Tetracyclin: ein Antibiotikum mit starker Wirkung und Nebenwirkung
Tetracycline verhindern eine Vermehrung der Bakterien durch eine Blockade der Proteinsynthese. Da sie als sog. Breitspektrumantibiotika auch die Bakterien im Magen-Darm Trakt angreifen, sind häufige Nebenwirkungen Übelkeit und Erbrechen. Tetracycline bilden mit Calcium unlösliche Komplexe und werden dadurch unwirksam: Daher sollte bei Einnahme des Antibiotikums keine Milch getrunken werden. Calcium befindet sich natürlicherweise im Körper auch in Zähnen und Knochen. Aus diesem Grund kann es bei noch wachsenden Zähnen und Knochen zu irreversiblen Einlagerungen von Tetracyclinen kommen – die Zähne verfärben sich gelblich und das Knochenwachstum kann gehemmt werden. Daher sollten Kinder und Schwangere auf eine Einnahme von Tetracyclinen verzichten. Auch ist eine erhöhte Lichtempfindlichkeit eine Nebenwirkung des Medikamentes.

