Knochenmarkspende
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Knochenmarkspende: Warum?
Viele Patienten mit Blutkrankheiten, wie z.B. Leukämie (Blutkrebs), können nur durch eine Knochenmarktransplantation von ihrer Erkrankung befreit werden. Voraussetzung hierzu ist die Verfügbarkeit eines gesunden Spenders mit passenden Gewebemerkmalen (HLA-Antigenen). In Deutschland sind derzeit ca. 500.000 und weltweit über 3,5 Mio. Freiwillige registriert, unter denen man für ca. 75% der Patienten einen passenden Spender findet. Um rasch für viele Patienten passendes Knochenmark bereitstellen zu können, benötigen wir dringend weitere Spender.
Wie werden Sie Knochenmarkspender?
Wenn Sie keine ernsthaften Erkrankungen haben und zwischen 18 und 55 Jahre alt sind, lassen Sie sich 10 ml Blut abnehmen.
Aus dem Blut werden Ihre “Gewebemerkmale” bestimmt (HLA-Typisierung) und in einem Datenspeicher registriert. Wenn es sich ergibt, daß Ihre Gewebemerkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen, wird Ihr Blut noch einmal untersucht. Kommen Sie als Spender in Frage und sind immer noch zu einer Knochenmarkspende bereit, dann werden Sie in die Entnahmeklinik gebeten und gründlich untersucht. Mit der Entnahme verbundene Unkosten sowie Einkommensausfall werden ersetzt. Sie sind gesetzlich unfallversichert. Eine Vergütung der Spende erfolgt nicht.
Wegen der Vielfalt der Gewebemerkmale kommt es nach bisherigen Erfahrungen nur bei wenigen der gemeldeten Spender tatsächlich zu einer Knochenmarkentnahme.

Schematische Darstellung der Blutzellreifung

Alle Reifeprozesse werden durch eine Vielzahl von Reife-, Wachstums- bzw. Differenzierungsfaktoren gesteuert!
Was ist Knochenmark?
Das Knochenmark bildet die roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff transportieren, die Blutplättchen, die bei der Gerinnung des Blutes mitwirken und die weißen Blutkörperchen, verantwortlich für die Abwehr von Krankheitserregern.
Wo sitzt das Knochenmark?
Es sitzt in den Innenräumen fast aller Knochen.
Wie erfolgt die Knochenmarkspende?
Nach einer gründlichen internistischen Untersuchung wird ungefähr 1 Liter Knochenmark-Blutgemisch durch Einstiche in den Beckenkamm aus dem Inneren des Beckenknochens abgesaugt. Die Entnahme erfolgt schmerzlos in einer Vollnarkose. Nach der Entnahme besteht für einige Tage ein leichter Wundschmerz. Für den ganzen Vorgang ist ein 3-tägiger Krankenhausaufenthalt erforderlich. Das abgenommene Mark wird von dem Spender rasch in 2-3 Wochen nachgebildet. Bei gesunden Spendern bestehen neben dem sehr geringen Narkoserisiko keine weiteren speziellen Risiken.

Ein neues und noch zu prüfendes Verfahren ist die Gewinnung der Blutstammzellen durch Sammlung aus der Armvene. Hierzu wäre keine Narkose erforderlich. Es erfordert aber vor der Stammzellspende die Injektion eines Blutwachstumsfaktors unter die Haut.
Aktion Knochenmarkspende Brandenburg-Berlin e. V.


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