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Article Archive for Year1999

Geräusche verändern die Pupillengröße

Sowohl bei weiblichen als auch bei männlichen Testpersonen weiteten sich auf ein Sex-Geräusch hin die Pupillen mehr als bei anderen Geräuschen. Den Testpersonen wurden jeweils 30 Sekunden lang 4 verschiedene Geräusche vorgespielt und dabei die Größe der Pupille gemessen. Ein Hörstimulus stammte aus dem Bereich der Aggression, einer aus dem Bereich Sex, die beiden anderen […]

Vergrößerte Plazenta bei Frauen, die in der Schwangerschaft rauchen

Bei Schwangeren, die rauchen, wachsen die Blutgefäße (= Angiogenese) der Plazenta. Dadurch vergrößert sich die Plazenta – mit einem Elektronenmikroskop wurde gezeigt, dass mehr Blutgefäße vorhanden sind und sich diese stärker winden (1). Durch die Vergrößerung versucht die Plazenta, den Sauerstoffmangel des kindlichen Blutes, der durch das Rauchen erzeugt wurde, auszugleichen (3). Rauchen während der […]

Erster Bio-Computer entwickelt

Der erste biologische Computer besteht aus Neuronen (=Nervenzellen) vom Blutegel und ist in der Lage, einfache Rechenoperationen durchzuführen. Hierzu haben die amerikanischen Wissenschaftler einzelne Neuronen aus Blutegel präpariert und dann Mikro-Elektroden in diese eingeführt. Diese Mikro-Elektroden hatten Verbindung zu einem Computer. Die Neuronen antworteten auf einzelne elektrische Reize der Elektroden mit einer eigenen typischen Reaktion, […]

Neuer Ansatzpunkt für die Behandlung vom septischen Schock

Ein neu entdecktes Protein HMG-1 (high mobility group 1) könnte ein Ansatzpunkt für die Therapie des septischen Schocks sein. Dieses Protein ist normalerweise an die DNA (=Erbsubstanz) gebunden; es könnte ein wichtiger Mediator beim septischen Schock sein, da dieses HMG-1 Protein bei Betroffenen im Blutserum signifikant erhöht ist. Ein Ausschalten des Proteins durch Antikörper hat […]

Kaffeekonsum verhindert die Entstehung von Gallensteinen

Das im Kaffee enthaltene Koffein ist die Ursache dafür, dass Männer, die regelmäßig 2 bis 3 Tassen täglich Kaffee trinken, mit einem vierzigprozentigen geringeren Risiko ausbilden. Wurden 4 oder mehr Tassen Kaffee konsumiert, war das Risiko noch geringer. In der Studie wurden Männer im Alter zwischen 40 und 75 Jahren 10 Jahre lang beobachtet (1). […]

Neue Erkenntnisse bei der Huntington Krankheit

Eine erhöhte Enzymaktivität in einzelnen Gehirnabschnitten könnte der Grund für die Huntington Krankheit sein. Das Enzym heisst “Transglutaminase” und beeinflusst normalerweise die Hautbildung, den Heilvorgang und Wundverschluss. Die Transglutaminase wurde vermehrt im Cortex, Cerebellum und Gehirnkernen gefunden; in den gleichen Bereichen fand man Aggregate (Zusammenlagerung) vom sog. Huntington Protein, welches ein diagnostischer Hinweis auf die […]

Die Gehirne grosser Denker haben eine leicht veränderte Form

Einsteins Gehirn hatte eine von der Norm abweichende Struktur: Die seitlichen Gehirnlappen (sog. Lobus parietalis) sind im hinteren Teil 15% größer gewesen und eine seitliche Furche (Sulcus lateralis cerebri=Sylvius Furche) war anders geformt. Sein Gehirn war jedoch nicht schwerer als andere. Die Wissenschaftler vermuten, dass die größere Ausdehnung des o.g. Gehirnareals mit einem hohen Maß […]

Hoffnung für Sehbehinderte mit Hornhautschädigung

Durch eine Transplantation von so genannten epithelialen Stammzellen (=Ursprungszellen) der Hornhaut kann die Sehfähigkeit von Sehbehinderten mit Hornhautschädigung verbessert werden, bei denen die Standard-Hornhauttransplantation keine Alternative darstellt. Hornhauttransplantationen haben keinen Effekt bei Patienten, bei denen die epithelialen Stammzellen zerstört wurden. Das ist z. B. der Fall bei Unfällen, bei denen Chemikalien oder Hitze die Hornhaut […]

Die erhöhte Sterblichkeitsrate bei Fettleibigkeit nimmt im Laufe des Alters ab

Dass Fettleibigkeit die Sterblichkeitsrate erhöht, ist seit langem bekannt. Eine umfangreiche Studie der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf zeigt nun, dass diese bei älteren dickleibigen Patienten, die einen sog. erhöhten BMI (Body Mass Index) haben, wieder abnimmt (1). Dies betrifft Patienten jenseits der 50, Männer und Frauen im gleichen Maße. In der Studie wurden über 6000 Menschen […]

Geklontes Schaf zeigt erste Unterschiede zu seinen Artgenossen

Die Erbanlagen (Chromosomen) des ersten Schafes namens Dolly haben sich im Laufe der Zeit verändert. Die Endstücke der Chromosomen, sog. Telomere, sind kürzer als die der Artgenossen. Die Wissenschaftler vermuten, dass dies eine Auswirkung auf die Lebenserwartung des geklonten Tieren und evtl. aller geklonter Tiere haben kann, und Dolly schneller altern könnte (1, 2). Doch […]