Herzinsuffizienz (Herzversagen)
Krankheitsbild
Als Herzinsuffizienz bezeichnet man die Unfähigkeit des Herzens, die vom Körper benötigte Pumpleistung zu erbringen. Die Folgen sind eine zunehmende verminderte körperliche Belastbarkeit (Treppensteigen!) und Kurzatmigkeit (vor allem im Liegen). Andere Symptome können Beinödeme, nächtliche Atemnot- oder Hustenattacken, nächtlicher Harndrang, bläuliche Hautfärbung und Herzrhythmusstörungen sein.
Die Herzinsuffizienz ist meistens Folge einer Erkrankung, die den Herzmuskel über viele Jahre zunehmend geschwächt hat. In Deutschland sind langjährige Hypertonie (hoher Blutdruck) und koronare Herzkrankheit (Verkalkung der Herzkranzgefäße) für über 90% der Fälle von Herzinsuffizienz verantwortlich. Insgesamt leiden etwa 1% der Bevölkerung an der Erkrankung. Sie nimmt im Alter zu.
Von der chronischen Herzinsuffizienz muss man das akute Herzversagen abgrenzen, das im Rahmen schwerster Erkrankungen (z. B. schwerer Blutverlust, Kammerflimmern des Herzens) vorkommt und unmittelbar tödlich sein kann.
Diagnose
Neben den erwähnten Symptomen führt die körperliche Untersuchung durch den Arzt zur Verdachtsdiagnose. Die erforderlichen Untersuchungen sollen nicht nur die Diagnose sichern und das Ausmaß der Erkrankung erfassen. Auch die Ursache der Herzinsuffizienz muss durch entsprechende Untersuchungen aufgedeckt werden, damit eine geeignete Therapie möglich ist. Wichtige Untersuchungen sind die Elektrokardiographie (EKG) (auch Langzeit- und Belastungs-EKG), ein Röntgenbild des Brustkorbs sowie eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie). Vor allem bei Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit ist oft auch eine Herzkatheteruntersuchung erforderlich.
Krankheitsverlauf
Im Anfangsstadium bemerkt der Patient oft nur wenig von der Herzinsuffizienz. Unbehandelt nimmt die Erkrankung in der Regel an Schwere zu und führt im Spätstadium zu völliger körperlicher Erschöpfung bereits in Ruhe. Die Unterversorgung aller Körperorgane, einschließlich des Herzmuskels selbst, kann in diesem Stadium zum Tode führen. Ist die Erkrankung erst einmal fortgeschritten, ist die Lebenserwartung auch unter optimaler Therapie stark vermindert (ca. 30% Todesfälle pro Jahr). Es ist daher wichtig, eine Herzschwäche möglichst früh zu erkennen und ihre Ursachen konsequent zu bekämpfen.
Auch unter medikamentöser Therapie kann es immer wieder, insbesondere im Rahmen von auftretenden Belastungen (z. B. Infektion, warmes Wetter), zur sogenannten akuten Dekompensation der Herzinsuffizienz kommen. Darunter versteht man eine akute Verschlechterung der bestehenden chronischen Herzinsuffizienz. Sie ist lebensgefährlich und bedarf einer (intensiv-)medizinischen Behandlung im Krankenhaus.
Therapie
Zunächst gilt es, die Ursache der Herzinsuffizienz ausfindig zu machen und, falls möglich, zu behandeln. Ein zu hoher Blutdruck, eine koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen oder Herzklappenfehler können oft durch Medikamente und/oder operative Verfahren behandelt werden.
Eine Reihe von Medikamenten sind zusätzlich zur Behandlung der Herzinsuffizienz allein oder in Kombination sinnvoll:
- Herzglykoside (Digitalis-Präparate; z. B. Digimerck®, Lanicor®) erhöhen direkt die Leistung des Herzmuskels;
- Diuretika (z. B. Lasix®, Aquaphor®) entlasten das Herz durch Ausscheidung von Wasser und Salzen aus dem überwässerten Körper;
- Nitrate (z. B. ISMO®, Isoket®) führen durch eine Erweiterung der Blutgefäße zu einer Entlastung des Herzens und einer besseren Durchblutung des Herzmuskels;
- ACE-Hemmer (z. B. Pres®, Xanef®) senken den Blutdruck und entlasten so das Herz.
Eine weitgehende Normalisierung des Körpergewichtes sollte angestrebt werden. Eine kochsalzarme Diät ist zur Verhinderung der Überwässerung und zur Blutdrucksenkung sinnvoll. Bei schwerer Herzinsuffizienz ist oft körperliche Schonung nötig.
Bei der akuten Dekompensation der Herzinsuffizienz kommen noch weitere (Notfall-)Medikamente in Frage, die intravenös (in die Blutbahn) verabreicht werden müssen.
Als letzte Therapiemöglichkeit kommt eine Herztransplantation in Frage.
Ursache
Die Ursachen der Herzinsuffizienz sind vielfältig. Allein 90% der Fälle sind aber durch
- zu hohen Blutdruck (Hypertonie) und/oder
- Arteriosklerose (Verkalkung) der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) bedingt.
Andere Ursachen sind z. B.:
- Herzklappenfehler (z. B. als Spätfolge des rheumatischen Fiebers)
- Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
- Herzrhythmusstörungen
- Herzinfarkt
Alle genannten Erkrankungen führen zu einer ständig erhöhten Belastung oder direkten Schwächung des Herzmuskels. Das Blut kann nicht mehr in ausreichendem Umfang in die Organe gepumpt werden und staut sich vor dem Herzen, d. h. in den Lungen, zurück. Durch die erhöhte Freisetzung bestimmter Botenstoffe versucht der Körper, die Herzleistung zu verbessern. Mit der Zeit nimmt die Empfindlichkeit des Herzens für die stimulierenden Botenstoffe (z. B. Adrenalin) aber ab; diese Stoffe wirken am Herzen dann kaum noch. Durch die Freisetzung anderer Botenstoffe soll die Ausscheidung von Flüssigkeit über die Niere gehemmt werden, um den Blutdruck trotz schwacher Herzleistung aufrecht zu erhalten. Die vermehrte Flüssigkeit in den Blutgefäßen belastet das geschwächte Herz aber noch mehr. Das Herz nimmt, vergleichbar mit dem stark belasteten Muskel eines Sportlers, an Größe zu. Diese Größenzunahme schwächt das Herz noch weiter, weil die Blutgefäße des Herzmuskels nicht im gleichen Umfang mitwachsen und so die Sauerstoffversorgung nicht optimal ist.
Es entsteht also ein Teufelskreis aus Versuchen des Organismus, die verminderte Herzleistung zu verbessern, die aber den Herzmuskel noch weiter schwächen. Bei der Behandlung der Herzinsuffizienz gilt es daher, neben der Beseitigung der zugrunde liegenden Ursachen der Erkrankung, diesen Teufelskreis durch Medikamente (s. Therapie) zu durchbrechen.
Vorbeugung
Die Herzinsuffizienz ist fast immer die Spätfolge von Erkrankungen, die sich in gewissem Umfang vorbeugen, oder aber gut behandeln lassen. Damit kann jeder die Wahrscheinlichkeit, an einer Herzinsuffizienz zu erkranken, durch sein eigenes Verhalten reduzieren.
Sinnvolle Verhaltensregeln zur Reduktion der Risikofaktoren sind:
- Behandlung eines Bluthochdrucks (Medikamente, evtl. salzarme Kost)
- Behandlung eines Diabetes mellitus (kalorienreduzierte, fettarme Kost, Medikamente)
- Behandlung einer Fettstoffwechselstörung (Gewichtsreduktion durch fettarme Kost, körperliche Aktivität, evtl. Medikamente)
- nicht Rauchen!
Weitere Informationen zum Thema Bluthochdruck finden Sie auf medhost.de.


hat mir super in meinem bio projekt geholfen. die info hat gleich alles auf einmal beantwortet.
Wurde vor 4 Jahren mit Herzversagen ins Herzzentrum Bad Krozingen eingeliefert.
Hatte schon 1/4 Jahr erhebliche Beschwerden, was mir mein Hausarzt nicht glaubte.
Es wurde festgestellt, daß ich einen Virus erwischt hatte.
Zuerst war ich Stufe vier, jetzt noch Stufe 1.
Suche Leute, die das gleiche hatten zum Austausch.
Hallo Renate.
Bei meinem Vater ist anfang der Woche auch eine Herzmuskelschwäche festgesällt worden.
Ihm geht es imomment so schlecht, das schon bei der kleinsten Gängen z.B. bis auf Toilette sehr anstrengd sind.Oder sich etwas mehr als 5 Sätze zu unterhalten ( Atemnot, müdigkeit usw. alles sehr stark)
Also auch schon die Stufe 4.
Am Dienstag ist eine weite untersuchung dran, dann wird geschaut ob noch Aterien verkalkt sind, aber daruf liegt kein Verdacht.
Da es bei dir ja auch so der fall war, würde es mir sehr helfen wenn wir kontakt zueinander auf nehmen könnten.Uns austauschen können.
Um zu erfahren wie du es geschafft hast die Stufe 1 zu erreichen. Damit mein Papa vielleicht auch die changse hat die zu erreichen, damit er uns Kindern und gerade den 4 Monat alten Enkelkindern (Zwillinge) erhalten bleibt.
Bitte melde dich bei mir.
meine E mail adresse:
jennifer_de@freenet.de
Ganz liebe Grüße aus der Nähe von Köln
PS. Es liegt mir mehr als viel darah mich mit dir zu unterhalten.
Krass, ich habe never ever für möglich gehalten dass das wirklich so klappt