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Fibromyalgie-Syndrom (Weichteilrheumatismus, generalisierte Tendomyopathie)

Eingetragen von Medizin-Netz am 23. August 2006 14 Kommentare

Krankheitsbild

Das “Fibro-my-algie”- , wörtlich übersetzt “Faser-Muskel-Schmerz”-Syndrom, ist eine in der allgemeinmedizinischen Praxis sehr häufige Schmerzerkrankung, die in den letzten Jahren immer genauer beschrieben wurde. Obwohl bei den Patienten in der Regel keine Entzündungen nachzuweisen sind, wird das Fibromyalgie-Syndrom aufgrund der typischen Beschwerden am Bewegungsapparat zu den rheumatischen Krankheiten gezählt. Betroffen sind vor allem Patienten im mittleren Lebensalter, Frauen erkranken etwa siebenmal so häufig am Fibromyalgie-Syndrom wie Männer. Das Fibromyalgie-Syndrom ist geprägt von andauernden Schmerzen am ganzen Körper im Bereich der Muskulatur, des Bindegewebes und der Knochen.

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Diagnose

Um das Fibromyalgie-Syndrom zu diagnostizieren, wurden vom Muskelansatz am Hinterkopf bis zur Innenseite der Kniegelenke 18 charakteristische schmerzhafte Druckpunkte beschrieben, die sogenannten “tender points”. An diesen Punkten finden sich häufig auch deutlich tastbare Verhärtungen der Muskulatur.

Ist an 11 von 18 dieser Punkte durch Druck eine heftige Schmerzreaktion auslösbar, und bestehen die Schmerzen seit mehr als drei Monaten, gilt die Diagnose “Fibromyalgie-Syndrom” als sicher. Der Patient hat das Gefühl, die betroffenen Gliedmaßen seien geschwollen – obwohl eine Schwellung meist nicht messbar ist. Als weitere Symptome finden sich häufig Schlafstörungen, Müdigkeit und allgemeiner Leistungsabfall, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Migräne, Schwitzen, Mundtrockenheit, kalte Hände und Füße, erschwertes Wasserlassen und schmerzhafte Regelblutungen.

Die Diagnose kann labormedizinisch weiter abgesichert werden: Da es sich nicht um eine rheumatische Erkrankung im engeren Sinne handelt, fehlen typische Entzündungszeichen wie eine beschleunigte Blutsenkung oder eine Erhöhung des C-reaktiven Proteins. Auch die Rheumafaktoren sind zumeist negativ.

Krankheitsverlauf

Ist das Schmerzempfinden beim beginnenden Fibromyalgie-Syndrom anfangs meist noch auf eine einzelne Körperregion beschränkt, können sich die Beschwerden ohne ausreichende Therapie relativ schnell ausbreiten. Einige Monate, nachdem ein Patient etwa nur über Schmerzen in einem Arm klagte, können schon beide Arme und Beine, vielleicht auch Punkte am Körper betroffen sein.

Oft werden die Beschwerden durch Wettereinflüsse, psychischen Stress oder körperliche Inaktivität – wie auch durch zu starke Belastung – verstärkt. Durch psychische Entspannung oder gezielt eingesetzte, leichte körperliche Aktivität werden sie dagegen eher gemildert. Jedoch fällt den Patienten angesichts ihrer oft stark eingeschränkten Beweglichkeit eine Entspannung nicht sehr leicht. So kann es im Laufe der Erkrankung zu depressiven Verstimmungen kommen.

Zu einer vollständigen Heilung kommt es eher selten, in manchen Fällen bildet sich die Erkrankung spontan zurück. Häufiger jedoch sind Rückfälle oder fortschreitende Krankheitsverläufe.

Therapie

Die Tatsache, dass es sich beim Fibromyalgie-Syndrom nicht um einen entzündlichen Prozess handelt, vereinfacht die Therapie keineswegs. Während sich gegen Entzündungen meist erfolgreich Cortison oder andere Antirheumatika einsetzen lassen, ist die Therapie beim Fibromyalgie-Syndrom auch aufgrund der vielfältigen Symptome und Wechselwirkungen von Körper und Psyche eher schwierig.

Aufgabe des Arztes wird sein, den Patienten über seine Erkrankung aufzuklären und eventuell Entspannungstechniken (Autogenes Training, Biofeedback-Verfahren) zu vermitteln. Zur medikamentösen Behandlung stehen verschiedene, sehr unterschiedliche Medikamentengruppen zur Auswahl. So kann ein Therapieversuch mit Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure (Aspirin®), Ibuprofen oder Indometacin unternommen werden.

Ausreichend bekämpft werden müssen vor allem auch die Schmerzen, die schließlich die Erkrankung wesentlich prägen. Reicht der schmerzlindernde Effekt der NSAR nicht aus, sollten möglichst bald schwachwirksame Opioide wie etwa Tramadol oder Dihydrocodein in ausreichender Dosis gegeben werden. Um eine gleichmäßige Schmerzlinderung zu erreichen, bieten sich hier Präparate mit verzögerter Wirkstoffreisetzung (Tramundin® retard, DHC Mundipharma®) an.

Vorsicht ist dagegen geboten bei der Gabe von Benzodiazepinen wie Diazepam (Valium®), einer Gruppe von Beruhigungsmitteln, die gleichzeitig muskelentspannend wirken. Hier könnten zwar kurzfristig Erfolge erzielt werden, jedoch ist die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung recht groß. Diese Gefahr besteht nicht bei Mitteln aus der Gruppe der Antidepressiva. So gilt hier etwa Amitryptilin in niedriger Dosis als Mittel der Wahl.

Erfolgreich eingesetzt werden in der Behandlung dieser Erkrankug auch leichte Krankengymnastik, Bewegungsbäder, Massagen, Kälteanwendungen und gezielte Injektionen von örtlich wirksamen Betäubungsmitteln (Lokalanästhetika), wie man sie vom Zahnarzt kennt, in die “tender points”. Über eine eventuell notwendige Psychotherapie muss im Einzelfall, je nach psychischer Verfassung des Patienten, nachgedacht werden.

Ursache

Die Ursache des Fibromyalgie-Syndroms ist weitgehend unbekannt. Sicher ist nur, dass es zwei Formen der Krankheitsentstehung gibt: Das primäre Fibromyalgie-Syndrom, das sich spontan entwickelt, und das sekundäre Fibromyalgie-Syndrom, das sich als Folge von Verletzungen, beruflichen oder sportlichen Überanstrengungen oder “klassischen” rheumatischen Erkrankungen mit Entzündungen des Bewegungsapparates entwickelt. Bei beiden Formen der Krankheitsentstehung wird ein erheblicher psychischer Einfluss auf Entwicklung und Verlauf der Erkrankung vermutet.

Vorbeugung

Da die Ursache des Fibromyalgie-Syndroms weitgehend unbekannt ist, können auch keine detaillierten Empfehlungen zur Vorbeugung gegeben werden. Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass grundsätzlich kein Patient mit Schmerzerkrankungen “die Zähne zusammenbeißen” sollte, sondern dass immer eine ausreichende Schmerztherapie erfolgen muss. So kann oftmals verhindert werden, dass sich die Schmerzen “verselbständigen”, also auch dann noch fortbestehen, wenn die Grunderkrankung längst geheilt ist.

Bitte informieren Sie sich auch über Selbsthilfegruppen.

(to)

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14 Kommentare »

  • Swanny sagt:

    “Vorsicht ist dagegen geboten bei der Gabe von Benzodiazepinen wie Diazepam (Valium®), einer Gruppe von Beruhigungsmitteln, die gleichzeitig muskelentspannend wirken. Hier könnten zwar kurzfristig Erfolge erzielt werden, jedoch ist die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung recht groß. Diese Gefahr besteht nicht bei Mitteln aus der Gruppe der Antidepressiva. So gilt hier etwa Amitryptilin in niedriger Dosis als Mittel der Wahl.”

    Ich denke dieser Absatz sollte mit ebenfalls mit Vorsicht betrachtet werden, denn Medikamente aus der Gruppe der Antidepressiva haben den gleichen abhängigkeitsgrad.
    Ich selbst kann dieses bestätigen.Nachdem ich ca.6 Monate lang Trevilor retard eingenommen habe und damit schleichend aufgehört haben, kam es zu entsetzlichen Entzugssymptomen, wie starkes Schwitzen,Schlaflosigkeit,Schwindel,Muskelschmerzen und Zuckungen der gesamten Muskulatur, ganz zu schweigen,von den psychischen Entzugssymptomen,wie verstärktes Weinen, im Wechsel mit starken Agressionen. All diese Symptome sind das erste Mal aufgetreten als das TREVILOR ausgeschlichen wurden.
    Ich kann also keine Empfehlung dieser Medikamente aussprechen.

    Swanny

  • Lorenz sagt:

    Hallo,
    habe seit einigen Jahren, aber in den letzten Monaten verstärkt starke Scmerzen wie oben beschrieben. Die Symptome sind genau wie beschrieben, bisher wurde ich aber nur aufgrund der Symptomatik als evtl.Rheumapatient angesehen, Behandlung erfolgte nicht. An welchen Arzt kann man sich wenden. Einen Termin beim Neurologen habe ich angemeldet, Termin ist im November….
    Wenn jemand Tipp´s hat, welcher Arzt der richtige Ansprechpartner ist oder wie eine zeitnahe Therapie erfolgen kann- BITTE MELDEN!
    Danke und Grüße Catrin

  • Clara sagt:

    Liebe Catrin,

    wenn du nicht bis November warten willst kannst du dich auch an Deinen Hausarzt wenden und Ihn direkt auf das Fibromyalgiesyndrom ansprechen. Auch wenn Du die oben beschriebenen Symptome hast heißt dass nicht automtisch dass Du am Fibromyalgiesyndrom leidest, auch andere (rheumatische) Erkrankungen äußern sich auf diese Weise. Die Tenderpoints müssen von einem Arzt untersucht werden. Es ist anatomisch nicht möglich sich selbst zu untersuchen. Da Autogenestraining und andere Enspannungtechniken eine Form der Therapie darstellen kannst Du aber schonmal versuchen Deine Schmerzen auf diese Weise zu lösen, schaden wird es Dir auf keinen Fall und wenn sich ein Erfolg einstellt um so besser….

    Alles Gute!

  • Jubilate sagt:

    Ich habe das Fibromyalgiesyndrom schon einige Jahre. Folge von NSAR ist mein kaputter Magen (chronische Gastritis und vermehrte Wassereinlagerungen). Nach Absetzen der Schmerzmedikamente verstärkt Schmerzen, die ich nun anders zu lösen versuche. Weil ich auf das Auto beruflich angewiesen bin, nehme ich keine Antidepressiva. Die Nebenwirkungen sind eben das Herabdämpfen, Wassereinlagerungen, Nieren- und Leberschäden, etc. Außerdem gilt zu beachten, wenn man unter solchen Medikamenten einen Unfall baut, kann es sein, dass die Versicherung nicht zahlt.
    Besserung ist eingetreten durch Misteltherapie, die ein Arzt, der viel Erfahrung mit solcher Therapie hat, individuell einstellen muss. Außerdem wurden Stoffwechselstörungen festgestellt, und wir versuchen nun die Therapie über diesen Weg anzugehen. Es ist ja bekannt, dass viele “Fibro-Patienten” auch Probleme mit der Verdauung haben, wie Reizmagen,-darm, blase, gereizte Nebenhöhlen, gereizte Schleimhäute, … . Alles Hinweise auf Stoffwechselproblematiken. Ich gehe nun diesen Weg und hoffe auf Besserung. Probiert aus und überlegt selbst, was Euch sonst noch plagt, außer den Schmerzen. Und denkt daran, das Leben macht trotzdem Spaß. Sucht Euch etwas, was Freude macht. So kommt man durch.

  • Kathy sagt:

    Ich habe vor kurzem erfahren das ich das Fibromyalgie-Syndrom habe. Nachdem ich seit vieren Jahren, seit ich 17 bin, fast täglich Schmerzen habe, angefangen mit Kopfschmerzen, dann die Handgelenke mittlerweile fast überall, habe ich mich jetzt doch entschlossen mal der Sache auf den grund zu gehen. Ich arbeite selbst bei einem Schmerztherapeuten und mit der Hilfe meines Chefs und anderen Ärzten haben wir das herausbekommen!!! Ich gut auf Medikamente eingestellt, nehme auch ein Antidepressiva, bekomme Psychotherapie und mache viel Bewegungstherapie um einigermaßen damit klar zu kommen. Sollte jemand fragen zu etwas haben, helfe ich gerne soweit ich kann!!!
    Kathy

  • Kathy sagt:

    Hallo Jubilata,

    könntest du mir vielleicht den Arzt nennen der die Misteltherpie macht, und was das kostet und wie das funktioniert???
    Ic nehme Antidepressiva, Schmerzmittel und Schlafmittel und mir gehts meistens beschissen.

    Liebe Grüße Kathy

  • S-Tochter sagt:

    Hallo

    meine Schwiegermutter (80) leidet seit Monaten an dem Gefühl kalte Füße und Beine bis übers Knie zu haben. Sie kommt nicht zur Ruhe, weil in dem Moment, wo sie sich hinlegt oder sitzt sofort die Schmerzen beginnen…dabei fühlen sich die Beine äußerlich warm an. (es liegt nicht an den Gefäßen, sagt der Arzt)
    Könnte es sein, dass diese Krankheit dahinter steckt?
    Ihr HAusarzt weiß keinen Rat. Die Psychologin hat ihr nach Anitdepressiva und Schlafmittel jetzt ein Parkinsonmittel verschrieben. Aber sie selbst hat nicht das Gefühl, dass das wirklich das richtige ist…
    Welcher Arzt kann uns helfen?

    Bin für jeden Rat dankbar!
    S.T.

  • florian sagt:

    hallo,

    meine Großmutter hat nunmehr seit eineinhalb jahren verstärkt schmerzen die ihr das leben schwer machen, die schmerzen konnten mal kurzzeitig ausgesetzt werden (ca. 5 wochen) und sind nun wieder da.

    Nun ist der verdacht auf Fibriomyalgie da.

    allerdings haben wir das problem das meine Großmutter nur ncoh eine arbeitende niere hat und somit z.b. keine Opiate nehmen kann.

    Hatt jemand erfahrung mit dem Fibrio-Syndrom hinsichlich nierenpatienten?

    Da meine Großmutter den ärzten nur noch unter vorbehalt traut währe ein rat sehr hilfreich.

    vielen dank

  • Gabi sagt:

    Hallo,

    kennt jemand einen guten Arzt oder Therapeuten in Aachen oder Umgebung?
    Es wäre toll, wenn ich schnellstmöglichst weitere Informationen bekommen könnte, da ich schon seit Jahren unter Schmerzen in den Füßen, nach OP, und auch unter diversen Sehnenentzündungen, Sehnenabrissen und Spannungskopfschmerzen leide.

    Beste Grüße und vorab bereits vielen Dank

    wünscht allen

    Gabi aus Aachen
    06.10.2009

  • Wiebke sagt:

    Hallo,
    ich bin 17 Jahre und habe seit über 4 jahren schmerzen in den Waden, die seit ca 1 Jahr jetzt auch in den Armen auftreten. Die Schmerzen treten jedoch nur bei belastung auf, oder wenn ich lange zeit gestanden oder gegangen bin, bekomme ich abends, wenn ich die beine wieder entspanne schmerzen. Wir waren bei sehr vielen Ärzten die sehr viele Tests an mir durch geführt haben. Heute waren wir zum ersten mal bei einem Rheumathologen. Dieser äußerte jetzt letzendlich den Verdacht, das es irgendwas im Umkreis des Fibromyalgie-Syndroms sein kann. Ich soll jetzt in psyschiche-Behandlung, um zu schauen, ob es eine Psyschiche Ursache hat. Als er dies sagte, schluckte ich ersteinmal, weil viele Ärzte schon versucht hatten mit einzureden, dass der Schmerz nur einbildung ist. Dieser Arzt erklärte mir aber zum Glück noch das dies nicht so ist und ich mir das auch nicht einreden lassen soll.
    Meine Mutter hat schon sehr lange das Fibromyalgie-Syndrom, wurde bei ihr jedoch erst vor ca 3 Jahren festgestellt. Meine Tante hat es ebenfalls. Bei meiner Mutter ist der Krankheitsverlauf sehr schwierig. Sie hat immer Schmerzen, und oft Schübe. Ganz normal Krankheiten wie Grippe o.ä. treten bei ihr verstärkt auf.
    Ich komme schon sehr schwer mit der Krankheit meiner Mutter klar, weil es sehr anstrengend ist. Ich würde gerne mal von ein Paar anderen Menschen hören, wie bei ihnen die Krankheit verläuft, um ungefähr zu wissen, was auf mich zu kommen könnte…

    Liebe Grüße und schon mal vielen Dank

    Wiebke

  • sabine auleb sagt:

    Hallo

    Habe schon lange Beschwerden,aber kein Arzt konnte mir bisjetzt helfen,bzw. eine eindeutige Diagnose treffen.Vielleicht sollte ich mal zu einem Rheumatologen gehen.Bin zur Zeit nur in orthopädischer Behandlung .
    Eine Frage hätte ich da noch-kann es sein das die Fibromyalgie auch im Zusammenhang mit alten Almaganfüllungen stehen kann.Habe mit meinen Zähnen nie Probleme,auch nie Zahnstein ,deshalb habe ich auch noch diese “Dinosaurier” aus Jugendzeiten in meinem Mund. Um eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    Euch allen da Draußen-gute Besserung
    &liebe Grüße SABINE

  • biggi sagt:

    Hallo an Alle,

    Ich habe gerade den Bericht über Fibromyalgie gelesen und auch eure Kommentare, ich habe nun seit über einem Jahr die oben genannten Symtome, wurde auf Rheuma , Arthrose , Osteoporose und vieles mehr hin untersucht und kein Arzt konnte mir eine Diagnose stellen. Seit einigen Wochen sind die Schmerzen nun stärker und es kommt irgendwie immer noch etwas dazu, mein ganzer Körper spielt schon verrückt, Magen- Darm Chaos… Restless legs… vor allem Abends wenn ich zur Ruhe komme und dann die Schmerzen in den Gelenken der Hände und Füsse die mir den normalen Alltag doch schon etwas schwerer machen , machen mich langsam verrückt. Irgendwie passt alles nicht mehr und gehört auch nicht zu mir. Nun hab ich gerade von einer Bekannten ein paar Adressen von Ärzten bekommen die sich mit dieser Krankheit befassen und die sind meine letzte Hoffnung, darauf wenigstens mal eine Diagnose zu haben und sich nicht wie ein Eingebildeter KRanker zu fühlen. Meine Hausärztin wollte mich schon auf die Psycho Schiene schieben aufgrund meiner Vergangenheit… aber erstmal möcht ich als Patient wissen was es überhaupt ist, woher die Schmerzen kommen und was ich tun kann um damit klar zu kommen.
    Liebe Grüsse und Gute Besserung an ALLE…
    lg biggi

  • bettina von der weiden sagt:

    habe 21 jahre im rheumazentrum in bad kreuznach gearbeitet.dort wurde schon vielen patienten geholfen und die behandlung ist optimal.es gibt auch eine rheumasprechstunde in der uni mainz, die eng mit bad kreuznach zusammenarbeitet. wem das zu weit ist kann sich an die örtliche rheumaliga wenden, die es in fast allen größeren orten gibt. dort kann man adressen von niedergelassenen rheumatologen erfahren. außerdem werden dort auch selbsthilfegruppen angeboten.vielleicht hilft das dem einen oder anderen weiter.
    lg und viel erfolg bettina

  • Martine sagt:

    Hallo liebe Mitgeplagte!
    Habe seit 6 Jahren Schmerzen mittlerweile in allen Gelenken und alle anderen geschilderten Sympthome auch .
    Habe beim Rheumatologen mit zahlreichen Untersuchungen und Blutbildern über 4 Monate definitiv Rheuma ausschliessen lassen und die Diagnose Weichteilrheumatismus bekommen. Medikamente schlecht vertragen oder wegen zu grossen Nebenwirkungen abgelehnt. Und nun das gut Ende: Mit Diät haben sich meine Sympthome um über die Hälfte verringert! Ich vermeide: Lakritz (habe Unmengen davon gegessen) Zucker, Alkohol, besonders weissen Wein und Sekt (Rotwein ist OK) Schweinefleisch, SPARGEL, Gluten, Milchprodukte (Yoghurt ist ganz schlimm, harten Käse vertrage ich recht gut… etc.
    Was ich euch mitteilen will: Probiert einfach aus was euch bekommt und was nicht. Leider recht umständlich aber lohnend: Also wie bei jeder schlimmen Allergie verfahren: erst sehr einfache Lebensmittel, wie Reis, gekochte Kartoffeln, gedämpftes Gemüse etc essen und nach und nach ein neues Lebensmittel einführen und testen. Euer Körper wird Euch schon sagen was ihm bekommt und was nicht. Ein Arzt kann sicherlich helfen einen Diätplan auf zu stellen. Mir haben ausserdem Basetabletten und homöopatische Mittel geholfen meine Magenschleimhautentzündung zu heilen. Bin immer überzeugter, dass das ganze Weichteilrheumatismusdings eine Frage des Stoffwechsels ist. Ausserdem wirken bei mir leichter Sport, Wärme und Pilates Wunder. Liebe Grüsse aus Luxemburg
    ME

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