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Krank durch Mobbing

Eingetragen von Medizin-Netz am 23. August 2006 8 Kommentare

Einleitung

In unserer schnellebigen, stressbeladenen Zeit hört man zunehmend das Wort Mobbing und erfährt oft am eigenen Leib die Missempfindungen, die Mobbing verursacht. Wenn Missempfindungen wiederholt entstehen oder gar zum Dauerzustand werden, können sie – oft mit weiteren Faktoren, die als Krankheitsursachen wirken – zu Gesundheitsstörungen und Krankheiten führen.

Dass Mobbing Gesundheitsstörungen verursacht, zeigt folgendes Beispiel:

Bei einem Patienten mit hohem Blutdruck konnte ich feststellen, dass sich immer dann, wenn er von seinem Arbeitsplatz in die Praxis kam, besonders hohe Werte messen ließen. Er erzählte jedesmal von seinen unangenehmen Erlebnissen: den ungerechten Kritiken seines Chefs, den Unhöflichkeiten, Hänseleien, ja Demütigungen durch seine Kolleginnen und Kollegen. Als er eines Tages während seines Urlaubs in der Praxis erschien, lag der Blutdruck im Normbereich. Da der Patient die psychische Dauerspannung auf seinem Arbeitsplatz nicht aushielt, kündigte er. Er hatte Glück. Auf seiner neuen Arbeitsstelle, die er relativ schnell gefunden hatte, wurde seine Arbeit anerkannt. Er fühlte sich wohl. Der Blutdruck war kontrollbedürftig, die Werte auch mal an der oberen Grenze. Jedoch der vormals gemessene, medikamentös nicht einstellbare Bluthochdruck zeigte sich nie wieder…

Fragen rund ums Mobbing

  • Was bedeutet Mobbing?
    Das Wort kommt aus dem englischen Sprachgebrauch. Mob, mobb bedeutet Pöbel – mobbing: anpöbeln.
  • Was wird als Mobbing bezeichnet?
    Die Gesamtheit des Ablehnungsverhaltens den Mitmenschen gegenüber einschließlich Verleumdung bis hin zum Rufmord wird heute als Mobbing bezeichnet.
  • Wie entsteht Mobbing?
    Neid in allen Lebensbereichen erzeugt den Wunsch zu Mobbing; vermindertes Selbstbewusstsein wird durch Mobbing aufpoliert; negative Gefühle wie Antipathie und Hass führen zu Mobbing. Während einer schlechten Arbeitsmarktlage wachsen Existenzängste und der dadurch entstehende Konkurrenzkampf wird oft mit “allen Mitteln” (Mobbing) ausgetragen, um den Arbeitsplatz zu erhalten.
  • Wo kommt Mobbing vor?
    In der Familie, zwischen Nachbarn, beim Einkauf, auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln, zwischen Autofahrern, im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz – also in allen Lebensbereichen.
  • Wo ist Mobbing gehäuft anzutreffen?
    Überall da, wo eine Gruppe von Menschen täglich viele Stunden miteinander verbringt.
  • Welche Auswirkungen hat Mobbing auf den Menschen?
    Mobbing löst Missempfinden aus. Die Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization) definiert Gesundheit als Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Wo Missempfinden Wohlbefinden verdrängt, entstehen Gesundheitsstörungen. Diese können leicht bis schwer ausgeprägt sein, sie können verschwinden oder zu Krankheiten werden. Wie stark sie sich äußern und welchen Weg sie einschlagen, hängt von den auslösenden Ursachen und dem Umgang mit diesen Ursachen ab.

mobbing1

Krankheitsentstehung durch Mobbing

Aus der Grafik ist ersichtlich, wie die Ablehnung einem Menschen gegenüber zum Ausdruck gebracht werden kann. Da der Mensch ein Gemeinschaftswesen ist, das zum einen soziale Kontakte braucht, zum anderen auch Anerkennung und Lob für seine geleistete Arbeit, um ein Erfolgserlebnis zu haben, welches zu seinem Wohlbefinden beiträgt, seine Leistungsfähigkeit steigert und ihn erfolgreich sein lässt, löst ein ungerechtfertigtes Ablehnungsverhalten Vereinsamungsgefühle und Missempfindungen aus. Diese Missempfindungen rufen enorme seelische Spannungszustände hervor, welche zu Stressreaktionen führen können. Dadurch entstehen Warnsignale wie Herzrasen, Kopfschmerzen und andere Schmerzen, Schlaflosigkeit, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Bluthochdruck. Das Bestehenbleiben der auslösenden Ursachen kann zu den verschiedensten Krankheiten, unter anderem Magen-Darmgeschwüre, Herzinfarkt, Schlaganfall, Asthma führen.

Auswirkungen des Mobbing
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Vorgehen gegen Mobbing

Da heute Millionen Menschen unter Mobbing leiden und dadurch gesundheitsgefährdet sind oder sich in eine Krankheit mit all ihren Konsequenzen, auch Arbeitsunfähigkeit, flüchten, ist dieses Phänomen zu einem echten gesundheits- und wirtschaftspolitischen Problem geworden, mit dem es sich auseinanderzusetzen gilt.

Das bedeutet: “Kampf dem Mobbing” durch

  • vorbeugende Maßnahmen: z. B. für ein gutes Arbeitsklima Sorge tragen
  • Beseitigung des als Krankheitsursache wirkenden Mobbings

Dass dies leichter gesagt als in die Tat umgesetzt werden kann, wird jede und jeder Betroffene bestätigen. Es scheint einfacher zu sein, beispielsweise Krankengymnastik zu betreiben, Tabletten zu schlucken oder gar eine Spritze verabreicht zu bekommen. Diese und andere Behandlungsmethoden sind beim Bestehen einer Krankheit sowieso unumgänglich. Für eine erfolgreiche Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit aber ist die Beseitigung der krankheitsauslösenden Ursachen, so auch Mobbing, unerlässlich. Das bedeutet, Mobbing erfolgreich zu bekämpfen.
Hier einige Tips.
Zunächst der Dunkel-Hellvergleich.
Alles, was in Dunkelheit gehüllt ist, erweckt Angst. Man kann sich nicht gegen etwas verteidigen, das man nicht sieht. Vielmehr wird man die Flucht ergreifen, sich verfolgt und ausgelieftert fühlen. Gegenstände werden zu Ungeheuern. Man kann sich vor ihnen nicht schützen. Man fällt über sie, man ist ihnen ausgeliefert. Dieser Zustand ändert sich schlagartig, wenn man das Licht einschaltet. Der Raum erscheint nun überschaubar. Man erkennt jeden Gegenstand und kann ihm ausweichen oder ihn beiseite stellen.
Wer von Mobbing betroffen wird und sich nicht damit beschäftigt, wird nur die Bedrohlichkeit empfinden, die von ihm ausgeht. Er wird nur das Verhalten des oder der Mobber registrieren und nichts dagegen unternehmen. Die seelischen Spannungen, die sich dabei summieren, werden letztendlich zu Krankheiten führen.
Wer aber betroffen ist und sich mit dem Problem bewusst beschäftigt, wird sich befreien können. Dabei sind einige Punkte zu beachten.

1. Sich einen Überblick über das Problem verschaffen. Was löst Missempfindungen aus? Man schreibt auf, was einen am Verhalten anderer stört.
2. Das Problem ananlysieren. Was ist der Grund für das Mobbing-Verhalten? Falls man erkennen sollte, selbst der Anlass zu sein, das eigene Verhalten korrigieren. Wenn aber – und das ist der weitaus häufigere Grund – Mobbing durch Neid entstanden ist oder als Konkurrenzkampf benutzt wird, soll man dagegen vorgehen.
3. Das Problem lösen. Je nach eigener Persönlichkeitsstruktur, Beharrlichkeit der Mobber und Heftigkeit des Mobbings gibt es mehrere Möglichkeiten, das Problem zu lösen.

  • Die Situation konkretisieren. Man fragt bei jeder Mobbing-Attacke konkret nach dem Grund. Anschreien verbietet man sich ein für allemal. Wer es allein schafft, Mobbing abzubauen, wird sein Selbstvertrauen stärken und auch künftig etwaige ähnliche Schwierigkeiten beseitigen könnnen. Wer allein nicht damit zurecht kommt, obwohl er die Vorarbeit “überblicken und analysieren” geschafft hat, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und in Einzel- oder Gruppengesprächen den Mut aufbauen, sich den Mobbern zu stellen.
  • Sich mit der Situation arrangieren. Wer sich mit Freude seiner Arbeit widmet und lernt, seine Aufmerksamkeit nicht an Anpöbelungen zu verschwenden, sondern in andere Lebensbereiche auszurichten (Freundschaften pflegen, interessanten Hobbys nachgehen u.s.w.), wird Mobbing nicht mehr als solches empfinden und ihm aus dem Weg gehen, ohne davon berührt zu werden. Er wird sich mit der Situation arrangieren.
  • Sich von der Situation zurückziehen. Wenn krankheitsförderndes Ablehnungsverhalten unter keinen Umständen beseitigt werden kann, sollte man “seine Wurzeln aus dem kranken Boden ziehen”. Sich zurückziehen bedeutet weder nachgeben oder klein beigeben, noch besiegt zu sein. Es bedeutet, den Mut aufbringen, einen neuen Anfang zu wagen und so zu seiner Gesundheit beizutragen.

Dr. Selma Maria Martin

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8 Kommentare »

  • Manal sagt:

    Liebe Frau Dr.Martin,

    ich bin 36 Jahre alt und Mutter von drei Kindern.
    Ich werde schon über Jahre von meiner Familie so sehr gemobbt und wirklich kapputt gemacht, dass ich nun alle meine Freunde verloren habe und in eine absolute Isolation geraten bin.Alle meine Freunde sind auf Grund vieler bösartiger Verleumdungen und Lügengeschichten nun die Freunde meiner zwei Jahre jüngeren Schwester. Sogar die Freunde, die ganz genau wußten, was diese Familie mir über Jahre angetan hat. Meine Schwester hat sich wie ein bösartiges Krebsgeschwür infiltriert und lebt jetzt das Leben, welches meines war. Ich sehe die einzige Chance auf ein sorgenfreies Leben mit sozialen Kontakten in einem Umzug – so weit weg wie es geht. Mein ältester Sohn jedoch besucht die 11. Klasse eines Gymnasiums und ich habe Angst, dass ein Schulwechsel ihm schaden könnte. Ich bitte sie vielmals um Ihre Meinung. Das was mir angetan wurde könnte Buchbände füllen und eigentlich mt Vernunft nicht zu erklären.Tatsache ist, dass meine Mutter mir mein Leben nie gegönnt hat( ich bin die älteste Tochter von 7 Kindern-keiner steht zu mir!!!).Mein Mann war erfolgreicher Architekt und ich hatte schon mit 23 Jahren mein erstes Haus, aber sie hat sich NIE für mich gefreut oder mir geholfen im Gegenteil. Die Folge von diesem Mobbing ist nun, dass wir ARGE – abhängig sind und völlig zerstört. Bitte höflich um Rat. Bitte.
    Danke im voraus.

    Mit freundlichen Grüssen

    Ihre Manal

  • doreen sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Martin,

    ich bin jetzt 20Jahre alt, im August werde ich 21.
    Momentan bin ich noch in Ausbildung, welche zum 02.06.2009 vorzeitig abgebrochen wird, aus folgendem Grund. Bis letztem Jahr Oktober war ich mit einer meiner Arbeitskolleginnen “super” befreundet, die freundschaft begann anfang März 2008 und endete zum 12.Oktober als ich aus persönlichen Gründen mit meinem damaligen Ex-Freund schlussgemacht habe.Zum Glück hat er mich nicht aufgegeben und nun sind wir auch seit Dezember Verlobt. Im Oktober ging es halt los, wir wollten mit meiner langjährigen allerbesten Freundin zusammenziehen, das heißt wir waren dabei seit September und nur noch mein zeug hätte in die Wohnung gemusst, als es plötzlich hieß das der Vermieter da geweßen wäre und ich meinen Mietanteil in höhe von 155,00€ angeblich nicht gezahlt hätte. Seit diesem Tag ging es auch auf Arbeit los, Sie erzählte irgendwelche Lügengeschichten im Betrieb herum. Irgendwann im mitte oder ende Dezember fing es an das die Kasse (also ich arbeite im Verkauf in einer Bäckerei) nicht stimmte, dass heißt es fehlte ständig ein ziemlich hoher Betrag zwischen ca,20-50€. Das schlimmste daran ist das es meine Arebeitskollegin so hingedreht hat, das ich das Geld geklaut haben soll, was aber gar nicht stimmt. Des weiteren bin ich beschuldigt worden Backwaren und die Trinkgeldkasse geklaut zu heben und Drogen würde ich angeblich auch nehmen. Ich bin total am ende mit meinen nerven, fange ständig ohne grund an zu weinen, ich habe probleme Nachts durchzuschlafen, da ich durch Alpträume gequält werde, wenn irgend ne kleinigkeit ist zum beispiel was falsches gesagt wird, bin ich gleich gereitzt.
    Vielleicht können Sie mir weiterhelfen, was ich dagegen tun kann.

    Mit freundlichem Gruß

    Doreen

  • Jan Adden sagt:

    Sehr geerhte Frau Dr. Martin
    Ich bin 43 seit Januar und Lebe aleinstehend
    Momentan arbeite ich aber wurde gekündigt durch mangelhafter Arbeitsleistung .
    Ich habe das Gefühl das der Schichtleiter im Betrieb mich gandenlos aus gegrenzt hatt und mir Arbeiten gegeben hat wofür ich nicht Quallifiziert bin ( nidere Arbeiten ) mit anderen Worten schlecht behandelt fühle.

    Bitte geben sie mir Rat

  • Ket H sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Martin,

    ich (26 Jahre) wurde fast zwei Jahre lang von der Familie meines Freundes gemobbt. In meinem Beisein über mich lästern, kein Gruß, keine Glückwünsche zum Geburtstag, hinter meinem Rücken über mich reden, schlechtmachen bei Freunden, die ganze Palette quasi. Bei einem einberaumten Klärungsgespräch wurde mir ins Gesicht geschrien und gespuckt, mein Freund stand tatenlos daneben und stand auch sonst nie hinter mir sondern hat auch noch meine Geheimnisse verraten und ist mir in den Rücken gefallen, als ich mich verteidigen wollte. Auf die Frage, was ich falsch gemacht habe kam nur “wir können mit dir nichts anfangen und wollen nichts von dir wissen”. Ich war also plötzlich der Fußabtreter obwohl die ersten beiden Jahre alles recht harmonisch war. Dann habe ich noch ca. 8 Monate alles ertragen müssen, da ich gerade in der Probezeit eines neuen Job war. Er ist Nachts nach seiner Arbeit heimlich zum Bruder gegangen und hat mir am nächsten Tag Lügengeschichten erzählt. Es ist soviel demütigendes passiert. Nun habe ich Angst, dass meine zwischenmenschlichen Beziehungen immer so werden. Ich merke, wie ich nur noch ein Schatten meiner selbst bin. Sehr verunsichert im Umgang mit anderen Menschen. Ich will natürlich alles richtig machen, damit das nicht nochmal passiert. Doch gestern habe ich gelesen, dass es auch falsch ist alles richtig machen zu wollen und man somit wiedermal die Vorlage zum Mobben bietet. Ich bin vor 7 Jahren umgezogen, habe keinen guten Freundeskreis aufbauen können, da die Beziehung mich so schwach gemacht hat und ich am liebsten nur noch schlafen/verkriechen wollte. Ich bin ansonsten sehr froh, dass ich “nur” unter Haarausfall und Schwäche litt/leide, da ich gelesen habe, dass noch viel schlimmere Krankheiten auftreten können. Ich denke trotzdem über eine Therapie nach die mir mein Selbstvertrauen wiedergibt, gibt es da etwas passendes?

    Ich bitte um Ihre Hilfe und Tipps, was ich tun kann, damit ich diese Last aus den letzten Jahren loswerde. Vielen Dank schonmal vorab!

    Mit freundlichen Grüßen, Ket H

  • Anne27j sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr.Martin,
    ich bin 27j und ich bin auf der suche nach Mobbing-Berichten in der Familie auf dieser Seite gelandet. Ich bin selbst davon betroffen. Meine Eltern, heute getrenntlebend haben uns 3 Kindern nie ein Wertgefühl für das Dasein, Liebe, Geborgenheit, Selbsbewußtsein und Vertrauen gegeben.
    Meine Mutter 46j (selbstständig) ist vom Charakter sehr dominant und rechthaberisch. Mein Vater 53j (Landwirt) hält sich bis heute unterwürfig kommentarlos aus allem raus, obwohl sie nicht mehr miteinander wohnen. Meine 2 Brüder wohnen beim Vater auf dem kleinen Hof.
    Seit ich Kind bin, habe ich nie ein vertrauensvolles Verhältnis zu meinen Eltern bekommen. Ich habe mit 16j meine Schule fertiggemacht, mit 17j bin ich ausgezogen. Die angefangene Ausbildung habe ich abbrechen müssen, weil ich es nicht gepackt habe. Ich bin mit dem Druck für das Lernen und das Miteinander zw Arbeitskollegen und Chefs nicht zurechtgekommen. Ich hatte nie das Selbstbewußtsein, gut zu sein und die Ausblidung zu schaffen.
    Ich habe durch Zufall in einer großen Firma ohne Ausbildung eine Arbeitsstelle bekommen.
    Viele Freundschaften sind durch Misstrauen zu Brüche gegangen, weil ich auch nicht so offen bin. Eine feste Beziehung hatte ich bisher nur 1.
    Meinen jüngeren Bruder 24j habe ich vor knapp 6 Monaten verloren, durch Verläumdungen, Lügen, Machtspiele meiner Mutter.
    Ich habe vor 1 Jahr den Kontakt komplett abgebrochen, seitdem bin ich bei meinem Vater auch nicht mehr so *erwünscht*.
    Mit freundlichen Grüßen Anne27j

  • Carolyna sagt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Martin,

    ich bin 22 Jahre alt und während meiner Schulzeit zehn Jahre lang gemobbt worden. Es fing in der ersten Klasse an und hörte erst nach einem Schulwechsel nach der Neunten auf. Das achte Schuljahr musste ich zudem wiederholen. Ich wurde von den Jungs meiner Klasse jeden Tag hässlich und eklig genannt, im Sport wurde ich auch wegen mangelnder Leistungsfähigkeit immer als Letzte gewählt. Mir wurde permanent gesagt, ich solle in eine Ecke gehen und mich schämen. Die Mädchen haben alle einfach weggeschaut, zwei von ihnen haben sich aktiv am Mobbing beteiligt. Wirklich Freunde hatte ich die größte Zeit nicht. Meine Eltern trennten sich, als ich 14 war. Meine beiden älteren Geschwister haben mich damals schon gemobbt, aber von diesem Zeitpunkt ab an wurde es noch schlimmer. Sie haben mich schon vom Kindesalter an “Die Behinderte” genannt (obwohl ich nicht behindert bin und es auch nie gewesen bin), mich als hässlich bezeichnet und fiese Dinge mit mir gemacht. Sie haben sich zum Beispiel einmal im Schrank meines Zimmers versteckt und mich bespannert, oder mich gefragt, ob ich nicht merke, dass mich nicht einmal meine eigene Familie liebt. Bei Versuchen, mich zu integrieren, wurde ich nur ausgelacht. Meine eigene Mutter nannte mich kurz nach ihrer Trennung von meinem Vater “Pickelface” und “gestört”. Freundinnen und Freunde meiner Geschwister haben mich ebenfalls gemobbt, mir gesagt, ich würde stinken, mich dazu gezwungen, ihnen Brote zu schmieren und ihnen Zigaretten zu kaufen oder von unserer Nachbarin zu erfragen, nachdem sie z.B. “ausgehungert” von einem Party-Wochenende nach Hause kamen. Dass ich mich im Wohnzimmer und in meinem Zimmer einzusperren versuchte, hat mir nachher nichts mehr gebracht, weil meine Geschwister die Türen aufgetreten haben. Mein Bruder hat mir ab und an Ohrfeigen gegeben, mir in den Unterleib getreten etc, aber es würde jetzt zu weit führen, alles aufzuzählen. Eins vielleicht noch: Beide waren stark drogenabhängig, und meine Mutter hat immer bei ihrem neuen Freund geschlafen. Meine Geschwister bedauern inzwischen sehr, was früher gewesen ist und ich habe ihnen weitestgehend verziehen, nur sind die Narben in meiner Seele geblieben.

    Ich habe noch nie einen Freund gehabt. Ich fühle mich selbst unendlich hässlich und verliere von Tag zu Tag die Hoffnung darauf, dass mein Leben doch noch irgendwann schön wird. Ich hab inzwischen einige Freunde, aber die haben wiederum andere, die sie schon viel länger kennen als mich, so dass ich einfach keinen so hohen Stellenwert für sie habe. Also bin ich alleine, manchmal versteh ich nicht, wozu ich überhaupt geboren wurde. Erst neulich habe ich von meinem Bruder erfahren, dass meine Mutter eine Lüge über mich erzählt hat, dass ich angeblich abfällig über ihn und meine Schwester geredet haben soll. Das stimmt aber einfach nicht. Sie hat mich vor einigen Monaten einfach so auf einen körperlichen Makel von mir aufmerksam gemacht, weshalb ich fast zu weinen anfangen musste. Sie meinte, es sei ja nur Spaß gewesen. Ich weiß nicht, wie ich jemals zu mir selbst finden soll. Ich schaffe es nicht mehr, Lebensfreude zu empfinden – die Phasen, in denen ich mal glücklich bin, schwinden immer mehr, genauso wie ich meine Hobbies extrem zu vernachlässigen angefangen habe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Carolyna

  • fritze sagt:

    Guten Tag
    bin 47 Jahre alt und hatte selbst gekündigt auf anraten meines
    Arztes. In meinen Job als Bauleiter wurde ich nach einem halben Jahr gemobbt.Zusätzlich bekam ich Gesundheitliche Probleme wie
    Kopfschmerzen, Durchfall, Magenprobleme,Schlafprobleme.
    Bin seit 3 Monaten Arbeitsunfahig geschrieben und bin in
    Ärztlicher Behhandlung wo mir mitgeteilt wurde, dass ich erst Abstand und Ruhe brauchte um die Erfahrungen ab zu bauen.
    Nun meine Frage ; Was kann ich noch selber tun ?
    Medikamente nehme ich zur Zeit nicht, bzw. Zeitweise
    Schlaftabletten.
    Von Ärztlicher Seite ist keine Gruppentherapie oer Einzelgespräche
    befürwortet worden.
    Vieleicht können Sie mir eine Antwort geben ?

  • Ciaudia sagt:

    Sehr geehrte frau Dr.Martin
    Ich bin Mutter von Zwei Kindern noch 16 Jahre und gerrade 13 Jahre alls wen das nicht schonn schwierig genug werre ,h abe ich immer neben bei gearbeitet bis letzes Jahr waren alle zufrieden . Dann wurde ich von einem Arbeitgeber bösse in” verarscht hat wo ich vor Gericht gegangen bien ,und gewann. Jetzt habe ich Zwei Mini Jobs .Mit einer Mitabeiterrin die steht wie ein Pittbull hinter mir kommandiert rumm Tage vor her verschwand ein Schlüssel dan schmieß sie müll in eier ecke wo ich gefegt hatte und maullte mich ich soll vernünftig arbeiten . Heute war sie künngenug und stand mit ihrer Goßen Putzmaschiene Hintermir als ob sie sich Aufgeilen wollte und Pöppelt rum, heileit war sie fur mich mit der Maschiene an das ich zum arzt muste.

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