Pankreas (lat.) Bauchspeicheldrüse. -itis (lat.) Wortendung mit der Bedeutung „Entzündung“
Krankheitsbild
Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse nennt man Pankreatitis. Sie kann akut auftreten oder über Jahre chronisch-wiederkehrend verlaufen. In jedem Fall ist die Pankreatitis eine ernste Erkrankung, die unbedingt ärztlicher Behandlung bedarf.
Typische Symptome einer akuten Pankreatitis sind starke Bauchschmerzen und -krämpfe, Übelkeit, Fieber und ein schweres Krankheitsgefühl. Es kann ferner zu einer Gelbfärbung von Augen und Haut kommen. Eine chronische Pankreatitis verursacht oft weniger Beschwerden. Häufig fällt den Betroffenen Nahrungsunverträglichkeit (fette Speisen) und Gewichtsabnahme auf. Im Verlauf der chronischen Pankreatitis kommt es jedoch häufig zu akuten Schüben mit den o. g. Symptomen.
An einer Pankreatitis erkranken in Deutschland jedes Jahr mehrere Tausend Menschen. Der Häufigkeitsgipfel liegt um das 50. Lebensjahr; Frauen erkranken etwas häufiger als Männer. In der Regel heilt die Pankreatitis bei angemessener Behandlung folgenlos aus; bei schwerem Verlauf kann sie jedoch durchaus tödlich enden.
Diagnose
Die Diagnose und Behandlung einer Pankreatitis muss in aller Regel im Krankenhaus erfolgen. Bei der Blutuntersuchung fallen neben allgemeinen Entzündungszeichen (z. B. Anstieg der Anzahl weißer Blutkörperchen) erhöhte Werte der Pankreasenzyme (Amylase, Lipase) auf. Bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauches kann die entzündete Bauchspeicheldrüse oft erkannt werden. Auch ein Röntgenbild des Bauches ist in der Regel nötig. Je nach vermuteter Ursache sollte auch eine Spiegelung des Magens und Zwölffingerdarms mit Untersuchung der Mündungsstelle der Bauchspeicheldrüse vorgenommen werden, bei der ggf. auch eine Behandlung der Ursache möglich ist (sog. ERP oder ERCP).
Krankheitsverlauf
Der Krankheitsverlauf der akuten Pankreatitis ist sehr unterschiedlich und im Einzelfall kaum vorherzusehen. Eine schwere Pankreatitis kann lebensbedrohlich sein. Bei optimaler Therapie heilt die Erkrankung aber in den meisten Fällen innerhalb weniger Wochen aus.
Die chronische Pankreatitis zeichnet sich durch wiederkehrende Schübe aus, die die Bauchspeicheldrüse über Jahre immer weiter zerstören können.
Bei beiden Formen kann es zu einer so schweren Schädigung der Drüse kommen, dass eine besondere Ernährung und z. T. die lebenslange Gabe von Pankreasenzymen in Tablettenform nötig ist. Selten entsteht aufgrund der Zerstörung der insulinbildenden Zellen im Rahmen der Erkrankung ein Diabetes mellitus, der mit Insulingabe behandelt werden muss.
Therapie
In der Regel ist bei der akuten Pankreatitis sowie beim Schub einer chronischen Pankreatitis ein stationärer Krankenhausaufenthalt mit anfänglicher Bettruhe und engmaschiger Überwachung nötig. Der Erkrankte darf nichts essen oder trinken und wird durch Infusionen ernährt. Diese Behandlung wird aufrecht erhalten, bis sich der Zustand und die Blutwerte des Patienten deutlich gebessert haben. Begleitend bekommt der Patient Schmerzmittel und ggf. Antibiotika.
Wenn der Pankreatitis eine Verlegung der Mündungsstelle der Bauchspeicheldrüse durch einen Gallenstein zugrunde liegt (s.Ursache), wird dieser im Rahmen einer Spiegelung des Zwölffingerdarms (ERCP, s.o.) entfernt. Nach Ausheilung der Pankreatitis wird häufig eine Entfernung der Gallenblase durchgeführt.
Bei schwerem Verlauf ist gelegentlich auch eine operative Behandlung mit Entfernung abgestorbener und entzündeter Gewebeanteile erforderlich.
Ursache
Das Pankreas (Bauchspeicheldrüse) liegt in der Tiefe der Bauchhöhle hinter dem Magen und ist zum Teil vom Duodenum (Zwölffingerdarm) umgeben. Die Drüse mündet in das Duodenum und gibt dorthin täglich etwa 2 Liter Verdauungssekret ab. Das Pankreas beinhaltet außerdem Zellen, die Hormone zur Regulation des Blutzuckerspiegels abgeben (Insulin und Glukagon).
Es gibt zwei häufige Ursachen für die Pankreatitis:
- Verlegung der Mündungsstelle der Drüse durch einen kleinen Gallenstein. Der enzymreiche Pankreassaft staut sich dann in der Bauchspeicheldrüse zurück und kann diese regelrecht „verdauen“. Es ist möglich, dass der Stein die enge Mündungsstelle nach einiger Zeit von alleine passiert, oder er wird im Rahmen der ERCP entfernt. Danach fließt das Sekret der Drüse wieder regelrecht ab.
- Alkoholmissbrauch führt vor allem zur chronischen Pankreatitis, kann aber auch eine akute Pankreatitis verursachen. Der Mechanismus der Schädigung der Drüse durch den Alkohol ist noch nicht geklärt.
Auch manche Medikamente, Viren und Unfälle mit Verletzung des Bauches können zu einer Pankreatitis führen. Selten kann die Untersuchung der Bauchspeicheldrüse (ERCP, s.o.) die Entzündung auslösen. Schließlich ist die Mündungsstelle der Drüse bei manchen Menschen sehr eng; bei ihnen kann die Erkrankung auch ohne den genannten Faktoren auftreten.
Vorbeugung
Da die Pankreatitis oft durch Gallensteine verursacht wird, wird empfohlen, die Gallenblase operativ zu entfernen, falls es aufgrund bekannter Gallensteine zu Beschwerden kommt. Damit sinkt das Risiko, neue Gallensteine zu bilden und an einer Pankreatitis zu erkranken.
Nicht nur die Pankreatitis, sondern auch eine Vielzahl anderer Erkrankungen lassen sich vermeiden, wenn man auf den übermäßigen bzw. regelmäßigen Alkoholkonsum verzichtet.
Ich verzichte auf Alkohol auf Grund meiner Probleme mit der Bauchspeicheldrüse

Senna
am 25. November 2012
Das glaub ich kaum. Im September oder Oktober erscheint eine ugpedatete Version der Wii. Auf die Wii U mfcssen wir wohl noch etwas warten. Das haben die sicher verwechselt mit der neuen Wii-Version.
Jutta Immelmann-Heine
am 18. Juni 2012
DANKE, das war eine kurze, bündige und für den Laien gut verständliche Übersicht – SEHR HILFREICH !
To Whom It Concerns … » Gedanken zu Weihnachten
am 24. Dezember 2010
[...] für mich besagte Wirbel-Frakturen (durch Ausrutschen auf winterlicher Straße), eine Pankreatitis (diesmal glücklicherweise einmal ohne Intensivstations-Aufenthalt) und der Abriss der [...]