Wundrose (Erysipel)
Krankheitsbild
Das Erysipel ist eine besondere bakterielle Entzündung der Haut. Dabei breiten sich die Bakterien nach einer (oft unscheinbaren) Hautverletzung in den Lymphgefäßen der Haut aus. Zumeist von Fieber, Schmerzen und einem deutlichen Krankheitsgefühl begleitet, kommt es zu einer flächenhaften Rötung und Schwellung des erkrankten Hautbereichs, die sich binnen Stunden oder weniger Tage ausbreitet.
Das Erysipel ist eine relativ häufige Erkrankung. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem (alte Menschen, Diabetiker). Die Erkrankung kann aber in jedem Alter auftreten.
Unbehandelt kann das Erysipel lebensgefährlich sein. Bei geeigneter Therapie heilt sie jedoch in aller Regel folgenlos aus.
Diagnose
Der Arzt kann die Diagnose meistens schon durch die Untersuchung des Patienten stellen. Im Zweifelsfall klärt eine bakteriologische Untersuchung aus einem Wundabstrich, um welchen Keim es sich handelt. Bei der sog. Blutkultur untersucht man, ob in einer Blutprobe des Betroffenen Bakterien nachzuweisen sind. Dies würde auf eine Sepsis („Blutvergiftung“) als Komplikation des Erysipels hinweisen.
Tritt ein Erysipel wiederholt auf, sollte man nach möglichen Ursachen eines geschwächten Immunsystems suchen und insbesondere einen Diabetes mellitus ausschließen.
Krankheitsverlauf
Bei guter Abwehrlage kann sich ein Erysipel auch ohne Behandlung zurückbilden. Das Risiko, dass sich die Bakterien über sehr große Hautflächen ausbreiten und der Körper des Betroffenen durch ihre Giftstoffe und die starke Abwehrreaktion des Körpers zu stark belastet wird, ist groß. Als Komplikation können sich Blutgefäße im Bereich des Erysipels entzünden (sog. Thrombophlebitis). Insbesondere beim Erysipel im Kopfbereich kann eine solche Venenentzündung gefährliche neurologische Komplikationen zur Folge haben. Schließlich ist es möglich, dass sich die Erreger mit dem Blut im ganzen Körper ausbreiten, und zur lebensgefährlichen Sepsis (Blutvergiftung) oder zu einer Entzündung der Herzinnenschicht (Endokarditis) führen.
Bei angemessener Behandlung bildet sich das Erysipel aber binnen weniger Tage zurück. In der Regel heilt sie folgenlos aus. Nur selten kann die Entzündung der Lymphgefäße bleibende Schwellungen im betroffenen Bereich (sog. Lymphödem) hinterlassen.
Therapie
Stellt der Arzt ein Erysipel fest, so wird er den Betroffenen in aller Regel zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus einweisen. Dort muss der Patient zunächst Bettruhe einhalten, das betroffene Körperteil (Bein oder Arm) wird ggf. in einer Schiene ruhig gestellt und hoch gelagert. Gleichzeitig wird ein Antibiotikum (z. B. Penicillin) für mindestens eine Woche über die Vene verabreicht. Die Ursache der Hautverletzung, die das Eindringen der Bakterien ermöglicht hat, muss gefunden und wenn nötig (z. B. Schnittwunde, offene Beine bei Durchblutungsstörungen oder Krampfadern, Fußpilz) in geeigneter Weise behandelt werden.
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Ursache
Der häufigste Erreger des Erysipels gehört zu der Gruppe der A-Streptokokken; seltener verursachen andere Bakterien (z. B. Staphylokokken) ein ähnliches Krankheitsbild. Diese Bakterien befinden sich auf der Haut und Schleimhaut vieler Menschen, ohne dass sie Beschwerden verursachen, da sie die Hautbarriere nicht überwinden können. Selbst bei einer Verletzung dieser Barriere sind die allgegenwärtigen Streptokokken für das Immunsystem in der Regel kein großes Problem. Nur verhältnismäßig selten gelingt es daher den Keimen, sich in dem feinen Geflecht der Lymphgefäße zu vermehren und auszubreiten. Eine Schwächung der Abwehrkräfte an der Haut, wie dies z. B. für Diabetiker sehr typisch ist, kann das Risiko der Krankheitsentstehung erhöhen.
Im Volksmund wird die flächenhafte, sich nach einer Verletzung an Hand oder Fuß zum Körper hin ausbreitende Hautrötung gelegentlich als „Blutvergiftung“ bezeichnet. Diese Bezeichnung ist jedoch falsch, denn die Bakterien sitzen in den Lymphgefäßen der Haut. Als Komplikation der Erkrankung können sie aber durchaus in die Blutbahn gelangen, wo sie dann eine Sepsis (echte „Blutvergiftung“) verursachen können.
Vorbeugung
Gesunde Menschen müssen keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um der Entstehung eines Erysipels vorzubeugen, denn ihr Immunsystem ist hierzu stark genug. Menschen, die unter Gefühlsstörungen der Beine oder Hände leiden (z. B. Diabetiker, Menschen mit Durchblutungsstörungen oder bestimmten Autoimmunerkrankungen, Alkoholiker), sollten ihre Haut entsprechend schützen (z. B. durch spezielle Schuhe) und regelmäßig genau untersuchen. So können mögliche Verletzungen, die sich entzündet haben, aber keine Schmerzen verursachen, frühzeitig erkannt werden.



Bei einem Motorradunfall hatte ich mir am linken Fußrücken 2 offene, kleine aber tiefe Wunden zugezogen. Im Krankenhaus wurden diese nach dem Arztbericht als oberflächliche Wunden diagnostiziert und auch aus meiner Sicht so oberflächlich behandelt. Am Tag nach der Entlassung wurde der Fuß krebsrot und heiß, ich bekam Schüttelfrost und hohes Fieber. Der Hausarzt verabreichte ein Antibiotikum, der Chirurg erkannte das Problem: Fuß in Spezialschiene, ruhig stellen, hoch lagern, weiterhin Antibiotikum verabreicht. Nun frage ich mich schon, was ist falsch gelaufen und vor allem, werde ich insbesondere bei Belastung des Fusses eventuell Probleme haben. Im Ergebnis waren die med. Hinweise recht informativ. Danke
ich bekomme seit über einen jahr um die gegend der hüftgelenke krebsroten bauch u po ,schüttelfrost u sehr hohes fieber kein arzt konnte mir bisher helfen u bestrahlungsazrt meinte es wären nachwirkungen von der bestrahlung u würden nie mehr weg gehen,soll ich mich wirklich den rest meines lebens damit rum quälen bin jetzt 42 …suche hilfe…
Hallo,
mein Mann hat Wundrose un das seit 3 Wochen für 2 wochen hatte er ein
Antibibotikum. Ist nicht besser geworden. Er hat 5 Tage ausgesetzt,
da er wegen seiner neuen Arbeit so spät nach Hause kam. Nun nimmt
er wieder welche.
Geht weiter als Schreiner arbeiten, da er 2 Monate
ohne Arbeit war.
Jetzt hat er so eine Blase im Bein und ich sage immer
wenn es so weiter geht platzt sie. Er hat auch vorher mit dem Fuß Durchblutungsstörungen, und guckt auch gern ins Glas.
Ich habe Angst, daß es nicht mehr weggeht – habt Ihr einen Rat?
Maria
Bitte, sucht sofort eine große Klinik auf, mein Mann war dieses Jahr so krank,angefangen mit Erysipel an Beinen und Bauch, hat aber kein Arzt richtig festgestellt, selbst eine normale Klinik nicht. Dann brachte ich ihn in das Klinikum Schwabing nach München. Sein Körper war so geschwächt das sie ihn ins Künstliche Koma setzen mußten usw. , bitte wenn nur die geringste Veränderung am Körper ist, in eine Uni Klinik oder wie gesagt Schwabing, Bogenhausen, Großhadern …
das klingt nach gürtelrose, da kann ein antibiotikum nicht helfen, wird leider oft falsch diagnostiziert
Hallo,
bei meiner Schwägerin wurde nach längerem Ärztemarathon eine Wundrose diagnoistiziert. Angefangen hat alles schon im August.Da hatte sie immer ein Jucken am Auge und das Gefühl eines trockenen Auges. Der Augenarzt verschrieb zuerst Tropfen. Dann noch Salbe. Aber es wurde nicht besser. Dann vor ca. 1 Monat bemerkte sie, dass ihr Gesicht sich glühend anfühlt. Das Problem mit dem Auge war auch vorhanden. Ihr behandelnder Arzt schickte sie wieder zum Augenarzt. Letztendlich war sie dann bei einer Hautärztin, die sofort das Blut untersuchte und ihr mitteilte, dass sie eine ganz starke Entzündung (Wundrose) habe. Da eine Sepsis drohte, bekam sie längere Zeit Antibiotika in Form von Tabletten. Eine Blasenentzündung folgte kurz darauf und sie bekam wieder neue Antibiotika. Bei der letzten Untersuchung kurz vor Weihnachten waren die Blutwerte immer noch nicht ganz in Ordnung. Die Ärztin gab ihr eine “Langzeitspritze”, um die Feiertage zu überbrücken.
Ihr Gesicht sieht wieder ganz gut aus. Das Auge ist o.k. und sie kann wieder ihre Linse tragen.
Sie hat aber seit fast 2 Wochen ständig Kopfschmerzen und manchmal auch Schwindel. Außerdem klagt sie über einen heißen Kopf. Ihr sei ständig “fiebrig” zumute.
Wir machen uns jetzt wirklich Gedanken, was das sein kann ?
Zuerst nahm sie Paracetamol, was aber nicht wirklich gegen die Bschwerden half. Heute hat sie sich Aspirin Plus in der Apotheke besorgt. Das hat für einige Zeit die Kopfschmerzen betäübt, aber ihr Gesicht ist nach eigener Aussage immer noch heiß.
Ich denke, die Situation ist nicht ganz ungefährlich. Im Internet habe ich viel über diese Erkrankung gelesen. Nur war der Verlauf bei meiner Schwägerin ganz anders. Die Kopfschmerzen, Schwindel usw. kamen ja erst viel später. Eigentlich treten sie doch gleich zu Beginn der Erkrankung auf und verschwinden in der Regel nach erfolgreicher Therapie mit Antibiotika.
Kann mir jemand einen Rat geben, was man noch tun kann ?
Vielen Dank
Hallo,
gestern (30.12.09) hatte ich einen Kommentar zu dem Thema Wundrose eingegeben. Vor ca. 1/2 Std. konnte ich den Beitrag selbst noch lesen. Nun ist er leider verschwunden.
Was ist da passiert ? Habe ich etwas falsch gemacht ?
Bitte um Aufklärung
Danke
Hallo,
gibt es hier jemanden, der sich um diese Webseite kümmert?
Mein Beitrag vom 30.12.09 verschwindet immer wieder. Gestern war er kurzfristig zu lesen, heute ist er wieder verschwunden.
Soll das ein Silvesterscherz sein ?
Oder kann man während der Feiertag keine Beiträge einstellen ?
Ich bitte dringend um Antwort.
Danke
Hallo,
wann werden denn meine Beiträge freigeschaltet ?
Wahnsinn! So eine Story hätte ich absolut nicht geglaubt
Ich mche mit der Wundrose schon seit 2 Jahren rum ,war schon 2mal im Krankenhaus, zum schluss hatte ich richtig tiefe wunden, was jetzt noch mit antibiotika behandelt. aber die anitibiotika sind mit so viel nebenwikungen verbunden, habe durchfall muss erbrechen,habe keeinen geschmack mehr kann nichts riechen u. so weiter.
Ich bin langsam am verzweifeln, seit Juni letzten Jahres hab ich mich gestern mit der 16.(!) Wundrose und 41,5 Fieber hingelegt. Außer Penicillin fällt weder meinem Hausarzt noch dem Phlebologen was ein. Wie soll ich Facharzttermine zur Anlaßsuche machen, wenn ich immer wieder platt liege? 3 Tage Pause zwischen zwei Wundrosen machen auch nicht grad munter.
Weiß irgend jemand Rat? Aber wie ich das hier so lese, seid ihr alle genau so ratlos wie ich.
Dann mal uns allen gute Besserung!