &#220;bungen im Hallenbad mit einer geringen Wassertiefe! Hat man sich zu einer Ausbildung zum Ger&#228;tetaucher entschieden, sollte die taucher&#228;rztliche Untersuchung vor dem ersten Tauchgang mit einem Presslufttauchger&#228;t erfolgen. Die Untersuchung wird bei unter 40j&#228;hrigen alle drei Jahre und danach j&#228;hrlich wiederholt.</p>
<h4>Welcher Arzt f&#252;hrt die Untersuchung durch?</h4>
<p>Grunds&#228;tzlich darf jeder Arzt ein Attest f&#252;r den Tauchsport ausstellen. Die „Gesellschaft f&#252;r Tauch- und &#220;berdruckmedizin (<a href="http://www.gtuem.org/" target="_blank">GT&#220;M</a>) e.V.“ hat Untersuchungsformulare konzipiert, die eine Richtlinie f&#252;r den Gesundheitscheck bilden.</p>
<h4>Welche Untersuchungen sind notwendig?</h4>
<p>Im Gegensatz zum Berufstauchen oder milit&#228;rischen Tauchen gibt es f&#252;r die Vorsorgeuntersuchung im Sporttauchbereich keine verbindlichen Regelungen. Es existiert hier auch kein eigentlicher Zwang zu &#228;rztlicher Konsultation. Allein aus versicherungs- und haftungsrechtlichen Gr&#252;nden ist es jedoch ratsam, nicht ohne &#228;rztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung tauchen zu gehen. Verantwortungsvoll arbeitende Tauchschulen und -basen im In- und Ausland verleihen ohne die Vorlage eines &#228;rztliches Attestes &#252;ber die Tauchtauglichkeit keine Ausr&#252;stungen. Der tauchsport&#228;rztlichen Untersuchung kommt dar&#252;ber hinaus auch eine Beratungsfunktion zu. Wichtige Fragen oder Probleme k&#246;nnen in diesem Zusammenhang angesprochen werden. Die von Fachleuten konzipierten Empfehlungen der GT&#220;M f&#252;r die Untersuchung von Sporttauchern bilden derzeit die verl&#228;sslichste Grundlage f&#252;r den tauchsport&#228;rztlichen Gesundheitscheck. Die Untersuchung schlie&#223;t dabei folgende Ma&#223;nahmen ein:</p>
<ul>
<li> Erhebung der kompletten Krankheitsvorgeschichte</li>
<li>komplette k&#246;rperliche Untersuchung unter besonderer Ber&#252;cksichtigung des Hals-, Nasen-, Ohrenbereiches, der Brustorgane (Herz, Lunge, gro&#223;e Gef&#228;&#223;e), des Nervensystems und des Sehverm&#246;gens</li>
<li>Ruhe-EKG</li>
<li>Belastungs-EKG</li>
<li>Messung der Lungenfunktion mit Aufzeichnung des mobilisierbaren Lungenvolumens (Vitalkapazit&#228;t), der Atemsto&#223;st&#228;rke (Einsekundenkapazit&#228;t) und dem Quotienten aus beiden Werten</li>
<li>Auswertung von R&#246;ntgenbildern der Brustorgane aus den zur&#252;ckliegenden zwei Jahren bzw. Anfertigung neuer Aufnahmen bei zwischenzeitlich aufgetretenen Erkrankungen (zwingend nur bei der Erstuntersuchung)</li>
<li>orientierende Laboruntersuchungen (Urin, Blutzucker, Blutbild, Blutsenkung)</li>
</ul>
<p>Sollten sich bei diesen Untersuchungen Verdachtsmomente auf bestimmte Erkrankungen ergeben, kann dieses Programm erweitert werden.</p>
<h4>Wer sollte nicht tauchen?</h4>
<p>Tauchen als Freizeitsport sollte Freude und positive Erlebnisse vermitteln. Unf&#228;lle, unter Umst&#228;nden mit lebenslangen Folgeerscheinungen, k&#246;nnen das Leben jedes Menschen einschneidend ver&#228;ndern. Aus diesem Grund sollte sich jeder, der aus gesundheitlichen Gr&#252;nden nicht ausreichend fit f&#252;r den Tauchsport ist, f&#252;r eine andere Sportart entscheiden. Zu bedenken bleibt dabei, dass die Fitness zum Tauchen einen Unfall niemals v&#246;llig ausschlie&#223;en kann und daher nicht als Freifahrtschein f&#252;r unverantwortliches Tauchen zu verstehen ist.<br />
Der Tauchsport befindet sich zur Zeit in einem starken Wandel und &#246;ffnet sich auch anderen als den traditionellen Zielgruppen. Auch f&#252;r Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die an den &#252;blichen Tauchsportaktivit&#228;ten nicht teilnehmen k&#246;nnen, gibt es heutzutage die M&#246;glichkeit, zu tauchen. Hierzu bedarf es aber speziell ausgebildeter Betreuer (Kontaktadressen s.u.) sowie einer ausf&#252;hrlichen medizinischen Begutachtung durch einen erfahrenen Taucherarzt.<br />
Personen, die unter den nachfolgend aufgelisteten Erkrankungen leiden, sollten nicht tauchen. Bitte beachten Sie, dass diese Liste keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit erhebt und das Urteil des untersuchenden Arztes immer ma&#223;gebend ist!</p>
<p>Erkrankungen, die eine Teilnahme am Tauchsport ausschlie&#223;en oder nur unter besonderen Bedingungen erlauben:</p>
<ul>
<li> Trommelfelldefekte</li>
<li>chronische Mittelohrentz&#252;ndung</li>
<li>chronische Entz&#252;ndungen der Ohrtrompete zwischen Nasen-/Rachenraum und Mittelohr</li>
<li>Lungenerkrankungen mit Einschr&#228;nkungen der Lungenfunktion bzw. im R&#246;ntgenbild erkennbaren Ver&#228;nderungen im Lungenger&#252;st</li>
<li>Epilepsie</li>
<li>bestimmte Herzrhythmusst&#246;rungen und Herzfehler</li>
<li>nicht sicher druckstabile Herzschrittmacher</li>
<li>allgemeine Einschr&#228;nkungen der k&#246;rperlichen Leistungsf&#228;higkeit</li>
<li>ungen&#252;gende Schwimmf&#228;higkeit durch Erkrankungen des Bewegungsapparates oder sonstige Behinderungen</li>
</ul>
<h4>Tauchen und Schwangerschaft</h4>
<p>Das Tauchen w&#228;hrend einer Schwangerschaft beinhaltet sowohl Risiken f&#252;r die Mutter als auch f&#252;r das sich entwickelnde Kind. Tauchunf&#228;lle der Mutter k&#246;nnen im gleichen Ma&#223;e das Kind im Mutterleib gef&#228;hrden, wobei auch die Unfallbehandlung Risiken mit sich bringt. Es wurde zudem beobachtet, dass M&#252;tter, die w&#228;hrend der Schwangerschaft getaucht sind, &#246;fter als erwartet Neugeborene mit Missbildungen oder mit einem zu geringen Geburtsgewicht zur Welt bringen, ohne dass ein Unfallereignis aufgetreten ist. Vom Tauchen sollte daher zu allen Zeitpunkten w&#228;hrend der Schwangerschaft unbedingt Abstand genommen werden. Ein versehentliches Tauchen bei noch nicht festgestellter Fr&#252;hschwangerschaft stellt demgegen&#252;ber jedoch keinen Grund f&#252;r einen Schwangerschaftsabbruch dar.</p>
<h4>Wichtige Adressen und Telefonnummern</h4>
<ul>
<li> Gesellschaft f&#252;r Tauch- und &#220;berdruckmedizin (GT&#220;M e.V.): Gesch&#228;ftsstelle, Frau Dunja Hausmann, BG-Unfallklinik, Prof.-K&#252;ntscher-Str. 8, 82418 Murnau, Tel: 08841-48-2167, Web: <a href="http://www.gtuem.org/" target="_blank">www.gtuem.org</a></li>
<li>Divers Alert Network (Taucherrettungsorganisation)<br />
Hotline f&#252;r Tauchunf&#228;lle in Deutschland: 0431-54090<br />
Hotline f&#252;r Tauchunf&#228;lle weltweit: +41-1-1414</li>
<li>International Association for Handicapped Diving (IAHD) Deutschland<br />
Schwalbenweg 10a<br />
33129 Delbr&#252;ck<br />
Tel. 05250-930384<br />
Fax 05250-930385</li>
</ul>
<p>Dr. med. Christian Plafki</p>

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		<item>
		<title>Handgelenksbr&#252;che (Distale Radiusfrakturen)</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 23:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Therapien]]></category>
		<category><![CDATA[Umfassende Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Distale Radiusfraktur]]></category>
		<category><![CDATA[Entstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Handgelenksbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchung]]></category>

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Entstehung
Br&#252;che am unteren (=distalen) Ende des Radius (Speiche) werden von Laien h&#228;ufig als Handgelenksbr&#252;che bezeichnet. Es handelt sich um den insgesamt am h&#228;ufigsten vorkommenden Knochenbruch &#252;berhaupt. Er betrifft alle Altersgruppen, es finden sich jedoch zwei ...]]></description>
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<h4>Entstehung</h4>
<p>Br&#252;che am unteren (=distalen) Ende des Radius (Speiche) werden von Laien h&#228;ufig als Handgelenksbr&#252;che bezeichnet. Es handelt sich um den insgesamt am h&#228;ufigsten vorkommenden Knochenbruch &#252;berhaupt. Er betrifft alle Altersgruppen, es finden sich jedoch zwei Altersgipfel: einer zwischen dem 6.-10 und einer vom 60-70. Lebensjahr. Bei &#228;lteren Menschen sind Frauen aufgrund der <a href="http://www.imedo.de/group/overview/index/69-osteoporose" title="Osteoporose">Osteoporose</a> etwa sieben mal h&#228;ufiger betroffen als M&#228;nner.</p>
<h4>Klinik</h4>
<p>Schwellung und Schmerzen am Handgelenk sowie eingeschr&#228;nkte Beweglichkeit sind fast immer zu finden. Diese Beschwerden treten jedoch in &#228;hnlicher Weise auch bei reinen Verstauchungen des Handgelenkes auf.<br />
Sichtbare Fehlstellungen k&#246;nnen schon vor der R&#246;ntgenuntersuchung als sicheres Zeichen eines Knochenbruches angesehen werden. Wird das untere Bruchst&#252;ck zur Streckseite hin verschoben, erinnert die Form des Handgelenkes an eine Gabel (auch als fourchette-Stellung bezeichnet; frz. fourchette=Gabel).<br />
Eine Verschiebung des Bruchst&#252;ckes zum Daumen hin erzeugt eine Form, die an ein Bajonett erinnert.</p>
<h4>&#196;rztliche Untersuchung</h4>
<p>Nach Erhebung der Unfallgeschehens und der &#228;u&#223;eren Betrachtung des Handgelenks wird der Arzt druckschmerzhafte Punkte und verbliebene Beweglichkeit pr&#252;fen. Da bei Br&#252;chen auch Gef&#228;&#223;e und Nerven verletzt werden k&#246;nnen, m&#252;ssen Pulse am Handgelenk getastet und St&#246;rungen des Gef&#252;hls an der Haut gepr&#252;ft werden.</p>
<h4>R&#246;ntgen</h4>
<p>Ma&#223;geblich f&#252;r die Art der Behandlung ist das R&#246;ntgenbild. Aus ihm ergibt sich die Zuordnung zu einem bestimmten Bruchformentyp, davon ist die Wahl der Behandlungsform abh&#228;ngig. R&#246;ntgenbilder sind immer in zwei Ebenen anzufertigen, um sich die drei Dimensionen zu veranschaulichen. Die Standardaufnahmen zeigen das Handgelenk von vorne und von der Seite.</p>
<h4>Anatomie</h4>
<p>Zum besseren Verst&#228;ndnis sind in der Abbildung schematisch die beteiligten kn&#246;chernen Strukturen des Handgelenkes dargestellt. Es handelt sich um Speiche (Radius=1), Elle (ulna=2), Handwurzelknochen (=3). Die Reihe der Handwurzelknochen steht dabei nur mit dem Speichenende in gelenkartiger Verbindung, zwischen Ellenende und Handwurzelknochen liegt eine dreieckige bandartige Struktur. (Mittelhandknochen=4).</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-522" title="handg1" src="/wp-content/uploads/2009/03/handg1.gif" alt="handg1" width="153" height="139" /><br />
Abbildung 1: Schematische Anatomie des Handgelenkesup</p>
<h4>Einteilung der Br&#252;che</h4>
<p>Die Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Osteosynthese (Osteosynthese=operative Knochenvereinigung ) teilt Radiusfrakturen in drei Typen ein:</p>
<ul>
<li> Typ A umfasst Br&#252;che ohne Beteiligung der Gelenkfl&#228;che (=extraartikul&#228;re Frakturen),</li>
<li>Typ B Br&#252;che mit teilweiser Beteiligung der Gelenkfl&#228;che und</li>
<li>Typ C Br&#252;che mir vollst&#228;ndiger Beteiligung der Gelenkfl&#228;che.</li>
</ul>
<p>Nach dem Unfallgeschehen werden Frakturen bei gebeugtem und bei gestrecktem Handgelenk unterschieden. Bei den h&#228;ufigeren St&#252;rzen auf die ausgestreckte Hand (=Extensionsfrakturen) werden die handnahen Bruchst&#252;cke zum Handr&#252;cken hin verschoben. Diese Br&#252;che werden nach ihrem systematischen Erstbeschreiber auch Colles Frakturen genannt.</p>
<p><strong>Sturz auf die ausgestreckte Hand</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-523" title="handsturz_1" src="/wp-content/uploads/2009/03/handsturz_1.gif" alt="handsturz_1" width="211" height="131" /></p>
<p>Bei St&#252;rzen auf das gebeugte Handgelenk werden die handnahen Bruchst&#252;cke zur Hohlhandseite hin verschoben. Dieser Bruchtyp wird auch als smith fracture bezeichnet.</p>
<p><strong>Sturz auf die gebeugte Hand</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-524" title="handsturz_2" src="/wp-content/uploads/2009/03/handsturz_2.gif" alt="handsturz_2" width="211" height="112" /></p>
<h4>Therapie</h4>
<p><strong>1. Br&#252;che bei Kindern</strong></p>
<p>Knochenbr&#252;che bei Kindern k&#246;nnen fast immer konservativ (d. h. ohne Operation) behandelt werden. Meist liegen so genannte Gr&#252;nholzbr&#252;che vor. Hierbei wird eine Verschiebung der gebrochenen Knochenteile durch die Knochenhaut verhindert, die dem Knochen au&#223;en aufliegt. Sie h&#228;lt den Knochen zusammen &#228;hnlich wie bei einem jungen Ast, der geknickt wird und nicht abrei&#223;t, weil die Rinde au&#223;en noch steht. Im R&#246;ntgenbild sieht man eine Wulstbildung, die folgenlos ausheilt.<br />
Kommt es bei Kindern zu einer Knickung des sonst geraden Knochens (Achsknickung), so k&#246;nnen Knicke bis etwa 20 Grad akzeptiert werden. Sie „wachsen sich“ sozusagen aus. St&#228;rkere Knicke m&#252;ssen in Narkose eingerichtet werden. Durch Zug und Druck wird achsengerechter Stand in beiden Hauptebenen erreicht und anschlie&#223;end ein Gips angelegt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-525" title="handg1" src="/wp-content/uploads/2009/03/handg1.jpg" alt="handg1" width="201" height="165" /><br />
Das R&#246;ntgenbild 1 zeigt eine Radiusgr&#252;nholzfraktur bei einem 8j&#228;hrigen Kind.<br />
S&#228;mtliche R&#246;ntgenbilder f&#252;r diesen Beitrag wurden freundlicherweise vom R&#246;ntgeninstitut Werne (Praxis Dr. med. Ingo L&#252;th) zur Verf&#252;gung gestellt.</p>
<p><strong>2. Knochenbr&#252;che des Erwachsenen</strong></p>
<p>Unverschobene Knochenbr&#252;che werden beim Erwachsenen einfach eingegipst. Durch den Gipsverband wird der Knochen ruhig gestellt und kann ausheilen. Die Gipsruhigstellung dient auch der Verminderung des Schmerzes.<br />
Verschobene Br&#252;che m&#252;ssen eingerichtet werden. Durch Zug und Druck in &#246;rtlicher Bet&#228;ubung oder Narkose wird der urspr&#252;ngliche anatomische Zustand wieder hergestellt. Der Fachbegriff hierf&#252;r lautet Reposition.</p>
<p>Hierbei sind als Prinzip zu beachten:<br />
Die L&#228;nge, der Gelenkwinkel und die Achse m&#252;ssen wiederhergestellt werden.<br />
Da viele Br&#252;che dazu neigen, wieder abzurutschen, m&#252;ssen sie durch operative Versorgung stabilisiert werden. Die Art der Operation ist von der Bruchform abh&#228;ngig.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-526" title="handg2" src="/wp-content/uploads/2009/03/handg2.gif" alt="handg2" width="213" height="145" /><br />
Abbildung 2: Reposition des Bruches durch Druck von oben.</p>
<p>Br&#252;che vom Typ Colles werden entweder lediglich wieder eingerichtet oder nach Reposition durch so genannte Spickdr&#228;hte stabilisiert. Ein Beispiel hierf&#252;r zeigt die folgende Abbildung.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-527" title="handg2" src="/wp-content/uploads/2009/03/handg2.jpg" alt="handg2" width="229" height="165" /><img class="aligncenter size-full wp-image-528" title="handg3" src="/wp-content/uploads/2009/03/handg3.jpg" alt="handg3" width="201" height="165" /></p>
<p>Da es h&#228;ufig zum Verlust des Repositionsergebnisses kommt, wird die prim&#228;re Versorgung durch eine winkelstabile Platte angestrebt, welche es den Patienten erm&#246;glicht, nach ca. 10 Tagen ohne Gips eine Bewegungstherapie ohne Belastung durchzuf&#252;hren. Der Vorteil besteht darin, dass nach ca. 6 Wochen eine sehr gute Beweglichkeit bei stabiler Knochenbruchheilung vorhanden ist. Da die Versorgung durch Titan-Platten erfolgt, ist eine Entfernung der Platte oft nicht notwendig. Durch die winkelstabilen Platten, welche eine Gewindeverbindung zwischen den Schrauben und der Platte ausweisen, ist die Lockerung sehr selten und die &#220;bungsbehandlung kann fr&#252;hzeitig beginnen. Eine Alternative zur Drahtversorgung &#8211; welche &#246;fter den Bruch nicht &#252;ber l&#228;ngere Zeit stabilisieren k&#246;nnen &#8211; stellt die x- Schraube ( X- screw) dar, welche ein deutlich h&#246;heres Ma&#223; an Stabilit&#228;t bietet und auch fr&#252;hzeitig( nach ca. 3-4 Wochen) ohne Gips nachbehandelt werden kann.</p>
<p>Br&#252;che vom Typ smith sind dagegen immer instabil und k&#246;nnen nicht durch Reposition und Gipsverband gehalten werden. Sie werden durch eine Abst&#252;tzplatte von der Beugeseite her stabilisiert.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-529" title="handg4" src="/wp-content/uploads/2009/03/handg4.jpg" alt="handg4" width="224" height="166" /><img class="aligncenter size-full wp-image-530" title="handg5" src="/wp-content/uploads/2009/03/handg5.jpg" alt="handg5" width="220" height="164" /></p>
<p>Bei ausgepr&#228;gten Tr&#252;mmerbr&#252;chen wird Stabilit&#228;t durch einen &#228;u&#223;eren Spanner erzielt. Hierbei werden Stifte im gesunden Unterarm und im Mittelhandbereich eingebracht und durch ein Rohrgestell von au&#223;en gest&#252;tzt. Die Tr&#252;mmerzone wird so bis zur Ausheilung ruhiggestellt.</p>
<h4>Komplikationen</h4>
<p>Bei operativer Behandlung bestehen die allgemeinen Operationsgefahren Entz&#252;ndung, Lockerung der eingebrachten Dr&#228;hte bzw. Schrauben, Verletzung von Nerven und Blutgef&#228;&#223;en im Operationsgebiet.</p>
<p>Eine seltene aber folgenschwere Komplikation stellt die so genannte Reflexdystrophie (Morbus Sudeck) dar. Hierbei tritt nach anf&#228;nglicher bl&#228;ulicher und gl&#228;nzender Verf&#228;rbung der Haut eine Verk&#252;mmerung von Haut und Muskulatur im Handgelenksbereich auf. Im weiteren Verlauf kommt es, falls nicht umgehend eine intensive Gegenbehandlung stattfindet, zu einer Entkalkung des Knochens und zu dauerhaften Bewegungseinschr&#228;nkungen im Handgelenk.</p>
<h4>Weiterbehandlung</h4>
<p>Die Dauer der Gipsruhigstellung betr&#228;gt in Abh&#228;ngigkeit vom Typ des Bruches und von R&#246;ntgenkontrollen ca. 4-6 Wochen. Aktive Bewegungs&#252;bungen im Schulter- und Ellenbogengelenk und in den Fingergelenken sollen w&#228;hrend der ganzen Ruhigstellungszeit erfolgen. Nach der Gipsabnahme wird aktiv im Handgelenk ge&#252;bt, gegebenenfalls erg&#228;nzt durch Elektrotherapie.<br />
Ist eine Spickdrahtbehandlung erfolgt, werden die Dr&#228;hte und der Gips gleichzeitig entfernt. Bei Plattenosteosynthese erfolgt die Metallentfernung nach 6-12 Monaten, der &#228;u&#223;ere Spanner wird nach 8-12 Wochen entfernt.</p>
<h4>Prognose</h4>
<p>Ob ein Bruch folgenlos ausheilt, h&#228;ngt im Einzelfall von seiner Kompliziertheit und davon ab, wie gut die Gelenkfl&#228;che wiederhergestellt werden konnte. Allgemeine Aussagen sind nicht m&#246;glich.</p>
<p>Entscheidend in der Behandlung der distalen Radiusfraktur &#8211; auch zur Vermeidung einer Reflexdystrophie &#8211; ist es, mit einmaliger Reposition und Versorgung eine &#252;bungsstabile Situation herzustellen. Dies ist vor allem durch die winkelstabile, palmare (hohlhandseitige) Plattenversorgung gew&#228;hrleistet. Mehrere Repositionen ohne Stabilisierung sind unzureichend und f&#246;rdern eine Reflexdystrophie.</p>
<p>Dr. med. Joachim Breinig<br />
Dr. med. J&#246;rg Sensfu&#223; (Chirurg/Unfallchirurg, Knappschaftskrankenhaus Bottrop)</p>

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		<item>
		<title>Brustwiederaufbaumethoden</title>
		<link>http://www.medizin-netz.de/therapien/brustwiederaufbaumethoden/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 23:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Therapien]]></category>
		<category><![CDATA[Brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Brustwiederaufbaumethoden]]></category>
		<category><![CDATA[Implantat]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Prothese]]></category>

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		<description><![CDATA[

Die M&#246;glichkeit einer Brustrekonstruktion (erneutes Aufbauen der Brust) hat in den letzten Jahren zu einem neuen Therapiekonzept des Mammakarzinoms gef&#252;hrt. Durch das verbreitete Spektrum der Wiederaufbaumethoden hat die Furcht der Frauen vor einem verst&#252;mmelnden Eingriff ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Die M&#246;glichkeit einer Brustrekonstruktion (erneutes Aufbauen der Brust) hat in den letzten Jahren zu einem neuen Therapiekonzept des Mammakarzinoms gef&#252;hrt. Durch das verbreitete Spektrum der Wiederaufbaumethoden hat die Furcht der Frauen vor einem verst&#252;mmelnden Eingriff nachgelassen, und beim Feststellen eines Knotens sie zu einem fr&#252;heren Aufsuchen des Arztes veranlasst. Bei den meisten Patientinnen ist der Verlust der Brust mit einem gleichzeitigen Verlust der Weiblichkeit verbunden. Die Aufbauplastik kann das Selbstwertgef&#252;hl in entscheidendem Ma&#223; steigern und dadurch zu umfassender Bew&#228;ltigung der Krankheit beitragen.<br />
Mit den Methoden der heutigen Chirurgie ist nach jeder angewandten Technik der Krebschirurgie eine Brustrekonstruktion mit zufriedenstellendem Ergebnis zu erzielen.</p>
<h4>1. Zeitpunkt f&#252;r den Wiederaufbau</h4>
<p><strong>Die Sofortrekonstruktion</strong></p>
<p>Diese Aufbaumethode wird von Anfang an im Therapieplan integriert und sofort nach Abschluss der Brustamputation in der selben Sitzung durchgef&#252;hrt. Somit kann man der Patientin den tiefen Schock eines Verlustes der Brust ersparen.<br />
Die Indikation zu einer prim&#228;ren Rekonstruktion wird heute unabh&#228;ngig vom Stadium der Erkrankung gestellt. Parallel durchgef&#252;hrte Langzeitstudien in der <a href="http://www.mayo.edu/" target="_blank">Mayo Klinik</a> und in der Durham Klinik USA haben nachgewiesen, dass bei Patientinnen mit Sofortrekonstruktion kein Unterschied hinsichtlich der &#220;berlebenszeit und Lokalrezidivraten im Vergleich zu denen mit einer Sp&#228;trekonstruktion aufgetreten waren.</p>
<p><strong>Die Sp&#228;trekonstruktion</strong></p>
<p>Diese Art der Wiederaufbauplastik wird in der Regel 3-6 Monate nach der Amputation durchgef&#252;hrt. Erst dann ist die Wundheilung vollst&#228;ndig abgeschlossen.<br />
Sollte gleich nach der Operation eine Strahlentherapie stattfinden, kann man die Brust nur nach Ablauf von 12 Monaten nach der Beendigung der Bestrahlung vornehmen.<br />
Wenn die Patientinnen einer Chemotherapie unterzogen worden sind, ist f&#252;r den Zeitpunkt der Brustrekonstruktion der Allgemeinzustand der Patientin entscheidend.</p>
<h4>2. Wiederaufbaumethoden, chirurgische Technik der Brustrekonstruktion</h4>
<p>Das Ziel der Brustrekonstruktion ist der Ersatz alles verlorengegangenen Gewebes und die Wiederherstellung der Symmetrie zwischen der verbliebenen und zwischen der neuen aufgebauten Brust.</p>
<p>Alle Aufbaumethoden m&#252;ssen folgende Kriterien erf&#252;llen:</p>
<ul>
<li> Ausgleich der fehlenden Haut</li>
<li>Wiederherstellung der Brustkontur</li>
<li>Rekonstruktion der Brustwarze und des Warzenhofes</li>
<li>Herstellung der Symmetrie durch die Angleichung der Gegenseite</li>
</ul>
<p>Es gibt etwa 6 Wiederaufbaumethoden der Brust. Entscheidend f&#252;r die Auswahl der angewandten Rekonstruktionsmethode sind die anatomischen Verh&#228;ltnisse, die nach der Brustentfernung vorgefunden werden.</p>
<p><strong>Die Implantation einer Prothese</strong><br />
ist die einfachste Methode, die zum Wiederaufbau der Brust angewendet werden kann, allerdings setzt diese voraus, dass eine Hautweichteildecke in gen&#252;gendem Ma&#223;e vorhanden ist. In der Prothesenauswahl gibt es zwei M&#246;glichkeiten:</p>
<ol>
<li>Die Implantation einer <strong>Silikonprothese</strong> unter das verbliebene Gewebe, die nur bei Patientinnen, die &#252;ber gen&#252;gend Hautweichteildecke verf&#252;gen, angewendet werden kann. Die Nachteile dieser Prothese sind:
<ul>
<li> Das Silikon ist ein Material, das f&#252;r R&#246;ntgenstrahlen schlecht durchl&#228;ssig ist und somit nach der Operation neu aufgetretene Tumoren verdeckt. Somit werden diese in den Mammographien, die im Rahmen des Nachsorgeprogramms durchgef&#252;hrt werden, verkannt.</li>
<li>Das Silikon ist ein Fremdk&#246;rper, der allergischen Reaktionen verursachen kann. Er heilt nicht ein, sondern wird nur bindegewebig abgekapselt. Es stellt einen m&#246;glichen Infektionsherd dar und muss beim Auftreten eines Infektes entfernt werden.</li>
<li>Das kosmetische Ergebnis kann wegen Kapselfibrosen (eine durch die Vermehrung des Bindegewebes aufgetretene Verklebung zwischen der Prothesenkapsel und umgebenden Gewebe) nicht garantiert werden. Wegen des nat&#252;rlichen Nachlassens des eigenen Bindegewebes ver&#228;ndert sich mit der Zeit die auf der gesunden Seite verbliebene Brust. Sie verliert ihre Elastizit&#228;t und gibt in ihrer Form nach. Folglich tritt eine Asymmetrie zwischen der eigenen und der operierten Brust auf, die erst durch den Wechsel der Silikonprothese beseitigt werden kann.</li>
</ul>
<p>Operationstechnik:<br />
Die Lagerung erfolgt halbsitzend auf den R&#252;cken mit beiderseits ausgestrecktem Arm. Der Schnitt wird entweder in die untere Brustfalte oder in die Achselh&#246;hlenfalte gesetzt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-113" title="brustaufbau1" src="/wp-content/uploads/2009/03/brustaufbau1.gif" alt="brustaufbau1" width="334" height="151" /></p>
<p>Der Brustdr&#252;senk&#246;rper wird unter sorgf&#228;ltiger Schonung und Blutstillung von der Oberfl&#228;che der Brustmuskelh&#252;lle abgel&#246;st. Nachdem gen&#252;gend Platz f&#252;r die Prothese geschaffen wurde, wird diese durch den Hautschnitt zwischen die Brustmuskelh&#252;lle und Brustdr&#252;senk&#246;rper eingebracht. Danach erfolgt der Wundverschluss mit kosmetischer Naht. Sollte das Operationsgebiet nicht genug trocken sein, empfiehlt es sich, eine Sog-Drainage einzulegen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-117" title="brustaufbau2" src="/wp-content/uploads/2009/03/brustaufbau2.gif" alt="brustaufbau2" width="346" height="130" /></li>
<li>Die Verwendung einer Expanderprothese (Dehnungsprothese)<br />
hilft die nach der Operation verbliebene Haut zun&#228;chst bis zur gew&#252;nschten Gr&#246;&#223;e entsprechend der Gegenseite aufzudehnen. Die Implantation kann in einer Sitzung mit der Brustentfernung oder zu einem sp&#228;teren Zeitpunkt stattfinden. Dazu wird ein aufblasbarer Ballon unter die Haut implantiert, die in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden (w&#246;chentlich 1 oder 2mal) &#252;ber ein Ventil mit Kochsalz aufgef&#252;llt wird. Die erste Auff&#252;llung &#252;ber das Ventil wird ca. 2 Wochen nach der Operation mit 50-100 ml steriler Kochsalzl&#246;sung durchgef&#252;hrt. Je nach der Dehnungseigenschaft der Haut wiederholt man die Auff&#252;llung 2 oder 1mal w&#246;chentlich mit der selben Menge Kochsalz. Das gesamte Vorgehen dauert 6-12 Wochen. Nachdem die Haut auf die gew&#252;nschte Gr&#246;&#223;e ausgedehnt wurde, wird in einer 2. Operation ein definitives Implantat (z.B. aus Silikon) eingesetzt. Neuerdings stehen Expanderimplantate zur Verf&#252;gung, bei denen in der 2. Sitzung nur das Ventil entfernt wird.</li>
</ol>
<p><strong>Die </strong><strong>Verwendung eines Hautlappens (Verschiebelappenplastiken)</strong><br />
zum Ersatz der fehlenden Haut. Zu diesem Zweck wird aus den umgebenden Hautschichten ein Lappen gewonnen, mit dem die fehlende Haut ersetzt wird. Je nach der Region, aus der dieser Hautlappen gewonnen wird, gibt es mehrere Methoden:</p>
<p>1. Die abdominale Verschiebelappenplastik wird bei waagerecht verlaufenden Narben angewandt. Hierbei wird zun&#228;chst die alte Narbe (die Narbe, die sich nach der Entfernung der Brust gebildet hat) exzidiert (herausgeschnitten). Danach wird die Hautdecke bis in H&#246;he des Nabels unterminiert (mit einer chirurgischen Fasszange von der Bauchmuskelschicht gel&#246;st), so dass die Haut von der Bauch- zur Brustregion verlagert werden kann. Zur Fixierung wird diese dann an die Knochenhaut der Rippen angen&#228;ht. Die fehlende Haut wird somit ausgeglichen. Zur Konturwiederherstellung folgt die Implantation einer Prothese unter die Brustmuskeln.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-118" title="brustaufbau3" src="/wp-content/uploads/2009/03/brustaufbau3.gif" alt="brustaufbau3" width="365" height="155" /></p>
<p>2. Verschiebeschwenklappenplastik mit thorakoepigastrischen Lappen, wobei der Hautlappen aus der Brustkorb- und Magenregion gewonnen wird. Diese Methode wendet man besonders bei schr&#228;g verlaufender Narbe. Auch in diesem Fall wird zur Konturherstellung ein Implantat gesetzt.</p>
<p><strong>Die Verwendung eines Haut-Muskel-Lappens</strong><br />
in Verbindung mit einer Silikonprothese. Hierbei wird die Haut mit der darunterliegenden Muskelschicht verlagert, um die Wiederherstellung einer dicken Weichteildecke zu erm&#246;glichen. Meistens gewinnt man den Haut-Muskel-Lappen aus dem gro&#223;en R&#252;ckenmuskel. Die Methode findet Anwendung nach radikaler Brustentfernung mit ausgedehnten Sch&#228;digungen der Hautweichteildecke der Brust. Der f&#228;cherf&#246;rmige R&#252;ckenmuskel wird gemeinsam mit einer elipsenf&#246;rmigen Hautinsel und die muskelversorgenden Gef&#228;&#223;e (die hintere Brustkorbarterie und Vene) entnommen. Der Muskel in Verbindung mit dem Hautlappen wird durch einen Tunnel in der Achselh&#246;hle zur Brustwand verlagert und vom Schl&#252;sselbein bis zur unteren Brustfalte sowie vom Brustbein bis zur Achselh&#246;hle ausgebreitet. Die Hautinsel wird an die R&#228;nder der alten Mastektomienarbe (= Narbe durch die Brustentfernung) angen&#228;ht.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-119" title="brustaufbau4" src="/wp-content/uploads/2009/03/brustaufbau4.gif" alt="brustaufbau4" width="410" height="590" /></p>
<p><strong>Die Verwendung von k&#246;rpereigenem Gewebe</strong><br />
wobei ein Areal der Haut und Fettgewebe von der vorderen Bauchwand sowie die gerade Bauchmuskulatur mit den dazugeh&#246;rigen Gef&#228;&#223;e verwendet werden. Die Haut und die gerade Bauchmuskulatur werden nach oben verschoben und an die R&#228;nder der alten Mastektomienarbe angen&#228;ht. Auf diese Weise wird die neue Brust modelliert. Die Methode zeigt den Vorteil, dass Fremdmaterial (Silikon) nicht verwendet wird.</p>
<p><strong>Die Verwendung eines Muskel- und Muskelhautlappens</strong><br />
der aus dem &#228;u&#223;eren queren Bauchmuskel zusammen mit der Muskelhaut der geraden Bauchmuskulatur besteht und zur Brustregion verlagert wird. Bei dieser Methode wird der Lappen nach Umschlagen zur Brustregion (Turn-over-Flap) und in der unteren Brustfalte mit dem Brustmuskel vereinigt. Auf diese Weise entsteht eine gro&#223;e Muskeltasche, wo das Implantat gelagert wird.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-120" title="brustaufbau5" src="/wp-content/uploads/2009/03/brustaufbau5.gif" alt="brustaufbau5" width="410" height="510" /></p>
<p><strong>Rekonstruktion der Brustwarze und des Warzenhofs</strong><br />
Diese kann erst nach dem endg&#252;ltigen Erreichen der Brustform durchgef&#252;hrt werden. Die Formver&#228;nderungen des implantierten Materials (Silikon), des verschobenen Muskel-Haut-Lappens, sowie der Haut schlie&#223;en sich erst 2 bis 3 Monate nach der Operation ab. Erst dann kann die Rekonstruktion der Brustwarze und des Warzenhofs vorgenommen werden.<br />
Folgende Methoden sind bekannt:</p>
<p>1. F&#252;r die Warzenhofrekonstruktion: T&#228;towierungen, Hautverpflanzungen aus der Oberlidhaut, Oberschenkelinnenseite oder Schamlippe.</p>
<p>2. F&#252;r die Brustwarzenrekonstruktion:</p>
<ul>
<li> Halbierung der Brustwarze auf der gesunden Seite mit anschlie&#223;ender Verpflanzung auf die aufgebaute Brust</li>
<li>Rekonstruktion aus einem Ohrst&#252;ckchen oder Schamlippe</li>
<li>&#214;rtliche Lappenplastik</li>
</ul>
<p>Dr. med. Monika Szombath</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Brustkrebs (Mammakarzinom): Postoperative Therapie</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 23:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Therapien]]></category>
		<category><![CDATA[Brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Hormontherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Mammakarzinom]]></category>
		<category><![CDATA[Postoperative Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Strahlentherapie]]></category>

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Postoperative Therapie
Die Drainage wird am 2. postoperativen Tag, die F&#228;den an der Brust werden am 8. Tag entfernt.
Bei einer totalen Brustentfernung muss am 5. Tag nach der Operation mit krankengymnastischen &#220;bungen begonnen werden. Erst dadurch ...]]></description>
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<h4>Postoperative Therapie</h4>
<p>Die Drainage wird am 2. postoperativen Tag, die F&#228;den an der Brust werden am 8. Tag entfernt.<br />
Bei einer totalen Brustentfernung muss am 5. Tag nach der Operation mit krankengymnastischen &#220;bungen begonnen werden. Erst dadurch wird eine auf Grund von Vernarbungen auftretende Bewegungseinschr&#228;nkung des Armes auf der betroffenen Seite verhindert.</p>
<p>Als wirksamste postoperative Zusatzbehandlungen erwiesen sich die Hormon-, Strahlen- und Chemotherapie. Diese sollten obligat bei brusterhaltenden Operationsmethoden durchgef&#252;hrt werden.</p>
<p><strong>Die Hormontherapie</strong> &#8211; das Einsetzen dieser Therapie h&#228;ngt von dem s.g. Rezeptorenstatus (das Vorhanden von &#214;strogen- und/oder Progesteronrezeptoren im entfernten und feingeweblich untersuchten Tumorgewebe) ab. Diese Rezeptoren sind Aufnahmeeinrichtungen des K&#246;rpers, die auf weibliche Hormone (&#214;strogen und Progesteron) reagieren. &#214;strogen ist ein weibliches Hormon, das durch seine Wirkung auf die &#214;strogenrezeptoren ein Wachstum der Brustdr&#252;se, und in diesem Fall ein Wachstum des Brustkrebses fordert. Durch das Anwenden von Rezeptorenblockern wie z.B. Tamoxifen werden die &#214;strogenrezeptoren gehemmt und die Progesteronrezeptoren stimuliert (gereizt). Somit wird ein weiteres Wachstum der b&#246;sartigen Zellen verhindert.<br />
Die Hormontherapie ist eine der wenigsten toxischen Therapiemethoden. Die setzt voraus, dass in dem feingeweblich untersuchtem Tumor entweder &#214;strogen- und/oder Progesteronrezeptoren vorhanden sind.</p>
<p>Indikation zu dieser Therapie sind:</p>
<ul>
<li> <em>Patientinnen, die in der Menopause sind, und vor allem, wenn sie &#228;lter als 60 Jahre sind.</em></li>
<li><em>Bei allen Tumoren oder Metastasen, die &#214;strogen- oder Progesteronrezeptoren besitzen, auch wenn die axill&#228;ren Lymphknoten nicht von Tumorzellen befallen sind.</em></li>
<li><em>Bei vorhandenen Fernmetastasen (Tochtergeschw&#252;lste) der Knochen, der Haut, Lymphknoten, oder Lungenfell.</em></li>
</ul>
<p>Das meist angewandte Medikament nennt sich Tamoxifen (Novaldex®), und wird &#252;ber mindestens 2 bis 3 Jahre verabreicht.<br />
Bei Frauen, die sich nach der Menopause befinden und somit eine g&#252;nstigere Prognose haben, wird nach Tamoxifen eine Remission (R&#252;ckbildung der Krankheit) von etwa 50% erreicht, die 9-16 Monate andauert.</p>
<p><strong>Die Strahlentherapie</strong> &#8211; die postoperative Bestrahlung ist nur dann indiziert, wenn die Operation alleine keine Heilungschancen bietet, also bei einem Tumor, der nicht vollst&#228;ndig im Gesunden entfernt werden konnte, oder bei einem hohen Risiko f&#252;r ein lokoregion&#228;res Rezidiv (ein neues Auftreten des Tumors am selben Ort). Dies gilt f&#252;r fortgeschrittene Tumorstadien (Tumoren, die gr&#246;&#223;er als 5 cm im Durchmesser sind, oder Tumoren, welche die Brustwand oder die Haut durchwachsen). Wegen der H&#228;ufigkeit von &#246;rtlichen Rezidiven wird auch in einem T2 Stadium (Tumor kleiner als 5 cm) eine postoperative Bestrahlung empfohlen, wenn mehr als 3 axill&#228;re Lymphknoten betroffen sind.<br />
Nach dem heutigen Stand der Erfahrungen darf auf eine Bestrahlung der gesamten Brust grunds&#228;tzlich nicht verzichtet werden. Ausnahmen sind Patientinnen, die wegen einem sehr kleinen Tumor (mit einem maximalen Durchmesser von 1 cm) operiert wurden, und bei welchen keine axill&#228;re Lymphknoten befallen waren.<br />
Im Normalfall wird die Bestrahlung 5 Wochen nach der Operation vom Strahlentherapeuten durchgef&#252;hrt.</p>
<p>Eine pr&#228;operative (vor der Operation durchgef&#252;hrte) Bestrahlung ist nur bei ausgedehnten Tumoren, die mit einer prim&#228;ren Operation nicht vollst&#228;ndig zu entfernen sind, gerechtfertigt. In diesen F&#228;llen hat die Strahlentherapie die Aufgabe, den Tumor zu verkleinern und die Tumorzellen soweit zu sch&#228;digen, dass sie die F&#228;higkeit verlieren, sich nach intraoperativer Ausbreitung zu Metastasen zu entwickeln. Die Operation sollte 3 bis 4 Wochen nach dem Abschluss der Bestrahlung stattfinden.</p>
<p><strong>Die Chemotherapie</strong> &#8211; es gibt die:</p>
<ul>
<li> <em><strong>Adjuvante Chemotherapie</strong>: Das Ziel dieser Behandlung ist, die Chancen eines Langzeit&#252;berlebens ohne lokale (&#246;rtliche), regionale (benachbarte) oder ferngelegene Tochtergeschw&#252;lste nach der Behandlung zu erh&#246;hen.<br />
Die adjuvante Chemotherapie wird in der Regel an Frauen, die sich noch nicht in der Menopause befinden und positive (von b&#246;sartigen Zellen befallene) axill&#228;re Lymphknoten besitzen, angewendet.<br />
Das am h&#228;ufigsten verwendete Chemotherapie-Regime, das zugleich die Sterblichkeitsrate am nachdr&#252;cklichsten reduziert, ist das CMF-Programm (Cyclophosphamid, Methotrexat, 5-Fluouracil) mit oder ohne Cortison. Das Regim wird &#252;ber eine Zeit von 6 Monaten durchgef&#252;hrt.<br />
In 10-50% der F&#228;lle sind Nebenwirkungen wie &#220;belkeit, Erbrechen, <a href="http://www.imedo.de/group/overview/index/707-mittel-gegen-haarausfall ">Haarausfall</a>, Gewichtszunahme, Thrombosen sowie die Unterdr&#252;ckung der Bildung der wei&#223;en Blutk&#246;rperchen.</em></li>
<li><em><strong>Chemotherapie bei Patientinnen mit metastasierendem (mit Tochtergeschw&#252;lsten) Mammakarzinom<br />
</strong>Diese Art der Therapie ist bei der folgenden Patientengruppe indiziert:</em></p>
<ul>
<li><em>Patienten mit kurzem krankheitsfreien Intervall nach der Operation</em></li>
<li><em>Progression (weiteres Tumorwachstum) trotz Hormontherapie</em></li>
<li><em>Patientinnen mit negativem &#214;strogenrezeptorenstatus (keine &#214;strogenrezeptoren)</em></li>
<li><em>Tochtergeschw&#252;lste, die zu lebensbedrohenden Komplikationen gef&#252;hrt haben (z. B. Beeintr&#228;chtigung der Leber- oder/und Lungenfunktion).</em></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>In Gebrauch sind zahlreiche Medikamentenkombinationen, von denen manche zus&#228;tzlich Hormone (z. B. Cortison) enthalten.</p>
<p>Die Nebenwirkungen dieser Therapieart sind ausgepr&#228;gter als bei der adjuvanten Chemotherapie und zeigen sich als &#220;belkeit, Erbrechen, Durchfall, Gewichtsabnahme, <a href="http://www.imedo.de/group/overview/index/707-mittel-gegen-haarausfall" title="Haarausfall">Haarausfall</a>, Anderung der Hautpigmentation sowie, das Senken der Zahl der wei&#223;en Blutk&#246;rperchen und Thrombozyten (der Blutpl&#228;ttchen).</p>
<h4>Operative Komplikationen</h4>
<p>Komplikationen, die infolge der Operation auftreten k&#246;nnen, sind:</p>
<ul>
<li> <em>H&#228;matome (Bluterg&#252;sse) an der Narbe oder in der Achselh&#246;hle, die neben einer Blauverf&#228;rbung der Haut richtig gro&#223;e Blutansammlungen bilden k&#246;nnen. Sollten diese durch konservative Ma&#223;nahmen wie das Auftragen von Heparinsalbe, oder das Auflegen von Eisbeuteln nicht beherrschbar sein, ist eine Punktion oder chirurgische Ausr&#228;umung erforderlich.</em></li>
<li><em>Infektionen an der Narbe sind seltene Komplikationen und ben&#246;tigen in der Regel eine Er&#246;ffnung der Narbe mit konsekutiver offener Wundbehandlung.</em></li>
<li><em>Lymphfisteln sowie Lymphansammlungen vor allem in der Achselh&#246;hle sind Folge von der Axilladissektion (Lymphknotenausr&#228;umung aus der Achselh&#246;hle) und bilden sich meist mit der Zeit zur&#252;ck. Auch in diesen F&#228;llen kann ein Versuch mit wiederholten sterilen Punktionen gestattet werden.</em></li>
<li><em>Verletzungen des N. thoracicus longus (des langen Brustkorbnerves) sowie des Plexus brachialis (des Armgefl&#228;chtes) sind meistens mit Bewegungseinschr&#228;nkungen (wie das Binden der Sch&#252;rze und das K&#228;mmen der Haare) verbunden. Infolge von Nervenverletzungen k&#246;nnen auch Ber&#252;hrungsempfindungsst&#246;rungen (Taubheitsgef&#252;hl) an der Innenseite des Oberarmes auftreten.</em></li>
<li><em>Das Arm&#246;dem (das Anschwellen des betroffenen Armes) tritt insbesondere nach ausgedehnter axill&#228;ren Lymphknotenentfernung und Bestrahlungstherapie auf. Eine ziemlich bew&#228;hrte Therapiemethode in dieser Richtung bleibt die wiederholte Lymphdrainage des betroffenen Armes.</em></li>
<li><em>Das Tumorrezidiv ist die meist gef&#252;rchtete Komplikation und tritt sogar nach 5-10 Jahren nach der Erstoperation auf.</em></li>
</ul>
<h4>Prophylaxe (Vorbeugung) und postoperative Nachsorge:</h4>
<p>Als Vorbeugung empfiehlt es sich, sich ab dem 20. Lebensjahr j&#228;hrlich beim Frauenarzt einer Tastuntersuchung der Brust zu unterziehen.<br />
Im Alter von 30 Jahren, unabh&#228;ngig von dem Tastbefund, ist die Durchf&#252;hrung der ersten Mammographie (als Ausgangsmammographie) zu empfehlen. Diese kann sp&#228;ter beim Auftreten von krankhaften Ver&#228;nderungen in der Brust als Vergleichsmammographie verwendet werden. Dadurch kann festgestellt werden, ob die tastbaren Ver&#228;nderungen in der Brust schon fr&#252;her, aber klinisch noch unscheinbar, vorhanden waren.<br />
Ab dem 40. Lebensjahr ist dann j&#228;hrlich eine Mammographie zu empfehlen.<br />
Au&#223;er diesen j&#228;hrlichen &#228;rztlichen Untersuchungen sollte jede Frau monatlich einmal, nach Monatsregelende ihre Brust selber abtasten. Beim Feststellen von kleinsten Auff&#228;lligkeiten sollte der Hausarzt oder der Gyn&#228;kologe sofort konsultiert werden!</p>
<p>Die Tumornachsorge (die postoperative Nachsorge nach dem Entfernen eines Mammatumors) sollte wegen dem erh&#246;hten Risiko eines Zweittumors oder Rezidivs nach einem strikt festgelegten Schema durchgef&#252;hrt werden.<br />
Somit sollten in den ersten 2 Jahren nach der Operation Nachsorgeuntersuchungen in einem 3 monatlichen Rhythmus stattfinden.<br />
Ab dem 3. bis zum 5. Jahr postoperativ werden die Untersuchungen halbj&#228;hrlich, und ab den 5. Jahr erst j&#228;hrlich durchgef&#252;hrt.<br />
Dabei stellen die klinische Untersuchung, Labor alle 3 Monate, R&#246;ntgen-Kontrollen der Lunge sowie Sonographie der Leber alle 6 Monate, ein Minimalprogramm dar. Die Skelettszintigraphie und Mammographien sind j&#228;hrlich angezeigt.<br />
Beim Auftreten eines Zweittumors oder eines Rezidivs wird das gesamte Nachsorgeprogramm neu angefangen.</p>
<h4>Prognose</h4>
<p>Insgesamt versterben 50% der Frauen, die an einem Mammakarzinom erkranken.<br />
Die 10-Jahres-&#220;berlebenschance liegt bei feingeweblich tumorfreier Axilla (vom Tumor nicht befallene Achselh&#246;hle) maximal bei 75%, und bei vom Tumor befallener Achselh&#246;hle bei etwa 25%. Mitbestimmend f&#252;r den Verlauf sind vor allem Tumorgr&#246;&#223;e, Anzahl befallener Lymphknoten, Hormonrezeptorenstatus und feingewebliche Stadialisierung.<br />
Im allgemeinen wird festgestellt, dass bei einem Tumor, der kleiner als 2 cm im Durchmesser ist, und keine befallene Lymphknoten aufzufinden sind, die 5 Jahre-&#220;berlebenschance etwa 85% ist.<br />
Au&#223;erdem muss gesagt werden, dass jeder Fall als einzeln zu betrachten ist, und somit die oberen Daten nur eine statistische G&#252;ltigkeit haben. Das &#220;berleben nach einer b&#246;sartigen Krankheit h&#228;ngt, wie es neulich immer wieder festzustellen ist, von vielen einzelnen Kriterien wie Nebenerkrankungen, psychische Einstellung, Zuwendung der famili&#228;ren Umgebung und Lebenswille ab.<br />
Gegen die Entscheidung f&#252;r eine alternative Medizin (z. B. Hom&#246;opathie), die im Anschluss einer schulmedizinischen Therapie durchgef&#252;hrt wird, ist nichts einzuwenden. Diese sollte aber in keinen Fall die weltweit anerkannten und bew&#228;hrten Therapiemethoden der Schulmedizin ersetzen, sondern anschlie&#223;end oder parallel nach R&#252;cksprache mit den behandelden Arzten durchgef&#252;hrt werden.</p>
<p>Dr. med. Monika Szombath</p>

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		<title>Brustkrebs (Mammakarzinom): Operative Therapie</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 23:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Operative Therapie
Bei der Therapieentscheidung sollte man immer im Auge behalten, dass die Heilungschance vor der Brusterhaltung Vorrang hat.
Als Faustregel gilt:

 wenn der Tumor im Durchmesser gr&#246;&#223;er als 2 cm ist, sollte eine einfache Mastektomie (totale ...]]></description>
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<h4>Operative Therapie</h4>
<p>Bei der Therapieentscheidung sollte man immer im Auge behalten, dass die Heilungschance vor der Brusterhaltung Vorrang hat.<br />
Als Faustregel gilt:</p>
<ul>
<li> wenn der Tumor im Durchmesser gr&#246;&#223;er als 2 cm ist, sollte eine einfache Mastektomie (totale Brustentfernung) mit Axilladissektion (Lymphknotenentfernung aus der Achselh&#246;hle) eventuell eine modifizierte Mastektomie (mit einschlie&#223;licher Entfernung der Brustmuskelh&#252;lle) durchgef&#252;hrt werden.</li>
<li>wenn der Tumor kleiner als 2 cm ist, reicht eine Quadrantenresektion (eine Teilentfernung der Brustdr&#252;se) aus, allerdings ist nach der Operation eine Bestrahlung des Restdr&#252;sengewebes obligat.</li>
</ul>
<p>Eine axill&#228;re Lymphknotendissektion (eine Entfernung der Lymphknoten aus der Achselh&#246;hle) ist heute bei allen operablen Stadien erforderlich. Nur hierdurch ist eine exakte Stadieneinteilung mit Folgerungen f&#252;r die Prognosebeurteilung und Zusatztherapie erreichbar.</p>
<p><strong>a. Die einfache Mastektomie (die totale Brustentfernung)</strong><br />
Der Eingriff wird in Vollnarkose in R&#252;ckenlage mit abgespreiztem Arm auf der erkrankten Seite durchgef&#252;hrt.<br />
Die Schnittf&#252;hrung h&#228;ngt von der Ausdehnung des Tumors ab, und besteht im Normalfall in einen queren oder schr&#228;gen oval&#228;ren Hautschnitt. Die Tiefe des Schnittes reicht bis auf die H&#252;lle des Brustmuskels. Der Dr&#252;senk&#246;rper wird vom unter der Haut liegenden Fettgewebe mit dem elektrischen Skalpel gel&#246;st. Danach erfolgt das Absch&#228;len des Dr&#252;senk&#246;rpers von der H&#252;lle des Brustmuskels, anschlie&#223;end wird ein Drainagenrohr zur Ableitung des Wundsekrets in die Wunde eingelegt. Die Operation endet mit der Naht der Wunde.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-103" title="brust3" src="/wp-content/uploads/2009/03/brust3.gif" alt="brust3" width="415" height="160" /></p>
<p><strong>b. Die modifizierte Mastektomie nach Patey</strong><br />
Unterscheidet sich von der Oberen durch die zus&#228;tzliche Mitnahme der Brustmuskelh&#252;lle.<br />
Die operativen Schritte sind gleich bei beiden Methoden.</p>
<p><strong>c. Die Quadrantenresektion (Lumpektomie)</strong><br />
Die Lumpektomie ist eine Form der brusterhaltenden Operationen, bei welcher der Tumor gro&#223;z&#252;gig mit umliegenden Gewebe und dar&#252;berliegendem Hautareal entfernt wird.<br />
Sie ist heute die meist angewandte Operationsmethode bei Tumoren, die im Durchmesser kleiner als 2 cm sind.<br />
Im Normalfall werden nicht tastbare Tumoren noch vor der Operation unter Durchleuchtung mit einem feinen Draht markiert. Der Schnitt liegt so weit wie m&#246;glich im gesunden Gewebe. Der kann auch rund um die Brustwarze oder in der unteren Brustfalte liegen. Somit erzeugt man ein besseres kosmetisches Ergebnis.<br />
Danach erfolgt eine breite keilf&#246;rmige Exzision des markierten Bezirkes bis auf die H&#252;lle des Brustmuskels. Die Operation endet mit dem Einlegen einer Drainage zum Ableiten des Wundwassers.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-104" title="brust4" src="/wp-content/uploads/2009/03/brust4.gif" alt="brust4" width="331" height="136" /></p>
<p><strong>d. Die axill&#228;re Lymphadenektomie (die Ausr&#228;umung der Lymphknoten aus der Achselh&#246;hle)</strong><br />
Dieser Schritt ist bei allen operablen Stadien obligat f&#252;r die Stadieneinteilung.<br />
Es k&#246;nnen zwei, oder ein bogenf&#246;rmiger Schnitt in der Achselh&#246;hle schr&#228;gverlaufend gesetzt werden.<br />
Nach der Entfernung des Fettgewebes aus der Achselh&#246;hle erfolgt das Aufsuchen der Achselschlagader, der Achselvene und des seitlichen Brustkorbnerves (N.thoracicus longus).<br />
Es werden ausschlie&#223;lich die Lymphknoten der Level I und Level II (bzw. die Lymphknoten der unteren Achselh&#246;hle, die sich seitlich vom Rande des kleinen Brustmuskels befinden, sowie die Lymphknoten der mittleren Achselh&#246;hle die sich zwischen den gro&#223;en und kleinen Brustmuskel sich verbergen).<br />
Der Eingriff endet mit dem Einlegen einer Drainage zum Ableiten des Wundwassers.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-105" title="brust5" src="/wp-content/uploads/2009/03/brust5.gif" alt="brust5" width="348" height="175" /></p>
<h4>Tumorklassifikation</h4>
<p>Die Formel pTNM bedeutet eine pathologische Klassifikation des Tumors der betroffenen Lymphknoten und der eventuellen Metastasen (Tochtergeschw&#252;lste in anderen Organen).<br />
Somit ist p die Abk&#252;rzung f&#252;r pathologisch, T f&#252;r Tumor, N f&#252;r Lymphknoten, und M f&#252;r Metastasen.<br />
Die pathologische Klassifikation erfordert die Untersuchung des gesamten Tumors, der soweit entfernt wurde, dass an seinen R&#228;ndern mikroskopisch keine Tumorzellen zu erkennen sind, und ist folglich nur nach der operativen Entfernung des Tumors durchzuf&#252;hren.</p>
<p>Die pTNM Formel wird nach Ber&#252;cksichtigung von verschiedenen Kriterien wie z. B. Tumorgr&#246;&#223;e, Zahl, Beweglichkeit und Lokalisation der mit Tumorzellen durchsetzten Lymphknoten, das Vorhanden von Tochtergeschwulste in anderen Organen, zusammengestellt.<br />
Sollte z.B. eine Formel von pT2N1M0 vorliegen, bedeutet das, dass der Tumor 2-5 cm gro&#223; ist, N1 das Vorhanden von beweglichen Lymphknoten in der Achselh&#246;hle auf der Seite der betroffenen Brust, und M0 das Fehlen von Metastasen in anderen Organen.</p>
<p>Die Prognose und die weitere postoperative Therapie (Bestrahlung und/oder Chemotherapie) h&#228;ngen von dieser Formel ab.</p>
<p>Dr. med. Monika Szombath</p>

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		<title>Organtransplantationen</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Aug 2006 23:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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Die Organtransplantation steht seit l&#228;ngerem im Mittelpunkt der &#246;ffentlichen und medizinischen Diskussionen. Sie weist nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein ethisches Problem auf, das vor allem an die Problematik der „Organverteilung“ bzw. &#8211; um ...]]></description>
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<p>Die Organtransplantation steht seit l&#228;ngerem im Mittelpunkt der &#246;ffentlichen und medizinischen Diskussionen. Sie weist nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein ethisches Problem auf, das vor allem an die Problematik der „Organverteilung“ bzw. &#8211; um den Fachbegriff zu benutzen &#8211; der „Organallokation“ beruht. Der Grund daf&#252;r, dass dieses immer mehr in den Blickpunkt ger&#228;t, ist die Tatsache, dass es einen strukturellen und immer st&#228;rker zunehmenden Mangel an zur Verf&#252;gung stehenden Organen gibt.</p>
<p>Wegen des verbreiteten Spektrums der Krankheiten, die zu einem Organversagen mit anschlie&#223;ender Notwendigkeit einer Transplantation f&#252;hren, gibt es immer mehr Patienten, die auf ein Organ warten.<br />
Dass die Transplantationsmedizin j&#228;hrlich exzellente Fortschritte macht und dass ihre klinischen Ergebnisse kontinuierlich wachsen, ist nicht zu bestreiten. W&#228;re nicht die Problematik des Organmangels da, k&#246;nnten heute fast alle chronisch Kranken, die an ein Organversagen leiden, gerettet werden. Bedauerlich ist, dass die Zahl der Organspender j&#228;hrlich sinkt und die Liste der Patienten, die auf ein Organ warten, immer l&#228;nger wird. Viele von ihnen sterben noch, bevor sie ein Spenderorgan erhalten k&#246;nnen.</p>
<p>Die Wartezeiten betragen 1-2 Jahre f&#252;r ein Herz, 3-5 Jahre f&#252;r eine Niere, 2-4 Jahre f&#252;r eine Lunge, 3-4 Jahre f&#252;r Herz-Lunge. Es ist aus dieser kurzen Aufz&#228;hlung leicht zu erkennen, dass f&#252;r viele von diesen Patienten, die dringend ein Organ ben&#246;tigen, die Zeit, um lebend ein geeignetes Spenderorgan zu erhalten, nicht mehr reicht.<br />
Viele fragen sich, warum diese Problematik entsteht. Die Ursachen d&#252;rften darin liegen, dass f&#252;r eine solche Entscheidung mehrere schwierige Kriterien gekl&#228;rt werden m&#252;ssen.<br />
Zun&#228;chst spielt die mangelnde Information jedes B&#252;rgers eine wichtige Rolle. Entscheidend ist, dass die einzelne Person auch dar&#252;ber fachlich informiert werden will, und sich nicht nur f&#252;r laienhafte Aufkl&#228;rungen, die in der Bev&#246;lkerung kursieren, empfangsbereit erkl&#228;rt. Bedauerlicherweise steht die Moral unserer Gesellschaft noch nicht auf dieser Ebene. Aus welchem Grund sollte sich ein junger gesunder Mensch mit der Frage der Transplantation und Organspende besch&#228;ftigen? Sollte er es trotzdem tun, kommt ein n&#228;chstes Problem zustande, und zwar die Entscheidung.</p>
<p>Die meisten von uns verdr&#228;ngen und wehren eine Besch&#228;ftigung mit dem eigenen Tod ab. Man will ganz einfach eine entsprechende Entscheidung vermeiden! Interessanterweise stellt man fest, dass die Menschen erst dann bereit sind, sich mit dieser Problematik zu besch&#228;ftigen, wenn sie selber von einer schweren unheilbaren Krankheit betroffen sind. Somit sind &#252;ber 75% der Patienten, die auf ein Organ warten, und die vor ihrer Erkrankung eine Organspende abgelehnt hatten, bereit, ein Organ zu spenden. Die anderen 25% haben sich schon vor ihrer Erkrankung zu einer Organspende bereiterkl&#228;rt oder sich mit dieser Problematik nicht besch&#228;ftigt. Die letzte, und somit auch die gr&#246;&#223;te Problematik, stellt das Fehlen einer Dokumentation der eigenen Entscheidung. Sollte der B&#252;rger f&#252;r oder gegen eine Organspende entscheiden, m&#252;sste dieses dokumentiert werden. Eine solche L&#246;sung stellt aber die staatliche Verordnung von oben dar. Man kann aber in einem freien, demokratischen Rechtsstaat die B&#252;rger nicht zu einer Erkl&#228;rungspflicht zwingen. Am 1. Dezember 1997 ist das neue Transplantationsgesetz in Kraft getreten. Dieses entspricht der erweiterten Zustimmungsl&#246;sung, laut welcher jeder B&#252;rger sich noch w&#228;hrend seiner Lebzeit f&#252;r oder gegen eine Organentnahme schriftlich &#228;u&#223;ern kann, aber nicht muss. Sollte der Spender w&#228;hrend seiner Lebzeit nicht schriftlich widersprochen haben, d&#252;rfen sich die Angeh&#246;rigen des potentiellen Spenders, bei welchem der Hirntod festgestellt wurde, f&#252;r oder gegen eine Organentnahme entscheiden.<br />
Somit ergibt sich, dass die ideale L&#246;sung f&#252;r das Problem des Organmangels eine moralische Verpflichtung jeder einzelnen Person bleibt.<br />
Das neue Transplantationsgesetz schreibt allen 1400 Kliniken mit Intensivstationen eine Meldepflicht f&#252;r Hirntode vor.</p>
<h4>Definition: Was ist eine Transplantation?</h4>
<p>Laut Pschyrembel (klinisches W&#246;rterbuch) „ist die Transplantation die &#220;bertragung von Zellen, Geweben oder Organen auf ein anderes Individuum, oder an eine andere Stelle des selben Individuums“.<br />
Je nach der Herkunft des Transplantats (des &#252;bertragenen Organs, Zelle oder Gewebe) unterscheiden sich mehrere Transplantationsarten:</p>
<ol>
<li> Autogene (autologe) Transplantation:<br />
Man spricht von einer autogenen Transplantation, wenn der Empf&#228;nger und Spender die selbe Person darstellen, z.B. die &#220;bertragung von Haut von der Innenseite des Oberschenkels auf den Unterschenkel beim selben Patienten, der z.B. starke Verbrennungen erlitten hat.</li>
<li>Syngene (isogene, isologe) Transplantation:<br />
Wenn der Spender und der Empf&#228;nger genetisch identische Individuen sind, z.B. zweieiige Zwillinge.</li>
<li>Allogene (homogene, homologe) Transplantation:<br />
In diesem Fall stellen der Spender und der Empf&#228;nger genetisch verschiedene Individuen dar, die aber der selben Spezies (der selben Gattung) angeh&#246;ren. Zu diesen Transplantationen geh&#246;ren die Organtransplantationen von Mensch zu Mensch wie z.B. Nieren-, Herz- oder Lungentransplantationen.</li>
<li>Xenogene (heterogene, heterologe) Transplantationen:<br />
Bei dieser Art von Transplantationen geh&#246;ren der Spender und der Empf&#228;nger verschiedenen Spezies (verschiedener Gattung) an, wie z.B. Mensch und Tier. Zu solchen Transplantationen geh&#246;ren das operative Einsetzen von Schweineklappen in das menschliche Herz.</li>
<li>Alloplastische Transplantationen:<br />
Unter dieser Art von Transplantationen versteht man die Implantation (das Einsetzen) von Fremdmaterial in den menschlichen K&#246;rper. Hierzu geh&#246;ren z.B. die Implantationen von Byp&#228;ssen aus Kunststoff oder das Einsetzen von Metallklappen ins Herz.</li>
</ol>
<h4>Transplantations-Immunologie</h4>
<p>Besonderes Interesse stellen allogene Transplantationen dar. Wie auch oben erw&#228;hnt, handelt es sich bei diesen Transplantationen um genetisch verschiedene Individuen, die aber der selben Spezies angeh&#246;ren. Ganz einfach gesagt geht es um Organtransplantationen von Mensch zu Mensch.<br />
Bei dieser Art von Transplantationen besteht immer eine Gewebeunvertr&#228;glichkeit (sog. Histoinkompatibilit&#228;t). Folglich wird das transplantierte Organ vom Empf&#228;ngerorganismus nicht erkannt und abgesto&#223;en. Die Gewebevertr&#228;glichkeit wird von Antigenen bestimmt.</p>
<p><strong> Was sind Antigene?</strong><br />
Antigene sind Substanzen, die sich an der Oberfl&#228;che der Zellen befinden und von anderen Organismen (Lebewesen) als fremd erkannt werden. Als Folge dieser Erkennung werden verschiedene Antwortreaktionen (Immunantwort) ausgel&#246;st, die zu einer Absto&#223;ungsreaktion der fremden Zelle f&#252;hren. Verst&#228;ndlicherweise werden fremde Organe, die &#252;ber eigene, f&#252;r den Empf&#228;ngerorganismus unbekannte Antigene verf&#252;gen, erkannt und abgesto&#223;en. Es gibt aber auch die M&#246;glichkeit, dass einige von diesen an der Zelloberfl&#228;che befindlichen Antigenen mit denen, die sich an der Zelloberfl&#228;che des Empf&#228;ngerorganismus befinden, &#252;bereinstimmen. Je mehr Antigene &#252;bereinstimmen, desto gr&#246;&#223;er ist die Empfangsbereitschaft f&#252;r das fremde Organ, und desto besser wird die Prognose f&#252;r den transplantierten Menschen.<br />
Vor der Transplantation ist also die Gewebevertr&#228;glichkeit (Histokompatibilit&#228;t) zwischen dem Empf&#228;ngerorganismus und dem zu transplantierenden Organ abzukl&#228;ren. Dieser Vorgang wird HLA-Typisierung genannt.<br />
Eine vollst&#228;ndige Gewebevertr&#228;glichkeit gibt es nur bei eineiigen Zwillingen. Sonst besteht auch bei weitgehender &#220;bereinstimmung eine Absto&#223;ungstendenz, die nach der Transplantation medikament&#246;s bzw. durch Einnahme von Medikamenten unterdr&#252;ckt werden muss. Diese Medikamente, welche die Immunit&#228;t (Abwehrmechanismus) des K&#246;rpers unterdr&#252;cken, werden Immunsuppressiva genannt.</p>
<p>Bei jedem Patienten, der zu einer Organtransplantation vorgesehen wird, werden die Daten der HLA-Typisierung und Blutgruppe der Eurotransplant in Leyden (Holland) gemeldet.<br />
Eurotransplant registriert zentral Patienten, die ein neues Organ ben&#246;tigen, und erh&#228;lt Meldungen &#252;ber die Organspenden.</p>
<h4>Vorgehen bei Organspenden</h4>
<p>Das gespendete bzw. das transplantierte Organ kann von einem lebenden (Lebendspende) oder hirntoten Menschen (Leichenspende) stammen.</p>
<p><strong> Die Lebendspende</strong><br />
Nur ein kleiner Teil aller transplantierten Organe stammt von Lebendspendern (meist Eltern, Geschwister, Ehepartner).<br />
Das Bundesverfassungsgericht hat die Beschr&#228;nkung von Organspenden Lebender nur f&#252;r Verwandte, Ehepartner und besonders nahestehenden Menschen erlaubt. Dadurch will der Gesetzgeber „jeder Form des Organhandels“ vorbeugen.<br />
Lebendspenden sind zum Beispiel Transplantationen von Nieren von Mensch zu Mensch. Die Entnahme einer Niere kann bei einem Menschen mit normaler Nierenfunktion bedenkenlos vorgenommen werden, da der Spender mit einer Niere weiterhin gut leben kann. Zu dieser Kategorie geh&#246;rt auch die &#220;bertragung von Knochenmarkzellen von einem Lebendspender an einen Kranken (z.B. bei Leuk&#228;mie).<br />
In der letzten Zeit machte die Transplantation von Leberteilen von einem gesunden Menschen zu einem Kranken besondere Fortschritte.<br />
Die Vorteile einer Lebendspende sind die besseren Langzeitergebnisse und die h&#246;here Erfolgsrate wegen der gr&#246;&#223;eren Gewebevertr&#228;glichkeit.</p>
<p><strong> Voraussetzung f&#252;r eine Lebendspende</strong><br />
Die Spende darf nur mit der Einwilligung beider Parteien (Spender und Empf&#228;nger) ohne irgendwelche finanzielle Zuwendung f&#252;r den Spender vorgenommen werden. Au&#223;erdem muss der Spender vollj&#228;hrig sowie k&#246;rperlich und geistig v&#246;llig gesund sein. Sollte eine Spende unter Minderj&#228;hrigen erfolgen, wie z.B. Geschwister, ist die Einwilligung beider Eltern notwendig. Bei weiblichem Spender soll kein <a href="http://www.imedo.de/group/overview/index/364-kinderwunsch-fruchtbarkeit" title="Kinderwunsch">Kinderwunsch</a> mehr vorliegen.<br />
Der Spender muss dar&#252;ber aufgekl&#228;rt werden, dass auf Grund des Organverlustes im Alter eine zunehmende Einschr&#228;nkung und schlechtere Kompensation der betreffenden K&#246;rperfunktion auftreten k&#246;nnen. Der Spender muss im klaren dar&#252;ber sein, dass die Organentnahme durch einen operativen Eingriff erfolgt, die ebenfalls mit intra- und postoperativen Komplikationsrisiken verbunden ist.</p>
<p><strong> Die Leichenspende</strong><br />
Die Entnahme von Einzelorganen wie Herz oder Lunge zum Zweck der Transplantation ist nur von einem Mensch, bei welchem sich der Hirntod eingestellt hat, m&#246;glich.<br />
Von den hirntoten Spendern sind etwa 80% Unfallopfer mit Sch&#228;del-Hirn-Verletzungen. Die restlichen 20% wird von Patienten, die infolge von Herz-Hirngef&#228;&#223;-Erkrankungen sterben, dargestellt.</p>
<p><strong> Medizinische Voraussetzungen zur Organentnahme</strong><br />
Die Organentnahme darf nur beim Vorliegen einer zur Lebzeit abgeschlossenen schriftlichen Einwilligung des Verstorbenen (in Form eines Organspenderausweises) vorgenommen werden. Sollte dieses nicht vorliegen, ist die Einwilligung der Angeh&#246;rigen zu ber&#252;cksichtigen.<br />
Wenn die Spende von einem hirntoten Patienten vorgenommen wird, sind folgende Voraussetzungen optimal:</p>
<ul>
<li> das Alter (dieses bezieht sich auch auf Lebendspender) sollte unter 60 Jahre sein.</li>
<li>der Spender sollte ausschlie&#223;lich an einer Sch&#228;del-Hirn-Verletzung leiden</li>
<li>der Blutkreislauf sollte stabil sein</li>
<li>der Spender darf keine lange Intensivtherapie hinter sich haben</li>
<li>es sollten keine Anzeichen f&#252;r einen Kreislaufschock vorliegen</li>
<li>der Spender muss frei von Infektionskrankheiten sein (z.B. bakterieller Infekt, Hepatitis, AIDS)</li>
</ul>
<p>Auf Grund des Spendermangels greift man sowohl auf Spender, die &#228;lter als 60 Jahre sind, sowie auf Spender nach erfolgter Reanimation zur&#252;ck.</p>
<p><strong> Kontraindikationen f&#252;r eine Organspende: Wer darf kein Organ spenden?</strong><br />
Menschen, die &#252;ber eine bekannte Sch&#228;digung des zur Transplantation vorgesehenen Organs wie Verletzungen, chronische Krankheiten oder Missbildungen verf&#252;gen, oder diejenigen, die an einem akuten oder chronischen Infekt (z.B. HIV, Hepatitis-B, Zytomegalie) leiden, kommen als Spender nicht in Frage.<br />
Zu dieser Gruppe geh&#246;ren auch Patienten, die an Stoffwechselerkrankungen oder maligne Krankheiten erkrankt sind. Eine Ausnahme stellen Patienten mit prim&#228;ren Gehirntumoren (vom Gehirn ausgehende Geschw&#252;lste) dar.</p>
<h4>Wie geht man bei einer Organentnahme vor?</h4>
<p>Eine Organentnahme kann nur nach dem Eintreten des Hirntodes vorgenommen werden.<br />
Das hei&#223;t, dass der Mensch unter Organtod des Gehirns leidet: Die Hirnfunktionen sind irreversibel (nicht umkehrbar, nicht r&#252;ckg&#228;ngig) bei noch evtl. von Maschinen aufrechterhaltenen Kreislauffunktionen. Der Mensch ist wie entk&#246;pft!<br />
Heute ist es m&#246;glich, wichtige Lebensfunktionen wie Atmung und Kreislauf auch bei fehlender Hirnfunktion k&#252;nstlich durch Maschinen aufrechtzuerhalten.<br />
Wenn die Herz-Lungenmaschine, die noch die Kreislauffunktion und Beatmung des Hirntoten aufrecht erh&#228;lt, von den Arzten abgestellt wird, tritt unmittelbar der Herzstillstand, also der Tod ein.<br />
Da aber die Hirnfunktionen zum menschlichen Leben unabdingbar geh&#246;ren, wird heute der Hirntod mit dem Tod des Menschen gleichgesetzt.<br />
Nach dem Eintreten des Hirntodes (bis zu etwa 24 Stunden) findet trotz weiterer Beatmung des hirntoten Patienten der Kreislaufstillstand spontan statt.</p>
<h4>Was passiert im Sch&#228;del nach dem Ausfall der Hirnfunktionen bis zum Eintreten des Herzstillstandes?</h4>
<p>Im Gehirn werden immer weniger Stellen durchblutet, wie z.B Sehnerv, Hypophyse (an der Sch&#228;delbasis liegendes endokrines Organ) oder Halsr&#252;ckenmark. Die Gehirnstellen, die nicht durchblutet bleiben, werden von diesen abgegrenzt und der Binnendruck (der Druck innerhalb des Sch&#228;dels) w&#228;chst. Wenn der Binnendruck eine maximale Grenze erreicht hat, werden Teile des Kleinhirns in den R&#252;ckenmarkkanal hineingepresst.<br />
Eine Fortsetzung des R&#252;ckenmarkes (das sich im R&#252;ckenmarkkanal befindet) ist das Stammhirn. Dieses verbindet das R&#252;ckenmark mit dem Gehirn und hier befinden sich die Zentren der wichtigsten Organfunktionen wie Atmung und Kreislauf.<br />
Das Stammhirn befindet sich unterhalb des Kleinhirns. Durch das Hineinpressen des Kleinhirns in den R&#252;ckenmarkkanal wird das unter dem Kleinhirn befindliche Stammhirn abgeschn&#252;rt. Folglich stirbt durch die mangelnde Durchblutung auch das Stammhirn ab. Die wichtigsten Zentren der Lebensfunktionen fallen aus, die Atmung und Kreislauf h&#246;ren auf. Der endg&#252;ltige Tod hat sich eingestellt.</p>
<p><strong>Schematische Darstellung des Hirntodes</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-570" title="organ" src="/wp-content/uploads/2009/03/organ.gif" alt="organ" width="472" height="201" /></p>
<h4>Das juristische Vorgehen bei einer Organentnahme</h4>
<p>Im Falle einer Leichenspende ist vor der Organentnahme der klinische Tod festzustellen.<br />
Die Feststellung des Hirntodes wird von zwei unabh&#228;ngigen Fach&#228;rzten (z.B. Neurologe, Neurochirurg, behandelnder Arzt des Patienten), die nicht dem Transplantationsteam angeh&#246;ren, durchgef&#252;hrt. Die klinischen Zeichen des Hirntodes sind: fehlende Hirnreflexe, Apnoe (Atemstillstand)-Test. Ein EEG (Elektro-Enzephalography=eine Methode zur Registrierung der Gehirnstr&#246;me) kann aus juristischen Gr&#252;nden, muss aber nicht durchgef&#252;hrt werden.<br />
In seltenen F&#228;llen, wenn der klinische Befund nicht eindeutig ist, wird eine Angiographie zur Darstellung allen 4 Hirnarterien angefertigt.<br />
Die Einf&#252;hrung eines jeglichen neurophysiologischen und nuklearmedizinischen Verfahrens sowie die Durchf&#252;hrung einer transkraniellen Dopplersonographie zur Feststellung des Hirntodes er&#252;brigen sich. Laut dem Pr&#228;sidenten der BAK und des Deutschen Arztetages und dem Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirates der BAK sind “alleine die klinische Zeichen des Hirntodes seit drei Jahrzehnten uneingeschr&#228;nkt g&#252;ltig und der Nachweis des Hirntodes weltweit als sicheres Todeszeichen anerkannt“.<br />
Sollte kein eindeutiger schriftlicher Nachweis &#252;ber den Willen des Spenders zu Lebzeiten in Form von einem Spenderausweis vorliegen, ist vor der Organentnahme beim nat&#252;rlichen Tod und auch beim unnat&#252;rlichem Tod die Einwilligung der Angeh&#246;rigen erforderlich. Diese Einwilligung wird von einem zu diesen Zwecken ausgebildeten &#196;rzteteam eingeholt. Das Gespr&#228;ch findet in gro&#223;er Piet&#228;t statt und darf nicht als &#220;berredung, sondern eher als &#220;berzeugung der Angeh&#246;rigen wirken.<br />
Die Mehrzahl aller Organspender sind Opfer eines unnat&#252;rlichen Todes (z.B. Unf&#228;lle). In diesen F&#228;llen muss zur Wahrung der Interessen der Staatsanwaltschaft ein Gerichtmediziner eingeschaltet werden.<br />
Nach der Einwilligung der Angeh&#246;rigen werden die HLA-Typisierung, die Blutgruppe des Spenders bestimmt. Die in dieser Weise gewonnenen Daten werden an Eurotransplant in Leyden (Holland) gemeldet. Ein Computer pr&#252;ft die gemeldeten Spenderdaten mit den auf der Eurotransplant-Liste befindlichen Empf&#228;ngerdaten, gleicht Blut- und Gewebetypen ab. Der Empf&#228;nger, dessen Daten (HLA-Typisierung, Blutgruppe) mit den Spenderdaten am meisten &#252;bereinstimmen, wird ausgesucht. Sollten die Daten mehrerer Empf&#228;nger mit den Daten des Spenders &#252;bereinstimmen, wird der Empf&#228;nger ausgesucht, der sich am l&#228;ngsten auf der Warteliste befindet. Auf der Warteliste haben Patienten mit akuter oder absehbarer Lebensgefahr Priorit&#228;t.</p>
<h4>Die Explantation (die operative Organentnahme)</h4>
<p>Die Organentnahme wird beim noch beatmeten Patienten, bei dem der Hirntod festgestellt wurde, in Vollnarkose durchgef&#252;hrt. Die Beatmung des Patienten und die Aufrechterhaltung seiner Kreislauffunktion ist die Voraussetzung, um ein gut durchblutetes Organ zu gewinnen. Nur ein noch lebendes Organ, das gut durchblutet ist, wird in einem fremden K&#246;rper f&#228;hig sein weiter zu funktionieren.<br />
Die operative Organentfernung erfolgt unter strengem keimfreien Zustand und durch gewebeschonende operative Man&#246;ver.<br />
Nach dem Er&#246;ffnen der Bauchh&#246;hle oder des Brustkorbes werden dem Patienten<br />
20.000 iE Heparin zur Gerinnungshemmung injiziert. Diese Ma&#223;nahme ist erforderlich, um eine Blutgerinnung in den Gef&#228;&#223;en des entnommenen Organs zu vermeiden. Somit k&#246;nnen diese nach der Organentnahme mit Kochsalz und Heparin durchsp&#252;lt werden.</p>
<p>Die Konservierung und der Organtransport erfolgen mit dem Ziel einer lang anhaltenden Organdurchblutung. Zu diesem Zweck werden durch die Durchsp&#252;lung der Gef&#228;&#223;e mit Kochsalz und Heparin m&#246;glichst alle Blutbestandteile entfernt. Um die &#220;berlebungszeit der Zellen zu verl&#228;ngern, ist die Reduktion des Energiebedarfes erforderlich. Dieses wird durch die Unterk&#252;hlung des Organs bis auf 4-8&amp;Mac251;C erreicht.<br />
Das in dieser Weise pr&#228;parierte Spenderorgan wird von einem Arzt, der dem Transplantationsteam angeh&#246;rt, auf die Transplantationsf&#228;higkeit hin untersucht, in eine K&#252;hlbox gelegt und zum Ort der Transplantation gef&#252;hrt.<br />
Die Fahrt zum Transplantationsort (die Klinik, wo das Organ eingesetzt wird) muss in der k&#252;rzesten Zeit stattfinden. W&#228;hrend dieser Zeit wird der geeignete Empf&#228;nger in die Klinik transportiert und f&#252;r die Transplantation vorbereitet. Erst nach dem Eintreffen des Organs im Operationssaal und dessen Untersuchung von dem Transplanteur wird das f&#252;r die Transplantation vorgesehene Organ aus dem Empf&#228;ngerk&#246;rper entfernt. Leider gibt es F&#228;lle, in denen sich nach der Untersuchung des Spenderorgans und erst nach dem Eintreffen des Empf&#228;ngerpatienten in der Klinik herausstellt, dass auf Grund einer krankhaften Ver&#228;nderung oder Besch&#228;digung des Spenderorgans die Transplantation nicht durchgef&#252;hrt werden kann. Diese sogenannten „Falschalarme“ sind mit einer gro&#223;en k&#246;rperlichen Anstrengung und seelischer Belastung des Empf&#228;ngerpatienten verbunden.</p>
<h4>Statistische Daten</h4>
<p>1998 stieg die Zahl der Transplantationen nur um 2,1%. Die Zahl der Lungentransplantationen stieg um 11% auf 131. Bei der &#220;bertragung der Bauchspeicheldr&#252;sen gab es einen deutlichen Anstieg um 25% auf 183. Die Herztransplantationen gingen hingegen auf 542, etwa 20% zur&#252;ck, die von Lebertransplantationen um 40% auf 722.<br />
Zur Zeit warten alleine in Deutschland 13 000 Patienten auf ein neues Organ und die Spendebereitschaft ist deutlich zur&#252;ckgefallen.</p>
<h4>Zusammenfassung</h4>
<p>Die Transplantationsmedizin freut sich j&#228;hrlich &#252;ber immer neuere Fortschritte und die Erfolge sind eindeutig. Die am l&#228;ngsten funktionierende transplantierte Niere erreichte das Alter von 28 Jahren. Mit einem transplantierten Herz kann man noch 20 Jahre &#252;berleben. Es werden Menschenleben um Jahrzehnte verl&#228;ngert und vor allem die Lebensqualit&#228;t todkranker Patienten deutlich gebessert.<br />
Fast t&#228;glich wird den Angeh&#246;rigen eines hirntoten Menschen in einer deutschen Klinik die folgende Frage gestellt: „Stimmen sie einer Organspende zu?“.</p>
<p>Mediziner wissen, wenn alle Hirnreflexe und das Atemzentrum unwiederbringlich ausgefallen sind, ist das Leben erloschen. F&#252;r die meisten Angeh&#246;rigen ist bei dem Anblick des betroffenen Patienten der Tod nicht nachvollziehbar. Die Tatsache aber, dass eine Maschine die Lunge beatmet, und der zugef&#252;hrte Sauerstoff das Herz schlagen l&#228;sst, ist nicht zu bestreiten. Ein lebloser K&#246;rper liegt im Bett, seine K&#246;rpertemperatur wird von der Luftmatratze auf 37&amp;Mac251; erw&#228;rmt. Der Hirntod hat sich eingestellt und das Eintreten des Herzstillstandes und somit des endg&#252;ltigen Todes ist nur eine Frage der Zeit. Wenn das Herz kein Blut mehr pumpt, werden die Organe, die Leben retten k&#246;nnen, unbrauchbar.<br />
Sicherlich ist die Zustimmung der Angeh&#246;rigen zu einer Organentnahme eine sehr gro&#223;e seelische Belastung, um aber weitere Leben retten zu k&#246;nnen, ist sie leider noch erforderlich.<br />
Erst wenn die Information der Bev&#246;lkerung ausreichend ist und die Bedeutung des Hirntodes begriffen wird, werden immer mehr Menschen einer Organentnahme zustimmen. Die Bef&#252;rchtung von Organhandel und die Unterlassung jeglicher &#228;rztlichen Hilfe zwecks Organentnahme widerspricht der &#228;rztlichen Ethik und wird in Deutschland mit 100 prozentiger Sicherheit nicht durchgef&#252;hrt. Au&#223;erdem verspricht die Bundes&#228;rztekammer, dass Organe nur aus L&#228;ndern kommen, in denen der Hirntod nach deutschen Richtlinien festgestellt wurde.<br />
Wie schon oben erw&#228;hnt, warten in Deutschland &#252;ber 13 000 Patienten auf ein neues Organ. Im Durchschnitt sterben 900 000 Leute in unserem Land. Von den 5 000 registrierten Hirntoten w&#228;re fast jeder zweite als Spender geeignet, und dennoch stirbt jeder vierte Patient, der auf ein Herz wartet, noch w&#228;hrend der Wartezeit. Eine qualvolle Wartezeit, die in manchen F&#228;llen aus mehreren Jahren besteht, die die Lebensqualit&#228;t stark einschr&#228;nkt, und in der die psychische Belastung unertr&#228;glich ist.<br />
Man stellt sich nun die Frage: „Ist das wirklich notwendig?“</p>
<p><strong>Informationen</strong> &#252;ber Organtransplantationen erhalten sie kostenlos bei der „Deutschen Stiftung f&#252;r Organtransplantationen“ unter der Telefonnummer 0251/48149, Fax 0251/88565 in M&#252;nster, oder bei dem „Bundesverband f&#252;r Organtransplantierte“, Gesch&#228;ftsstelle in der Paul-R&#252;cker-Str. 20, 47059 Duisburg.</p>
<p>Spenderausweise k&#246;nnen sie ebenso von den oben genannten Stellen anfordern, bei der <a href="http://www.deutsche-lebenswacht.de/" target="_blank">Deutschen Lebenswacht e. V.</a> oder Sie erhalten sie bei ihrem Hausarzt oder Apotheker. Um einen Spenderausweis auszustellen, ist keine vorherige medizinische Untersuchung n&#246;tig.</p>
<p>Spendenkontonummer des Bundesverbandes f&#252;r Organtransplantierte:<br />
Bank f&#252;r Sozialwirtschaft K&#246;ln, Filiale Essen, Konto 72 110 01; BLZ 370 205 00</p>
<p><a href="http://www.deutsche-lebenswacht.de/" target="_blank">Deutsche Lebenswacht e. V.</a>, 60076 Frankfurt am Main: Auf den Webseiten findet man ein Antragsformular f&#252;r einen Organspenderausweis. Der Ausweis wird von dem Verein kostenlos ausgestellt. Hier k&#246;nnen auch kleine Boxen mit ca. 60 Prospekten zum Aufstellen in Arztpraxen, Apotheken, Verkaufsr&#228;umen etc. zur kostenlosen Zusendung bestellt werden (E-Mail: info@deutsche-lebenswacht.de)</p>
<h4>Literatur:</h4>
<ul>
<li> „Klinik Leitfaden Chirurgie“ (F.M. Hasse, P. M&#252;ller-Lange, Gustav Fischer Verlag, Ulm, Stuttgart, Jena, L&#252;beck 1997)</li>
<li>„Zur Gerechtigkeit der Organverteilung“ (N. Meuter, R. Lachmann, Gustav Fischer Verlag, Ulm, Stuttgart, Jena, L&#252;beck 1997)</li>
<li>„Deutsches Arzteblatt“ Ausgabe C Nr. 31/32 von 1999. Herausgeber Deutscher Arzteverlag K&#246;ln</li>
</ul>
<p>Dr. med. Monika Szombath</p>
<p>Lesen Sie auch den Artikel zur <a href='http://www.medizin-netz.de/therapien/knochenmarkspende/' title='Knochenmarkspende'>Knochenmarkspende</a>!</p>

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		<title>Mit dreitausend “Schuss” geheilt Orthop&#228;die und Ultraschallsto&#223;welle</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Aug 2006 23:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medizin-Netz</dc:creator>
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Einleitung: Ultraschall
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<h4>Einleitung: Ultraschall</h4>
<p>Das Ordnungssystem der Flederm&#228;use haben sich die Mediziner seit langer Zeit zunutze gemacht. So wird seit Jahrzehnten Ultraschall in der Diagnostik von Bauch-, Gef&#228;&#223;- und Gelenkerkrankungen benutzt. Den Ultraschall in Form einer komprimierten hochenergetischen Sto&#223;welle therapeutisch einzusetzen, haben die Urologen zu wissen genutzt. Seit Jahren werden Nierensteine “ohne Skalpell” entfernt. Vielen Patienten blieb dadurch eine Operation erspart.</p>
<p>Seitdem Ende der 80iger Jahre zun&#228;chst verz&#246;gert heilende Knochenbr&#252;che mit dieser Methode erfolgreich behandelt wurden, entdeckte man auch auf orthop&#228;dischem Gebiet eine Reihe von Krankheitsbildern, die erfolgreich mit den Sto&#223;wellen behandelt werden k&#246;nnen.</p>
<h4>Therapeutischer Ansatz: Ultraschallsto&#223;wellen</h4>
<p>Ein &#228;hnlicher therapeutischer Ansatz wie bei den Nieren- und Gallensteinen findet sich z. B. bei der sogenannten Tendinosis calcarea, bei der sich bis zu fingerkuppengro&#223;e Kalkablagerungen in den die Schulter umgebenden Sehnen finden, die bei jeder Gelenkbewegung oder auch in Ruhe st&#228;rkste Schmerzen hervorrufen k&#246;nnen. Unter Ortung mit dem diagnostischen Ultraschall wird dieses Kalkdepot anvisiert und dann mit 2.000 bis 3.000 Sto&#223;wellen in kleinere Teile zersprengt. Bei jedem Impuls ist ein Ger&#228;usch h&#246;rbar, das der Auslenkung der elektromagnetisch erzeugten Sto&#223;welle &#252;ber einem Wasserbad entspricht. Je nach Intensit&#228;t dieser Wellen spricht man von hoch- oder niederenergetischer Behandlung. Insbesondere bei der hochenergetischen Behandlung kann jeder dieser Impulse wie ein Stich mit einer Stecknadel empfunden werden. Deshalb wird je nach Empfindlichkeit des Patienten die Behandlung mit einer Bet&#228;ubung durchgef&#252;hrt. Eine Sitzung dauert ca. eine halbe Stunde. Danach wird K&#252;hlung und/oder ein leichtes Schmerzmittel empfohlen, der Patient kann aber nach Hause gehen, es sei denn, st&#228;rkere Schmerzmedikamente w&#228;hrend der Behandlung erfordern eine &#220;berwachung.</p>
<h4>Behandlungserfolge</h4>
<p>Die bisherigen Ergebnisse sind erfolgversprechend, obwohl die Behandlung manchmal mehrfach wiederholt werden muss und der Behandlungserfolg fr&#252;hestens nach einigen Tagen wenn nicht Wochen eintreten kann.</p>
<p>Weitere Behandlungserfolge sind beim sogenannten Tennisellenbogen, bei schmerzhaften Achillessehnenreizungen, beim Fersensporn sowie verz&#246;gert heilenden Knochenbr&#252;chen zu verzeichnen. Der Wirkungsmechanismus beim Sehnenansatzschmerz, wie z. B. dem sogenannten Tennisarm oder dem Fersensporn ist dagegen noch unklar. Vermutet wird eine Beeinflussung des Gewebestoffwechsels und der Schmerzweiterleitung.</p>
<p>Bei den verz&#246;gert heilenden Knochenbr&#252;chen (Pseudarthrosen) werden kleinste Risse im Knochen erzeugt, die &#252;ber eine Anregung der Knochenneubildung auch den ehemaligen Bruchspalt mit neuem Knochen &#252;berbauen lassen. Die Behandlung hier w&#228;re ohne st&#228;rkste Schmerzmittel oder eine Allgemeinnarkose nicht zu ertragen. &#220;berwachung von Herz- und Kreislaufsystem sind n&#246;tig.</p>
<p>Die Sto&#223;wellentherapie sollte nur von einem in der Sto&#223;wellentherapie erfahrenen Arzt durchgef&#252;hrt werden. Andere Krankheitsbilder als die Kalkschulter, der Tennisellenbogen, der Fersensporn und die Pseudarthrosen m&#252;ssen zum jetzigen Zeitpunkt noch als Behandlungsversuch angesehen werden. Leider gab es eine unkritische Ausweitung der Indikationen, so dass die Krankenkassen innerhalb k&#252;rzester Zeit mehrere dutzend Millionen DM an Erstattungsforderungen auf sich zukommen sahen. Damit ist zun&#228;chst erst einmal Schluss. Seit Mai 1998 hat der Bundesausschuss &#196;rzte und Krankenkassen in einer nicht &#246;ffentlichen Sitzung die Erstattung der Sto&#223;wellenbehandlung f&#252;r Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung abgelehnt. Sie sollten sich eine zweite Meinung einholen, wenn sie nach Ablehnung der Kosten&#252;bernahme durch die Krankenkasse evtl. mehrere tausend Mark aus eigener Tasche bezahlen m&#252;ssen.</p>
<p>Bei genauer Auswahl der Patienten kann die Methode eine bis zu 80 %ige Erfolgsquote vorweisen. Einige Patienten, die bis vor kurzem noch einer Operation zugef&#252;hrt werden mussten, kommen so um das chirurgische Messer herum. Anwendung sollte das Verfahren jedoch nur dann finden, wenn die &#252;bliche konservative Therapie ausgesch&#246;pft ist, zumal Langzeitergebnisse fehlen.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: Bei ausgesuchten Patienten kann die Sto&#223;wellentherapie eine Alternative zur operativen Behandlung darstellen, das Verfahren sollte jedoch nicht kritiklos und fr&#252;hzeitig als neue Methode der Wahl missverstanden werden.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-617" title="wallny1" src="/wp-content/uploads/2009/03/wallny1.jpg" alt="wallny1" width="129" height="199" /> <img class="aligncenter size-full wp-image-618" title="wallny2" src="/wp-content/uploads/2009/03/wallny2.jpg" alt="wallny2" width="298" height="199" /></p>
<p>Foto 1: Behandlung eines Tennisarmes: Links im Bild mit Kontakt zum Ellenbogen der Patientin das sogenannte Obertischmodul, in das neben der Sto&#223;wellenquelle ein diagnostisches Ultraschallger&#228;t integriert ist. Dessen Bild wird auf dem Monitor (rechts im Bild, Foto 2) sichtbar und l&#228;sst eine &#220;berpr&#252;fung der Einstellung zu.</p>
<h4>Referenzen</h4>
<ul>
<li> zur Schulter: Loew, M et al. (1995) Treatment of calcifying tendinitis of rotator cuff by extracorporal shock waves. J Shoulder Elbow Surg, 4:101-106.</li>
<li>zur Schulter: Rompe, J et al. (1995) Extracorporal shock wave therapy for calcifying tendinitis of the shoulder. 321, 196-201.</li>
<li>zum Ellenbogen: Rompe, J et al. (1996) Low-energy extracorporal shock wave therapy for persistent tennis elbow. Intern Orthop, 20:23-27.</li>
<li>zum Fersenspron: Rompe, J et al. (1996) Low-energy extracorporal shockwave therapy for painful heel. Arch Orthop Trauma Surg, 115.75-79.</li>
<li>Pseudarthrose: Valchanou, VD et al. (1991) High energy shock waves in the treatment of delayed and nonunion of fractures. International Orthop, 15:181-184.</li>
<li>&#220;bersicht: Rompe, J et al (1997) Extracorporale Sto&#223;wellentherapie: Experimentelle Grundlagen, Klinische Anwendungen. Orthop&#228;de, 26, 215-228.</li>
</ul>
<p>Dr. med. Th. Wallny, Facharzt f&#252;r Orthop&#228;die, Oberarzt Orthop&#228;dische Uniklinik Bonn</p>

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