Mammographie-Screening rettet Leben
Aufgerufen zur Teilnahme am Mammographie-Screening sind alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Sie sollen anhand von Meldedaten im Abstand von zwei Jahren regelmäßig eingeladen werden. Bis Juni wurden rund 1,2 Millionen Frauen schriftlich eingeladen. Teilgenommen haben bisher rund 740.000 Frauen.
Aktuellen Studien zufolge lässt sich die Sterblichkeit an Brustkrebs durch ein Mammographie-Screening-Programm um 15 bis 25 Prozent senken. Das Mammakarzinom stellt mit jährlich rund 48.000 Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Frauen dar. Jedes Jahr sterben rund 17.000 Frauen an Brustkrebs.
Das Mammographie-Screening ist ein deutschlandweites Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. Durch eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust – der Mammographie – sollen Veränderungen des Brustgewebes erkannt werden, bevor sie tastbar sind.
Der Bundestag hatte im Jahr 2002 die Einführung eines qualitätsgesicherten Mammographie-Screening-Programms in Deutschland beschlossen. Zur Umsetzung haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und gesetzliche Krankenkassen die Kooperationsgemeinschaft Mammographie eingerichtet. Die gemeinsame Selbstverwaltung aus Ärzten und Krankenkassen arbeitet seither daran, den Beschluss im Sinne einer qualitativ hochwertigen ambulanten Versorgung umzusetzen.

