Haimorrhoidos (gr.) Blutfluss
Krankheitsbild
Hämorrhoiden entstehen, wenn sich das Gefäßgeflecht am Übergang zwischen After und Enddarm vergrößert und in das Innere des Analkanals hineinragt. Typischerweise entstehen 1 bis 3 Hämorrhoiden gleichzeitig.
Hämorrhoiden sind sehr häufig. Sie lassen sich bei mehr als der Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland nachweisen. Allerdings verursachen sie nur bei einem Teil der Betroffenen Beschwerden. Typische Beschwerden sind Brennen, Jucken und Nässen am After sowie Blutungen beim Stuhlgang. Später kommen zunehmend starke Schmerzen hinzu. Die genannten Symptome können bei einer Reihe von Erkrankungen des Enddarms und Afters auftreten (z. B. Infektionen, eingewachsene Haare, auch bösartige Erkrankungen), wenngleich Hämorrhoiden die häufigste Erkrankung des Afters sind. Es ist daher unerlässlich, dass jeder, der mehr als 2 Wochen unter eines oder mehrerer der genannten Symptome leidet, unbedingt einen Arzt aufsucht!
Diagnose
Die Austastung des Enddarms durch den Arzt führt oft schon zur Diagnose. Zur Sicherheit wird noch eine Spiegelung des Enddarms (Rektoskopie) und des Dickdarms (Koloskopie) durchgeführt, um andere Darmerkrankungen auszuschließen.
Krankheitsverlauf
Ob Hämorrhoiden Beschwerden bereiten, und wie sehr sich diese verschlimmern, ist von Fall zu Fall verschieden. Hämorrhoiden können sich derart vergrößern, dass sie beim Stuhlgang aus dem After hervortreten; im Einzelfall bleiben sie ständig draußen. Am häufigsten aber haben sie zeitweise auftretende Beschwerden zur Folge, die auch immer wieder für einige Zeit verschwinden.
Therapie
Bei kleinen Hämorrhoiden können allgemeine Maßnahmen die Vergrößerung der Hämorrhoiden verzögern oder zu einer Rückbildung führen. Wichtig Maßnahmen sind Gewichtsreduktion und ballaststoffreiche Kost, auch Sitzbäder (Kamille) können helfen.
Bei ständigen Beschwerden können die Hämorrhoiden operativ entfernt werden. Dies kann im Rahmen der Enddarmspiegelung durch Abbinden oderUnterspritzen der Knoten erreicht werden; bei großen Hämorrhoiden müssen diese in einem etwas aufwendigeren Eingriff herausgeschnitten werden.
Die zahlreichen Salben und Zäpfchen, die gegen Hämorrhoiden auf dem Markt sind, sollten vor allem dann, wenn sie Kortison enthalten, auf keinen Fall als Dauertherapie eingesetzt werden, sondern lediglich als vorübergehende Hilfe.
Ursache
Am Übergang zwischen After und Enddarm sitzt ein Geflecht von Blutgefäßen in der Schleimhaut. Dieses Gefäßgeflecht fungiert als Schwellkörper und unterstützt den Schliessmuskel bei der Abdichtung des Darms zum After hin. Mit zunehmendem Alter können sich die Blutgefäße ausweiten; das Geflecht wölbt sich dann unter der Schleimhaut ins Innere des Analkanals vor. Es kommt zu wiederholten Reizungen, wenn der Darminhalt diesen Engpass passiert; auf diese Weise entstehen die genannten Beschwerden.
Begünstigt wird der Prozess durch sitzende Tätigkeiten, Verstopfung und Übergewicht. Auch im Rahmen der Schwangerschaft kommen Hämorrhoiden gehäuft vor.
Vorbeugung
Entsprechend ihren Ursachen gibt es einige Maßnahmen, mit denen der Einzelne die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Hämorrhoiden vermindern kann:
- Gewichtsreduktion
- ballaststoffreiche Kost
- körperliche Betätigung, Sport
Weitere Informationen zum Thema Hämorrhoiden finden Sie auf Chirurgie-Portal.de und dem Informationsportal haemorrhoiden24.com. Weitere Angebote zur Behandlung von Hämorrhoiden finden Sie auf aliva.de.

Tota Wöster
am 6. Februar 2011
Also ich bin der Meinung das war eh nur eine kurzfristige Trendgeschichte
Düğün
am 15. Januar 2011
Hallo,
welchen Einfluss nimmt die Ernährung ein? Tipps?
Danke