Schizophrenie
Allgemeines
Bei der Schizophrenie handelt es sich um eine sehr schwere psychische Erkrankung, bei der es zu charakteristischen Störungen im Bereich des Denkens und der Sprache, der Affektivität und der Selbst- und Fremdwahrnehmung kommt. Die Wahrnehmung der eigenen Person, der Umwelt und anderer Menschen kann völlig unrealistisch verändert, verzerrt, “verrückt” erscheinen. Sinnestäuschungen (Halluzinationen) und wahnhafte Denkinhalte können vorkommen (sog. “produktive Symptome”). Folge sind schwere Beeintächtigungen in der Kommunikationsfähigkeit und dem sozialen Verhalten. Sinnestäuschungen können im akustischen (z. B. Stimmen hören), optischen (Trugbilder), aber auch im Geruchs- und Geschmacksbereich entstehen. Die Ausbildung von Wahn (nicht koorigierbare Fehlurteile im Denken; tritt auf als Verfolgungs-, Größen-, Vergiftungs-, Kontroll-, Eifersuchts-, Beziehungswahn) kann bei schizophrenen Erkrankungen auftreten. Das Vorkommen von Halluzinationen und Wahn lässt jedoch noch nicht den sicheren Rückschluss auf die Diagnose Schizophrenie zu, da diese Symptome auch bei anderen psychischen Erkrankungen vorkommen können. Das Erscheinungsbild der Schizophrenie kann insgesamt sehr vielgestaltig und “bunt” sein (siehe Unterformen der Schizophrenie).
Zur Klassifikation
Die schizophrenen Psychosen (auch: Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis) stellen eine Hauptgruppe der sog. endogenen Psychosen dar. Der Begriff “endogen” bezieht sich dabei auf die ältere psychiatrische Auffassung und Definition der Schizophrenie, dass die Erkrankung unabhängig von körperlichen Erkrankungen und seelischen Einflüssen, gewissermaßen von “innen heraus” entsteht.
Historisches
Das Krankheitsbild der Schizophrenie ist bereits seit dem Altertum bekannt und wurde in früheren Zeiten mit Begriffen wie Verrücktheit, Geisteskrankheit, Wahnsinn oder Irresein bezeichnet. 1896 prägte der Psychiater Emil Kraepelin den Begriff der “Dementia praecox”, da es bei einem Teil dieser Patienten im Verlauf der Erkrankung zu charakteristischen Störungen des Denkens und frühzeitig zum Abbau intellektueller Fähigkeiten kam. Die Bezeichnung “Schizophrenie” (Spaltungsirresein) geht auf den Psychiater Eugen Bleuler zurück (1911), dem das charakteristische dieser Erkrankung in einem Mangel an der Einheit der Persönlichkeit bestand, in einer Zersplitterung und Aufspaltung des subjektiven Gefühls der Persönlichkeit sowie der psychischen Tätigkeiten des Fühlens, Denkens und Wollens. Er unterschied dabei die Gruppe der Primärsymptome (formale Denkstörungen, Ich-Störungen und Störungen der Affektivität), die für die Diagnose obligat vorhanden sein müssen und die sekundären (akzessorischen) Symptome (Wahn, Halluzinationen, katatone Symptome), die zusätzlich bei der Erkrankung auftreten können. In neuerer Zeit wurde das Schizophrenie-Konzept durch die Lehre Kurt Schneiders mit der Unterscheidung von Symptomen 1. Ranges (Ich-Störungen: Gedankeneingebung, -entzug, -ausbreitung. Akustische Halluzinationen: dialogische, kommentierende, imperative Stimmen, Gedankenlautwerden, Willensbeeinflussung. Wahnwahrnehmung. Leibliche Beeinflussungserlebnisse) und 2. Ranges (optische, geruchliche, geschmackliche sowie sonstige akustische Halluzinationen, abstruse Körpergefühlsstörungen) erweitert und differenziert.
Krankheitsbild
Nach dem auch in Deutschland gültigen internationalen Klassifikationssystem für psychische Erkrankungen (ICD 10) sind die schizophrenen Störungen durch grundlegende und charakteristische Störungen der Wahrnehmung, des Denkens und durch eine Störung des Gefühlslebens (Affektverflachung,= verminderte gefühlsmäßige Ansprechbarkeit) gekennzeichnet, wobei die intellektuellen Fähigkeiten und die Klarheit des Bewusstseins in der Regel nicht beeinträchtigt sind. Im Laufe der Zeit können jedoch kognitive Defizite entstehen. Unter kognitiven Defiziten versteht man geistige Einbußen von Hirnleistungsfunktionen, die u. a. das Denken und Urteilen, die Auffassung, das Gedächtnis und die Merkfähigkeit, die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit betreffen.
Die Störung beinträchtigt die Grundfunktionen, die einem Menschen das Gefühl von Individualität, Einzigartigkeit und Entscheidungsfreiheit geben. Die Erkrankten sind der Überzeugung, dass andere Menschen an ihren innersten Gedanken, Gefühlen und Handlungen teilnehmen können. Häufig werden im Rahmen eines Erklärungswahnes hierfür verschiedene Kräfte natürlicher und/oder übernatürlicher Art verantwortlich gemacht, die den Betroffenen in seinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen beeinflussen. Die Betroffenen sind anfangs oft ratlos. Alltägliche Dinge aus der Umwelt werden auf die eigene Person bezogen, erhalten eine z. T. unheimliche Bedeutung. Die charakteristische schizophrene Denkstörung zeigt ein vages, schiefes, verschwommenes Denken. Der sprachliche Ausdruck kann unverständlich sein. Nebensächliche Dinge werden in den Vordergrund gerückt und anstelle wichtiger und situationsentsprechender Elemente verwand. Der Gedankenfluss kann stockend sein, mit Einschiebungen und Brüchen. Die Stimmung ist flach oder unangemessen.
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Epidemiologie
Ca. 1% der Bevölkerung (weltweit, d. h. keine wesentlichen transkulturellen Unterschiede) ist an Schizophrenie erkrankt. Die Erkrankung hat einen Altersgipfel zwischen dem 20.-40. Lebensjahr, bei Männern am häufigsten 15.-25. Lj., bei Frauen zwischen 25.-34. Lj. Sogenannte Spätschizophrenien (nach 40. Lj.) sind bei Frauen häufiger. Frauen erkranken insgesamt etwas häufiger und später als Männer.
Verlauf
Der Beginn ist häufig subakut, zieht sich oft über Monate bis Jahre hin. In diesem uncharakteristischem Vorstadium bestehen oft über einen längeren Zeitraum hin leichtere psychische Symptome. Es kann zu sozialem Rückzug kommen, viele Kranke sind scheu und empfindsam, andere neigen zu streitsüchtigem und oppositionellem Verhalten oder werden unnahbar. Charakteristisch sind sog. sinnlose, unverständliche Verhaltensweisen. Nach diesem Vorstadium kommt es zur Ausbildung der eigentlichen schweren schizophrenen Symptomatik, zum Teil auf dem Hintergrund von Erlebnisfaktoren. Ein akuter Beginn der Erkrankung ist vergleichsweise seltener.
Der weitere Verlauf schizophrener Erkrankungen ist nach Abklingen der Ersterkrankung nicht einheitlich. Bei ca. 1/3 der Erkrankten kommt es zu einer (fast) vollständigen Heilung der Ersterkrankung. Beim sog. episodischen Verlauf kommt es zu Wiedererkrankungen, wobei die
Zeitintervalle und die Häufigkeit des Auftretens dieser sog. “Schübe” oder “Episoden” variabel sind. Jeder dieser “Schübe” kann einen sog. Residualzustand in Form einer Persönlichkeitsveränderung hinterlassen, der in leichteren Fällen die Arbeits- und Anpassungsfähigkeit nicht aufhebt (soziale Remission). Bei etwa 1/3 der Kranken kommt es zu einem ausgesprochen ungünstigem, chronifiziertem Verlauf. Jede erneute Krankheitsepisode hinterlässt bleibende Veränderungen in der Persönlichkeit, jedes Rezidiv treibt den Persönlichkeitszerfall voran. Als Folge kommt es zum Verlust sozialer Fertigkeiten und zur Hospitalisierung. Jedoch kann es auch bei chronisch-progredienten Verlaufsformen der Schizophrenie in späteren Jahren therapeutisch bedingte oder spontan entstandene Besserungen geben.
Ursachen
Die monokausale, d. h. die auf eine einzige Ursache bezogene Erklärung der Schizophrenie ist nach heutigem Wissensstand nicht möglich. Man geht vielmehr von einem multifaktoriellem Bedingungsgefüge aus biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren aus.
- Biologische Faktoren:
Eine genetische Disposition gilt als gesichert. Die Häufigkeit der Erkrankung ist in der Verwandschaft schizophrener Patienten höher als in der Gesamtbevölkerung. Wenn z. B. beide Eltern an Schizohrenie erkrankt sind werden 40% der Kinder ebenfalls schizophren. Bei eineiigen Zwillingen liegt die Konkordanzrate bei 31-78%. Bei vollständiger Erbbedingtheit müßte jedoch die Konkordanzrate bei 100% liegen, d. h. beide Zwillingsgeschwister müßten an Schizophrenie erkranken. Daraus wird deutlich, dass neben Erbfaktoren noch andere Faktoren und Einflüsse für die Krankheitsentstehung bedeutsam sind. - Biochemische Faktoren:
Gemäß der sog. Dopaminhypothese (Dopamin ist eine chemische Überträgersubstanz=Transmitter, die im Mittelhirn gebildet wird und in verschiedenen Bereichen des Großhirns am Hirnstoffwechsel beteiligt ist) findet sich eine erhöhte Konzentration an Dopamin an zentralen Synapsen bzw. eine erhöhte Empfindlichkeit der dopaminergen Rezeptoren für diese Überträgersubstanz. - Psychogene Faktoren:
Hier werden insbesondere die sog. Ich-Defizite (Ich-Schwäche, brüchige Ich-Grenzen, “broken-home”-Entwicklung, symbiotische Mutter-Kind-Beziehungen, Kommunikationsstörungen (sog. double-bind Kommunikation, d. h. ständig in sich widersprüchliche Botschaften, die dem Kind vermittelt werden), Probleme in der Rollenzuweisung (z. B. das Kind als “Ersatzpartner”), bestimmte prämorbide Persönlichkeitseigenschaften (z. B. Kontaktscheu, hohe Verletzlichkeit) und das Auftreten belastender, traumatisch wirkender Lebensereignisse diskutiert.
Therapie
In den akuten Krankheitsphasen ist eine stationäre Behandlung notwendig. Nach Abklingen der psychotischen Symptomatik ist die ambulante Betreuung in vielen Fällen ausreichend. Die Behandlung erfolgt kombiniert medikamentös und psychotherapeutisch und wird durch verschiedene sozio-therapeutische Maßnahmen (Angehörigenberatung, ambulante Tagesangebote für psychisch Kranke etc.) ergänzt. Die pharmakologische Basisbehandlung erfolgt mit den sog. Neuroleptika. Mittlerweile stehen eine ganze Reihe von “hochpotenten” Neuroleptika zur Verfügung, die eine antipsychotische Wirkung entfalten können. Die medikamentöse Dauertherapie ist bei vielen Patienten erforderlich, um das Auftreten neuer Krankheitsschübe zu verhindern. Die Nebenwirkungen der Neuroleptika betreffen u. a. das motorische System, wo Bewegungstörungen in unterschiedlichem Ausmaß auftreten können.
Unterformen der Schizophrenie
- Paranoide Schizophrenie (häufigste Form):
Klinisch stehen meist dauerhafte, paranoide Wahnvorstellungen (Verfolgungs-, Vergiftungs-, Beeinträchtigungswahn-, Beziehungswahn), meist begleitet von akustischen Halluzinationen und anderen Wahrnehmungsstörungen im Vordergrund. Die Denkstörungen können im akuten Zustand deutlich sein, verhindern aber nicht die klare Beschreibung der typischen Halluzinationen und Wahngedanken. Störungen der Stimmung wie Reizbarkeit, plötzliche Wutausbrüche, Furchtsamkeit und Misstrauen sind häufig. “Negative” Symptome wie Affektverflachung und Antriebsstörung oder katatone Symptome (s. u.) stehen nicht im Vordergrund. - Katatone Schizophrenie:
Im Vordergrund stehen (psycho)motorische Störungen, die zwischen Extremen wie Erregung und Stupor oder zwischen Befehlsautomatismen und Negativismus alternieren können. Körperliche Zwangshaltungen und -stellungen können lange Zeit beibehalten werden. Episodenhafte schwere Erregungszustände können ein Charakteristikum dieses Krankheitsbildes sein. Die katatonen Phänomene können mit einem traumähnlichen (oneiroiden) Zustand mit lebhaften szenischen Halluzinationen einhergehen.- Stupor (eindeutige Verminderung der Reaktionen auf die Umgebung sowie Verminderung spontaner Bewegung und Aktivität) oder Mutismus (Mutismus bedeutet Nichtsprechen – über einen längeren Zeitraum – bei vorhandener Sprachfähigkeit und intakten Sprechorganen).
- Erregung (anscheinend sinnlose motorische Aktivität, die nicht durch äußere Reize beeinflusst ist.)
- Haltungsstereotypien (freiwilliges Einnehmen und Beibehalten unsinniger und bizarrer Haltungen).
- Negativismus (anscheinend unmotivierter Widerstand gegenüber allen Aufforderungen oder Versuchen, bewegt zu werden; oder statt dessen Bewegungen in die entgegengestzte Richtung).
- Rigidität (Beibehalten einer starren Haltung bei Versuchen, bewegt zu werden).
- Flexibilitas cerea bzw. wächserne Biegsamkeit (Verharren der Glieder oder des Körpers in Haltungen, die von außen auferlegt sind).
- Andere Symptome wie Befehlsautomatismen (automatische Befolgung von Anweisungen) und verbale Perseverationen (= sprachliche Äußerungen, die häufig immer in der gleichen Form (stereotyp) wiederholt werden und sinnlos erscheinen).
- Hebephrene Schizophrenie:
Affektive Störungen (Affektverflachung) und Antriebsstörungen (Initiativlosigkeit) sowie Denkstörungen (Zerfahrenheit) stehen hier im Vordergrund. Antrieb und Zielstrebigkeit gehen verloren, Ziel- und Planlosigkeit werden charakteristische Verhaltensweisen. Wahnvorstellungen und Halluzinationen sind bruchstückhaft und flüchtig, das Verhalten ist verantwortungslos und unvorhersehbar und Manierismen (=zweckmäßige Bewegungen werden sonderbar anmutend, unnatürlich-gekünstelt und verschroben ausgeführt) häufig. Die Stimmung ist flach und unpassend, oft begleitet von Kichern oder selbstzufriedenem, selbstversunkenem Lächeln oder von einer hochfahrenden Umgangsweise, von Grimassieren, Manierismen, Faxen, hypochondrischen Klagen und immer wiederholten Äußerungen (Reiterationen). Das Denken ist ungeordnet, die Sprache weitschweifig und zerfahren. Der Kranke neigt dazu, sich zu isolieren; sein Verhalten erscheint ziellos und ohne Empfindung. Meist früher Beginn zwischen 15.-25. Lj., wegen schneller Entwicklung der sog. Minussymptomatik (Affektverflachung und Antriebsverlust) eine eher schlechte Prognose. Die Persönlichkeit (vor Erkrankungsbeginn) ist meist schüchtern und einzelgängerisch.
Hinweis für Angehörige
Jede psychische Veränderung, die sich im Verhalten und Erleben eines Angehörigen bemerkbar macht und über mehrere Monate anhält, sollte durch einen Facharzt (Psychiater oder Neurologe) abgeklärt werden.
- Rat und Hilfe für Angehörige psychisch Kranker findet man beim:
Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e. V.
Thomas-Mann-Str.49 a
53111 Bonn
Tel.: 0228/632646 - Für Betroffene:
Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e. V.
im “Dachverband Psychosozialer Hilfsvereinigungen e. V.”
Thomas-Mann-Str.49 a
53111 Bonn
Tel.: 0228/632646 - Geeignete Literatur für Betroffene und Angehörige:
Arieti, Silvano, Schizophrenie: Ursachen, Verlauf, Therapie, Hilfe für Betroffene, Piper, 5. Aufl. 1997, München, Zürich, Taschenbuch, ISBN 3-492-20713-8
Dr. med. Stefan Hoppe



Ich finde den text gut dennoch sollte man besser erklären für Familien was in den Kliniken mit den Patienten gemacht wird .. Ich dneke ma es gibt genug Menschen die das Lesen möchten

ansonsten vielen Dank für die vielen Informationen
Ich möchte allen, die sich für das Thema Schizophrenie interessieren, ein Buch ans Herz legen:
“Maries Akte – das Geheimnis einer Familie” von Kerstin Schneider.
Es erzählt die w a h r e Geschichte zweier Frauen, die beide schizophren waren, über die der Zeitgeist jedoch völlig unterschiedlich richtete: Magdalena Kade glaubte 1866 die Mutter Gottes zu sehen. Ihre Großnichte Marie glaubt 1928 sie sei Jesus. Doch während Magdalena noch heute als “Seherin” und “böhmische Bernadette” verehrt wird, wurde Marie von den Nazis als “lebensunwertes Leben” ermordet.
Magdalenas Erscheinung ist von der Katholischen Kirche anerkannt worden. Damals waren ihre Ärzte schon damals der Meinung, dass sie unter Halluzinationen litt.
meine mutter ist psychisch krank und würde gern wissen, ob ich ihr helfen kann. ich habe mich über ihre krankheit informiert und weiß woran sie leidet. habe versucht psychologie zustudieren, aber aus finanziellen gründen war es nicht möglich.
ich glaube, das meine mutter unter Hebephrene schizophrenie leidet.
die oben beschriebene symtome passen und sie ist bereits 30 jahre krank und nie behandelt worden, zumindest nicht bei einem richtigen psychologen… ist aber auch ihr eigener wunsch.
um 1978 rum habe ich mitbekommen, wie meine mutter von einem gläubigen behandelt wurde, weil mann dachte, sie sei besessen und mit das war für mich auch kein schöner anblick.
was kann ich da machen ?… sie ist jetzt 55 jahre uns ich 33
Hallo Akku,
meine Mutter(47) leidet seid ca 4 Jahren an Psychose(laut Arzt). Wenn ich mich an meine Kindheit zurück erinnere, gabs damals schon anzeichen. Sie hatte gerade einen heftigen Rückfall, trotz Medikamente. Ich kann dir nur raten egal wie, deine Mutter in psychiatrische Behandlung zugeben, denn das kann auf Dauer kein Leben sein. Wenn du willst, dass sie jemals noch einmal ein “normales”Leben führen kann, solltet ihr das tun. Ist nach meinen Erfahrungen, auch im Freundeskreis 2 Leute mit Psychose, das beste.
Ich glaube auch nicht, dass deine Mutter selbst im Stande ist die richtige Entscheidung für sich zu treffen, sonst wär sie bereits in Behandlung.Aber das können kranke Menschen auch meißt nich, aus Scham, Angst oder weil sie selber glauben es sei nich nötig.
Liebe Grüße
Jessi
Hoffe konnte dir ein bißchen helfen
Hallo Aku,
ich würde gerne wissen, ob du schon weiter gekommen bist was deine Mutter angeht? Ich habe in der letzten zeit ziemlich viel gelesen und mich über Psychose informiert und eigentlich muss deine Mutter zum Psychiater.Wie lebt sie mit der Krankheit?Ist sie mehr klar oder mehr psychotisch, ist ihr klar dass sie krank ist?
Bitte meld dich doch mal
Gruß Jessi
Hallo !
Mein Mann (43 J.)leidet seit 2 Jahren an einer unbehandelten Psychose mit Misstrauen,Vergiftungs-u.Verfolgungswahn… Er hatte zuvor u. auch immer noch Alkoholprobleme.Da er sich nicht behandeln lässt,weil er einfach alles für real hält,ist es fast nicht mehr auszuhalten. Er denkt sogar ,dass ich ihm Sachen ins Essen oder Getränke mische,die ihn in so einen verwirrten Zustand bringen.Weiß echt nicht mehr weiter ,da er mittlerweile unberechenbar ist!Wer weiß Rat ???
hallo..
meine mutter leidet seid mehreren jahren an schizophrenie..
leider haben wir als familie im ganz besonderen ich es zu spät bemerkt..
sie war schon öfters in behandlung..
sie nimmt auch medikamente (invega)
Sie hat jetzt vor kurzem einfach aufgehört invega zu nehmen..
ihr gings auch eine zeit richtig gut..
genau wie vor 10 jahren..
aber zu der zeit hat sie auch noch invega genommen!!
sie meinte es wäre wohl es wäre nicht mehr nötig invega einzunehmen..
ich wusste natürlich nicht das sie diese schweren medikamente einfach abgesetzt hat..
aber nun leider ist sie auch wieder rückfällig geworden..
und erzählt die ganze zeit unrealistische sachen..
dabei lässt sie sich total gehen ..
und kümmert sich auch gar nicht mehr um den haushalt oder um unsere familie..
ich versuche sie überall mit zunehmen
ich merke aber das sie das alles gar nciht interessiert und sie auch ga keinen spass hat!!!
wenn wir zu hause sind läuft sie die ganze zeit ganz verstört durch das haus..
und sieht auch ganz nach denklich aus ..
ich persönlich leide extrem unter diesem zustand..
es macht mich richtig fertig sie so leiden zu sehen ..
ich weiß gar nciht was ich machen soll..
Hallo,
mein 21 jähriger Sohn leidet an einer paranoiden Schizophrenie und ist seit Ende 2007 in einer geschl. Psychiatrie.
Hinzu kommt, dass mein Sohn ansolut nicht krankheitseinsichtig ist, was alles nur noch erschwert. Durch die Medikamente wie Leponex etc. hat er 60 kg zugenommen. Er entwickelt richtige Fressattacken, z.Zt. muss er aber Diät halten und hat ca. 10 kg abgenommen.
Ich kann nur sagen, dass es nicht einfach ist mit dieser Krankheit umzugehen.
Oft erhält man Rückschläge und man steht hilflos daneben und kann nichts tun.
Und seinen geliebten Mitmenschen, vor allen sein eigenes Kind, nicht helfen zu können, nicht zu wissen wie es mal weiter geht macht mich unendlich traurig.
Grüße an alle.
Hallo guten Tag,
ich habe gerade den Beitrag von Mutti gelesen. Mein Sohn ist 33 Jahre alt und hat ebefalls paranoide Schizophrenie und ist zur Zeit wieder mal ohne Behandlung. Er ist ein total Verweigerer und war schon mehrfach zwangsweise eingewiesen worden.In der Klinik bringt man ihn für eine Weile dazu die Medikation einzuhalten, aber nach ca. 6 Monaten bröckelt die Einsicht langsam wieder ab. Vor 1 1/2 Jahren trat er 3 Wohnungstüren ein um jemanden zu “retten”. Das hat nun die Konsequenz, daß er zwangsgeräumt wurde und obdachlos ist. Wir haben es nochmal versucht und ihn aufgenommen. Es ging aber nach 1 Woche nicht mehr. Wir mußten ihn mit polizeilicher Gewalt aus dem Haus bringen lassen. Das alles tut sehr weh. Es hat nichts damit zu tun, daß man sein Kind nicht mehr liebt. Aber nach 12 Jahren Krankheit ist man so kaputt, daß es sich zu überlegen gilt, ob man so weitermachen will, oder sich nach und nach eine gewisse Distanz schafft um selbst zu überleben oder mit ihm unter zu gehen.
Wir haben ihn immer und immer wieder aus der SCH…… geholt. Wenn er sein Geld verplempert hatte sind wie mit Lebensmittelspenden und Mittagessenspenden eingesprungen. Seine Wohnung habe ich sauber gehalten, da er damit überfordert war. Wir wurden immer mehr seine Lebensversicherung und das hat er reichlich ausgenutzt, ja er fordert das nun ein. Er hatte Angebote in eine betreute Wohnmaßnahme zu ziehen, was er auch ursprünglich wollte. Im letzten Moment hat er abgesagt, weil da ja lauter psychisch kranke Menschen sind und er ja scheinbar nur unter Fußpilz leidet. Die Alternative ist nun Obdachlosigkeit. Das Leiden und Ängstigen hat für meinen Mann und mich noch lange kein Ende. Aber wir kommen immer mehr zu der Einsicht, daß wir mit unserer ewigen Rücksichtnahme und Hilfeleistung unserem Sohn eher geschadet haben. Vielmehr sollte man Grenzen setzen und für sich und dem Angehörigen sagen, bis hier und nicht weiter oder man wird zum Sklaven der Krankheit!
Hallo Mutti!
Ich kann sehr gut verstehen wie Sie sich fühlen. Meine Schwester (37 J.) lebt auch seit ca. 3 Jahren in einer Psychatrie. Mehrere Versuche sie in einem Betreuten Wohnheim unterzubringen sind leider gescheitert! Viele Grüße Tanja
Hallo,
ich war dreieinhalb Monate mit einem paranoid Schizophrenen zusammen.
Ich habe mich vor kurzem von ihm getrennt.Das ganze Maß der Erkrankung hat sich mir erst bei unserem gemeinsamen Urlaub erschlossen.Seine Eltern wollen seine Erkrankung nicht klar sehen und er hat keine Krankheitseinsicht.Ein Psychotherapeut hat mir dringendst geraten,mich ganz klar von ihm abzugrenzen und ihm einen weiteren Kontakt erst in Aussicht zu stellen,wenn er sich in therapeutischer Behandlung befindet.Das habe ich getan und versuche mich nun erstmal von den ganzen Strapazen zu erholen.
Ich stand irgendwann nur noch hilflos daneben,aber wenn keine Krankheitseinsicht vorhanden ist muß man seinen eigenen Weg gehen,auch wenn es noch so schwer fällt.
Da hilft all die Liebe nichts,die man für den Menschen empfindet.
Hallo
so das jemand an Schizophrenie erkrankt unnd niemand ihm durch seine nicht ihm zu helfen und ihn nicht zu der einsicht kommt das er es mind control technik zu schizophrenie erzeugung gibt
sollte lieber selber zum arzt gehen medikatment dagen nehmen um selber zu schizophrenie erkranken ,
Hallo
so das jemand an Schizophrenie erkrankt und niemand ihm durch seine nicht ihm zu helfen und ihn nicht zu der einsicht kommt das es mit mind control technik zu schizophrenie erzeugung gibt und
sollte lieber selber zum arzt gehen medikatment dagen nehmen um selber zu schizophrenie erkranken ,
Hallo zusammen,
bin selbst Betroffener (“paranoide Schizophrenie”) mit mehreren Zwangsaufenthalten in der Psychatrie, Behandlungen mit Medikamenten, bei Psychatern … geholfen hat das alles nicht!!!
Was mich geheilt hat?
Der Glaube an Gottvater, Jesus Christus und den Heiligen Geist! Dies war/ist inzwischen ein Prozeß der seit ca. 15 Jahren anhält, nachdem die Krankheit vor über 17 Jahren ausbrach, bzw. als Krankheit festgestellt wurde.
Ich machte sozusagen meine Not zur Tugend und betete zu Gott, sein Werkzeug werden zu wollen. Dann holte ich meine Hochschulreife nach, trat wieder in die ev. Kirche ein, studierte ev. Religionspädagogik, machte mein Diplom, absolvierte ein Berufspraktikum zum Amt des Diakons und arbeitete auch in dem Beruf, z.Zt. bin ich leider arbeitssuchend, d. h. ich suche Aufgaben, wo ich Menschen helfen kann!
Inzwischen habe ich auch erkannt, daß dieser Fluch der Krankheit sich in einen Segen verwandeln kann, so Gott will, denn meiner Meinung nach handelt es sich um Menschen mit “feineren Antennen” für die mit unseren leiblichen Augen und Ohren NICHT wahrnehmbare Welt, die aber existiert, was so sicher ist, wie das “Amen” in der Kirche, wie man so schön sagt…!
Würde gerne noch betroffenen Kranken helfen und bezgl. dieser und anderer “Geisteskrankheiten” etwas publizieren, um aus der Sicht von Betroffenen eigene Darstellungen ihrer Krankheiten bzw. Begabungen in die wissentschaftliche Diskussion zu stellen – als “Gegenpol” zur Darstellung von “gesunden Ärzten über psychisch Kranke.
Ich wünsche Euch Gottes Segen und Heilung von Euren Leiden, amen!
Falls gewünscht, könnt Ihr mich über E-Mail kontaktieren:
mystic888@web.de
Liebe Grüße,
Johannes
Pardon,
natürlich “in die “wissenschaftliche Diskussion” und nicht “wissentschaftliche Diskussion” zu stellen” … ein Schelm, der bei dem “t” einen Hintergrund vermutet!
Ich weiß, daß dies für unsereins typisch ist, da man oft einen Hintergrund vermutet, der ja auch gegeben sein könnte, was ich hiermit ausdrücklich verneinen möchte, da es sich um einen Tipfehler handelte, der allerdings einer gewissen Komik nicht entbehrt, wenn Ihr versteht, was ich meine, wie es verstanden werden könnte…
Johannes
Hilfe für die Erkrankten ist eine Patientenverfügung.