Arterielle Verschlusskrankheit der unteren Extremitäten: TEA (Thrombendarteriektomie)
Ein operatives Verfahren zur Wiederherstellung der Durchblutung ist die Technik der Ausschälplastik (Thrombendarteriektomie, TEA). Diese wird besonders in der Etage der Becken-, eventuell der Oberschenkelarterie angewendet. Für die Beckenarterie erfolgt der Schnitt in der Regel im mittleren Bauchbereich vom Nabel herunter bis zum Schambereich. Für die Oberschenkelarterie wird die Haut durch einen Schnitt, der von der Mitte der Leiste bis zum oberen Drittel des Oberschenkels verläuft, geöffnet. Nach Aufsuchen der Bauchschlagader an der Gabelungsstelle in die zwei Beckenarterien wird diese mit einem senkrecht verlaufenden Schnitt auf einer Strecke von 3-4 cm eröffnet. Der Schnitt reicht bis zur Anfangsstrecke der Beckenarterien. Unter Sicht wird zunächst die gesamte Gabelung mit der Endstrecke der Bauchschlagader ausgeschält (die Kalkplatten werden mit einer Spatel entfernt). Die Ausschälung setzt sich in selber Weise auch in den Beckenarterien fort. Somit wird die gesamte Gefäßinnenschicht (Intima) mit den Verkalkungen wie ein Zylinder, der auf einen Ringstripper (spezielles drahtförmiges Instrument) aufgefädelt ist, entfernt. Nach der Entfernung des Zylinders ist die Durchführung einer Gefäßendoskopie zur Kontrolle des Gefäßinnerens unverzichtbar. Noch mehr Sicherheit bietet ein zweiter Schnitt in Höhe der Gabelung der Beckenarterien. Es erfolgt dann die Naht der Gefäßschnitte und das Schließen aller anatomischen Schichten einschließlich der Haut.
Es gibt verschiedene Methoden der Ausschälung (z. B. Eversions-Endarteriektomie, halbgeschlossene TEA).

Dr. med. Monika Szombath
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