Der Wächterlymphknoten
Bei einer Tumorerkrankung ist es wichtig, neben der Art des Tumors auch das Vorliegen von Einbrüchen in das Gefäß- oder Lymphsystem zu betrachten. Tumorzellen könnten über diese Wege Metastasen im Körper streuen. In der nuklearmedizinischen Diagnostik und Forschung wird seit kurzer Zeit ein neuer Weg beschritten, um bereits vor der Operation den Lymphabfluss eines Tumors darzustellen, um dann gezielt diesen Abflussweg auf das Vorliegen bösartiger Zellen zu untersuchen. Angewendet wird die Methode der Lymphdarstellung heute vor allem bei Brust- und Hautkrebs.
In der Darstellung sehen sie eine intensive, langgestreckte Darstellung. Hier wurde das radioaktive Pharmakon um den Tumor unter die Haut gespritzt. Die sich nun kreisförmig abzeichnenden Strukturen entsprechen Lymphknoten und stellen die Lymphabflusswege des Tumors dar. Die radioaktiv markierten Lymphknoten können nun gezielt operativ entfernt werden.

Dr. med. Carsten Körber
Nuklearmedizinische Praxis Fulda

