Krankheitsbild
Beim Phäochromozytom handelt es sich um ein einen zumeist gutartigen Tumor der Nebenniere, dessen Besonderheit die unkontrollierte Bildung und Abgabe der Hormone Adrenalin und/oder Noradrenalin ins Blut ist.
Typische Symptome als Folge der erhöhten Abgabe dieser Hormone sind zu hoher Blutdruck, Herzklopfen und -rasen, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Blässe, Gewichtsverlust, sowie ein allgemeines Gefühl von Unruhe, Nervosität oder Schwäche. Die Beschwerden treten anfallsweise auf oder sind dauerhaft vorhanden.
Möglich ist auch, dass der Betroffene, abgesehen von einem zufällig festgestellten hohen Blutdruck, gar keine Beschwerden hat.
Ein Phäochromozytom stellt sich immerhin in etwa jeden 1000. Fall von arterieller (hohem Blutdruck) als Ursache heraus. Es kommt vor allem bei jüngeren Menschen (ca. 20-40 Jahre) vor und muss daher bei Hochdruckpatienten dieser Altersgruppe als Ursache des Bluthochdrucks ausgeschlossen werden.
Seltener entsteht der adrenalinbildende Tumor nicht in der Nebenniere, sondern in bestimmten Nervenzellen (sog. Ganglien des Sympathikus) nahe der Wirbelsäule. Man spricht dann von einem Paragangliom.
Das Phäochromozytom kann in den meisten Fällen mit guten Chancen auf Heilung operiert werden.
Diagnose
Falls ein jüngerer Patient über hohen Blutdruck und den o. g. Symptomen klagt, muss ein adrenalinbildender Tumor ausgeschlossen werden. Hierzu wird in Blut- und Urinproben des Betroffenen die Konzentration von Adrenalin und Noradrenalin bestimmt. Falls die Werte erhöht sind, werden verschiedene bildgebende Verfahren (Ultraschall, Computertomographie, Kernspintomographie, Szintigraphie) eingesetzt, um die Lage, Größe und Ausbreitung des Phäochromozytoms zu erfassen.
Da das Phäochromozytom in manchen Fällen mit weiteren hormonbildenden Tumoren vergesellschaftet ist (z. B. der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse), müssen auch diese Organe im Verdachtsfall untersucht werden.
Krankheitsverlauf
Unbehandelt kann es beim Phäochromozytom immer wieder zur Freisetzung großer Mengen an Adrenalin und Noradrenalin kommen, was zu lebensgefährlichen Blutdruckkrisen führt. Es kann akut zum Schlaganfall, Herzinfarkt oder Nierenversagen kommen.
Wird das Phäochromozytom behandelt, so sind die Heilungschancen jedoch ausgesprochen gut.
Therapie
DieTherapie der Wahl beim Phäochromozytom ist die Operation mit Entfernung des Tumors. Damit ist die Erkrankung in aller Regel geheilt. Der Blutdruck normalisiert sich ohne weitere medikamentöse Behandlung wieder.
Selten handelt es sich beim Phäochromozytom um einen bösartigen Tumor, der nicht immer vollständig entfernt werden kann oder nach der Operation wieder auftritt. Hier kann eine zusätzliche Chemotherapie notwendig sein.
Vor der Operation ist eine medikamentöse Behandlung des hohen Blutdrucks notwendig.
Ursache
Das Nebennierenmark besteht aus Zellen, die die blutdrucksteigernden Hormone Adrenalin und Noradrenalin bilden und diese bei Bedarf (z. B. im Rahmen einer akuten Stressreaktion) in die Blutbahn freisetzen. Adrenalin und Noradrenalin wirken an vielen Organen des Körpers, insbesondere am Herzen und den Blutgefäßen.
Beim Phäochromozytom wachsen Zellen des Nebennierenmarks unkontrolliert und geben ebenso unkontrolliert Adrenalin und Noradrenalin ab. Dies führt zu den genannten Krankheitssymptomen.
Wie bei vielen Tumoren kennt man die konkrete Ursache für die Entstehung des Phäochromozytoms nicht. Selten liegt aufgrund einer Genmutation eine familiäre Veranlagung vor; dann ist es möglich, dass nicht nur im Nebennierenmark, sondern auch in anderen Hormondrüsen des Körpers (v. a. Schilddrüse und Nebenschilddrüse) Tumoren entstehen, die Hormone unkontrolliert freisetzen.
Vorbeugung
Da für die Entstehung des Phäochromozytoms keine besonderen Risikofaktoren bekannt sind, gibt es auch keine Ratschläge zur Vorbeugung. Lediglich Verwandte von Betroffenen sollten sich aufgrund der in manchen Fällen vorhandenen familiären Häufung des Tumors erkundigen, ob vorbeugende Untersuchungen bei ihnen sinnvoll sind.

Inge Sievers
am 22. April 2011
Hallo
Bei mir wurde er noch nicht gefunden.Aber er ist da.Ich muss in die Medizinische Hochschule nach Hannover da gibt es eine Röhre die kann bis aufs kleinste sehen wo er sitzt.Ich verstehe es nicht das so ein mist so viel ärger machen kann.Darf ich mal fragen wie alt du bist und wo kommst du her.Ich wohne im Weserbergland bei Bodenwerder wo der Münchhausen zu hause ist.
Lg Inge S.
Lung,kai
am 20. April 2011
Bei mir wurde der Tumor in der Leistengegend diagnostisiert. Nach der OP konnte ich langsam meine Medikamente absetzen,ca. 14 Tage. Seit dem brauchte ich überhaupt keine Blutdrucktabletten mehr einnehmen.
LG
Inge Sievers
am 18. April 2011
Vielen Dank
Wo hat er bei Dir gesessen? Bei mir sitzt er nicht in der linken Nebenniere. Und musst du noch Medikamente einnehmen
Lung,kai
am 17. April 2011
Hi,Inge.S
Habe eine Woche zur Vorbereitung für die OP,in Wolgast (MV) verbracht (Blutdruck einstellung …) und dann eine Woche in Berlin Charite.Du sagst,bei Dir ist es ein kleiner Tumor,bei mir war er 10 cm groß.Also geh mal davon aus, das alles gut verläuft:-).Glaube mir,du wirst dich besser danach fühlen.
Inge Sievers
am 11. April 2011
Bei mir wurde der kleine Tumor festgestellt eine frage an Kai wie lange warst du in der Klinik.Ich hab richtig bange davor aber so ist das kein Leben mehr wie es jetzt laüft,
Lung,kai
am 1. April 2011
Hallo Nicole,
habe leider erst jetzt deinen Kommentar gelesen, ich hoffe du hast die OP gut überstanden. Bei mir wurde die laproskopische OP abgebrochen und es wurde gleich ein Bauchschnitt durchgeführt.(natürlich mit vorheriger Absprache mit mir)Mir ging es nach der OP erstaunlich gut.Ich habe jahrelang Blutdrucktabletten einnehmen
müssen, diese brauche ich jetzt überhaupt nicht mehr.Sollest du noch irgend welche Fragen haben, nehme mit mir doch einfach Kontakt auf. Wird mich freuen!
Liebe Grüsse
Kai
Nicole
am 20. März 2011
Hallo Lung,kai,
bei mir steht eine OP am Dienstag 22.3. an. Diese soll Laproskopisch gemacht werden.
Wie war das bei Dir? Und wie ging es Dir danach? Wie sah die Nachsorge aus?
Ich Lebe in England und irgendwie sind die Aerzte hier etwas “anders”.
Danke
Nicole
Lung,kai
am 20. Februar 2011
Hallo Silvia.B
Habe am 10.März 2010 in Krankenhaus wegen solch ein Phäochromozytom gelegen (Charite Campus Benjamin Franklin)Der Chefarzt,Oberarzt und die ganze Station alles super.Viel Glück
Laura
am 14. Februar 2011
hallo silvia
Es gibt in Deutschland nur ein Spezi für dieses seltene genetische Fach und er ist Professor Dr. Neumann an der UNI klinik in Freiburg.
Ein weiterer Spezial – Operateur ist Martin Walz im Klinikum Essen.
Ich wünsche dir alles Gute
Pechy Wöcher
am 6. Februar 2011
Tjo, Dinge können so simpel erscheinen! Besten Dank für die Erläuterungen
Silvia B.
am 8. Dezember 2010
Ich habe ein Phäochromozytom,fühle mich in der Klinik, in die ich ambulant überwiesen wurde sehr unwohl. Sie liegt 50km von meinem Wohnort weg,was nicht schlimm wäre, wenn ich mich in guten Händen fühlen würde!Ich musste jetzt schon 5 mal ambulant dorthin fahren.letzte Untersuchung war heute. Niemand konnte mir sagen wie es weiter geht und vor allem wie ich die Tabletten nehmen soll (Alfa Blocker und Beta Blocker) Ich hänge jetzt in der Luft, fühle mich allein gelassen, kann mir denn niemand helfen? Welche Klinik ist gut?Wäre für jede Hilfe dankbar!
D. Fischer
am 9. Juli 2009
Im Juni 2008 in der Uniklinik Köln erfolgreich operiert.
Hinweis: Von den Endokrinologen gut für die OP vorbereitet, was mit entscheidend für die OP war.
hk
am 18. Mai 2009
Welche Klinik kann zur Behandlung empfohlen werden ?
vg