Deutsches Medizin-Netz http://www.medizin-netz.de Medizinischer Informationsdienst Tue, 27 Dec 2011 08:52:46 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.1.2 Treppenlifte: Mobilität in den Wänden http://www.medizin-netz.de/specials/treppenlifte-mobilitaet-in-den-waenden/ http://www.medizin-netz.de/specials/treppenlifte-mobilitaet-in-den-waenden/#comments Thu, 08 Dec 2011 16:12:27 +0000 Medizin-Netz http://www.medizin-netz.de/?p=2362
Treppenlifte von Lifta

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Noch nie waren die Deutschen so glücklich wie heute. Zu diesem Ergebnis kommt der im September vorgestellte „Glücksatlas 2011“. Gemeinsam mit Forschern der Uni Freiburg hat das Institut für Demoskopie Allensbach auch herausgefunden, welche Altersgruppen sich am zufriedensten fühlen: Neben den 20- bis 30-Jährigen weisen die Deutschen ab dem 60. Lebensjahr die höchsten Glücks-Werte auf.

Als wichtigste Gründe für das Glück im Alter nennt die Studie Gesundheit und Geselligkeit. Ein entscheidender Faktor für das Glück der sogenannten Best Ager ist auch die Zufriedenheit mit dem eigenen Zuhause.

Entscheidend hierbei ist die seniorengerechte und barrierefreie Gestaltung der Wohnung oder des Hauses. Auch wenn die meisten Immobilien bei der Errichtung nicht altersgerecht konzipiert wurden, lassen sich die eigenen vier Wände leicht und ohne großen Aufwand an die Bedürfnisse des zunehmenden Alters anpassen.

Neben guter Beleuchtung, rutschfesten Bodenbelägen und einem bodengleichen Duscheingang muss vor allem für die Treppe eine barrierefreie Lösung gefunden werden. Eine komfortable und sichere Alternative zum täglichen Überwinden der Stufen sind Treppenlifte. Mit den modernen Liftsystemen lässt sich nahezu jede noch so verwinkelte Treppenanlage überwinden.

 

Treppenlifte von Lifta

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Für Menschen, die sich selbständig zu Hause bewegen können, aber Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben, ist ein Sitzlift meistens die optimale Lösung. Rollstuhlfahrer sind mit einem Plattformlift oder Hublift besser beraten. Neben den verschiedenen Treppenlift-Arten haben bieten gute Liftanbieter auch zahlreiche Ausstattungsvarianten, so dass sich die modernen Lifte auch optisch an den individuellen Einrichtungsstil geschmackvoll und dezent anpassen lassen. Die in der Regel zuverlässigen und technisch robusten Treppenlifter sind zudem für den Innen- und Außenbereich erhältlich.

Dass ein Treppenlift für immer mehr Menschen zu einem ganz normalen – und oftmals unverzichtbaren – Einrichtungsgegenstand werden, beweist die steigende Zahl der Nutzer. So hat allein Marktführer Lifta bis zum heutigen Tag mehr als 80.000 Sitz-, Hub-, Plattform- oder andere Treppenlifte in diversen Ausstattungen aufgestellt.

Weil das eigene Zuhause für das Glück mit zunehmendem Alter eine große Rolle spielt, sollte man sich also rechtzeitig Gedanken über barrierefreies Wohnen machen. Denn laut der Zeiterhebungsstudie Gerostat verbringt ein 60-Jähriger fast vier Mal so viel Zeit zu Hause wie ein 30-Jähriger.

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Konzentrationsschwäche – Wie sie entsteht http://www.medizin-netz.de/news/konzentrationsschwache-wie-sie-entsteht/ http://www.medizin-netz.de/news/konzentrationsschwache-wie-sie-entsteht/#comments Tue, 21 Jun 2011 08:12:17 +0000 marketing http://www.medizin-netz.de/?p=2342

Wenn für die Großen die Sommerferien zu Ende gehen, steht den Kleinen ein großes Ereignis bevor: Die Einschulung! Es ist ein Fest für die ganze Familie und nicht nur die Kinder fiebern diesem Ereignis und der Schulzeit entgegen. Auch für die Eltern der ABC-Schützen beginnt mit der Einschulung ein neuer Lebensabschnitt, der zwar spannend ist, aber auch Ungewissheit mit sich bringt.
Eine gewisse Erwartungshaltung haben wohl alle Eltern. Wird diese allerdings enttäuscht, in Form von schlechten Noten oder Meldungen über störendes Verhalten, werden viele schnell unsicher und suchen nach den Gründen für die schlechte Leistung.

    Schlechte Noten durch schlechte Konzentration
    Schlechte Noten bedeuten nicht immer, dass das Kind nicht intelligent genug ist oder den Lernstoff nicht versteht. Viel häufiger liegt das Problem darin, dass sich die Kinder nicht konzentrieren können.
    Gerade mit der Einschulung beginnt für sie ein ganz neues Leben. Vorbei die Zeit der Unbekümmertheit im Kindergarten. Nun müssen sie sich über mehrere Stunden hinweg konzentrieren und lernen.
    Doch dies fällt manchen Kindern schwer. Sie sind unkonzentriert. Ihnen gelingt es nicht ihre Aufmerksamkeit auf eine Aufgabe oder ein Thema zu fokussieren.
    In der Schule wird die Konzentrationsschwäche meist durch verschiedene Faktoren ausgelöst. Zum einen liegt es am Schüler selbst. Aber auch der Lehrer kann unter Umständen verantwortlich dafür sein, dass es manchen seiner Schützlingen an Konzentration fehlt.
    Interessante Unterrichtsgestaltung vermeidet Langeweile und Unterforderung des Einzelnen. Dies sind Hauptfaktoren, die eine Konzentrationsschwäche begünstigen. Manche Schüler haben einen Bewegungsdrang, der sich meist in den Situationen äußert, in denen sie zu völliger Konzentration gezwungen sind. Leider ist es heutzutage immer häufiger der Fall, dass sich Kinder nicht mehr viel bewegen. Sie werden zur Schule gefahren, am Nachmittag abgeholt, sitzen dann vor dem Computer, dem Fernseher oder der Spielkonsole und finden keinen körperlichen Ausgleich zum Stress des Schulalltags.Diesen Ausgleich brauchen Kinder aber genauso, wie Erwachsene, die sich von ihrem Job ablenken und damit auch stückweise erholen müssen.

    Unruhe statt Konzentration
    Die Folge ist eine Art innerliche Unruhe. Die Schüler werden hibbelig und ungeduldig, rutschen nervös auf ihren Stühlen hin und her, fangen an zu quatschen, und verfolgen das Unterrichtsgeschehen nur partiell. Sie können sich nicht auf den Inhalt des Unterrichts oder ihre Aufgaben konzentrieren. Einer Konzentrationsschwäche sind damit Tür und Tor geöffnet.
    Dem entgegenzuwirken ist Aufgabe des Lehrers. Die Unterrichtsplanung stellt dabei einen ganz wesentlichen Faktor dar. Im Idealfall weiß der Lehrer genau, wie der Unterricht aussehen und ablaufen soll. Im schlechtesten Fall allerdings besitzt er kein Konzept, springt von einem Thema zum nächsten oder lehrt gar eine Problematik, die bereits in der Woche zuvor Gegenstand des Unterrichts war.
    Konzeptlosigkeit wirkt unorganisiert und erschwert es dem Schüler, dem Unterricht dauerhaft zu folgen. Er kann sich nur schwer auf den eigentlichen Inhalt konzentrieren.
    Neben einem Konzept sollte ein Lehrer auch darauf achten, seinen Unterricht so zu gestalten, dass es für die Schüler interessant ist. Statt Frontalunterricht oder ständige Gruppenarbeit sollte auf kreatives Miteinander zwischen Schülern und Lehrern und die Initiativbereitschaft der Schüler gesetzt werden. Nur wer aktiv gefordert wird, ist bereit sich zu beteiligen.

      Der Konzentrationsschwäche aktiv entgegen wirken
      Maßgeblich gegen eine Konzentrationsschwäche und für eine gefestigte Konzentration sind drei Faktoren:
      Zum einen wirkt die geistige und körperliche Fitness konzentrationsfördernd. Nur wer nicht müde oder ausgelaugt ist, kann sich in den wichtigen Situationen auf das Wesentliche konzentrieren, wird nicht von innerlichen Einflüssen abgelenkt und beugt so der Konzentrationsschwäche entgegen. Das schafft einen klaren Kopf und freie Gedanken, was ebenfalls Voraussetzung für optimale Konzentrationsfähigkeit ist.
      Genauso wie der Lehrer sollte auch jeder Schüler seine Arbeit genau organisieren. Chaos wirkt in den meisten Fällen hinderlich und bewirkt immer wieder, dass ungeliebte Aufgaben weiter nach hinten geschoben werden. Das betrifft auch die Hausaufgaben. Besser: Gestalten Sie mit Ihrem Kind einen Plan, welche Aufgaben wann erledigt sein müssen und kontrollieren Sie in angemessener Weise, inwieweit der Plan erfüllt wird. Organisiertes Arbeiten wirkt positiv auf die Konzentration, da man sich bewusst wird, welche Aufgaben wann anstehen und wie viel Arbeit zu erledigen ist. So wird es leichter, sich auf das zu konzentrieren, was vor einem liegt, anstatt ständig darüber nachdenken zu müssen, was man in keinem Fall vergessen darf. Das führt zu Unruhe, stört die Aufmerksamkeit und begünstigt eine Konzentrationsschwäche.

      Tipp: Mehr Informationen zur Konzentration und Konzentrationsschwäche finden Sie im Infocenter Konzentration auf imedo.de!

      ]]> http://www.medizin-netz.de/news/konzentrationsschwache-wie-sie-entsteht/feed/ 0 Mythos widerlegt: Die Pille macht nicht dick http://www.medizin-netz.de/news/mythos-widerlegt-die-pille-macht-nicht-dick-2/ http://www.medizin-netz.de/news/mythos-widerlegt-die-pille-macht-nicht-dick-2/#comments Fri, 20 May 2011 10:00:30 +0000 marketing http://www.medizin-netz.de/?p=2337

      Auf die Antibaby-Pille verzichten aus Angst an Gewicht zuzunehmen – Viele Frauen lehnen aufgrund dieser landläufigen Meinung eine Einnahme der Pille zur Verhütung kategorisch ab und gehen damit ein unnötiges Risiko ein ungewollt schwanger zu werden.
      Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) stellt klar: ein Zusammenhang zwischen der Einnahme der Antibabypille und einer Gewichtszunahme kann nicht nachhaltig nachgewiesen werden.

      Zwischen der Antibaby-Pille und einer Gewichtszunahme besteht keine Verbindung

        “Studien, die systematisch untersucht haben, was passiert, wenn Frauen die ‘Pille’ nehmen, haben keine entscheidende Verbindung zwischen hormoneller Verhütung und Gewichtszunahme nachgewiesen”, sagt Prof. Dr. med. Peter Sawicki, Leiter des IQWiG. “Viele Frauen nehmen an Gewicht zu, wenn sie älter werden, ob sie nun die ‘Pille’ nehmen oder nicht. Die Auswahl an Verhütungsmöglichkeiten zu begrenzen, wird Frauen nicht helfen, ihr Gewicht unter Kontrolle zu halten.”
        Die Krux mit dem Gewicht ist für viele Frauen alltäglich. Ständige Gewichtskontrolle und das Vermeiden all’ jener Faktoren, die das Idealgewicht gefährden können, kann unter Umständen sogar gefährlich werden. Schlank ist nicht immer auch gesund und gerade im Hinblick auf die Verhütung erscheint ein Irrglaube, der so weitreichende Folgen hat, besonders bedenklich.

        Regelmäßigkeit bringt Schutz

          Die Pille macht nicht dick! Um effektiv vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen muss sie regelmäßig eingenommen werden. Das Gleiche gilt auch für andere Medikamente, deren Verabreichung erst dann wirksam sein kann, wenn sie wie vom Arzt verschrieben, eingenommen werden. So rät die Bundesapothekerkammer in Berlin Patienten, die an Bluthochdruck leiden, dringend darauf zu achten, dass die blutdrucksenkenden Mittel regelmäßig eingenommen werden. Ansonsten könne der Erfolg der Behandlung nicht gewährleistet werden.

          Mit der imedo- Medikamentenerinnerung gehen Sie dem Vergessen aus dem Weg. Sie informiert kostenlos und zuverlässig per SMS auch wenn es an der Zeit ist eine neue Packung zu besorgen- Tag für Tag! Und das völlig unkompliziert: kostenlosen Account auf imedo.de anlegen, Handynummer, Dosis, Uhrzeit und Packungsgröße eingeben und die Erinnerungsfunktion aktivieren. So einfach – so verlässlich. Lassen Sie sich erinnern!
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          Über imedo.de

          Das Gesundheitsportal imedo.de vereint Arztsuche, Gesundheitsgemeinschaft, Infocenter und Medizinlexikon. Die Artsuche des Testsiegers unter den Online-Gesundheitsdiensten (ComputerBild, Heft 11/2010, Note 3,3) ist bei über 80 namhaften Portalen eingebunden. So finden Nutzer dank Patientenempfehlungen, Arzt-Videos und Praxisprofilen schnell und unkompliziert den richtigen Arzt.

          (MT, Redaktion imedo)

          ]]> http://www.medizin-netz.de/news/mythos-widerlegt-die-pille-macht-nicht-dick-2/feed/ 0 Übergewicht und Depression – zwei Volksleiden, eine Lösung http://www.medizin-netz.de/news/ubergewicht-und-depression-zwei-volksleiden-eine-losung/ http://www.medizin-netz.de/news/ubergewicht-und-depression-zwei-volksleiden-eine-losung/#comments Thu, 31 Mar 2011 10:28:03 +0000 marketing http://www.medizin-netz.de/?p=2320

          Ein faszinierendes Gespräch über Diäten, Stress und den Königsweg mit dem renommierten Hirnforscher und Buchautor („Das egoistische Gehirn“): Professor Achim Peters

          imedo:Lieber Herr Professor Peters, zuerst einmal vielen Dank für diese Theorie. Und nun natürlich die spannende Frage: Warum unterdrückt unser Gehirn den Körper?
          Professor Peters: Dieses Verhalten sichert unser Überleben in schlechten Zeiten. In einer Hungersnot, in Kriegszeiten oder bei Naturkatastrophen ist das Gehirn das einzige Organ, das nicht an Gewicht abnimmt. Während zum Beispiel Herz, Milz, Leber oder Niere bis zu 40% Gewicht einbüßen, verliert das Gehirn gerade mal 2% oder gar nichts. Das Gehirn spart also am Körper und teilt sich die nötige Portion zu, indem es das Stresssystem aktiviert. Ganz schön egoistisch von unserem Gehirn – und überlebenssichernd! Denn gerade in schlechten Zeiten brauchen wir den besten Verstand, um Probleme zu lösen. Würden wir in diesen Situationen im Kopf auf Sparflamme kochen, wären wir schnell weg. Das ist übrigens ein uralter Mechanismus, auch bei Tieren.

          imedo: Sie erwähnten, das “Stresssystem” würde aktiviert – wie funktioniert das genau?
          Professor Peters: Jeder, der mal eine wichtige Prüfung hatte, einen Wettkampf oder großen Streit, weiß, wie es sich anfühlt, wenn das Stresssystem aktiviert wird: Das Herz beginnt zu schlagen, das Adrenalin steigt und das Gehirn will mit Energie versorgt werden. Um diese Aufgabe zu erfüllen, wird bei einem starken Stresssystem Energie aus den Körperdepots in das Gehirn geschafft. Diese Menschen sind vor Übergewicht geschützt, man kann sie einfach nicht mästen.

          imedo: Sie sagen, Menschen mit einem starken Stresssystem können gar nicht dick werden. Wer also früher gertenschlank war und jetzt sein Gewicht kaum halten kann, ist nicht faul, undiszipliniert oder übermäßig gefräßig, sondern hat es mit einem veränderten Stresssystem zu tun?
          Professor Peters: Ja, das ist das Problem. Meist kommen wir mit einem starken Stresssystem auf die Welt, wir sind schlank und geschützt. Dann läuft etwas schief, das Stresssystem wird schwächer und schließlich werden wir übergewichtig. Denn wenn das Stresssystem schlecht arbeitet, das Gehirn also nicht ausreichend aus den körpereigenen Depots versorgt wird, schaltet es auf Notfallplan und der lautet: mehr Essen. So wird die nötige Energie aus der Umwelt in Form von Nahrung zugeführt. Zuviel dieser Energie staut sich im Körper und lässt uns dick werden. Chronischer Stress, oder besser gesagt die Anpassung an chronischen Stress, ist wahrscheinlich die Nummer 1 unter den wahren Ursachen von Übergewicht und eben nicht das Nahrungsangebot!

          imedo: Was ist chronischer Stress?
          Professor Peters: Zwei Beispiele zur Verdeutlichung: Die alleinerziehende Mutter in finanzieller Not, die sich jeden Tag aufs Neue und jahrelang Sorgen macht, leidet unter chronischem Stress. Oder auch der Arbeitnehmer, der ständig Angst um seinen Arbeitsplatz hat und täglich die schlechte Stimmung im Büro aushalten muss. Dagegen löst ein Strafzettel wegen Parkzeitüberschreitung keinen chronischen Stress aus.

          imedo: Welche Auswirkungen hat chronischer Stress auf den Körper?
          Professor Peters: Es gibt zwei Typen. Typ A, zum Beispiel ein Schauspieler, hat bei seinem ersten Auftritt wahnsinniges Lampenfieber, auch beim 2. Mal und nach 50 Jahren immer noch. Diese Typen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie das Stresssystem immer wieder aufs Neue hoch fahren. Das ist natürlich extrem unangenehm, denn ein hochgefahrenes Stresssystem drückt auf die Stimmung. Zum anderen sorgt dieses starke Stresssystem dafür, dass das Gehirn aus den Körperdepots versorgt wird. Die Folge: Dieser Typ nimmt ab und kann im Extremfall magersüchtig werden. Ist das Stresssystem über zu lange Zeit auf hohem Niveau, kommt es im Allgemeinen zu einer Depression. Zusammenfassend ist Typ A also ein Wenigesser, der bei chronischem Stress an Gewicht abnimmt und langfristig depressiv wird.

          imedo: Und Typ B ist dann der glückliche, aber übergewichtige “Frustesser?”
          Professor Peters: Zumindest bleibt die Stimmung gut! Denn Typ B ist nicht wie der Schauspieler, der immer aufs Neue mit starkem Lampenfieber kämpft, also das Stresssystem immer wieder aufs Neue hoch fährt (und damit automatisch schlechte Stimmung bekommt). Sein Stresssystem passt sich an: Beim 3. Auftritt ist Typ B schon weniger nervös, nach 50 Jahren fast gar nicht mehr. Bleibt aber die Frage: Wie wird das Gehirn dieses Typen versorgt, wo kommt die Energie her, wenn das Stresssystem heruntergefahren ist? Er isst mehr – so wirddie Hirnversorgung im Dauerstress gesichert – aber die Energie staut sich im Körper. Wir nennen das Habituation, die Anpassung des Stresssystems. Und die macht diesen Typen dick.

          imedo: Stress macht uns also entweder dick oder traurig – trübe Aussichten!
          Professor Peters: Das ist es genau! Wenn wir chronischen Stress über Jahre haben, ergeben sich diese beiden Alternativen. Wobei dick besser ist, denn Depression ist wirklich eine schlimme Erkrankung. Insofern hat “Dick sein” einen gewissen Vorteil. Wer sich nämlich satt ißt, macht es aus Sicht der Hirnforschung richtig, weil mehr Essen (das Hungersignal) eine ausgeklügelte Notlösung des Gehirns ist. Gar nicht so dumm! Und andere Lösungen sind denkbar schlechter.

          imedo: Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma?
          Professor Peters: Ja, den gibt es: Spüren Sie die Ursache chronischen Stresses auf. Zwei Schritte helfen dabei: 1. Entwickeln Sie Strategien, wie Sie die Stress-Ursache loswerden können. 2. Lernen Sie, besser mit Stress umzugehen. Ein Beispiel: Sie werden am Arbeitsplatz gemobbt. Die kausale Lösung des Problems wäre, zu kündigen. Die Belastung wäre weg, das Stresssystem würde wieder abfallen, Schluss mit dem Dilemma dick oder traurig. Aber oft ist das nicht so einfach, deshalb muss man lernen, damit zu leben: Durch das Erlernen von besseren Bewältigungsstrategien, Konfliktlösungsstrategien oder psychotherapeutische Techniken, zum Beispiel beim Psychologen. Wie man das macht, ist im Buch sehr ausführlich beschrieben, ich nenne es “Gefühle als Wegweiser”.

          imedo: Und wie funktioniert das?
          Professor Peters: Die Formel besteht aus drei Punkten: Wie fühle ich mich? Was brauche ich? Bitte gib mir doch. Ich will das an einem Beispiel verdeutlichen: Jemand fühlt sich schlecht. Doch was heißt das, wie fühlt er wirklich? Fühlt er sich schuldig, traurig, wütend oder einsam? Also hört die Person in sich hinein und gesteht sich ein, sie fühlt sich schlecht, weil sie einsam ist. Und so weiß sie, was sie braucht: Mitmenschen. Jemand, mit dem sie in Kontakt treten kann und reden kann. Folgerichtiges Handeln wäre also, einen Freund anzurufen und eine Verabredung zu treffen. Negatives wird somit sofort durch das Positive ersetzt, auch wenn die Verabredung erst in drei Tagen ist. Der Stress geht weg, man fühlt sich gemocht und wertgeschätzt. Man kann das schlechte Gefühl natürlich auch wegessen, das nutzt aber nichts.

          imedo: Was empfehlen Sie Übergewichtigen?
          Professor Peters: Ich sehe da drei Stufen. Die erste ist die Befreiung von Schuld, als zweite Akzeptanz und zum dritten der Königsweg. Noch einmal zur ersten: Die Befreiung von Schuld ist mir ein großes Anliegen. Wir haben Riesenprobleme heute, weil Übergewichtige stark stigmatisiert sind. Sätze wie “der isst zu viel, weil er sich nicht zurückhalten kann” sind aus heutiger Sicht der Hirnforschung überhaupt nicht mehr gerechtfertigt. Auch wenn die Körperdepots voll sind, hat das Gehirn trotzdem einen echten Energiebedarf, der muss gedeckt werden. Zum zweiten: Akzeptanz des Übergewichts bedeutet “esse so viel, bis du satt bist. Akzeptiere das, freue dich über die gute Stimmung. Du musst nicht verkrampft sein, denn du weißt aus Stufe Nummer 1, du bist nicht schuld.” Und nun zur dritten Stufe, dem Königsweg. Er ist steinig, aber funktioniert, das zeigen Studien. Der Königsweg zielt darauf ab, Faktoren, die das Stresssystem stören, abzuschalten und das Stresssystem wieder aktiv zu stärken.

          imedo: Welche Faktoren sind das, können Sie Beispiele nennen?
          Professor Peters: Kalorischer Süßstoff ist ein klassisches Beispiel. Er kündigt dem Gehirn an, dass Glukose kommt. Also stellt das Gehirn die Stoffwechselwege ein und freut sich auf die frische Energie. Es kommt aber keine Energie an, sondern nur Chemie. Das Gehirn ist enttäuscht und wenn dies ein paar Mal hintereinander passiert ist, wechselt es die Strategie. Es achtet nicht mehr auf Süßes und geht lieber auf Nummer sicher, indem es von Beginn an mehr bestellt. Somit werden Menschen, die durch Süßstoff getäuscht werden, dick.

          imedo: Also Süßstoff verbannen und alles wird gut?
          Professor Peters: Zumindest ist der Verzicht auf Süßstoff ein einfacher und wichtiger Schritt. Allerdings gibt es noch andere Stoffe, die unser Stresssystem hemmen, Alkohol zum Beispiel oder Medikamente wie Betablocker, Psychopharmaka. Hier ist es nicht ganz so leicht mit dem Weglassen. Bei Kindern kommt auf der psychologischen Ebene noch die Werbung dazu: In einer Studie durften Kinder Snacks knabbern und dabei fernsehen. Eine Gruppe sah Nahrungsmittel-Werbung(Food-Ads), die andere nicht. Kinder mit Food-Ads aßen 45% mehr Knabberzeug. Das zeigt, welche Kraft Werbesignale gerade auf unsere Jüngsten haben: Sie hemmen das Stresssystem.

          imedo: Ihre Empfehlung?
          Professor Peters: Kinder liegen mir besonders am Herzen, deshalb bin ich für ein Nahrungsmittel-Werbeverbot für Kinder. Die Waffen der Werbeindustrie sind scharf geschliffen, deshalb müssen wir unsere Kinder schützen und ihr Stresssystem stark halten.

          imedo: Aber immer mehr Kinder sind übergewichtig. Lässt sich dieser Trend überhaupt noch stoppen?
          Professor Peters: Wenn wir diese Epidemie anhalten wollen – die Welle bewegt sich mit rasender Geschwindigkeit – müssen Kinder, die heute geboren werden, schlank bleiben. Nur dann kann die Welle gestoppt werden. Für uns heißt das: Wir müssen aufpassen, dass unsere Kinder geschützt werden.

          imedo: Und zum Abschluss aus purer Neugierde: Haben Sie schon einmal eine Diät gemacht?
          Professor Peters: (lacht) Nein, das brauche ich nicht. Ich bin schlank und hatte Glück, dass ich mit einem starken Stresssystem geboren worden bin. Außerdem treibe ich viel Sport, dadurch wird das Stresssystem trainiert. Und ich verzichte seit Jahren auf Alkohol. Das war eine der besten Entscheidungen, die ich treffen konnte. Es ist natürlich nicht leicht, denn Alkohol ist ja auch in einem sozialen Kontext zu sehen, doch ich fand es trotzdem toll. Es wirkt sich positiv auf das Stresssystem aus und man nimmt noch feinere Gefühlsnuancen wahr.

          imedo: Ihr Tipp für alle, die für die Sommerfigur noch einige Pfunde loswerden wollen?
          Professor Peters: Essen Sie sich satt, dann ist die Stimmung gut. Lassen Sie alles weg, was die Stimmung stört (Alkohol zum Beispiel) und lesen Sie in meinem Buch den Königsweg nach. Dann profitieren Sie in der Badesaison 2012!

          Vielen Dank für das tolle Gespräch!

          Das Gespräch führte Marion Schmitt, Pressesprecherin des Gesundheitsportals imedo.de.

          Das Buch zum Interview:
          Achim Peters: Das egoistische Gehirn. Warum unser Kopf Diäten sabotiert und gegen den eigenen Körper kämpft; Ullstein-Verlag, 336 Seiten, 19,99 Euro.

          Über Professor Achim Peters:
          Jahrgang 1957, ist Hirnforscher, Internist und Diabetologe. Er entwickelte die Selfish-Brain-Theorie und leitet die seit 2004 bestehende und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte klinische Forschergruppe „Selfish Brain: Gehirnglukose und metabolisches Syndrom“ an der Universität Lübeck.

          Tipp:
          Tauschen Sie sich mit anderen in der imedo-Gruppe “Übergewicht und Depression: Ist das Gehirn schuld?” aus und unterstützen Sie andere Betroffene durch einen Erfahrungsbericht zum Thema Diäten, Stress- oder Frustesser und Übergewicht. Unter allen Einsendern verlost imedo drei Exemplare von Prof. Peters erfolgreichen Buch “Das egoistische Gehirn”.

          Hier geht´s zur Gruppe

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          Reflux – brennende Schmerzen http://www.medizin-netz.de/krankheiten/reflux-brennende-schmerzen/ http://www.medizin-netz.de/krankheiten/reflux-brennende-schmerzen/#comments Thu, 10 Mar 2011 10:33:18 +0000 marketing http://www.medizin-netz.de/?p=2310

          Reflux – was heißt das?
          Unter einem Reflux verstehen die Mediziner die krankhaften Rückflüsse von einem Hohlorgan in ein anderes. Hauptsächlich bezieht sich der Begriff Reflux jedoch auf das Zurückfließen von Magensäure in die Speiseröhre (Refluxösophagitis). Dieser – wohl mit Abstand häufigste – Reflux löst Sodbrennen aus.

          Um Nahrung verdauen und Keime abtöten zu können, handelt es sich beim Magensaft um eine sehr aggressive Säure. Der Magen selbst ist durch eine Schutzschicht vor der Säure geschützt. Tritt jedoch bei einem Reflux die Säure in die Speiseröhre, so trifft sie dort auf ungeschützte Schleimhaut und dies führt zu Verletzungen und damit zu brennenden Schmerzen.

          Die häufigsten Reflux Symptome
          Das für einen Reflux typische Brennen im Hals und Oberbauch tritt meistens zwei Stunden nach den Mahlzeiten auf. Dies liegt daran, dass beim Essen die Magensäure sozusagen verdünnt und gebunden wird. Ist die Nahrung aber verdaut, steigt die Konzentration der Magensäure wieder an und trifft in dieser Form auf die schutzlose Schleimhaut der Speiseröhre. Ein brennender Schmerz, der je nach Aufsteigen der Magensäure bis zur Kehle ausgedehnt sein kann, ist die Folge. Wenn der Reflux besonders ausgeprägt ist – die Magensäure somit bis in den Hals aufsteigt – kann es auch zu saurem Aufstoßen kommen.

          Häufig treten Reflux-Symptome auch in der Nacht auf. Im Liegen kann die Magensäure leichter aufsteigen. Die Bewegung der Speiseröhre ist beeinträchtigt und durch die verminderte Muskelspannung ist der Schließmuskel zur Speiseröhre in seiner Funktion beeinträchtigt.

          Symptome, die nicht sofort mit einem Reflux in Verbindung gebracht werden, sind Heiserkeit und Husten. Wenn der Magensaft nicht nur in die Speiseröhre, sondern auch in kleinsten Mengen in die Luftröhre kommt, führt dies zu Atemwegsentzündungen. Die Folge sind Husten, Heiserkeit oder auch eine chronische Bronchitis. Deshalb sollten Sie bei einem langanhaltendem Husten immer auch an Magenbeschwerden als mögliche Ursache denken.

          Ursachen für einen Reflux
          Vor allem nach üppigen und fettigen Mahlzeiten werden wir häufig mit Sodbrennen bestraft. Wird das Essen auch noch in aller Hast hinunter geschlungen, so kommen zwei Ursachen für den Reflux zusammen. Gerade bei reichhaltigem Essen wird vermehrt Magensäure produziert. Da dies auch bei Stress der Fall ist, kommt es beim Zusammentreffen beider Situationen zu einer Überproduktion von Magensaft. Stark gewürztes Essen, Schokolade oder Fruchtsäfte können ebenfalls Sodbrennen hervorrufen. Aber auch der Genuss von Kaffee, Alkohol und Nikotin sollte vermieden werden, da er einen Reflux begünstigt. Nicht zuletzt spielt das eigene Gewicht eine Rolle. So drückt bei Übergewichtigen oder Schwangeren die Körpermasse auf den Magen und begünstigt so das Auftreten eines Reflux.

          Reflux – der Beginn eines Magengeschwürs?
          Ein dauerhaft auftretender Reflux kann zu einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) führen. Diese klingt in der Regel schnell und problemlos ab, sobald wir unsere Essgewohnheiten gesünder gestalten. Doch häufig halten wir die Kostumstellung nur so lange durch, wie die Beschwerden andauern. Kommt es dann wiederholt zu Sodbrennen oder hält der Reflux über lange Zeit an, so kann sich ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) entwickeln. Da ein Magengeschwür auch bösartig werden und ein Reflux auch Ursache für ein Speiseröhrenkarzinom sein kann, sollten Sie dauerndes Sodbrennen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Bei Sodbrennen, das häufiger als zwei Mal in der Woche auftritt oder mit blutigem Erbrechen, schwarzem Stuhlgang, Gewichtsverlust oder extremer Müdigkeit einhergeht, sollten Sie daher unbedingt einen Arzt aufsuchen.

          Hilfe gegen das Brennen im Hals
          Um dem gelegentlichen Reflux entgegen zu wirken, versuchen Sie am besten, die Ursachen für das Sodbrennen auszuschalten. Lassen Sie sich Zeit beim Essen, kauen Sie gründlich und nehmen Sie lieber viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt ein. Achten Sie auf eine mäßig gewürzte und nicht zu fettige Ernährung. Reduzieren Sie gegebenenfalls die Menge der Speisen. Den Reflux in der Nacht können Sie vermeiden, indem Sie das Kopfteil Ihres Bettes hochstellen.

          Außerdem können Sie sich in der Apotheke Medikamente zur Neutralisierung der Magensäure besorgen. Diese sogenannten Antazida werden auch rezeptfrei angeboten.

          Möchten Sie mehr über Reflux und Sodbrennen erfahren? Dann haben wir einen Tipp für Sie: tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen in der Selbsthilfegruppe Sodbrennen bei imedo.de aus oder schauen Sie im Infocenter Sodbrennen vorbei.

          CS

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          Nackenschmerzen – die Last des Alltags http://www.medizin-netz.de/news/nackenschmerzen-die-last-des-alltags/ http://www.medizin-netz.de/news/nackenschmerzen-die-last-des-alltags/#comments Fri, 04 Mar 2011 11:48:25 +0000 marketing http://www.medizin-netz.de/?p=2306

          Nackenschmerzen hatte wahrscheinlich jeder Erwachsene schon mal in seinem Leben. Sie fühlen sich an wie ein schlimmer Muskelkater der bis in die Arme ausstrahlen kann. Der Hals ist steif und der Kopf lässt sich kaum drehen. Die Schmerzen veranlassen uns dann, den Kopf ganz still zu halten und uns so wenig wie möglich zu bewegen. Doch das ist, laut neuesten Erkenntnissen genau das, was wir nicht tun sollten.

          Ursachen für Nackenschmerzen
          Hauptsächlich resultieren Nackenschmerzen aus Verspannungen der Hals- und Schultermuskulatur, die durch angestrengtes Sitzen vor dem Rechner oder lange Autofahrten entstanden sind. Sie können aber auch durch Zugluft verursacht werden. Sogar seelische Probleme können dazu führen, dass sich die Nackenmuskulatur verkrampft. Neben diesen Hürden des Alltags kommen aber auch organische Krankheiten als Grund für die Nackenschmerzen in Frage. So können entzündliche Erkrankungen wie Polymyalia (zu deutsch: Vielmuskelschmerz) oder Morbus Bechterew (Entzündung der Wirbelgelenke, die zu Verknöcherung führen können) ebenso Nackenschmerzen verursachen, wie ein bestehende Osteoporose (Knochenschwund) oder eine Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung). In sehr seltenen Fällen können Nackenschmerzen auch auf eine Hirnhautentzündung hinweisen. Bei dieser ernsten und – ohne ärztliche Behandlung – lebensbedrohlichen Krankheit treten aber auch immer weitere Symptome auf. Um sicher zu gehen, dass Ihren Beschwerden keine ersthafte Erkrankung zu Grunde liegt, sollten Sie bei Nackenschmerzen, die schlimmer werden, wenn Sie versuchen, den Kopf auf die Brust zu legen oder die Fieber einhergehen, unbedingt einen Arzt aufsuchen.


          Diagnosemöglichkeiten bei Nackenschmerzen

          Um festzustellen, woher Ihre Nackenschmerzen kommen, wird der Arzt abhängig von den Begleitsymptomen verschiedene Untersuchungen durchführen. So können manuelle Überprüfungen der Beweglichkeit der Muskeln und des Halses Aufschluss über die Ursache der Schmerzen geben. Vermutet der Arzt einen Bandscheibenvorfall als Grund für die Nackenschmerzen, so wird er eine Computertomographie veranlassen. Bei dem Verdacht auf eine Osteoporose oder Skoliose hingegen werden Röntgenuntersuchungen durchgeführt. Kommen Entzündungen als Ursache für die Schmerzen im Nacken in Betracht, so können diese anhand einer Blutuntersuchung festgestellt werden.
          In den allermeisten Fällen sind jedoch die alltäglichen Lasten und Sorgen der Grund für Verspannungen. Und um diese Nackenschmerzen zu lindern, können Sie folgende Hausmittelchen ausprobieren:

          Erste Hilfe bei Nackenschmerzen
          Verspannungen kuriert man am besten mit Massagen, um die Muskulatur wieder zu lockern. Aber auch sportliche Übungen zur Entspannung können hier helfen. Das Vermeiden von Bewegungen um den Nacken zu schonen – was wir übrigens völlig unbewusst und automatisch tun – wird in der Regel nicht von Erfolg gekrönt sein. Das Stillhalten bewirkt nämlich nur neue Verkrampfungen der Muskulatur, die wiederum Nackenschmerzen auslösen. Deshalb versuchen Sie sich so normal wie möglich zu bewegen und so seltsam es auch klingen mag: die Schmerzen einfach zu ignorieren. Hilfreich können dabei Wärmekompressen sein, die man auf den Nacken aufgelegt. Sie entspannen die Muskulatur, lindern den Schmerz und sorgend damit für mehr Bewegungsfreiheit.

          Damit es nicht wieder soweit kommt
          Um nicht nach ein paar Wochen wieder unter Nackenschmerzen zu leiden, sollten Sie möglichst regelmäßig Sport treiben. Das stärkt die Muskulatur. Entspannungsübungen während der Schreibtischarbeit helfen außerdem dabei, sich nicht in einer Position zu verkrampfen. Übungsvorschläge können sie im Netz finden, aber auch in Kursen erlernen, die von Krankenkassen oder Volkshochschulen angeboten werden.

          Möchten Sie mehr zum Thema Rückenschmerzen erfahren? Dann lesen Sie weiter in den Gesundheitsnews oder besuchen Sie das Infocenter Rückenschmerzen auf imedo.de!

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          Bandscheibenvorfall – kein Grund zur Panik http://www.medizin-netz.de/krankheiten/bandscheibenvorfall-kein-grund-zur-panik/ http://www.medizin-netz.de/krankheiten/bandscheibenvorfall-kein-grund-zur-panik/#comments Fri, 04 Mar 2011 11:08:30 +0000 marketing http://www.medizin-netz.de/?p=2303

          Vorweg gesagt: wenn der Rücken schmerzt, muss es sich nicht zwangsläufig um einen Bandscheibenvorfall handeln. Nur ein geringer Prozentsatz aller Patienten, die wegen Rückenschmerzen behandelt werden, haben in der Tat einen Bandscheibenvorfall.
          Hat der Arzt bei Ihnen jedoch einen Bandscheibenvorfall festgestellt, so heißt das nicht automatisch, dass Sie operiert werden müssen. In aller Regel können Sie konservativ – also mit Medikamenten und physiotherapeutischen Anwendungen – behandelt werden.

          Wenn der Stoßdämpfer nicht Stand hält
          Die Bandscheibe ist eine Art Stoßdämpfer aus gallertartiger Substanz zwischen den knöchernen Wirbelkörpern. Ein Faserring begrenzt den gallertartigen Kern und verhindert im Normalfall das Verrutschen der Bandscheibe. Tritt der Kern jedoch aus diesem Bandscheibenfaserring hervor und befindet sich damit nicht mehr vollständig zwischen den Wirbelkörpern, wird dies als Bandscheibenvorfall bezeichnet. Ursache dafür können altersbedingte oder degenerative Veränderungen und mechanische Überbelastungen der Bandscheibe sein, die zu Rissen im Faserring führen. Dadurch kann der Kern herausgequetscht werden. Das hört sich allerdings schlimmer an, als es in den meisten Fällen ist. Der Körper ist nämlich in der Lage sich selbst zu heilen, in dem er die vorgedrängten Anteile des Bandscheibenkerns, die hauptsächlich aus Wasser bestehen, schrittweise abbaut. Die Chancen auf eine Rückbildung des Bandscheibenvorfalls sind also davon abhängig, wie weit der Kern aus seinem Faserring hervorgetreten ist.

          Beschwerden bei einem Bandscheibenvorfall
          Nicht jeder Bandscheibenvorfall macht überhaupt Probleme und wenn Symptome auftreten, so sind diese abhängig von der Lage und dem Schweregrad des Bandscheibenvorfalls.
          Am häufigsten treten Bandscheibenvorfälle im unteren Lendenbereich der Wirbelsäule auf und führen dann zu Schmerzen und Lähmungserscheinungen an den Beinen. Aber auch ein pelziges Gefühl der Haut oder in schweren Fällen eine Inkontinenz (also die Unfähigkeit Wasser oder Stuhl zu halten) können die Folgen eines Bandscheibenvorfall im Lendenbereich sein. Tritt der Vorfall jedoch im Halswirbelbereich auf, so zeigt er sich durch Schulter- und Armschmerzen, die ebenfalls mit Lähmungen oder Taubheitsgefühl – diesmal in den Armen – einhergehen können.

          Wie wird ein Bandscheibenvorfall festgestellt?
          In den meisten Fällen weisen die typischen Beschwerden den Arzt auf einen Bandscheibenvorfall hin. Neben der Befragung wird aber auch immer eine körperliche Untersuchung durchgeführt, um den Stand und das Gangbild, sowie die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu überprüfen. Erhärtet sich der Verdacht, dass ein Bandscheibenvorfall vorliegt, so kann durch eine Computertomographie oder ein MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) die Diagnose bestätigt oder widerlegt werden.

          Behandlung bei einem Bandscheibenvorfall
          Häufig reichen Schonung und die Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten aus, um den Bandscheibenvorfall zu kurieren. In schweren Fällen kann auch eine Ruhigstellung von bis zu sechs Wochen nötig sein. Dabei kann ein Stufenbett vor allem bei Bandscheibenvorfällen im Bereich der Lendenwirbelsäule helfen, während eine Halsmanschette zur Ruhigstellung der Halswirbelsäule eingesetzt wird.
          Physio- und Wärmetherapie können den Heilungsverlauf beschleunigen und Ihre Schmerzen lindern. Die Kosten für Krankengymnastik zur Stärkung der Rückenmuskulatur und Wärmetherapien zur Muskelentspannung übernehmen in der Regel die Krankenkassen.
          Leiden Sie jedoch an Durchblutungsstörungen oder Herzerkrankungen, wie Angina pectoris oder Herzmuskelschwäche, könnte eine Wärmetherapie mehr schaden als nützen. Deshalb sollten Sie Ihren Arzt auf eine solche Vorerkrankung unbedingt hinweisen.
          Um einen schmerzhaften Bandscheibenvorfall erträglicher zu machen, werden Schmerzmittel (zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol) aber auch Mittel gegen Rheuma, wie Diclofenac oder Salben eingesetzt. Verwenden Sie diese Medikamente aber am besten erst nach Absprache mit Ihrem Arzt und nur über einen bestimmten Zeitraum.
          Treten zu den beschriebenen Rückenschmerzen oder Armschmerzen auch neurologische Ausfälle auf, wie die oben erwähnten Inkontinenz-Probleme, so kann eine Operation nötig sein, bei der die Bandscheibe aufgelöst wird. Dies ist aber nur sehr selten der Fall.

          So beugen Sie einem Bandscheibenvorfall vor!
          Um einen erneuten Bandscheibenvorfall zu verhindern, sollten Sie Dauerbelastungen der Bandscheiben, wie zum Beispiel durch langes Sitzen, vermeiden. Kräftigen Sie Ihre Muskulatur, um den Druck auf die Bandscheiben so gering wie möglich zu halten, indem sie Sport treiben und in Bewegung bleiben. Besonders geeignet ist das Schwimmen, da bei diesem Sport kein weiterer Druck auf die Bandscheiben ausgeübt wird. Aber auch Rückenschulen, wie sie häufig von Krankenkassen angeboten werden, sind sehr empfehlenswert. Bevor Sie aber mit dem Sport beginnen, sollten Sie Ihren Arzt fragen, ob Sie nicht unter einem bestimmten Bandscheibenproblem leiden, bei welchem kein Sport getrieben werden darf.
          In jedem Fall ist es aber von Vorteil so oft wie möglich vom Sitzen ins Stehen oder Gehen zu wechseln, um eine einseitige Belastung der Wirbelsäule zu verhindern und die Muskulatur zu stärken. Achten Sie außerdem auf eine gesunde Ernährung, denn ein zu hohes Körpergewicht gilt als Risikofaktor für einen Bandscheibenvorfall.

          Wünschen Sie weitere Informationen zu diesem Thema, dann schauen Sie doch mal im infocenter Rückenschmerzen vorbei. Dort finden Sie ausführliche Informationen auch zum Bandscheibenvorfall. Mehr zum Thema Wärmetherapien finden Sie in den Gesundheitsnews.

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          Über imedo.de

          Das Gesundheitsportal imedo.de vereint Arztsuche, Gesundheitsgemeinschaft, Infocenter und Medizinlexikon. Die Artsuche des Testsiegers unter den Online-Gesundheitsdiensten (ComputerBild, Heft 11/2010, Note 3,3) ist bei über 80 namhaften Portalen eingebunden. So finden Nutzer dank Patientenempfehlungen, Arzt-Videos und Praxisprofilen schnell und unkompliziert den richtigen Arzt.

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          Wärmetherapie – so elementar, so wirksam, so universell http://www.medizin-netz.de/news/waermetherapie-so-elementar-so-wirksam-so-universell/ http://www.medizin-netz.de/news/waermetherapie-so-elementar-so-wirksam-so-universell/#comments Thu, 17 Feb 2011 13:56:54 +0000 marketing http://www.medizin-netz.de/?p=2298

          Die heilende Wirkung von Wärme ist schon sehr lange bekannt. So nutzte man im Altertum heiße Quellen um Schmerzen zu lindern und Verspannungen zu lösen. Der griechische Philosoph und Arzt Hippokrates soll sogar behaupten haben: „Wer Krankheiten nicht mit Medizin heilen kann, soll operieren. Was er nicht operieren kann, soll er mit Wärme heilen. Wer mit Wärme nicht zu heilen ist, dem ist nicht zu helfen.“ (Hippokrates 460-370 v.u.Z.) Heute gehört die Wärmetherapie zu einer der am häufigsten verschriebenen medizinischen Verfahren im Bereich der Physiotherapie.

          Wo Wärme helfen kann

          Hauptsächlich wird die Wärmetherapie bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates eingesetzt. So werden Nackenschmerzen, chronische Rücken- oder Gelenkschmerzen und rheumatische Beschwerden mit Wärme behandelt. Aber auch bei psychosomatischen Erkrankungen oder chronischen Krankheiten der Atemwege findet die Wärmetherapie Anwendung. Bei akuten Entzündungen oder fieberhaften Erkrankungen darf hingegen keine Behandlung mit Wärme erfolgen, da sie die Beschwerden verschlimmern könnte. Leiden Sie an Dyspnoe, Hypotonie oder Herzinsuffizienz sollten Sie vor einer Selbstbehandlung mit Wärme den Rat von einem Arzt einholen.

          So finden Sie die richtige Wärmetherapie

          Je nach Indikation werden verschiedene Wärmetherapien eingesetzt. Lokale Behandlungen mit Wärme sind zum Beispiel bei Nackenschmerzen sehr hilfreich. Durch das Auflegen von erhitzten Trägermaterialien auf die schmerzenden Stellen kann die Wärme direkt vor Ort wirken. Sie können dafür sowohl Fangopackungen als auch Kirschkern- oder Gelkissen verwenden, die Sie zum Beispiel in Apotheken oder Sanitätshäusern kaufen können. Eine lokale Wärmetherapie kann aber auch durch die Erwärmung der betroffenen Körperstellen in einem Wärmekasten oder durch die Bestrahlung mit Infrarotlicht erfolgen. Diese Therapien werden in der Regel von einem Arzt verordnet und von einem Physiotherapeuten durchgeführt.

          Wärmetherapien für den ganzen Körper finden in Form von Wärmebädern oder Saunabesuchen statt. Sie werden häufig bei rheumatischen Beschwerden oder psychosomatischen Erkrankungen verschrieben. Eine spezielle Wärmetherapie stellt das Überwärmungsbad dar, bei dem die Temperatur des Wassers langsam auf 40 Grad Celsius angehoben wird. Der Pulsschlag des Patienten muss hierbei regelmäßig überprüft werden, um einer Überbelastung des Körpers vorzubeugen. Die hohe Beanspruchung des Kreislaufs während dieser speziellen Wärmetherapie ist auch der Grund, weshalb sie nur bei ansonsten gesunden Menschen angewandt werden und ausschließlich von medizinischem Personal durchgeführt werden sollte. Schlammpackungen, Torf- oder Moorbäder sind weitere Möglichkeiten der Ganzkörper-Wärmetherapie und häufig Bestandteil von Kuraufenthalten, die der Entspannung und Schmerzlinderung dienen.

          Was die Wärmetherapie bewirken kann

          Der Wärme wird ein dynamisierender Einfluss auf den Stoffwechsel zugeschrieben, dass heißt die Wärmetherapie regt den Stoffwechsel an und fördert die Durchblutung. Die Muskeln werden durch die Wärmeeinwirkung entspannt und die Nervenzellen beruhigt. Außerdem soll durch die Wärmetherapie die Produktion von Stresshormonen reguliert und der Schmerz gelindert werden. Aber auch zur Stärkung des Immunsystems wird die Wärmetherapie eingesetzt. Solch ein Allheilmittel, das mit wenig Kosten und Aufwand auch zu Hause seine Wirkung entfalten kann, sollten Sie daher nicht ungenutzt lassen.

          Mehr Informationen zum Thema Wärmetherapie bei Rückenschmerzen finden Sie im Infocenter Rückenschmerzen auf imedo.de!

          Christiane Schmeling

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          Den Rückenschmerzen auf den Spuren http://www.medizin-netz.de/infocenter/den-rueckenschmerzen-auf-den-spuren/ http://www.medizin-netz.de/infocenter/den-rueckenschmerzen-auf-den-spuren/#comments Thu, 03 Feb 2011 11:25:21 +0000 Medizin-Netz http://www.medizin-netz.de/?p=2285

          Der Rücken ist unser Stützgerüst! Er ist stabil und flexibel zugleich. Er umfasst die Wirbelsäule, den hinteren Rippenbereich und reicht vom Nacken über den Lendenbereich bis zur Spitze des Steißbeins. Er ist ein komplexes System, das perfekt zusammenspielt. Ist unser Rücken erst einmal geschädigt, ist auch unser körperliches Wohlbefinden angeschlagen. Daher sollten wir alle etwas für unseren Rücken tun….


          Rückenschmerzen sind teilweise hausgemacht

          Heutzutage sitzen die Menschen meist den ganzen Tag – am Schreibtisch im Büro, auf dem Weg nach Hause und abends auf der Couch vorm Fernseher oder mit einem guten Buch in der Hand. Zudem bewegen sie sich zu wenig und sind teilweise, durch Nahrungsmittelüberangebot, übergewichtig. Durch den Bewegungsmangel und das Übergewicht ist meist auch die Rückenmuskulatur zu wenig trainiert. All diese Faktoren können zu Fehlbelastungen führen, die wiederum Rückenschmerzen begünstigen.

          Ursachen für Rückenschmerzen und deren Behandlung

          Rückenschmerzen sind ein weit gefasster Begriff. „Nur“ weil der Rücken schmerzt, heißt es nicht, dass dort auch die Ursache zu finden ist. Denn sie sind oft ein Indiz für innere Erkrankungen wie beispielsweise koronare Herzerkrankungen, Darmgeschwüre, Lungen- oder Rippenfellentzündungen. Daher muss der Arzt eine umfangreiche Anamnese vornehmen, um schwerwiegende innere Erkrankungen auszuschließen, bei denen Rückenschmerzen auch charakteristisch sind.

          Rückenschmerzen können auch psychosomatisch bedingt sein, dass heißt das die Ursache von der Psyche herrührt und sich körperlich (somatisch) äußert. Depressionen, Stress, aber auch Ängste können sich mit Rückenschmerzen bemerkbar machen.

          Wenn alle vorherig beschriebenen psychosomatisch und internistischen Ursachen ausgeschlossen werden können, muss der Rücken eingehend untersucht werden, um die Ursache für die Rückenschmerzen zu finden.

          Hexenschuss (Lumbago)

          Aufgrund der Statik, ist der Lendenwirbelbereich besonders anfällig. Dort kann es unter anderen zum Hexenschuss kommen. Einerseits kann ein Lumbago von zu wenig Bewegung und wenig trainierten Muskeln herrühren, aber andererseits kann auch eine Überbeanspruchung zu einer Muskelverspannung führen. Meist macht sich ein Hexenschuss bemerkbar, wenn etwas schnell gehoben wird oder man sich schnell irgendwo hinbewegen will. Der Betroffene hat oftmals das Gefühl, sich nicht bewegen zu können. Ein Hexenschuss geht in den meisten Fällen von allein wieder weg. Sollte er nicht von selbst weggehen, helfen u. a. Fangopackung oder Wärmetherapie.

          Bandscheibenvorfall

          Dringt die Bandscheibe, eine Zwischenwirbelscheibe, in den Wirbelkanal ein, in dem sich das Rückenmark befindet, spricht man von einem Bandscheibenvorfall. Dabei handelt es sich um eine Wirbelsäulenerkrankung. Der Bandscheibenvorfall ist die konservative Therapie mittels Wärme, Massage, Physiotherapie und Analgetika (Schmerzmittel), die Behandlungsmethode, die in bis zu 90 Prozent der Fälle erfolgreich ist. Bei den verbleibenden zehn Prozent wird meist operativ eingegriffen.

          Morbus Scheuermann

          Die Scheuermannsche Krankheit tritt vor allem in der Jugend auf, wovon mehrheitlich Jungs betroffen sind. In der Pubertät ist die Wirbelsäule besonders empfindlich, sodass mangelnde Rückenmuskulatur oder besonders häufige Biegehaltung eine Fehlbildung des Rückens begünstigen. Das charakteristischste Symptom beim Morbus Scheuermann ist der Rundrücken, eine Krümmung der Wirbelsäule im Bereich der Brustwirbel. Selten kommt auch eine Krümmung im unteren Wirbelsäulenbereich vor. Behandelt wird der Morbus Scheuermann mit Haltungstraining oder Physiotherapie.

          Arthrose

          Inoffiziell versteht man unter Arthrose einen Gelenkverschleiß. Unter anderem können Übergewicht, Osteoporose (Knochendichteabnahme) oder Arthritis (Gelenkentzündung) einen Gelenkverschleiß beschleunigen. Eine Arthrose tritt zwar meist im Kniegelenk auf, kann sich aber auch im Bereich der Wirbelsäule bemerkbar machen. Es kann mittels Krankengymnastik, Medikamenten oder Wärmetherapie versucht werden, gegen die Arthrose vorzugehen.

          Morbus Bechterew

          Der Morbus Bechterew ist eine rheumatische Erkrankung, bei der die Gelenke versteifen. Er tritt meist im Bereich der Brust- oder Lendenwirbelsäule auf. Im frühen Erwachsenenalter oder in der späten Jugend treten meist die erste Symptome wie die morgendliche Steifheit auf. Das A und O beim Morbus Bechterew ist es, sich regelmäßig zu bewegen, um die Versteifungen im Rahmen zu halten.

          Fazit

          Um dem Rücken etwas Gutes zu tun, sollte man sich regelmäßig bewegen, auf sein Gewicht achten und bei langanhaltenden Rückenschmerzen den Arzt aufsuchen, um bei körperlichen Veränderungen schnell zu handeln und gegebenenfalls behandeln zu können.

          Tipp: Mehr zum Thema erfahren Sie in dem Rückenschmerzen-Infocenter

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          Magenschleimhautentzündung / Gastritis nicht auf die leichte Schulter nehmen http://www.medizin-netz.de/krankheiten/magenschleimhautentzuendung-gastritis-nicht-auf-die-leichte-schulter-nehmen/ http://www.medizin-netz.de/krankheiten/magenschleimhautentzuendung-gastritis-nicht-auf-die-leichte-schulter-nehmen/#comments Thu, 03 Feb 2011 11:04:38 +0000 Medizin-Netz http://www.medizin-netz.de/?p=2278

          Mit einer Magenschleimhautentzündung/Gastritis ist nicht zu spaßen. Denn eine chronische Magenschleimhautentzündung kann die Lebensqualität deutlich einschränken.

          Es gibt drei Möglichkeiten, wodurch chronische Magenschleimhautentzündungen bzw. Gastritis ausgelöst werden können. Dabei hat sich in Deutschland insbesondere das ABC-Schema herausgebildet. Der Typ C steht für chemische Faktoren. Alkohol oder entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) können eine chronische Gastritis auslösen. NSAR werden unter anderem bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt und schädigen bei vielen Patienten die Magenschleimhaut. Der Typ A steht für eine autoimmune Auslösung einer Gastritis. Die Typ-A-Form als Ursache für eine Magenschleimhautentzündung ist recht selten.

          Am häufigsten ist der Typ B, der für das Bakterium Helicobacter pylori steht. Helicobacter pylori können eine Magenschleimhautentzündung auslösen. Es handelt sich hierbei um dünnhäutige, spiralförmige Bakterien, die von Mensch zu Mensch übertragen werden, meist im Kindesalter. Dieser Bakterienstamm hat die Eigenschaft, ammoniakbildend zu sein und somit im sauren Milieu des Magens überleben zu können. Dadurch dass das Bakterium in der Lage ist, zellschädigende Produkte wie Ammoniak abzugeben, greifen Helicobacter pylori die Magenschleimhaut an. Helicobacter kommt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Magengeschwüren zu. Auch Magenkrebs kann dadurch begünstigt werden, der jedoch öfter bei der autoimmunen Variante (Typ A) vorkommt.

          Betont werden muss, dass eine leichte Magenschleimhautentzündung meist von selbst wieder abklingt. Auch bei Sodbrennen kann diese leichte Reizung auftreten. Erst wenn die Magenschmerzen langanhaltend sind oder sehr stark , sollte ein Arzt aufgesucht werden. Einen Arzt in Ihrer Nähe finden Sie in der imedo Arztsuche.

          Tipp: Wer mehr zum Thema lesen möchte, kann dies im Sodbrennen-Infocenter tun.

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